Nachkochen!

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Dienstag, 5. Juli 2011

Nudel-Erbsen-Frittata


Brogele, Broggele oder Brockela, wenn ich das meinen Kindern sagen würde, wüssten sie nicht was gemeint ist. Meine Mutter hat immer urschwäbische Bezeichnungen verwendet. Kartoffeln waren Ebiere, Karotten "Gelbe Rieba", Erdbeeren "Breschtling" und Johannisbeeren "Träubla" und Brockela sind bei uns Erbsen. Oft habe ich mich schon gefragt, woher sich diese Namen ableiten. Zumindest für die Erbsen wäre die Erklärung wohl, dass man sie aus der Schale ausbrechen (brocken) muss.

Meine Mutter hat bis vor wenigen Jahren alles Gemüse für unseren Bedarf selbst angebaut. Es gab Radieschen, Kopfsalat, Spitzkohl, Blaukraut, Wirsing, Brokkoli, Kohlrabi, Busch- und Stangenbohnen, Kartoffeln, Zwiebeln, Zucchini, Karotten, Erbsen, Erdbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Süß- und Sauerkirschen, Pflaumen, Mirabellen, Äpfel, Birnen, ach einfach alles, was in unserem Klima gedieh. Abends saßen wir dann oft gemeinsam am Küchentisch und haben Bohnen gegipfelt oder Erbsen "ausgebrockelt". Außer ab und zu Bananen und Orangen im Winter wurde bei uns kein Obst oder Gemüse gekauft. Im Winter ernährte man sich von den Vorräten aus dem Sommer. Bis auf Rosenkohl (den kann ich immer noch nicht ausstehen) gibt es eigentlich kein Gemüse, das ich nicht mochte. Erbsen sind bis heute meine bevorzugten Lieblinge. Hier ein Rezept, das sich auch hervorragend zur Resteverwertung von gekochten Nudeln eignet.

Nudel-Erbsen-Frittata (2 Portionen):
gekochte Nudeln - ausreichend für 2 Personen
100 g Erbsen (TK)
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
eine Handvoll Zitronenmelisse
4 Eier
Schafskäse
Olivenöl
Pfeffer

Erbsen antauen lassen. Knoblauch und Zwiebel schälen und fein hacken. Zitronenmelisse grob hacken, Schafskäse würfeln.Olivenöl in einer ofenfesten Pfanne erhitzen und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin glasig dünsten. Die gekochten Nudeln dazugeben und kurz anbraten. Die angetrauten Erbsen ebenfalls in die Pfanne geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Eier in einer Schüssel verquirlen, ebenfalls würzen und zu den Nudeln gießen. Gehackte Zitronen-melisse und zerbröckelten Schafskäse darübergeben und im auf 180 °C vorgeheizten ca. 10 bis 12 Minuten stocken lassen.

Und weil das Ganze auch schnell geht, ist dies ein Beitrag für die Cucina rapida im Juli.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von 
mankannsessen.de

Dienstag, 24. Mai 2011

Frühlingszwiebel-Triangoli

Heute muss ich Euch etwas gestehen. Eigentlich koche ich ja ganz gerne, aber ganz ehrlich, nicht immer ist es nur Hobby, sondern manchmal einfach nur Pflicht. Täglich will eine vierköpfige Familie kulinarisch verwöhnt werden. Das ist nicht immer ganz einfach, was die eine mag, lehnt der andere rundweg ab. Er isst gerne Fleisch, ich lieber Gemüse, der eine liebt Sahnesaucen, die anderen nur dunkle Bratensaucen usw.
Ja, und dann gibt es Tage, da habe ich überhaupt keine Lust, mir Gedanken zu machen, was auf den Tisch kommt. Unlängst war es wieder soweit und Schande über mich, ich habe mich dazu hinreißen lassen, eine Packung Fertig-Tortellini zu machen. Die Strafe folgte auf dem Fuß, während U. ganz zufrieden damit war, fand ich die Tortellini einfach nur ungenießbar, ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich zum letzten Mal etwas derart Schlechtes auf den Tisch gebracht habe.

Um Klassen besser waren dafür diese Triangoli:

 


Pastateig:
200 g Mehl
2 Eier
1/2 TL Salz
2 EL Olivenöl

Aus allen Zutaten einen  geschmeidigen nicht klebenden Nudelteig kneten und in Folie gewickelt ca. 60 Minuten ruhen lassen.

Füllung:
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe 
1/2 Bund Petersilie und Zitronenmelisse
200 g Frischkäse
1 Ei
60 g Parmesan (bei mir würziger Bergkäse), gerieben

Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden, Kräuter kalt abbrausen und hacken, Knoblauchzehe schälen und ebenfalls fein hacken. Butter in einer Pfanne aufschäumen und die Frühlingszwiebeln, Knoblauchzehe und Kräuter darin ca. 3 Minuten dünsten, salzen und pfeffern. Den Frischkäse mit dem Ei glattrühren,den Parmesan und die etwas abgekühlten Frühlingszwiebeln untermischen und nochmals kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Den Nudelteig möglichst dünn ausrollen und 8 cm große Quadrate ausschneiden. Auf jedes Quadrat etwas Füllung in die Mitte geben und zum Dreieck umklappen. Die Ränder mit einer Gabel festdrücken und in kochendem Salzwasser ca. 8 Minuten garen. Anschließend noch in heißer Butter mit Sonnenblumenkernen  und Basilikum kurz durchschwenken. Und für C. gab es noch seine heißgeliebte Käse-Sahne-Sauce dazu und alle waren zufrieden.

 

Und weil in der Füllung ganz viele Frühlingszwiebeln sind, ist dies mein Beitrag zum Kochevent vom Gärtnerblog im Monat Mai.


Und ich schwöre, dass es gefüllte Pasta nur noch hausgemacht gibt!

Dienstag, 11. Januar 2011

So klein ...

ist doch die Welt. Da gibt es abertausende von Kochbüchern, europaweite Kochforen und ungezählte Foodblogger, die einem eine unermessliche Flut von Rezepten schenken. Und trotzdem passiert es, dass es sowohl bei Robert von lamiacucina als auch bei mir heute ein Rezept aus dem Pasta-Buch der hüttenhilfe gibt. Sogar meine Nüdelchen ähneln denen von Robert ein wenig und mit der Bezeichnung "Glöckchen" könnte man sogar einen gewissen Bezug zu den Pfaffentäuschern herstellen. Im Gegensatz zu Robert war bei mir die Pasta nur  "selbstgekauft".

Pasta al ragu de carne


Zutaten für 4 Personen:
600 g Rindergulasch
3 Zwiebeln
200 ml Rotwein
600 g Dosentomaten
2 Lorbeerblätter
1-2 Chili
Salz, Pfeffer
2 EL Olivenöl

Das Olivenöl heiß werden lassen und das Gulasch darin scharf anbraten. Gewürfelte Zwiebeln zugeben, kurz glasig werden lassen und mit dem Rotwein ablöschen.
Die Dosentomaten, Lorbeerblätter und Chili zugeben und ca. 2-3 Stunden bei geringer Hitze köcheln lassen, bis das Fleisch weich ist.
Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Pasta nach Vorliebe servieren.

So ein Gericht kann ich nur kochen, wenn der Junior nicht mitisst, der mag nämlich keine gekochten Tomaten. Auf diese Art habe ich Gulasch zum ersten Mal zubereitet und es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein.

Freitag, 26. November 2010

Geschmorte Rinderwade mit Petersilienwurzeltascherln

 

Wir können nicht nur schwäbisch, vor allem beim Kochen. Das heutige Rezept habe ich von unseren österreichischen Nachbarn entlehnt. 

Geschmorte Rinderwade (4 Personen):
1 kg Rinderwade
1 Knoblauchzehe
2 Zwiebeln
1 - 2 EL Ketchup
1 EL Zucker
1/ 2 l Rotwein
Rinder- bzw. Gemüsebrühe
3 angedrückte Wacholderbeeren
2 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer
Öl

Zwiebel und Knoblauch schälen und in Würfel schneiden. Das Fleisch in heißem Öl in einem Bräter scharf anbraten, herausnehmen und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Bratenrückstand Zwiebel und Knoblauch goldgelb anbraten. Zucker, Ketchup und Wacholderbeeren zufügen, kurz durchschwenken und mit Rotwein aufgießen. Kurz aufkochen lassen, dann das Fleisch wieder in den Bräter geben, die Lorbeerblätter dazu und das ganze dann zugedeckt im vorgeheizten Ofen bei 170° C mindestens 2 1/2 Stunden (bei mir waren es fast 4 Stunden) schmoren. Bei Bedarf gelegentlich mit Brühe und/oder Rotwein aufgießen.

Während der Braten schmort, bleibt genug Zeit die Petersilienwurzeltascherln zuzubereiten.

Petersilienwurzeltascherln:

200 g Petersilienwurzeln (geschält und kleingewürfelt)
60 g QimiQ (ich hoffe, dass das kein "Teufelszeug" ist)
Salz, Pfeffer, Muskat
frisch gehackte Petersilie

Die Petersilienwurzeln in aufschäumender Butter kurz anschwenken, etwas Wasser angießen, mit Salz würzen und weichdünsten. Eventuell entstandene Flüssigkeit abgießen, QimiQ zufügen und feinpürieren. Masse etwas abkühlen lassen und mit Pfeffer und Muskat abschmecken, gehackte Petersilie unterheben.


Mit dem sehr dünn ausgewellten Pastateig und der Füllung die Tascherln basteln.
Für den wellenförmigen Rand muss ich wohl bei Hundertachtziggrad° noch Nachhilfeunterricht nehmen.
Das ursprüngliche Rezept sieht für die Füllung Pastinaken vor. Da mir persönlich Pastinaken zu süsslich sind, kam mir die Idee mit den Petersiliewurzeln und damit passt mein Rezept auch zum Garten-Koch-Event im November

Garten-Koch-Event November 2010:
Wurzelpetersilie [30. November 2010]


Montag, 8. November 2010

Linsen mit Spätzle nicht ganz schwäbisch

 

Meine Liebe für Linsen kann ich nicht von meinem Großvater geerbt haben. Ihm wird der folgende Ausspruch nachgesagt: "Linsen kann man nur essen, wenn man jede Linse halbiert und dazu ein halbes Pfund Schinkenwurst isst." Dem muss ich ganz entschieden widersprechen, ich mag Hülsenfrüchte allgemein sehr gerne am liebsten aber Linsen.
Heute gab es eine "exotische" Version des schwäbischen Klassikers nach einer Vorlage von Tim Mälzer.

Zutaten für 2 Portionen:
200 g Spätzle (Frischepack) nach Packungsanweisung zubereiten oder besser selbst herstellen
100 g rote Linsen
1 rote Paprikaschote
2-3 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
Paprikapaste (z.B. Ajvar)
Öl, Salz, Pfeffer, Currypulver
Gemüsebrühe
2 Wiener Würstchen
Zitronensaft
Petersilie

Die Linsen in kochendem Wasser bissfest garen, dann abschrecken.
Die Paprikaschote waschen und kleinwürfeln, die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, Knoblauchzehe winzig würfeln.
2 EL Öl in einem Topf erhitzen, Paprika und Knoblauch darin andünsten. Mit Salz, Pfeffer und 1 TL Currypulver würzen. Paprikapaste (3-4 EL je nach Geschmack) kurz mitdünsten, dann mit 250 ml Gemüsebrühe ablöschen. Zugedeckt bei milder Hitze ca. 3 Minuten köcheln lassen.
Die Wiener Würstchen in Scheiben schneiden. Linsen, Frühlingszwiebeln und Würstchen zu den Paprika geben und weitere 2 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Currypulver und 1-2 TL Zitronensaft abschmecken.
Parallel die Spätzle zubereiten und diese zum Schluß unter die Linsen mischen. Mit gehackter Petersilie oder Koriander bestreuen.

Ein Gericht, das in weniger als einer halben Stunde zubereitet ist und deshalb ein idealer Kandidat für:


Weitere Rezepte mit Linsen:

Freitag, 27. August 2010

Linguine mit Parmesancreme und Trüffel

Über Trüffel habe ich mir in der Vergangenheit wenig Gedanken gemacht. Natürlich habe ich hin und wieder von dem unvergleichlichen Aroma gelesen, das vor allem der weiße Trüffel haben soll, aber auch von den astronomischen Preisen, die für Trüffel bezahlt werden müssen. Mit war klar, dass mein Geldbeutel für solchen Luxus zu klein ist. 

Nun kam ich jedoch ganz unverhofft zu so einem Exemplar. Im Urlaub im Piemont haben wir ein paar Mal in einem Restaurant gegessen, das von einem leidenschaftlichen Jäger und Trüffelsammler geführt wird. Hervorragend hat uns das Carne cruda mit Trüffeln geschmeckt. Offensichtlich waren wir besonders nette Gäste, denn zum Abschied bekamen wir noch einen schwarzen Trüffel geschenkt.


Zuhause suchte ich dann zuallererst auf einem meiner Lieblingsblogs nach einem Rezept. Und tatsächlich wurde ich bei Robert von lamiacucina auch gleich fündig. Hier geht es zum Rezept von Robert, statt Bavette gab es bei mir Linguine und mein Trüffel war nicht weiß, sondern schwarz. Dafür musste ich allerdings auch nicht mein Konto plündern, keinen Konsumentenkredit aufnehmen und auch nicht das Familiensilber ins Pfandhaus bringen.

(mal wieder unscharf)

Samstag, 10. Juli 2010

Croxetti - made by Linda

Diese hübsche Pasta habe ich vor einigen Wochen bei Robert von lamiacucina gesehen. Der Italienurlaub lässt noch ein paar Wochen auf sich warten und vielleicht kann ich die "Croxetti" in unserer Urlaubsregion überhaupt nicht auffinden. Schnell entstand in mir die fixe Idee, diese Teigwaren selbst herzustellen, nur woher den benötigten Holzstempel nehmen?

Da fiel mir der alte Springerlesmodel der Oma ein, den ich aus Nostalgiegründen aufgehoben habe. Einmal habe ich sogar Springerle gemacht, die waren aber an Ostern noch so hart, dass man sie locker als Wurfgeschosse hätte verwenden können. Seitdem ist der Model unbenutzt bei den anderen Ausstechformen für Weihnachtsgebäck.

Ich habe einen Pastateig hergestellt, nach der Ruhezeit mit der Nudelmaschine bis zur vorletzten Stufe ausgewalzt und mit einem Glas von ca. 5 cm Durchmesser runde Teilchen ausgestochen. Diese habe ich dann einzeln auf das jeweilige Motiv gelegt und den Teig mit dem Finger in die Vertiefung gedrückt. Es hat ganz gut funktioniert. 

So perfekt wie die gekauften sind sie natürlich nicht geworden, aber ich bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden.


Dazu gab es eine Paprika-Walnuss-Sauce, die zwar sehr gut geschmeckt hat, aber optisch wenig überzeugend war, so dass ich mir lange überlegt habe, ob ich Euch das Rezept dafür überhaupt weitergebe.  Als Grundidee ist sie vielleicht doch für den ein oder anderen von Euch interessant.

Paprika-Walnuss-Sauce:
100 g gehackte Walnüsse
300 ml Gemüsebrühe
2 EL Crème fraîche
2 EL Butter
1 Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1/2 TL Ingwer, fein gehackt
1/2 - 1 Chilischote, fein gehackt
2 rote Paprikaschoten, feine Streifen
Salz, Muskat, Piment
Zitronenabrieb
1/2 - 1 TL Zitronensaft
Basilikum, fein geschnitten

Die Walnüsse in einer trockenen Pfanne kurz unter Rühren anrösten. Die Hälfte der Walnüsse mit der Gemüsebrühe und der Crème fraîche im Mixer fein pürieren.
Butter erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin goldgelb anbraten, Ingwer, Chili und Paprika dazugeben und unter Rühren 4 Minuten braten, leicht salzen.
Gemüse mit Walnuss-Sauce aufgießen, mit Muskat, Piment und Zitronenschale würzen und etwas einkochen lassen. Dann mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Sauce mit den gekochten Croxetti anrichten und mit den restlichen Walnüssen und Basilikum bestreuen.

 

Bestimmt wären die Croxetti getrocknet mit einem Glas selbstgemachtem Pesto eine hübsche Geschenkidee. Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand von den  Pasta-Gurus Tipps zur Nudeltrocknung geben könnte. 

Donnerstag, 17. Juni 2010

Pasta mit Thunfisch-Kapern-Sauce


Wie hat C. (unser Sohn) vor ein paar Tagen gesagt: "Zur Zeit machst Du ständig was in Tomatensauce". Er mag das überhaupt nicht, muss er auch nicht. Dies ist eines der Turbo-Gerichte, das ich abends gerne schnell nur für U. zubereite. 

Ich schneide 1 Schalotte und 1 Knoblauchzehe in feine Würfel und dünste sie in heißem Öl glasig. Dann gebe ich entweder zerdrückte Tomaten aus der Dose oder frische Tomaten in Würfel geschnitten (je nach Saison und Vorrat) dazu und lasse das ganze ca. 20 Minuten köcheln.

Thunfisch aus der Dose lasse ich etwas abtropfen, zerpflücke ihn mit der Gabel und gebe ihn mit ebenfalls abgetropften Kapern in die Sauce. Dann wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt, ich gebe noch etwas von  meiner Wunderwaffe "Siebengewürz" (eine Paste aus Salz und sieben verschiedenen Gemüsesorten) dazu. Ganz zum Schluß füge ich das in feine Streifen geschnittene Basilikum bei. Die Sauce richte ich mit beliebiger Pasta an.

Und weil das Ganze wirklich ratzfatz auf dem Tisch steht, ist das ein Beitrag für die


Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

von Man kann's essen.



Donnerstag, 3. Juni 2010

Spargel-Lachs-Lasagne - nachgekocht



Spargel und Lachs sollte es geben. Spargel, weil dieser im Gemüsefach dringend auf seine Verwertung wartete und Lachs, weil noch ein Stück im Gefrierschrank war und Fisch bei uns sowieso oft zu kurz kommt. Aber wie zubereiten? Einige Überlegungen angestellt, alle wieder verworfen und schließlich nach einigem Stöbern in diversen Blogs auf ein geniales Rezept gestoßen. 


Bei mipi von Man kann's essen! findet ihr die Spargel-Lachs-Lasagne. Zwei winzige Abweichungen gibt es. In die Sauce habe ich noch etwas Siebengewürz gerührt. Das Siebengewürz ist eine Paste aus sieben verschiedenen Gemüsesorten und Salz, das mein Gemüse- und Obsthändler selbst herstellt. Die Dosentomaten waren zu meiner Überraschung Kirschtomaten, da hatte ich beim Einkauf mal wieder nicht richtig geschaut. Ich fand sie hier allerdings auch optisch richtig toll.


Mipi schreibt, dass die Lasagne zum Niederknien ist, das kann ich nur bestätigen.

Mittwoch, 19. Mai 2010

Spaghetti-Würstchen-Topf



Auf der Rangliste der beliebtesten Gerichte in unserer Familie, würde dies hier leider ziemlich abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze landen. Genaugenommen mag es nur unser Sohn. Das erste Mal habe ich es gekocht, als C. so ungefähr 2 Jahre alt war, damals war ich auf der Suche nach kindgerechten Alltagsrezepten.

Der Spaghetti-Würstchen-Topf war sofort das Leibgericht von C. und musste von nun an mindestens 1 mal die
Woche gekocht werden. Im Laufe der Zeit haben sich seine Geschmacksknospen weiter entwickelt und es darf mehr Abwechslung sein, aber immer noch freut er sich, wenn ich ihm seine Leibspeise koche. Nachdem er zwischenzeitlich die Volljährigkeit erreicht hat, könnt ihr Euch ausrechnen, dass ich dieses Nudelgericht schon mehrere hundert Male gekocht habe und deshalb hat es auch einen Platz in meinem Blog verdient.

Für 1 - 2 Portionen schneide ich 1 Stück Lauch und 1 Saitenwürstchen (Wiener, Frankfurter) in Scheiben und brate sie in heißem Öl leicht an, dann kommt ein guter Schuss Ketchup dazu. Das Ganze wird mit ca. 1/4 l Gemüsebrühe aufgegossen und zum Kochen gebracht.

Nun breche ich soviel Spaghetti hinein, dass diese gerade bedeckt sind. Ich lasse die Suppe solange kochen, bis die Spaghetti gar sind, dabei gelegentlich umrühren und eventuell Brühe nachgießen. Hier schmeckt es besser, wenn die Spaghetti etwas weicher als üblich sind.

Zum Schluss kommt noch etwas gut schmelzfähiger Käse, Sahne und Petersilie dazu und wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Im Ursprungsrezept ist dies ein relativ flüssiger Eintopf. Bei mir ist zum Schluss nur noch ganz wenig Flüssigkeit vorhanden, die sich wie eine cremige Sauce mit den Spaghetti vermischt, dies liebt C. so.

Kein hochkulinarisches Rezept - aber das muss es ja auch nicht immer sein.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Rote-Linsen-Nudeln mit Lamm und Spinat



So, nachdem in Lindas Bistro in letzter Zeit arg viel Suppen- und Huschhusch-Küche vorgeherrscht hat, war es an der Zeit mal wieder etwas mehr Aufwand zu treiben. Schon lange habe ich ein Rezept aus meiner derzeitigen Favoriten-Kochzeitschrift im Hinterkopf. Die Umsetzung war bisher an meiner Bequemlichkeit und dem Wissen, dass ich nur die Hälfte der Familie damit beglücken kann, gescheitert. Nach dem ich hier und hier schon einmal Rezepte aus der "Lust auf Genuss - Pasta! Pasta! Pasta!" vorgestellt habe, sind nun heute endlich die Rote-Linsen-Nudeln an der Reihe.

Nudelteig:
50 g rote Linsen

140 g Mehl (Type 405) und Mehl zum Arbeiten
2 Eier

1 EL Olivenöl

Salz


Linsen möglichst fein zermahlen. Ich habe dafür eine ausrangierte elektrische Kaffeemühle benutzt, das hat bestens funktioniert. Mehl mit Eiern, Öl, Linsen und Salz zu einem glatten, glänzenden Teig verkneten. In Klarsichtfolie einwickeln und im Kühlschrank ruhen lassen.
Hier weiche ich vom Rezept ab. Dort ist angegeben mindestens 4 Stunden, besser noch über Nacht. Mir haben 2 Stunden genügt.

Nudelteig in 4 Portionen teilen und mit der Nudelmaschine zu dünnen Teigplatten ausrollen, dabei immer wieder bemehlen. Teigplatten in ca. 3 cm breite Streifen schneiden, in reichlich Salzwasser 3 Minuten kochen, in einem Sieb abtropfen lassen.




von der Linse über den Teig zur Nudel

Lammragout:

600 g Lammfleisch in 2 cm großen Würfeln
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 EL Mehl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
3 EL Olivenöl
1 EL Tomatenmark
6-8 Safranfäden
750 ml Geflügelbrühe
(ich habe einen Teil durch Fleischbrühe ersetzt, die ich nebenbei auf Vorrat gekocht habe)

Fleisch salzen, pfeffern und mit Mehl bestäuben. Zwiebel abziehen und in 1 cm große Würfel schneiden, Knoblauchzehen abziehen und fein hacken.
Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin glasig dünsten. Fleisch, Tomatenmark und Safran zugeben und ca. 10 Minuten rösten. Mit einem Schuss Brühe ablöschen, Flüssigkeit einkochen lassen. Diesen Vorgang 2 mal wiederholen. Übrige Brühe zugeben und zugedeckt bei kleiner Temperatur etwa 1 1/2 Stunden köcheln lassen. Gelegentlich umrühren. Zum Schluß mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Spinat:
400 g Spinat
4 EL Butter
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
geriebene Muskatnuss

Spinat putzen, waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. Butter in einer großen Pfanne erhitzen, Spinat einlegen und 4 Minuten zugedeckt kochen. Nudeln zugeben, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Die Nudel-Spinat-Mischung mit dem Lammragout auf vorgewärmten Tellern servieren.
Das war eines der besten Gerichte, die ich in letzter Zeit gekocht habe. Mir hat besonders der kernige Biss der Linsennudeln gefallen und das Ragout war schön würzig.


Freitag, 7. Mai 2010

Gemüsenudeln mit Lachs



Nach meinem anstrengenden "Backtag" sollte es gestern ein schnelles, unkompliziertes aber dennoch schmackhaftes Essen geben. Dies ist ein Gericht, das ich schon sehr oft gekocht habe und das uns immer wieder schmeckt.

Zutaten (2 Portionen):
beliebige Nudeln
für 2 Portionen
Salz

1 Stange Lauch

1/2 unbehandelte Zitrone

2 EL Weißwein

1 Lorbeerblatt

3 Pfefferkörner
300 g Lachsfilet

1 Tomate

Dill

Öl, Pfeffer


Nudeln in kochendem Salzwasser bissfest kochen. Währenddessen Zitrone waschen und in Scheiben schneiden. Wenig Salzwasser mit Wein, Lorbeerblatt, Pfefferkörnern und Zitronenscheiben aufkochen. Den Fisch in 2 Tranchen schneiden und in dem Sud von jeder Seite ca. 3 Minuten ziehen lassen.




Lauch waschen, putzen und in Streifen schneiden. Tomate waschen, vierteln, entkernen und in Würfel schneiden. Öl erhitzen und den Lauch darin andünsten, Tomatenwürfel und gehackten Dill zufügen. Die abgetropften Nudeln unter das Gemüse mischen, mit Salz und Pfeffer würzen. Lachs aus dem Sud nehmen und auf den Gemüsenudeln anrichten. Ich träufle dann immer noch etwas von dem Sud über den Lachs. Und weil dieses Gericht wirklich ruckzuck fertig ist, nehme ich damit erstmalig am monatlichen Dauerevent von Man kann's essen!

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

teil.

Dienstag, 27. April 2010

Nudeln mit grüner Spargelcreme



Wir mögen zwar Spargel ganz gerne, aber öfter als 3 - 4 mal während der Saison kommt er bei uns eigentlich nicht auf den Tisch. Den grünen Spargel gab es heute Mittag nach diesem Rezept:

Zutaten: (3 Personen)

800 g grüner Spargel

200 ml Sahne

Salz, Pfeffer, Muskat
Zitronenabrieb, Zitronensaft

Basilikum, feingeschnitten

Parmesan

(Quelle: Vegetarisch Kochen - Gemüse und Pasta, Orbis Verlag)

Vom Spargel die holzigen Enden abschneiden und das untere Drittel schälen, den Spargel in ca. 4 cm lange Stücke schneiden und in einem Topf mit Siebeinsatz über Wasserdampf bissfest garen. Ich gebe noch die abgeschnittenen Enden und die Schalen in das Wasser.

In einem kleinen Topf die Sahne auf die Hälfte einkochen. Ein Drittel der Spargelstücke - nicht die Spitzen - mit der Sahne und 2 - 3 EL Spargelkochwasser im Mixer oder mit dem Mixstab fein pürieren.

Die Sauce durch ein Sieb streichen und kurz erhitzen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat, Zitronenabrieb und Zitronensaft abschmecken. Die zurückbehaltenen Spargelstücke in die Sauce geben, nochmals kurz erhitzen und ganz zum Schluss feingeschnittenen Basilikum unterrühren.
Mit Nudeln nach Geschmack und geriebenem Parmesan anrichten.

Mittwoch, 14. April 2010

Sauce Bologneser Art ohne Fleisch

dafür mit schlechtem Bild - heute musste das Handy herhalten.


Zugegeben das aktuelle Thema vom Kochtopf-Event "ohne" hat auch mich etwas ratlos gemacht. Wir haben keinen Vegetarier in der Familie und ich bin in der glücklichen Lage auf keine Unverträglichkeiten - abgesehen von gewissen Abneigungen - Rücksicht nehmen zu müssen. Dann ist mir aber ein Rezept eingefallen, das ich mir schon vor ewigen Zeiten in meiner Rezeptsammlung bei Chefkoch abgespeichert hatte. Etwas modifiziert habe ich es heute gekocht.

Zutaten (für 2 Portionen):
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 Schalotte
1 Karotte
1 Stückchen Sellerie
1 EL Olivenöl
1 EL Tomatenmark
ca. 350 ml passierte Tomaten
ca. 250 ml Gemüsebrühe
60 g rote Linsen
Kräuter nach Geschmack
1 EL Petersilie
Salz, Pfeffer

Das Gemüse klein würfeln und in dem heißen Olivenöl bei mittlerer Temperatur anschwitzen. Tomatenmark zufügen und kurz anrösten, mit passierten Tomaten und Gemüsebrühe ablöschen. Die Linsen und die Kräuter, ich habe gerebelten Oregano und etwas frischen Salbei genommen, hinzugeben und solange köcheln lassen, bis die Sauce die Konsistenz der üblichen Hackfleischsauce hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, ganz zum Schluss Petersilie dazugeben und mit Pasta nach Belieben anrichten. Nach Geschmack frischen Parmesan darüber reiben.

Ich war überrascht, wie lecker diese "Bolognese ohne Fleisch" schmeckt. Deshalb ist dies mein Beitrag zum Kochen

Blog-Event-LV - Ohne (Einsendeschluss 15. April 2010)

Mittwoch, 17. März 2010

Ravioli mit Frischkäse-Quitten-Füllung - was davon übrig blieb



Am Montag abend machte ich mir noch so richtig Arbeit. Schon lange wollte ich dieses Ravioli-Rezept ausprobieren und jetzt hatte ich Lust und weil es in großen Schritten auf Ostern zugeht, sollten es Häschenravioli werden, eine entsprechende Ausstechform war noch in der Küchenschublade. Schnell habe ich festgestellt, dass die Form zu klein ist, ich konnte nicht genügend Fülle unterbringen, so habe ich den Rest mit einem Glas rund ausgestochen. Der größte Teil der Ravioli wurde gleich verzehrt, eine gute Portion war übrig und wanderte abgedeckt in den Kühlschrank. Das sollte für mich am nächsten Tag nach der Arbeit eine schnelle und leckere Mahlzeit geben. Als ich den Teller aus dem Kühlschrank nahm, war ich doch ziemlich erstaunt, dass nur noch zwei einsame Ravioli darauf lagen, offensichtlich waren hier Mäuse (bzw. Töchterchen) unterwegs. Satt wurde ich davon natürlich nicht. Aber weil ich das Rezept genial lecker finde, gibt es doch noch ein Bild und die Anleitung.

Nudelteig:
z.B. nach diesem Rezept (Menge verdoppeln)

Füllung:
200 g Frischkäse
Quittengelee
Pfeffer
1 EL gehackter Salbei
50 g Parma- oder Serranoschinken kleingeschnitten
1 Eiweiß
1 1/2 EL Butter
gehobelte Haselnüsse
Salbeiblätter

Für die Füllung den Frischkäse mit Quittengelee verrühren. Im Rezept sind 80 g angegeben, ich habe das Gelee (selbstgemacht von einer lieben Nachbarin) teelöffelweise zugefügt und immer wieder probiert, bis es für mich geschmacklich richtig war. Ich denke, dass es niemals 80 g waren. Mit Pfeffer würzen, den gehackten Salbei und Schinken untermischen. Nudelteig dünn ausrollen und Kreise ausstechen. In die Mitte jeweils ein Häufchen Füllung setzen, Ränder mit Eiweiß bestreichen, mit einer weiteren Teigplatte abdecken und andrücken. Ravioli in Salzwasser 5 - 6 Minuten garen, mit einer Schaumkelle herausheben und abtropfen lassen. Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen, Nüsse darin leicht anrösten und Salbei zufügen. Die Raviolo mit der Salbeibutter anrichten.

Samstag, 27. Februar 2010

Hälenga Floisch isch au Floisch

Heute gibt es "Schwäbisch für Anfänger und Fortgeschrittene"
(auf SWR3 Comedyserie "Swedis für Angefangenen
und Fortgeschrittenen")

hälenga, hehlinge = heimlich, still, aber auch hinterrücks

des isch en ganz Hehlinger = dem kann man nicht über den Weg trauen

due doch net so hälenga = vor mir kannst Du
nichts verbergen

Hälenga ist auch das Fleisch (Floisch) in den Maultaschen, sozusagen gut getarnt kleingehackt und mit Spinat vermischt, verbirgt es sich in der Füllung. Und deswegen braucht man sich nie einen Hehl daraus zu machen, zur Fastenzeit Maultaschen zu essen. Traditionell kommen an Gründonnerstag landauf, landab Maultaschen a
uf den Tisch. Es heißt für die Füllung gibt es so viele verschiedene Rezepte, wie es schwäbische Hausfrauen gibt. Ich mache meine Maultaschen meistens so:

Nudelteig:

450 g Mehl
3 Eier

3 EL Olivenöl

etwas Salz


Die Zutaten zu einem elastischen Teig verkneten und bei Zimmertemperatur ca. 1 Stunde ruhen lassen.

Füllung:

500 g Hackfleisch

500 g Kalbsbrät

2 Eier

1 1/2 altbackene Brötchen

250 g Spinat

1 Zwiebel

Petersilie

1 1/2 TL Salz
Pfeffer, evtl. Muskat

Brötchen in Wasser einweichen. Zwiebel in kle
ine Würfel schneiden, Petersilie hacken und beides in etwas Butter glasig dünsten, abkühlen lassen. Spinat putzen und waschen und in einem Topf bei großer Hitze rasch zusammenfallen lassen, kleinhacken und etwas abkühlen lassen. Brötchen gut ausdrücken. Alle Zutaten für die Füllung gut miteinander vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat (wer mag) kräftig abschmecken.

Den Nudelteig zu langen Platten dünn auswalzen. Die Masse gleichmäßig auf dem Teig verteilen, dabei ringsum ca. 1 cm Rand lassen und diesen mit Eiweiß bestreichen. Nun die beiden Längsseiten zur Mitte hin überlappend einklapp
en. Mit dem Handrücken die Maultaschen abdrücken und mit einem Messer durchschneiden. In kochendes Salzwasser geben und ca. 15 bis 20 Minuten sieden lassen. Herausnehmen und auf einer Platte abtrocknen lassen.

Die Maultaschen können in einer guten Fleischbrühe serviert werden, oder mit Kartoffelsalat und geschmälzten Zwiebeln. Reste werden bei uns in Streifen geschnitten und mit Ei in der Pfanne geröstet, dazu schmeckt ein Blattsalat. Maultaschen können auch sehr gut eingefroren werden.



Hier habe ich nur Hackfleisch verwendet, weil C. (unser Sohn) behauptet hat, dass er kein Brät mag. Wir fanden die Füllung allerdings zu trocken, so dass ich beim nächsten Mal wieder Brät dazu nehmen werde.

Dienstag, 23. Februar 2010

Nudeln mit Räucherlachs-Sauce




Vom Wochenende war noch etwas wunderbarer Bio-Räucherlachs übrig. Deshalb gab es gestern Abend für U. ein Nudelgericht, das schon fast ein Klassiker in unserer Küche ist.

Zutaten für 4 Personen:
500 g Tagliatelle
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Butter
300 g Erben (TK)
150 ml Gemüsebrühe
300 ml Sahne
150 g Räucherlachs
1 EL Meerrettich
Salz, Pfeffer

Tagliatelle in Salzwasser al dente garen. Zwischenzeitlich die Zwiebel und den Knoblauch abziehen, fein würfeln und in Butter glasig dünsten. Erbsen dazugeben, Gemüsebrühe und Sahne angießen und die Sauce ca. 6 - 8 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Lachs in Streifen schneiden und zur Sauce geben, mit Pfeffer und Meerrettich abschmecken. Nudeln abgießen und mit der Sauce servieren. Das Rezept sieht noch Petersilie vor, ich habe etwas Basilikum in Streifen geschnitten und darüber gestreut.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Hackfleischklößchen in Tomatensauce



Ganz bestimmt bin ich keine Rabenmutter und meine Kinder wollte ich nicht missen. Aber manchmal (nur manchmal - oder doch öfter?) beneide ich diejenigen unter Euch, die so ohne Rücksicht auf irgendwelche Abneigungen oder Vorlieben, einfach drauflos kochen können, wonach ihnen der Sinn steht.

Die Klassiker Nudeln mit Tomatensauce oder mit Hackfleischsauce gehen doch eigentlich immer, oder? Heute hatte ich Glück, und diese Variante kam gut an.

Zutaten:
250 g Hackfleisch gemischt
1 Teelöffel Edelsüß-Paprika
1 Ei
2 gehäufte EL Semmelbrösel
Salz, Pfeffer
1 Zwiebel
1 grüne Paprikaschote
50 g durchwachsener Räucherspeck
1 Dose geschälte Tomaten

Hackfleisch mit Paprika, Ei, Semmelbröseln vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Walnussgroße Klößchen formen, in heißem Öl 5 Minuten anbraten und herausnehmen. Zwiebeln, Paprika und Speck würfeln. Den Speck in der Pfanne auslassen und das Gemüse darin glasig dünsten. Die Tomaten zugeben, mit Salz, Pfeffer und Oregano (Thymian) abschmecken. Die Klößchen einlegen und zugedeckt nochmals ca. 5 Minuten ziehen lassen. Dazu Teigwaren nach Geschmack servieren.

Freitag, 12. Februar 2010

Penne mit Geflügelleber-Ragout



Selten habe ich ein Heft gekauft, in dem mich so viele Rezepte zum Nachkochen animieren, wie in der Sonderausgabe "Pasta! Pasta! Pasta! von Lust auf Genuss". Nachdem ich bereits diese Ravioli nachgekocht hatte und begeistert war, gab es gestern Penne mit einem Ragout von Geflügellebern. Wieder ein voller Erfolg!

Zutaten für 4 Personen:
300 g Geflügellebern

1 EL Mehl

Salz, Pfeffer

1 Knoblauchzehe

1 Schalotte

350 g Penne

40 g Butter

2 EL Olivenöl

2 frische Lorbeerblätter

1 EL Sherry-Essig

40 ml Sherry (fino)
4-5 EL Hühnerbrühe
2-3 EL stückige Tomaten (Dose)

nach Belieben Basilikum und geriebener alter Gouda


Die Lebern säubern, abbrausen und trockentupfen, in kleine Stücke schneiden und in einer Mischung aus Mehl, Salz und Pfeffer wenden. Knoblauch und Schalotte abziehen und fein würfeln. Butter und Öl in einer Pfanne erhitzen und die Schalotten- und Knoblauchwürfel darin glasig braten. Leberstückchen und Lorbeerblätter dazugeben und bei mittlerer Hitze ca. 3-4 Minuten anbraten. Mit Essig ablöschen, Sherry und Brühe zufügen und etwas einkochen lassen. Dann die stückigen Tomaten zufügen (ich habe mehr als angegeben genommen). So lange köcheln lassen, bis eine sämige Sauce entstanden ist, dann die Lorbeerblätter entfernen. Zwischenzeitlich die Nudeln in Salzwasser bissfest kochen, abgießen und das Kochwasser dabei auffangen. Die Nudeln unter das Ragout mischen und noch etwas Nudelkochwasser darunter rühren. Nach Belieben in Streifen geschnittenes Basilikum untermischen und geriebenen Käse dazu reichen.


Es hat wieder einmal sehr gut geschmeckt und die Leber war superzart.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Blumenkohl-Ravioli mit Flusskrebsen


Kochzeitungen habe ich mir in den letzten Monaten selten gekauft und mir vorgenommen auch künftig einen großen Bogen um den Zeitschriftenstand zu machen, weil
  1. ich so viele Rezepte habe, dass ich bis an mein Lebensende
    jeden Tag ein neues ausprobieren könnte
  2. ich bei den Foodblogs ganz viele tolle Anregungen erhalte
  3. wir nicht sämtliche Koch- und Oldtimerzeitungen, die auf dem
    Markt sind, sammeln können
  4. viele Rezepte sich wiederholen
Vor ein paar Tagen habe ich meinen Vorsatz jedoch gebrochen. An der Supermarktkasse stach mir die neueste Ausgabe der "Lust auf Genuss" direkt ins Auge. Beim Sonderthema "Pasta" konnte ich nicht widerstehen. Für viele ist eine wärmende Suppe oder ein kalorienreiches Dessert ein Seelentröster. Wenn es mir nicht gut geht, denke ich an Pasta. Tatsächlich habe ich viele Gerichte entdeckt, die sich sehr lecker lesen und die ich unbedingt nachkochen möchte. Das erste davon stelle ich heute vor:

NUDELTEIG
160 g Mehl (Typ 405) und Mehl zum Arbeiten
2 Eier
1 EL Olivenöl
Salz

FÜLLUNG UND SAUCE
250 g Blumenkohl (geputzt)
1 Schalotte
2 EL Pflanzenöl
Salz
1 Scheibe Toastbrot
1 Zweig Estragon (ich hatte nur getrockneten)
1 Ei
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Cayennepfeffer
2 Tomaten
1/2 TL Puderzucker
2 EL Olivenöl, 4 EL Butter
200 g Flusskrebsfleisch




Für den Nudelteig Mehl mit verquirlten Eiern, Öl und etwas Salz zu einem glatten, glänzenden
Teig verkneten. Teig in Klarsichtfolie im Kühlschrank mindestens 1 Std. ruhen lassen.

Für die Füllung Blumenkohl putzen, Röschen und Stiel in der Küchenmaschine zerkleinern.
Schalotte würfeln. Öl in einem Topf (ca. 24 Durchmesser) erhitzen, Schalotte darin glasig dünsten.
Blumenkohl zugeben, leicht salzen, kurz durchschwenken und zugedeckt in 7 Minuten garen.

Toastbrot in der Küchenmaschine zerbröseln und mit dem abgekühlten Blumenkohl sowie
1 Eigelb mischen. Mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und Estragon abschmecken.

Tomaten 1/2 Minute in kochendes Wasser legen, häuten, vierteln und entkernen. Kerne und Haut in einer kleinen Schüssel mit dem Puderzucker mischen und stehen lassen. Fruchtfleisch würfeln.

Den Nudelteig zu dünnen Bahnen ausrollen. Die Füllung in kleinen Häufchen von ca. 4 cm Abstand auf den Nudelteig setzen, rundum mit Eiweiß bestreichen, zusammenklappen, Zwischenräume und Ränder gut andrücken. Ravioli ausstechen (ich wünsch mir einen Ravioliausstecher) und in reichlich kochendem Salzwasser ca. 5 Minuten garen.

Tomatensud durch ein feines Sieb passieren. Salzen, pfeffern und das Olivenöl einrühren (ich habe nur ca. 1 EL Öl genommen).

Butter in einer großen Pfanne aufschäumen lassen, Ravioli darin schwenken, Flusskrebsfleisch und Tomatenwürfel zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Ravioli auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit dem Tomatenöl beträufeln.

U. (der beste Ehemann von allen) musste noch nachwürzen, mir hat jedoch das feine Blumenkohlaroma gefallen. Ich könnte mir dieses Gericht auch gut als kleinen Zwischengang in einem Menü vorstellen.