Donnerstag, 29. Juli 2010

Komm ein bisschen mit ...

nach Italien
Komm ein bißchen mit ans blaue Meer,
und wir tun als ob das Leben
eine schöne Reise wär.


Komm ein bißchen mit nach Italien,
komm ein bißchen mit, weil sich das lohnt,
denn am Tag da scheint die Sonne
und am Abend scheint der Mond.


Aber dann, aber dann
zeigt ein richtiger Italiener was er kann
aber dann, aber dann
fängt beim Sternenschein die Serenade an.


Dibidibidipdip
sang einst Caterina Valente.

Nicht das blaue Meer, sondern dieses Domizil im Piemont ist unser diesjähriges Urlaubsziel.


Mitte August werde ich wieder zurück sein. Bis dahin wünsche ich Euch allen eine schöne Zeit und "frohes Kochen".
 

Montag, 26. Juli 2010

weichgeklopft

hat sie mich mal wieder, meine Tochter. Dass ich nicht gerne Kuchen backe, habe ich ja schon mehrmals erwähnt und jedes Mal, wenn für ein Schulfest, Vereinsfest, Geburtstag und dergleichen um eine Kuchenspende gebeten wird, mache ich mich ganz klein. Und jedes Mal lasse ich mich doch wieder breitschlagen, dieser ungeliebten Aufgabe nachzukommen.

Am Wochenende konnte ich wenigstens zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und mit meinem Kuchen zum 50jährigen Jubiläum unserer Schule beteilige ich mich auch gleich noch am Juli-Event der Gärtnerinnen

Garten-Koch-Event Juli: Kirschen
[31.07.2010]

Kirschwürfel:
5 Eier
270 g Zucker
140 g Mehl
40 g Kakao
1 Tl Backpulver
500 g Kirschen
750 g Magerquark
2 Pk. Vanillezucker
1 Pk. Gelatine-Fix
400 ml Schlagsahne
Kirschsaft 
1 Pk. Tortengusspulver

Für den Teig Eier und 150 g Zucker 8 - 10 Minuten schaumig schlagen. Mehl, Kakaopulver und Backpulver mischen, in mehreren Portionen auf die Eimasse sieben und unterziehen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und im auf 170 Grad (Umluft) vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten backen. Biskuit sofort auf ein mit Zucker bestreutes Küchentuch stürzen, Backpapier abziehen und auskühlen lassen.

Kirschen entsteinen, mit 40 g Zucker bestreuen und 10 Minuten ziehen lassen. Quark, Vanillezucker und 80 g Zucker verrühren. Gelatine-Fix nach Packungsanweisung unter die Masse rühren, Sahne steifschlagen und unterrühren. Creme auf dem Biskuit verteilen.

Kirschen abtropfen lassen, den Saft auffangen. Den Sud mit dem Kirschsaft auf 250 ml auffüllen und mit dem Tortengusspulver nach Anweisung einen Guss herstellen. Kirschen und Guss auf dem Kuchen verteilen und ca. 1 Stunde kalt stellen.
(Quelle: essen&trinken "Für jeden Tag" Tim Mälzer)

Anmerkung für mich: 
Ein sehr leckerer, erfrischender Kuchen. Der Biskuit ist etwas trocken geraten. Beim nächsten Mal würde ich den Boden eventuell mit Saft, Kirschwasser oder Konfitüre befeuchten.
 

Mittwoch, 21. Juli 2010

Schmorgurken-Pfifferlings-Pfanne

Von meinen netten Nachbarn wurde ich gestern mit zwei Schlangengurken beschenkt. Obwohl ich noch eine Gurke im Gemüsefach hatte, wollte ich das Geschenk nicht ablehnen. Meine Kochlust hält sich derzeit arg in Grenzen, nur meine Familie ist nicht sonderlich begeistert von Rohkost. Deshalb kam mir dieses schnelle Rezept gerade gelegen.

Zutaten für 4 Personen:
100 g Pfifferlinge
2 mittelgroße Schmorgurken (bei mir eine Schlangengurke)
400 g Hähnchenfilet
1 mittelgroße Zwiebel
Salz, Pfeffer, Öl
125 g Schlagsahne
1/4 l Gemüsebrühe
Petersilie

Pfifferlinge putzen, evtl. waschen, Schmorgurken schälen, längs halbieren, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Fleisch waschen, trockentupfen und in Würfel schneiden, Zwiebel schälen und feinhacken.

Zwiebel und Pfifferlinge in einer tiefen Pfanne in heißem Öl ca. 2 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen, herausnehmen. In der Pfanne 2 EL Öl erhitzen und die Hähnchenwürfel darin goldbraun anbraten und ebenfalls herausnehmen. Anschließend die Schmorgurken im Bratfett bei ganz niedriger Hitze zugedeckt ca. 10 Minuten schmoren, mit Salz und Pfeffer würzen. Hähnchenfleisch dazugeben, mit Gemüsebrühe und Sahne ablöschen und 10 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss Pilze unterheben, nochmals abschmecken und gehackte Petersilie dazugeben. Ich koche dazu Reis.

Leider haben die Gurken ihre schöne grüne Farbe verloren, was der Optik etwas abträglich ist, aber es ist ein sehr lecker schmeckendes schnell gekochtes Gericht und deshalb mein Beitrag im Juli für die

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von
mankannsessen.de



Samstag, 10. Juli 2010

Croxetti - made by Linda

Diese hübsche Pasta habe ich vor einigen Wochen bei Robert von lamiacucina gesehen. Der Italienurlaub lässt noch ein paar Wochen auf sich warten und vielleicht kann ich die "Croxetti" in unserer Urlaubsregion überhaupt nicht auffinden. Schnell entstand in mir die fixe Idee, diese Teigwaren selbst herzustellen, nur woher den benötigten Holzstempel nehmen?

Da fiel mir der alte Springerlesmodel der Oma ein, den ich aus Nostalgiegründen aufgehoben habe. Einmal habe ich sogar Springerle gemacht, die waren aber an Ostern noch so hart, dass man sie locker als Wurfgeschosse hätte verwenden können. Seitdem ist der Model unbenutzt bei den anderen Ausstechformen für Weihnachtsgebäck.

Ich habe einen Pastateig hergestellt, nach der Ruhezeit mit der Nudelmaschine bis zur vorletzten Stufe ausgewalzt und mit einem Glas von ca. 5 cm Durchmesser runde Teilchen ausgestochen. Diese habe ich dann einzeln auf das jeweilige Motiv gelegt und den Teig mit dem Finger in die Vertiefung gedrückt. Es hat ganz gut funktioniert. 

So perfekt wie die gekauften sind sie natürlich nicht geworden, aber ich bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden.


Dazu gab es eine Paprika-Walnuss-Sauce, die zwar sehr gut geschmeckt hat, aber optisch wenig überzeugend war, so dass ich mir lange überlegt habe, ob ich Euch das Rezept dafür überhaupt weitergebe.  Als Grundidee ist sie vielleicht doch für den ein oder anderen von Euch interessant.

Paprika-Walnuss-Sauce:
100 g gehackte Walnüsse
300 ml Gemüsebrühe
2 EL Crème fraîche
2 EL Butter
1 Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1/2 TL Ingwer, fein gehackt
1/2 - 1 Chilischote, fein gehackt
2 rote Paprikaschoten, feine Streifen
Salz, Muskat, Piment
Zitronenabrieb
1/2 - 1 TL Zitronensaft
Basilikum, fein geschnitten

Die Walnüsse in einer trockenen Pfanne kurz unter Rühren anrösten. Die Hälfte der Walnüsse mit der Gemüsebrühe und der Crème fraîche im Mixer fein pürieren.
Butter erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin goldgelb anbraten, Ingwer, Chili und Paprika dazugeben und unter Rühren 4 Minuten braten, leicht salzen.
Gemüse mit Walnuss-Sauce aufgießen, mit Muskat, Piment und Zitronenschale würzen und etwas einkochen lassen. Dann mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Sauce mit den gekochten Croxetti anrichten und mit den restlichen Walnüssen und Basilikum bestreuen.

 

Bestimmt wären die Croxetti getrocknet mit einem Glas selbstgemachtem Pesto eine hübsche Geschenkidee. Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand von den  Pasta-Gurus Tipps zur Nudeltrocknung geben könnte. 

Mittwoch, 7. Juli 2010

Kaninchen mit Tüften

"Alle Hobbits können natürlich kochen, denn diese Kunst beginnen sie schon vor dem Lesen und Schreiben zu lernen (was manche nie erreichen); aber Sam war ein ganz guter Koch, selbst nach Hobbit-Maßstäben, und auf ihren Wanderungen hatte er ein groß Teil der Lagerkocherei erledigt, wenn dazu Gelegenheit war. Hoffnungsvoll schleppte er immer noch etwas von seiner Ausrüstung mit: eine kleine Zunderbüchse, zwei kleine, flache Kochtöpfe, von denen der kleinere in den größeren paßte, drinnen lagen ein Holzlöffel, eine kurze, zweizinkige Gabel und ein paar Fleischspieße; und ganz zuunterst im Rucksack war in einer kleinen flachen Holzschachtel ein dahinschwindender Schatz versteckt, etwas Salz."


Sméagol hat Kaninchen erbeutet und Sam möchte sie kochen, was Sméagol nicht erfreut, denn er ist der Meinung, dass Fleisch nur roh gegessen werden kann. Sam bittet Sméagol, Kräuter zu suchen, dieser weigert sich jedoch:

"Sméagol wird in Teufels Küche kommen, wenn dieses Wasser kocht und er nicht tut, worum er gebeten wird", brummte Sam. "Sam wird seinen Kopf hineinstecken, ja, Schatz. Und ich würde ihn nach Rüben und Möhren und Tüften suchen lassen, wenn die Jahreszeit danach wäre. Ich wette es gibt alle möglichen guten Dinge, die in diesem Land wild wachsen. Für ein halbes Dutzend Tüften würde ich viel geben." 
"Sméagol wird nicht gehen, o nein, Schatz, diesmal nicht", zischte Gollum. "Er hat Angst und ist sehr müde, und dieser Hobbit ist nicht nett, ganz und gar nicht nett. Sméagol will nicht nach Wurzeln und Möhren graben und - Tüften. Was sind Tüften, Schatz, wie, was sind Tüften?" 
 "Kar-tof-feln", sagte Sam. "Die ganze Wonne des Ohm, und eine selten gute Unterlage für einen leeren Magen. Du wirst keine finden, also brauchst du auch nicht danach zu suchen. Aber sei ein lieber Sméagol und hole mir die Kräuter, dann werde ich eine bessere Meinung von dir haben. Und überdies, wenn du dich besserst und auch gut bleibst, werde ich dir demnächst Tüften kochen. Das werde ich: gebackenen Fisch und Bratkartoffeln, angerichtet von S. Gamdschie. Da könntest du nicht nein sagen."
"Doch, doch wir könnten. Netten Fisch verderben, ihn verbrennen. Gibt mir jetzt Fisch und behalte deine garstigen Bratkartoffeln!" 

Bereits während meiner Kinder- und Jugendzeit habe ich viel gelesen, ja man könnte sagen, ich habe Bücher regelrecht verschlungen. Sehr zum Leidwesen meiner Mutter, die oft vergeblich nach mir gerufen hat, wenn ich völlig in eine andere Welt eingetaucht war. Obwohl eher Krimis mein Metier sind, habe ich vor bald 30 Jahren die Trilogie "Herr der Ringe" von J.R.R. Tolkien gelesen und war vollkommen fasziniert. Meistens bin ich ja von Verfilmungen gelesener Bücher enttäuscht, weil sie nicht mit den Bildern, die ich während des Lesens vor Augen hatte, übereinstimmen.  Deshalb war ich sehr darauf gespannt, wie gut Peter Jackson die Umsetzung dieser Trilogie gelingen wird. Mit meinem Sohn habe ich alle drei Filme im Kino geschaut und ich war überwältigt, wie sehr sich die Verfilmung mit meinen Vorstellungen aus den Büchern gedeckt hat.

Doch nun zum Rezept, wenn es auch kein gebackener Fisch mit Bratkartoffeln ist, bin ich sicher, dass es Samweis Gamdschie sehr genossen hätte.

Kaninchenkeulen mit Backofenkartoffelntüften: (2 Portionen)
2 Kaninchenkeulen
1 große Möhre
1/2 Stange Lauch
1 Knoblauchzehe
150 ml trockener Weißwein
2 Tomaten
Öl, Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt
Pinienkerne
Kartoffeln 

Die Kaninchenkeulen salzen, pfeffern und rundherum in heißem Olivenöl kräftig anbraten, herausnehmen und im Bratfett das zerkleinerte Gemüse sowie die angedrückte Knoblauchzehe kurz andünsten. Mit Weißwein ablöschen und die Kaninchenkeulen wieder hineinlegen. Die entkernten, gewürftelten Tomaten sowie das Lorbeerblatt und die Pinienkerne zufügen. Kräuter wie Thymian oder Rosmarin würden auch sehr gut passen, standen mir aber leider nicht zur Verfügung. Das Ganze nun zugedeckt ca. 40 - 45 Minuten schmoren und zum Schluss mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat abschmecken.

Die Kartoffeln in Spalten schneiden, gut mit Olivenöl einölen und auf einem Blech im 180° heißen Backofen in ca. 35 - 40 Minuten knusprig backen und vor dem Servieren etwas salzen.






Dieser Post ist mein Beitrag zum aktuellen Kochtopfevent

Blog-Event LVIII - Kulinarisches aus
Literatur und Film (Einsendeschluss 15. Juli 2010)

Freitag, 2. Juli 2010

Mosli fil Koucha

9ter mediterraner Kochevent - Tunesien - tobias kocht! - 10.06.2010-10.07.2010

Beim Kochen rund ums Mittelmeer wünscht sich Tobias dieses Mal Gerichte aus Tunesien. Wieder keine einfache Aufgabe für mich. In gerade mal 2 Kochbüchern habe ich ein rundes Dutzend Rezepte gefunden, die mir alle nicht für meine Familie nachkochbar erschienen. So habe ich also das Internet bemüht und bin dabei auf einen Blog gestoßen, der mich sofort angesprochen hat. Unter den vielen Rezepten, die ich bei Le Monde de Jacey gefunden habe, fiel die Wahl für den Einstieg in die tunesische Küche auf dieses:

Zutaten:
500 g Hühnerbrust
1 Zucchini
1-2 Zwiebeln
3-4 Kartoffeln
2 Tomaten
2 Paprika
2-3 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer, Paprika
Kreuzkümmel, Safran, Kurkuma, Koriander
Tomatenmark, Harissa, Olivenöl, Zitronensaft

Die Hühnerbrust in grobe Würfel schneiden und in einer Pfanne in etwas Öl kurz anbraten. Dabei mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Das Gemüse waschen, putzen, eventuell schälen und alles in gleich große Stücke bzw. Scheiben schneiden und über das Fleisch geben. Kräftig mit Kreuzkümmel, Safran, Kurkuma und Koriander würzen. Aus knapp 300 ml Wasser, 50 ml Olivenöl, etwas Zitronensaft, Tomatenmark und Harissa eine Marinade herstellen und über die Fleisch-Gemüse-Mischung gießen. 

 Das Ganze nun im auf 180° vorgeheizten Ofen backen, bis das Gemüse schön weich ist.


Ein Gericht, das uns allen gut geschmeckt hat und wohl den tunesischen Touch durch die Gewürze bekommt.