Nachkochen!

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Donnerstag, 2. Dezember 2010

Aus der Backstube: Adventswürfel

Draußen schneit es still und weiß,
an Dach und Bäumen hängt das Eis.
Von fern ein Schlittenglöckchen klingt,
ein Silberstern durchs Fenster blinkt.
Im Ofen helles Feuer knackt,
die Mutter steht am Herd und backt.

Weder knackt bei uns ein helles Feuer im Ofen noch stehe ich besonders gerne am Herd um zu Backen. Deshalb habe ich heute für alle, die genauso wenig Geduld wie ich haben, um Zimtsterne, Vanillekipferln, Punschbrezeln, Ausstecherle etc. herzustellen, ein einfaches Rezept für ein weihnachtliches Gebäck.

Zutaten:
250 g Butter
150 g Puderzucker
4 Eier
150 g Mehl
1 TL Backpulver
100 g geraspelte Schokolade
200 g gemahlene Mandeln
100 g Vollmilchkuvertüre
50 g gehackte Mandeln
geraspelte Schokolade zum Verzieren

Die Butter schaumig rühren. Abwechselnd den Puderzucker und die Eier dazugeben und unterrühren. Das Mehl sieben und mit dem Backpulver mischen, esslöffelweise unterrühren. Danach die gemahlenen Mandeln und geraspelte Schokolade unterrühren. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen und im auf 160° C (Umluft) vorgeheizten Backofen ca. 30 - 40 Minuten backen (Zahnstocherprobe).

Die Kuvertüre in einem warmen Wasserbad schmelzen lassen und auf den abgekühlten Teig streichen. Mit gehackten Mandeln und geraspelter Schokolade bestreuen (ich habe weiße Schokolade verwendet). Gut abkühlen lassen und in kleine Quadrate schneiden.



Dienstag, 23. November 2010

Reiche Ernte



haben uns die zwei alten Apfelbäume in unserem Garten beschert. Die Glockenäpfel sind zwar sehr gut lagerfähig, aber nahezu 12 Zentner waren dann doch zuviel. Den größten Teil haben wir in die Lohnmosterei gefahren. Dort kann man sich die Menge entweder gutschreiben lassen oder den Gegenwert sofort ausbezahlt bekommen. Bei der Gutschrift erhält man dann eine entsprechende Anzahl an z.B. Apfelsaft zu einem etwas günstigeren Preis. In diesem Jahr fiel die Apfelernte wohl allgemein relativ schlecht aus, so dass ein ganz guter Preis für den Doppelzentner gezahlt wurde. Von den Vorjahren haben wir noch einen großen Bestand an Apfelsaft, deshalb habe ich mir den Gegenwert ausbezahlen lassen. Ganz stolz habe ich fast 60 € kassiert. Nun ja, wenn man das allerdings auf den Stundenlohn umrechnet, dann ist der Verdienst doch eher sehr bescheiden. 

Ein kleiner Teil der Äpfel wanderte in den Keller, genussreif sind sie allerdings erst ab Ende Januar/Anfang Februar. Für Kuchen sind sie aber schon bestens geeignet.

Eher zufällig bin ich auf den Blog Deichrunner's Küche gestoßen und dort habe ich auch gleich ein Rezept für einen Apfelkuchen entdeckt, das mir für einen ausgemachtem Backmuffel wie mich bestens geeignet erschien.

Zum Rezept gehts hier

Der Apfelkuchen hat sehr gut geschmeckt und war auch schnell verputzt, der wird auf jeden Fall in mein Standardprogramm aufgenommen. Da ich nur eine 28er Form besitze, habe ich die 1 1/2fache Menge genommen. Beim nächsten Mal würde ich die Zutaten sogar verdoppeln und auf jeden Fall den Boden mit Backpapier auslegen, weil sich der Kuchen sehr schlecht vom Blech lösen ließ.

Montag, 26. Juli 2010

weichgeklopft

hat sie mich mal wieder, meine Tochter. Dass ich nicht gerne Kuchen backe, habe ich ja schon mehrmals erwähnt und jedes Mal, wenn für ein Schulfest, Vereinsfest, Geburtstag und dergleichen um eine Kuchenspende gebeten wird, mache ich mich ganz klein. Und jedes Mal lasse ich mich doch wieder breitschlagen, dieser ungeliebten Aufgabe nachzukommen.

Am Wochenende konnte ich wenigstens zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und mit meinem Kuchen zum 50jährigen Jubiläum unserer Schule beteilige ich mich auch gleich noch am Juli-Event der Gärtnerinnen

Garten-Koch-Event Juli: Kirschen
[31.07.2010]

Kirschwürfel:
5 Eier
270 g Zucker
140 g Mehl
40 g Kakao
1 Tl Backpulver
500 g Kirschen
750 g Magerquark
2 Pk. Vanillezucker
1 Pk. Gelatine-Fix
400 ml Schlagsahne
Kirschsaft 
1 Pk. Tortengusspulver

Für den Teig Eier und 150 g Zucker 8 - 10 Minuten schaumig schlagen. Mehl, Kakaopulver und Backpulver mischen, in mehreren Portionen auf die Eimasse sieben und unterziehen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und im auf 170 Grad (Umluft) vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten backen. Biskuit sofort auf ein mit Zucker bestreutes Küchentuch stürzen, Backpapier abziehen und auskühlen lassen.

Kirschen entsteinen, mit 40 g Zucker bestreuen und 10 Minuten ziehen lassen. Quark, Vanillezucker und 80 g Zucker verrühren. Gelatine-Fix nach Packungsanweisung unter die Masse rühren, Sahne steifschlagen und unterrühren. Creme auf dem Biskuit verteilen.

Kirschen abtropfen lassen, den Saft auffangen. Den Sud mit dem Kirschsaft auf 250 ml auffüllen und mit dem Tortengusspulver nach Anweisung einen Guss herstellen. Kirschen und Guss auf dem Kuchen verteilen und ca. 1 Stunde kalt stellen.
(Quelle: essen&trinken "Für jeden Tag" Tim Mälzer)

Anmerkung für mich: 
Ein sehr leckerer, erfrischender Kuchen. Der Biskuit ist etwas trocken geraten. Beim nächsten Mal würde ich den Boden eventuell mit Saft, Kirschwasser oder Konfitüre befeuchten.
 

Donnerstag, 21. Januar 2010

Unsere Oma backt im Kühlschrank eine Torte

Kennt jemand von Euch diesen Spruch noch aus der TV-Werbung? Ich glaube es war die Firma Oetker, die vor weiß nicht wieviel Jahren damit Reklame für eine Käse-Sahnetorte in der Fertigpackung gemacht hat. Es waren zwei Tüten in der Packung, eine für den Tortenboden und eine für die Käsecreme. Meine Mutter hat diese Torte gerne gemacht und wir haben sie damals geliebt. Dieser künstliche Geschmack war so ganz anders, als alles was wir kannten. Wenn der Tortenboden dann noch mit Mandarinen aus der Dose belegt war, fühlten wir uns wie im siebten Himmel.

Und heute backe ich zum 83. Geburtstag meiner Mutter eine Torte. Auch im Kühlschrank, aber nicht aus der Packung, denn das mögen wir inzwischen nicht mehr.



Zutaten für den Tortenboden:
3 Eier
6 Eßl. Zucker
6 Eßl. Mehl
6 Eßl. Öl
1/2 P. Backpulver

Die Eier mit dem Zucker sehr schaumig rühren, dann das Mehl, Öl und Backpulver unterrühren.
Die Masse in eine gut gefettete Springform geben und im auf 200 °C vorgeheizten Backofen 10 Minuten backen. Tortenboden auf einem Gitter auskühlen lassen. Dann auf eine Tortenplatte legen und mit einem Springformrand umgeben.

Zutaten für die Käse-Sahnecreme:
1 Dose Aprikosen (850 ml)
6 Blatt Gelatine
500 g Magerquark
Vanillezucker
3/4 l Schlagsahne
90 g Zucker
Mandelblättchen oder gehackte Mandeln
Schokoladenstreusel

Aprikosen in einem Sieb abtropfen lassen und 8 Hälften zurückbehalten, die übrigen im Mixer pürieren. Gelatine in kaltes Wasser legen. Quark mit Vanillezucker verrühren. 1/2 l Sahne und 60 g Zucker steifschlagen. Gelatine in 4 Eßl. kochendheißem Aprikosensaft auflösen. Fruchtpüree zufügen und verrühren.

Quarkcreme, Aprikosenpüree und Sahne gut vermischen. Creme in den Tortenring geben und glattstreichen. Nun ab in den Kühlschrank und am besten über Nacht fest werden lassen.
Rand abnehmen. 1/4 l Sahne steifschlagen und Torte dünn damit bestreichen. Mandelblättchen oder gehackte Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und abkühlen lassen.
Torte mit übriger Sahne, Aprikosenhälften, Schokostreuseln und Mandeln garnieren.



Und wenn die Torte jetzt noch 30 Kilometer Transport übersteht, dann ist alles gut!