Nachkochen!

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Montag, 27. Juni 2011

Aromatische Winzlinge


Vor vielleicht 3 Jahren habe ich sie zum ersten Mal entdeckt. Vor dem Haus im Schatten alter Sträucher haben es sich ein paar Walderdbeeren gemütlich gemacht. Zuerst waren es nur wenige Pflänzchen, aber von Jahr zu Jahr werden es mehr und inzwischen ist schon ein richtiger Teppich daraus geworden.

Sogar eine richtig kleine Ernte gab es in diesem Jahr. Ein Teil davon wanderte direkt in den Mund, ein anderer Teil darf in Alkohol baden und der Rest gesellte sich zu seinen größeren Geschwistern in die Eismaschine.



 Erdbeerlikör analog diesem Rezept



Erdbeereis:
200g Erdbeeren
50 ml Zitronenmelissen-Sirup
50g Zucker
10g Traubenzucker

Alle Zutaten pürieren, passieren und in der Eismaschine frieren.

Das Rezept für das Erdbeereis habe ich von Hundertachtziggrad, bei mir allerdings mit Zitronenmelissen-Sirup, weil ich keinen Holunderblüten-Sirup hatte. 

Das komplette Dessert von Toni habe ich übrigens an Pfingsten gemacht. Es war der Höhepunkt in meinem kleinen Menü. Ich kann es nur weiterempfehlen. Ein Dessert, das aus einfachen Zutaten besteht, die überall erhältlich sind, gut vorbereitet werden kann, unkompliziert in der Zubereitung ist und trotzdem richtig etwas hermacht. Vielen Dank, Toni!

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Weihnachtliches Schwarzwälder Trifle


Der Abschluss des weihnachtlichen Menüs der Volkshochschule war dieses Trifle. Der Gang, der bei meiner Familie am wenigsten ankam, dem einen war es zu süß und dem anderen sind die Kirschen "nicht so sein Ding". Allerdings sind meine Lieben kein Maßstab, denn mit Süßem haben wir alle nicht so viel am Hut. 

Zutaten:
150 g Lebkuchen ohne Obladen
3 EL Orangenlikör
1 großes Glas Schattenmorellen
2 Blatt Gelatine
2 EL bruaner Zucker
200 ml roter Saft (von den Kirschen)
2 EL Kirschwasser
1 Stück Vanilleschote
200 ml Sahne
1 Päckchen Vanillezucker
40 g Schokolade (70 % Kakaoanteil)

Lebkuchen in kleine Würfel schneiden und mit dem Orangenlikör oder ersatzweise Orangensaft marinieren.
Die Kirschen abgießen, abtropfen lassen und den Saft dabei auffangen.
Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 
Zucker in einem Kochtopf karamelisieren, mit dem Saft ablöschen. Der Karamell erstarrt zuerst, löst sich aber beim erhitzen in der Flüssigkeit. Aufgeschlitzte Vanilleschote zugeben und 10 Minuten ziehen lassen. Den Topf vom Herd nehmen, die Vanilleschote entfernen, das Mark ausschaben und in die Flüssigkeit geben. Kirschwasser zugeben und die aufgedrückte Gelatine unter rühren auflösen. Kirschen zugeben und zum Gelieren kalt stellen.

Sahne mit Vanillezucker steif schlagen. Schokolade reiben und unter die Sahne ziehen. Sobald die Kirschen leicht geliert sind, zuerst die Lebkuchen, dann die Kirschen und abschließend die Sahne in Dessertgläser schichten. 

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Aus der Backstube: Adventswürfel

Draußen schneit es still und weiß,
an Dach und Bäumen hängt das Eis.
Von fern ein Schlittenglöckchen klingt,
ein Silberstern durchs Fenster blinkt.
Im Ofen helles Feuer knackt,
die Mutter steht am Herd und backt.

Weder knackt bei uns ein helles Feuer im Ofen noch stehe ich besonders gerne am Herd um zu Backen. Deshalb habe ich heute für alle, die genauso wenig Geduld wie ich haben, um Zimtsterne, Vanillekipferln, Punschbrezeln, Ausstecherle etc. herzustellen, ein einfaches Rezept für ein weihnachtliches Gebäck.

Zutaten:
250 g Butter
150 g Puderzucker
4 Eier
150 g Mehl
1 TL Backpulver
100 g geraspelte Schokolade
200 g gemahlene Mandeln
100 g Vollmilchkuvertüre
50 g gehackte Mandeln
geraspelte Schokolade zum Verzieren

Die Butter schaumig rühren. Abwechselnd den Puderzucker und die Eier dazugeben und unterrühren. Das Mehl sieben und mit dem Backpulver mischen, esslöffelweise unterrühren. Danach die gemahlenen Mandeln und geraspelte Schokolade unterrühren. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen und im auf 160° C (Umluft) vorgeheizten Backofen ca. 30 - 40 Minuten backen (Zahnstocherprobe).

Die Kuvertüre in einem warmen Wasserbad schmelzen lassen und auf den abgekühlten Teig streichen. Mit gehackten Mandeln und geraspelter Schokolade bestreuen (ich habe weiße Schokolade verwendet). Gut abkühlen lassen und in kleine Quadrate schneiden.



Montag, 26. Juli 2010

weichgeklopft

hat sie mich mal wieder, meine Tochter. Dass ich nicht gerne Kuchen backe, habe ich ja schon mehrmals erwähnt und jedes Mal, wenn für ein Schulfest, Vereinsfest, Geburtstag und dergleichen um eine Kuchenspende gebeten wird, mache ich mich ganz klein. Und jedes Mal lasse ich mich doch wieder breitschlagen, dieser ungeliebten Aufgabe nachzukommen.

Am Wochenende konnte ich wenigstens zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und mit meinem Kuchen zum 50jährigen Jubiläum unserer Schule beteilige ich mich auch gleich noch am Juli-Event der Gärtnerinnen

Garten-Koch-Event Juli: Kirschen
[31.07.2010]

Kirschwürfel:
5 Eier
270 g Zucker
140 g Mehl
40 g Kakao
1 Tl Backpulver
500 g Kirschen
750 g Magerquark
2 Pk. Vanillezucker
1 Pk. Gelatine-Fix
400 ml Schlagsahne
Kirschsaft 
1 Pk. Tortengusspulver

Für den Teig Eier und 150 g Zucker 8 - 10 Minuten schaumig schlagen. Mehl, Kakaopulver und Backpulver mischen, in mehreren Portionen auf die Eimasse sieben und unterziehen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und im auf 170 Grad (Umluft) vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten backen. Biskuit sofort auf ein mit Zucker bestreutes Küchentuch stürzen, Backpapier abziehen und auskühlen lassen.

Kirschen entsteinen, mit 40 g Zucker bestreuen und 10 Minuten ziehen lassen. Quark, Vanillezucker und 80 g Zucker verrühren. Gelatine-Fix nach Packungsanweisung unter die Masse rühren, Sahne steifschlagen und unterrühren. Creme auf dem Biskuit verteilen.

Kirschen abtropfen lassen, den Saft auffangen. Den Sud mit dem Kirschsaft auf 250 ml auffüllen und mit dem Tortengusspulver nach Anweisung einen Guss herstellen. Kirschen und Guss auf dem Kuchen verteilen und ca. 1 Stunde kalt stellen.
(Quelle: essen&trinken "Für jeden Tag" Tim Mälzer)

Anmerkung für mich: 
Ein sehr leckerer, erfrischender Kuchen. Der Biskuit ist etwas trocken geraten. Beim nächsten Mal würde ich den Boden eventuell mit Saft, Kirschwasser oder Konfitüre befeuchten.
 

Montag, 21. Juni 2010

Aprikosencreme


Gerade habe ich festgestellt, dass es bei mir in der Kategorie "Süßes" nur zwei Einträge gibt. Das entspricht auch tatsächlich unseren meinen Vorlieben. Herzhaftes ist mir immer willkommen, ich könnte bereits zum Frühstück Wurstsalat, Käse-, Wurstbrot etc. essen. Maximal ein gekauftes Eis im Gefrierschrank, eine Tüte Gummibärchen und eine Tafel Schokolade findet sich bei uns im Vorrat. Frisches Obst je nach Jahreszeit ist allerdings immer vorhanden. So lagen heute noch ein paar überreife Aprikosen herum, die keiner mehr essen wollte. Da im Kühlschrank auch noch griechischer Joghurt war, habe ich schnell diese Creme gemacht.

Zutaten:
Aprikosen
Zucker
griechischer Joghurt
gehackte Mandeln
Honig

Aprikosen waschen, entsteinen und grob würfeln. Die Früchte mit ganz wenig Wasser und Zucker nach Geschmack weich kochen. Mit dem Mixstab pürieren, abkühlen lassen und im Kühlschrank kalt stellen.
Die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und ebenfalls abkühlen lassen. Den Joghurt glatt rühren. Einen Teil der Mandeln unter die Creme ziehen. Creme in Gläser oder Schalen verteilen und Joghurt darüber geben. Mit Honig beträufeln und mit den restlichen Mandeln bestreuen.
(Quelle: "Griechisch Kochen" Lingen Verlag, Köln)

Die Creme hat mir überraschend gut geschmeckt, sie war sehr frisch und kein bisschen zu süß. Ob ihr es glaubt oder nicht, den Rest werde ich morgen zum Frühstück essen.

Mittwoch, 3. März 2010

Mein Low-Budget-Menü

Blog-Event-LIV: Ein 3-Gang-Menü für unter 9,99 Euro pro Person?! (Einsendeschluss 15. März 2010)

Jetzt hat es mich also auch erwischt, das Event-Kochen. 1x Umrühren hat dazu aufgerufen, ein 3-Gänge-Menü für weniger als 10 € pro Person zu kochen. Die Idee hat mich sofort begeistert. Selten koche ich 3 Gänge, entweder es gibt eine Suppe vor dem Hauptgericht oder ein Dessert danach. Wenn ich für Freunde koche, dann sind es meistens 5 Gänge und dann darf es auch gerne etwas teurer sein. Deshalb wusste ich spontan nicht, ob es einfach oder schwierig ist, mit diesem Budget auszukommen, wenn es auch noch frisch und gesund sein soll.

Dieser 3-Gänger ist bei mir herausgekommen:


Feldsalat mit gebratenen Pilzen und paniertem Schafskäse



Schweinebraten mit Kartoffel-Möhren-Stampf



Espressomousse mit Orangensirup



Zutaten für die Vorspeise:
200 g Feldsalat (3,00 €)

4 große Steinchampignons (0,69 €)
150 g Schafskäse (2,23 €
)
1 Ei (0,21 €
)
50 g gem. Haselnüsse (0,42 €
)
Essig, Öl, Salz, Pfeffer, Butter (geschätzt 0,50 €)

Summe Vorspeise: 7,05 €

Den Feldsalat putzen, waschen und trockenschleudern. Die Pilze putzen, in Scheiben schneiden und in etwas Butter anbraten. Den Schafskäse in nicht zu kleine Würfel schneiden, zuerst in verquirltem Ei wenden und anschließend mit den gemahlenen Haselnüssen panieren. Ebenfalls in etwas Butter braten, bis sie leicht Farbe genommen haben. Aus Essig, Öl, Salz und Pfeffer (eventuell Kräuter) eine Vinaigrette bereiten und den Feldsalat damit marinieren. Den Feldsalat mit den Pilzen und Käsewürfeln anrichten.

Zutaten für das Hauptgericht:
750 g Schweinebraten aus der Nuss (9,06 €)

ein paar Fleischknochen (hat mir der Metzger so gegeben)

1 Bund Suppengrün (1,49 €)

600 g Kartoffeln (0,60 €)

500 g Karotten (0,65 €)

2 EL Butter (geschätzt 0,20 €)

Salz, Pfeffer, Muskat, Öl, Tomatenmark (geschätzt 0,50 €)


Summe Hauptgericht: 12,50 €

Den Schweinebraten gut mit Pfeffer und Salz einreiben und mit den Knochen in einem Bräter in heißem Fett rundherum braun anbraten. Anschließend das grob gewürfelte Suppengrün (bestehend aus Sellerie, Lauch, Karotte und Zwiebel) zugeben, mit Wasser aufgießen und kurz den Bratensatz loskochen. Dann im 160 °C heißen Ofen bis zur gewünschten Kerntemperatur fertiggaren. Braten herausnehmen und etwas ruhen lassen. Die Bratenflüssigkeit durch ein Sieb passieren und in einem Topf einreduzieren lassen. Mit Salz, Pfeffer und Tomatenmark abschmecken.
Für die Beilage Kartoffeln und Karotten waschen, schälen und würfeln. In Salzwasser ca. 15 - 20 Minuten weichkochen, abgießen und mit Butter stückig zerstampfen. Mit Pfeffer und Muskat abschmecken. Ich habe noch etwas feingeschnittenen Salbei von der Fensterbank untergemischt.

Zutaten für das Dessert:
4 EL Espresso (0,50 € geschätzt)

2 Blatt weiße Gelatine (0,23 €)

75 g Vollmilchjoghurt (0,15 €)

200 g Schlagsahne (0,80 €)

2 unbehandelte Orangen (1,45 €)

1 1/2 EL Puderzucker und 1 EL Zucker (0,10 € geschätzt)


Summe Dessert: 3,23 €


Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Joghurt mit Espresso und ca. 1 1/2 EL Puderzucker verrühren. Gelatine ausdrücken und bei geringer Hitze auflösen. 2 EL Creme einrühren, dann mit übriger Creme mischen. Schlagsahne steif schlagen und unterheben. Mindestens 3 Stunden kaltstellen.
Den Saft von 2 Orangen und der Schale von einer Orange mit dem Zucker sirupartig einkochen und abkühlen lassen. Mit einem Löffel von der Creme Nocken abstechen und mit dem Sirup servieren. Da die Orangen sehr groß und saftig waren, habe ich lediglich den Saft von 1 1/2 Orangen genommen und die restliche Hälfte filetiert. Von einer Tafel Schokolade, die angebrochen herumliegt, habe ich noch ein paar Späne über die Nocken gegeben.

Alternativ könnte man das Dessert in Gläsern erkalten lassen und vielleicht nur mit Kakaopulver bestreuen oder mit einem Tupfer Sahne garnieren. Dann könnte man sich die Orangen sparen und es wäre noch günstiger.


Insgesamt habe ich für dieses Menü 22,78 € ausgegeben, pro Person also rund 5,70 €.


Eingekauft habe ich Kartoffeln, Eier und Feldsalat beim Landwirt vor Ort, das Fleisch stammt ebenfalls vom örtlichen Metzger. Alle anderen Lebensmittel kaufe ich in unserem Edeka-Aktiv-Markt. Ich habe gute Markenprodukte gekauft, allerdings auch auf Angebote geachtet.

Montag, 13. Juli 2009

Aprikosentörtchen mit Schokoboden


Eigentlich sind wir keine großen Süßschnäbel. Ab und zu darf es jedoch schon ein kleines Dessert sein und da jetzt gerade Aprikosenzeit ist, gab es am Sonntag dieses erfrischende "Törtchen":

Zutaten für 4 Personen:
5 Blatt weiße Gelatine
6 frische Aprikosen
100 g Choco Crossies
250 g Vollmilchjoghurt
100 g Creme fraiche oder Schmand
8 EL Zucker
Saft und abgeriebene Schale von 1/2 unbehandelte Zitrone
100 ml. Aprikosennektar

Gelatine in Wasser einweichen. Aprikosen kreuzweise einschneiden, kurz in kochendes Wasser legen, abschrecken und die Haut abziehen. Aprikosen halbieren und entsteinen. 6 Aprikosenhälften fein würfeln, Choco Crossies grob hacken.

Joghurt, Creme fraiche, Zucker, Zitronensaft und -schale verrühren, Aprikosenwürfel unterheben. Gelatine ausdrücken und auflösen. 3-4 EL Creme unter die Gelatine rühren, dann unter die restliche Creme rühren und in 4 Förmchen verteilen. Mit den Choco Crossies bestreuen, leicht andrücken und im Kühlschrank fest werden lassen.

Aprikosennektar mit restlichen Aprikosen pürieren. Aprikosentörtchen auf Teller stürzen und mit der Fruchtsauce servieren.

Weil die Aprikosencreme nicht so sehr süß war, kam dieses Dessert unserem Geschmack sehr entgegen.