Nachkochen!

Posts mit dem Label Vegetarisch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Vegetarisch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 13. Juli 2011

Grüne Bohnen, Paprika und Tomaten


Grüne Bohnen, in diesem Fall Buschbohnen, zählen zu meinen liebsten Gemüsen. Wobei, genau betrachtet habe ich fast nur Lieblingsgemüse. Dies hier ist ein wunderbar sommerliches Gericht, das sehr vielseitig kombiniert werden kann.Wir haben Penne rigate daruntergemischt und Parmesan darüber gehobelt. Ganz sicher schmeckt es aber auch hervorragend nur mit frischem Baguette oder Ciabatta, mir würde auch sehr gut Lamm, Rindersteak, Merguez oder Salsiccia dazu gefallen.

Für 4 Personen:
300 g grüne Bohnen, 3 cm lange Stücke
1 Zwiebel in dünne Scheiben geschnitten
3 1 Knoblauchzehe fein gehackt
2 gelbe Paprikaschoten (bei mir Spitzpaprika) kleingewürfelt
750 g Tomaten, abgezogen und gestückelt
Oregano
Bohnenkraut
Basilikum

Die Bohnen zugedeckt in einem Siebeinsatz über Wasserdampf bissfest garen. Dann in einer großen Pfanne Olivenöl erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin goldgelb braten. Paprika dazugeben, salzen und unter Rühren ein paar Minuten braten. Anschließend zugedeckt bei schwacher Hitze für ca. 5 Minuten dünsten.

Tomaten in die Pfanne geben, alles gut vermischen, Oregano und Thymian dazugeben und 10 Minuten einkochen lassen. Zum Schluss fein geschnittenes Basilikum dazugeben und je nach Gusto mit Pasta, Brot oder Gemüsebeilage zum Fleisch servieren.

Wieder einmal ein Rezept aus einem meiner Lieblingskochbüchlein "vegetarisch kochen - Gemüse und Pasta" von Elisabeth Fischer.



Dienstag, 5. Juli 2011

Nudel-Erbsen-Frittata


Brogele, Broggele oder Brockela, wenn ich das meinen Kindern sagen würde, wüssten sie nicht was gemeint ist. Meine Mutter hat immer urschwäbische Bezeichnungen verwendet. Kartoffeln waren Ebiere, Karotten "Gelbe Rieba", Erdbeeren "Breschtling" und Johannisbeeren "Träubla" und Brockela sind bei uns Erbsen. Oft habe ich mich schon gefragt, woher sich diese Namen ableiten. Zumindest für die Erbsen wäre die Erklärung wohl, dass man sie aus der Schale ausbrechen (brocken) muss.

Meine Mutter hat bis vor wenigen Jahren alles Gemüse für unseren Bedarf selbst angebaut. Es gab Radieschen, Kopfsalat, Spitzkohl, Blaukraut, Wirsing, Brokkoli, Kohlrabi, Busch- und Stangenbohnen, Kartoffeln, Zwiebeln, Zucchini, Karotten, Erbsen, Erdbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Süß- und Sauerkirschen, Pflaumen, Mirabellen, Äpfel, Birnen, ach einfach alles, was in unserem Klima gedieh. Abends saßen wir dann oft gemeinsam am Küchentisch und haben Bohnen gegipfelt oder Erbsen "ausgebrockelt". Außer ab und zu Bananen und Orangen im Winter wurde bei uns kein Obst oder Gemüse gekauft. Im Winter ernährte man sich von den Vorräten aus dem Sommer. Bis auf Rosenkohl (den kann ich immer noch nicht ausstehen) gibt es eigentlich kein Gemüse, das ich nicht mochte. Erbsen sind bis heute meine bevorzugten Lieblinge. Hier ein Rezept, das sich auch hervorragend zur Resteverwertung von gekochten Nudeln eignet.

Nudel-Erbsen-Frittata (2 Portionen):
gekochte Nudeln - ausreichend für 2 Personen
100 g Erbsen (TK)
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
eine Handvoll Zitronenmelisse
4 Eier
Schafskäse
Olivenöl
Pfeffer

Erbsen antauen lassen. Knoblauch und Zwiebel schälen und fein hacken. Zitronenmelisse grob hacken, Schafskäse würfeln.Olivenöl in einer ofenfesten Pfanne erhitzen und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin glasig dünsten. Die gekochten Nudeln dazugeben und kurz anbraten. Die angetrauten Erbsen ebenfalls in die Pfanne geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Eier in einer Schüssel verquirlen, ebenfalls würzen und zu den Nudeln gießen. Gehackte Zitronen-melisse und zerbröckelten Schafskäse darübergeben und im auf 180 °C vorgeheizten ca. 10 bis 12 Minuten stocken lassen.

Und weil das Ganze auch schnell geht, ist dies ein Beitrag für die Cucina rapida im Juli.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von 
mankannsessen.de

Dienstag, 24. Mai 2011

Frühlingszwiebel-Triangoli

Heute muss ich Euch etwas gestehen. Eigentlich koche ich ja ganz gerne, aber ganz ehrlich, nicht immer ist es nur Hobby, sondern manchmal einfach nur Pflicht. Täglich will eine vierköpfige Familie kulinarisch verwöhnt werden. Das ist nicht immer ganz einfach, was die eine mag, lehnt der andere rundweg ab. Er isst gerne Fleisch, ich lieber Gemüse, der eine liebt Sahnesaucen, die anderen nur dunkle Bratensaucen usw.
Ja, und dann gibt es Tage, da habe ich überhaupt keine Lust, mir Gedanken zu machen, was auf den Tisch kommt. Unlängst war es wieder soweit und Schande über mich, ich habe mich dazu hinreißen lassen, eine Packung Fertig-Tortellini zu machen. Die Strafe folgte auf dem Fuß, während U. ganz zufrieden damit war, fand ich die Tortellini einfach nur ungenießbar, ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich zum letzten Mal etwas derart Schlechtes auf den Tisch gebracht habe.

Um Klassen besser waren dafür diese Triangoli:

 


Pastateig:
200 g Mehl
2 Eier
1/2 TL Salz
2 EL Olivenöl

Aus allen Zutaten einen  geschmeidigen nicht klebenden Nudelteig kneten und in Folie gewickelt ca. 60 Minuten ruhen lassen.

Füllung:
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe 
1/2 Bund Petersilie und Zitronenmelisse
200 g Frischkäse
1 Ei
60 g Parmesan (bei mir würziger Bergkäse), gerieben

Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden, Kräuter kalt abbrausen und hacken, Knoblauchzehe schälen und ebenfalls fein hacken. Butter in einer Pfanne aufschäumen und die Frühlingszwiebeln, Knoblauchzehe und Kräuter darin ca. 3 Minuten dünsten, salzen und pfeffern. Den Frischkäse mit dem Ei glattrühren,den Parmesan und die etwas abgekühlten Frühlingszwiebeln untermischen und nochmals kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Den Nudelteig möglichst dünn ausrollen und 8 cm große Quadrate ausschneiden. Auf jedes Quadrat etwas Füllung in die Mitte geben und zum Dreieck umklappen. Die Ränder mit einer Gabel festdrücken und in kochendem Salzwasser ca. 8 Minuten garen. Anschließend noch in heißer Butter mit Sonnenblumenkernen  und Basilikum kurz durchschwenken. Und für C. gab es noch seine heißgeliebte Käse-Sahne-Sauce dazu und alle waren zufrieden.

 

Und weil in der Füllung ganz viele Frühlingszwiebeln sind, ist dies mein Beitrag zum Kochevent vom Gärtnerblog im Monat Mai.


Und ich schwöre, dass es gefüllte Pasta nur noch hausgemacht gibt!

Donnerstag, 3. März 2011

Alle Jahre wieder ...

kommt zwar das Christuskind auf die Erde nieder, aber mit Weihnachten hat mein heutiger Beitrag nichts zu tun. Höchstens insofern, dass er auch etwas mit Geschenken zu tun hat. 

Jedes Jahr kurz vor meinem Geburtstag werde ich von meiner Familie gefragt, was ich mir denn so wünsche und wie ein kleines Kind schreibe ich dann eine Wunschliste. Nun denkt ihr sicher, wie langweilig, keine Überraschung. Da meine Lieben sich jedoch mit der Wunschliste immer erst kurz vor knapp beschäftigen, bekomme ich eigentlich fast nie was auf dem Zettel steht und so werde ich doch immer wieder überrascht. 





Unter anderem habe ich dieses
Kochbuch zum letzten Geburtstag
bekommen
Und weil Häppchen in Lindas Bistro mindestens ebenso beliebt sind wie Suppen, habe ich heute für Euch 

Pochierte Wachteleier auf Toast mit Tomaten-Tapenade

Für 12 Häppchen
12 Wachteleier
3 Scheiben Toastbrot (oder mehr je nach Größe der Häppchen)
2 EL Butter
1 Schuss Weißweinessig
1 getrocknete Softtomate zum Dekorieren, etwas Kresse
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 große Tomaten
10 getrocknete Softtomaten
2 EL Olivenöl
3 Zweige Thymian
1 Prise Zucker
2-3 Safranfäden
Meersalz, Pfeffer, Piment d'Espelette

Zuerst wird die Tapenade hergestellt. Dazu die Zwiebel und die Knoblauchzehe fein würfeln. Frische Tomaten häuten, entkernen und in Stücke schneiden sowie die Softtomaten in Streifen schneiden. Olivenöl in einem Topf erhitzen und alles darin andünsten. Die Thymianzweige, 1 Prise Zucker und die Safranfäden dazugeben und das Ganze im geschlossenen Topf bei ganz kleiner Hitze etwa eine Stunde köcheln. Dann den Thymian herausfischen und die Tomaten-Tapenade gut pürieren. Mit Meersalz, Pfeffer und Piment d'Espelette abschmecken. Die Tapenade hält sich im Kühlschrank gut eine Woche.

Anschließend werden die Wachteleier pochiert. Dazu einen Liter Wasser mit 2 EL Weißweinessig im Topf zum Kochen bringen. Mit dem Schneebesen kräftig rühren, so dass sich ein Strudel bildet. Wachteleier vorsichtig hineingleiten lassen und ein bis zwei Minuten im Wasser ziehen lassen. Mit dem Schaumlöffel herausholen und die ausgefransten Ränder abschneiden. Frau Linster empfiehlt, nicht mehr als 6 Eier gleichzeitig zu pochieren, ich habe sie einzeln pochiert.

Dann etwas Butter in einer Pfanne zerlassen und die Toastbrotscheiben darin von beiden Seiten anbraten. Mit einem runden Ausstecher jeweils 4 runde Taler ausstechen und mit der Tapenade bestreichen. Auf jeden Taler ein pochiertes Wachtelei setzen und mit der übrigen in Streifen geschnittenen Softtomate und etwas Kresse Radieschensprossen dekorieren.



Hier könnt Ihr sehen, dass das Eigelb noch flüssig ist.

Die Häppchen eignen sich für ein Fingerfoodbüfett,
als Gruß aus der Küche bei einem Menü
oder einfach wie bei uns als kleiner Imbiss.






Und weil dies bisher das erste und einzige Rezept aus dem Kochbuch "Einfach fantastisch" von Lea Linster ist, das ich nachgebaut habe, darf dieser Beitrag am Dauerevent DKduW von Foodfreak teilnehmen.

Dienstag, 23. November 2010

Reiche Ernte



haben uns die zwei alten Apfelbäume in unserem Garten beschert. Die Glockenäpfel sind zwar sehr gut lagerfähig, aber nahezu 12 Zentner waren dann doch zuviel. Den größten Teil haben wir in die Lohnmosterei gefahren. Dort kann man sich die Menge entweder gutschreiben lassen oder den Gegenwert sofort ausbezahlt bekommen. Bei der Gutschrift erhält man dann eine entsprechende Anzahl an z.B. Apfelsaft zu einem etwas günstigeren Preis. In diesem Jahr fiel die Apfelernte wohl allgemein relativ schlecht aus, so dass ein ganz guter Preis für den Doppelzentner gezahlt wurde. Von den Vorjahren haben wir noch einen großen Bestand an Apfelsaft, deshalb habe ich mir den Gegenwert ausbezahlen lassen. Ganz stolz habe ich fast 60 € kassiert. Nun ja, wenn man das allerdings auf den Stundenlohn umrechnet, dann ist der Verdienst doch eher sehr bescheiden. 

Ein kleiner Teil der Äpfel wanderte in den Keller, genussreif sind sie allerdings erst ab Ende Januar/Anfang Februar. Für Kuchen sind sie aber schon bestens geeignet.

Eher zufällig bin ich auf den Blog Deichrunner's Küche gestoßen und dort habe ich auch gleich ein Rezept für einen Apfelkuchen entdeckt, das mir für einen ausgemachtem Backmuffel wie mich bestens geeignet erschien.

Zum Rezept gehts hier

Der Apfelkuchen hat sehr gut geschmeckt und war auch schnell verputzt, der wird auf jeden Fall in mein Standardprogramm aufgenommen. Da ich nur eine 28er Form besitze, habe ich die 1 1/2fache Menge genommen. Beim nächsten Mal würde ich die Zutaten sogar verdoppeln und auf jeden Fall den Boden mit Backpapier auslegen, weil sich der Kuchen sehr schlecht vom Blech lösen ließ.

Dienstag, 16. November 2010

Dörrgemüserisotto - nachgekocht



Manchmal springt mich ein Rezept direkt an und ich möchte es unbedingt nachkochen. So ging es mir auch mit dem Dörrgemüserisotto von Robert. Allein die getrockneten Auberginen haben mich bisher daran gehindert. Der Zufall kam mir zu Hilfe, während einer Mittagspause entdeckte ich in einem Supermarkt, in den ich sonst nie gehe, ein Päckchen Dörrauberginen. Die mussten natürlich sofort mit und heute wurde der Risotto gekocht. 

Das Rezept findet ihr hier. Lediglich den Alkohol musste ich weglassen, weil außer Bier nichts im Hause war.

Was soll ich Euch sagen, wir waren mehr als angetan. Wie köstlich muss es erst mit Marsala, Wein und Grappa schmecken! Und eine Entdeckung habe ich für mich gemacht - die getrockneten Auberginen schmecken mir sogar besser als die frischen.

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Weckknöpfleauflauf mit Pilzen

 
Wir Schwaben gelten ja als ein sparsames Völkchen, böse Zungen behaupten gar wir seien geizig. Tatsächlich lassen wir nur sehr ungerne etwas verkommen und so gibt es einige traditionelle Rezepte, in denen altbackenes Brot oder Wecken (Semmeln, Brötchen) verwertet werden. Häufig gab es während meiner Kindheit Brotsuppe, mich schüttelt der Gedanke daran noch heute, auch nicht sonderlich mochte ich den Ofenschlupfer, einen Auflauf mit Weißbrot, Äpfeln, Rosinen, Milch und Eiern. Eines meiner Lieblingsgerichte waren die Wurstknöpfle. Knödel hingegen gab es bei uns fast nie, obwohl ich die sehr gerne gegessen hätte. 

Und weil ich gerade ein paar "Laugaweckla" (Laugenbrötchen) vom Vortrag übrig hatte, habe ich heute ein Rezept aus "Kulinarische Streifzüge durch Schwaben" ausprobiert.

Zutaten:
3 Wecken (Brötchen)
1/2 Zwiebel
20 g Speck
1 EL Schnittlauch, fein geschnitten
1 EL gehackte Petersilie (sehe gerade, die habe ich vergessen)
1 Eigelb
1/8 Liter Sahne
Muskat, Pfeffer, Salz
2 Eiweiß

Die Wecken in kleine Würfel schneiden. Kleingeschnittene Zwiebel und Speck mit den Kräutern in Butter andünsten, zu den gewürfelten Wecken geben und mit dem Eigelb und der Sahne vermengen, mit den Gewürzen abschmecken. Das Eiweiß steif schlagen und unter die Masse heben. Die Masse in kleine gebutterte Förmchen füllen und in einen Topf oder Bräter stellen, heißes Wasser angießen und im auf 180° vorgeheizten Backhofen garen. Das hat bei mir 35 Minuten gedauert, ich mache immer mit einem Zahnstocher die Stäbchenprobe. 

Als Beilage habe ich eine fein gehackte Schalotte in Butter angedünstet, Pfifferlinge, Steinchampignons und eingeweichte, getrocknete Steinpilze eingeschwenkt, mit etwas Sahne abgelöscht, mit Salz, Pfeffer und Muskat abgeschmeckt und mit frisch gehackter Petersilie bestreut.
Die Weckknöpfle hatten eine sehr schöne, lockere Konsistenz und die Pilze haben gut dazugepasst. Ich ging davon aus, dass das Rezept für 4 Personen ausgelegt ist, und habe nur die halbe Menge gemacht. Als Hauptspeise hätte das zum Sattwerden gerade mal für 1 Person gereicht.

Freitag, 24. September 2010

Gebackene Gemüsewursträdle

Der September ist schon nahezu vorbei und ich habe es noch zu keinem einzigen Post geschafft. Probleme im familiären Umfeld hemmen meine Lust am Kochen derzeit so ziemlich. In letzter Zeit gab es deshalb nichts, was eine Erwähnung verdient hätte.Gestern habe ich mich jedoch dazu aufgerafft, mal wieder etwas Aufwändigeres auszuprobieren, schon ganz lange habe ich dieses Rezept im Hinterkopf. 

Zutaten:
150 g Brokkoli
150 g Karotten
150 g grüne Bohnen
200 g Blumenkohl
2 Zitronenscheiben
200 ml Sahne
4 Eier
Salz, Pfeffer, Muskat
1 Wurstdarm  Folienschweißgerät, Gefrierbeutel, Alufolie

Zum Panieren:
60 g Mehl
2 Eier
50 g Parmesan, gerieben
(Quelle: Schwaben - Kulinarische Streifzüge - Edition Sigloch)

Das Gemüse waschen, den Brokkoli in kleine Röschen teilen und blanchieren, die Karotten und Bohnen kleinschneiden und zusammen blanchieren. Den Blumenkohl in Salzwasser mit den Zitronenscheiben weich kochen und ausdämpfen lassen, mit der Sahne und den Eiern im Mixer fein pürieren. Die Masse zusammen mit den vorbereiteten Gemüsen vermischen, kräftig würzen und in den Darm füllen. Mit der Beschaffung eines Wurstdarmes wollte ich mich nicht herumschlagen, deshalb habe ich mithilfe eines Folienschweißgerätes aus einem Gefrierbeutel einen Schlauch mit ca. 7 - 8 cm Durchmesser hergestellt. In diesen habe ich die Masse eingefüllt, mit Garn fest zugebunden und in Alufolie eingewickelt.


 Das Ganze wird dann in leicht kochendem Wasser 60 Minuten gegart. Die gegarte Gemüsewurst muss gut abkühlen.
Nach dem Abkühlen wird sie in Scheiben geschnitten und  zuerst in Mehl, dann in der Ei-Parmesan-Mischung gewendet und in heißem Fett ausgebacken.



Als Beilage gab es Spaghetti mit einer fruchtigen Tomaten-Basilikum-Sauce.



Mein Fazit: 
Kein Gericht, das sich so auf die Schnelle herstellen lässt. Zwar ist der Arbeitsaufwand nicht so riesig, allerdings wird durch die lange Garung und das Abkühlen viel Zeit benötigt. Das Panieren war eine sehr mühselige Angelegenheit, weil die Scheiben nicht die erhoffte Festigkeit hatten und wie rohe Eier behandelt werden mussten. Mir hätte eine etwas knusprigere Hülle (evtl. mit Semmelbrösel oder Panko) besser gefallen.

Freitag, 27. August 2010

Linguine mit Parmesancreme und Trüffel

Über Trüffel habe ich mir in der Vergangenheit wenig Gedanken gemacht. Natürlich habe ich hin und wieder von dem unvergleichlichen Aroma gelesen, das vor allem der weiße Trüffel haben soll, aber auch von den astronomischen Preisen, die für Trüffel bezahlt werden müssen. Mit war klar, dass mein Geldbeutel für solchen Luxus zu klein ist. 

Nun kam ich jedoch ganz unverhofft zu so einem Exemplar. Im Urlaub im Piemont haben wir ein paar Mal in einem Restaurant gegessen, das von einem leidenschaftlichen Jäger und Trüffelsammler geführt wird. Hervorragend hat uns das Carne cruda mit Trüffeln geschmeckt. Offensichtlich waren wir besonders nette Gäste, denn zum Abschied bekamen wir noch einen schwarzen Trüffel geschenkt.


Zuhause suchte ich dann zuallererst auf einem meiner Lieblingsblogs nach einem Rezept. Und tatsächlich wurde ich bei Robert von lamiacucina auch gleich fündig. Hier geht es zum Rezept von Robert, statt Bavette gab es bei mir Linguine und mein Trüffel war nicht weiß, sondern schwarz. Dafür musste ich allerdings auch nicht mein Konto plündern, keinen Konsumentenkredit aufnehmen und auch nicht das Familiensilber ins Pfandhaus bringen.

(mal wieder unscharf)

Samstag, 10. Juli 2010

Croxetti - made by Linda

Diese hübsche Pasta habe ich vor einigen Wochen bei Robert von lamiacucina gesehen. Der Italienurlaub lässt noch ein paar Wochen auf sich warten und vielleicht kann ich die "Croxetti" in unserer Urlaubsregion überhaupt nicht auffinden. Schnell entstand in mir die fixe Idee, diese Teigwaren selbst herzustellen, nur woher den benötigten Holzstempel nehmen?

Da fiel mir der alte Springerlesmodel der Oma ein, den ich aus Nostalgiegründen aufgehoben habe. Einmal habe ich sogar Springerle gemacht, die waren aber an Ostern noch so hart, dass man sie locker als Wurfgeschosse hätte verwenden können. Seitdem ist der Model unbenutzt bei den anderen Ausstechformen für Weihnachtsgebäck.

Ich habe einen Pastateig hergestellt, nach der Ruhezeit mit der Nudelmaschine bis zur vorletzten Stufe ausgewalzt und mit einem Glas von ca. 5 cm Durchmesser runde Teilchen ausgestochen. Diese habe ich dann einzeln auf das jeweilige Motiv gelegt und den Teig mit dem Finger in die Vertiefung gedrückt. Es hat ganz gut funktioniert. 

So perfekt wie die gekauften sind sie natürlich nicht geworden, aber ich bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden.


Dazu gab es eine Paprika-Walnuss-Sauce, die zwar sehr gut geschmeckt hat, aber optisch wenig überzeugend war, so dass ich mir lange überlegt habe, ob ich Euch das Rezept dafür überhaupt weitergebe.  Als Grundidee ist sie vielleicht doch für den ein oder anderen von Euch interessant.

Paprika-Walnuss-Sauce:
100 g gehackte Walnüsse
300 ml Gemüsebrühe
2 EL Crème fraîche
2 EL Butter
1 Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1/2 TL Ingwer, fein gehackt
1/2 - 1 Chilischote, fein gehackt
2 rote Paprikaschoten, feine Streifen
Salz, Muskat, Piment
Zitronenabrieb
1/2 - 1 TL Zitronensaft
Basilikum, fein geschnitten

Die Walnüsse in einer trockenen Pfanne kurz unter Rühren anrösten. Die Hälfte der Walnüsse mit der Gemüsebrühe und der Crème fraîche im Mixer fein pürieren.
Butter erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin goldgelb anbraten, Ingwer, Chili und Paprika dazugeben und unter Rühren 4 Minuten braten, leicht salzen.
Gemüse mit Walnuss-Sauce aufgießen, mit Muskat, Piment und Zitronenschale würzen und etwas einkochen lassen. Dann mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Sauce mit den gekochten Croxetti anrichten und mit den restlichen Walnüssen und Basilikum bestreuen.

 

Bestimmt wären die Croxetti getrocknet mit einem Glas selbstgemachtem Pesto eine hübsche Geschenkidee. Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand von den  Pasta-Gurus Tipps zur Nudeltrocknung geben könnte. 

Montag, 7. Juni 2010

Asparagina - Püree aus grünem Spargel


Geht es Euch auch gelegentlich so, dass Ihr geschäftlich oder privat eine Einladung bekommt, vielleicht zur Geschäftseröffnung, Jubiläum, Verabschiedung, Hochzeit oder runder Geburtstag, und Ihr habt keine so rechte Idee, was Ihr als Aufmerksamkeit mitbringen könntet? Anstatt der obligatorischen Topfpflanze verschenken wir dann immer ganz gerne einen Geschenkkorb der Fattoria La Vialla. Wie ich festgestellt habe, kennen einige von Euch die Fattoria und ihre Produkte.

Nun ergab es sich, dass ich aufgrund einer Einladung wieder einen Korb bestellt hatte. Nur leider fand das Ereignis nicht statt. Jetzt komme ich in den Genuss, die Produkte selbst einmal testen zu dürfen. Besser noch als Pasta, Olivenöl, Saucen, Kekse etc. gefällt mir jedoch das Rezeptheftchen "Le Ricette di Giuliana 2009", das jedem Korb beiliegt. 

Ein Rezept habe ich auch schon getestet.

Zutaten für 2 Gläser à 200 g Püree:
1 kg Grüner Spargel
100 g Pinienkerne
1 Glas Olivenöl extravergine
20 Basilikumblätter
1/2 EL grober Salz
1 TL feines Salz
1/2 TL Weinessig

Die holzigen Enden vom Spargel entfernen, das unter Drittel schälen und den Spargel in Stücke schneiden. Dann in kochendem Salzwasser gut weich kochen, abgießen und abtropfen lassen. Den Spargel mit allen übrigen Zutaten im Mixer oder mit dem Mixstab fein pürieren und in Gläser abfüllen.
Das Spargelpüree hat einen sehr feinen, dezenten Geschmack. Da leider im Rezept nichts über die Haltbarkeit angegeben ist, habe ich nur ungefähr die Hälfte gemacht. Das ergab das oben abgebildete Glas und ein kleines Schälchen. 
"Das obige ist das Rezept, um zu Hause die delikate, leckere Soße zuzubereiten, welche eine der jüngsten ist, die auf La Vialla Verwendung findet. Der unverwechselbare Duft dieses Pürees aus Spargel beschert einer Unendlichkeit von Gerichten einen besonderen Hauch. Ein besonders gelungener Bund ist jener zwischen "Asparagina" und Eiern, zubereitet auf jegliche Art. Auf exzellente Weise richtet sie Reis und Nudeln jeder Sorte an. Sie ist exquisit für Vorspeisen und Aperitife, auf kleinen gerösteten Weißbrothäppchen, begleitet von Schnitzen aus hart gekochten Eiern, von Würfelchen aus gealtertem Käse oder gestrichen auf dicke, in Vierecke geschnittene Omelettes."
Das Gläschen steht nun im Kühlschrank und wartet auf seine Verwendung in den nächsten Tagen. Vermutlich werde ich es für Risotto verwenden. Und weil das Rezeptheft ganz neu für mich ist, reiche ich diesen Beitrag beim Dauerkochevent "DKduW" von foodfreak ein.

Freitag, 28. Mai 2010

Noch ein Spargelsalat

Vor einigen Tagen hat uns Jutta Lorbeerkrone einen Spargelsalat serviert und auch in diversen anderen Blogs habe ich verschiedene Salate entdeckt. Also warum Spargel immer warm essen? Ein Rezept für einen Salat hatte ich schnell gefunden.

Salat von grünem und weißem Spargel, Broccoli und Haselnüssen

Für 4 Portionen:
500 g grüner Spargel
500 g weißer Spargel
500 g Broccoli
Salz, Zucker, Butter
gehobelte Haselnüsse
4-5 EL Sherryessig
schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Salz
6 EL Pflanzenöl
2 Eigelb
gehackte Petersilie
(Quelle: "Das große Buch vom Kochen" Sonderausgabe der Zeitschrift essen&trinken)

Vom Spargel die holzigen Enden abschneiden, weißen Spargel schälen, beim grünen nur das Ende. Spargel in 4 - 5 cm lange Stücke schneiden.
Broccoli in Röschen zerteilen und waschen.
Den Spargel in kochendem Salzwasser, dem etwas Butter und Zucker zugefügt wurde, bissfest garen, mit einem Schaumlöffel herausnehmen und den Broccoli im gleichen Wasser ca. 6 Minuten garen.
Gemüse gut abtropfen lassen.
Haselnüsse in einer Pfanne goldbraun rösten.
Sherryessig mit Salz und Pfeffer verrühren. Öl in dünnem Strahl unter ständigem Rühren zugeben. Zum Schluss die Eigelbe unterrühren und die gehackte Petersilie zufügen.
Das Gemüse mit der Salatsauce marinieren und kurz durchziehen lassen, anrichten und mit den Haselnüssen bestreuen.

Für U. gab es dazu ein Pfeffersteak. Mir hat der Salat sehr gut geschmeckt, aber U. wünscht sich den nächsten Spargel wieder warm.

Mit diesem Beitrag beteilige ich mich am Monatsevent vom Gärtnerblog.

Garten-Koch-Event Mai: Spargel [31.05.2010]





Mittwoch, 26. Mai 2010

Lesefutter (4) und ein Schmankerl für Kommissar Kluftinger

"Säuberlich belegte er das trockene Brot mit Parmesanscheiben. Der Geschmack des Käses war keine Offenbarung. Eine viel zu trockene und bröselige Angelegenheit. Und viel zu salzig. Bevor er weiter essen konnte, nahm er sich eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank und goss sie in seinen Krug.
Was diese Deppen immer hatten: Da hat man so guten einheimischen Käse im Allgäu und dann muss man den Italienern ihren alten Bröckelkäse nachmachen. Auf Pasta asciutta, gut, gerieben und als Würze. Aber zum so Essen? Das war, fand Kluftinger, so etwas wie Ruccola, Latte Macchiato und Aceto Balsamico: Modetrends, die man mitmachen musste, wenn man den Anschein machen wollte, dass man beim Essen international, weltoffen und genießerisch war. Auch seine Frau schleppte dieses ganze Toskanazeug an, ihm schmeckte das meiste nicht."

Ein Mord in Kommissar Kluftingers beschaulichem Allgäuer Heimatort Altusried - jäh verdirbt diese Nachricht sein gemütliches Kässpatzen-Essen: Ein Lebensmittel-Chemiker des örtlichen Milchwerks ist stranguliert worden. Mit eigenwilligen Ermittlungsmethoden riskiert der liebenswert-kantige Kommissar einen Blick hinter die Fassade der Allgäuer Postkartenidylle - und entdeckt einen scheinbar vergessenen Verrat, dunkle Machenschaften und einen Skandal.

Ein bisschen geht es mir mit diesem Buch wie Kommissar Kluftinger mit dem Parmesankäse. Schon ewig kaue ich daran herum und so ganz trifft es nicht meinen Geschmack. Wahrscheinlich bin ich zu blutrünstig und es geht mir zu beschaulich zu.

Hier ein Rezept für ein Schmankerl, oder neumodisch bayerisches Fingerfood, das auch Kommissar Kluftinger schmecken könnte:

Obazda auf gerösteten Brezen:
4 Laugenstangen
2 EL Butter
1/2 reife, aber feste Birne
5 Lauchzwiebeln
250 g reifer, zimmerwarmer Camembert
250 g Doppelrahm-Frischkäse
3-4 EL Schlagsahne
2 cl Williamsbrand
Salz, 1 Prise Cayennepfeffer
gemahlener Kümmel
3-4 EL Radieschenstifte

Stangen schräg in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und in einer Pfanne in zerlassener Butter knusprig braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Birne schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Lauchzwiebeln putzen, waschen und in dünne Scheiben schneiden.
2 EL grüne Lauchzwiebelringe zum Garnieren beiseite legen. Camembert klein schneiden, mit Frischkäse, Sahne und dem Williamsbrand cremig verrühren. Birne und Lauchzwiebeln unterheben und mit Salz, Cayennepfeffer und Kümmel abschmecken. Obazdn auf die Laugenstangenscheiben verteilen, mit Radieschen und Lauchzwiebeln garnieren.
(Quelle: Lust auf Genuss - 04/09 - Schuhbecks Fingerfood)

Die Lauchzwiebelgarnitur habe ich vergessen, dafür gab es einen Blattsalat mit Wildkräutern aus dem Garten dazu.


Dienstag, 27. April 2010

Nudeln mit grüner Spargelcreme



Wir mögen zwar Spargel ganz gerne, aber öfter als 3 - 4 mal während der Saison kommt er bei uns eigentlich nicht auf den Tisch. Den grünen Spargel gab es heute Mittag nach diesem Rezept:

Zutaten: (3 Personen)

800 g grüner Spargel

200 ml Sahne

Salz, Pfeffer, Muskat
Zitronenabrieb, Zitronensaft

Basilikum, feingeschnitten

Parmesan

(Quelle: Vegetarisch Kochen - Gemüse und Pasta, Orbis Verlag)

Vom Spargel die holzigen Enden abschneiden und das untere Drittel schälen, den Spargel in ca. 4 cm lange Stücke schneiden und in einem Topf mit Siebeinsatz über Wasserdampf bissfest garen. Ich gebe noch die abgeschnittenen Enden und die Schalen in das Wasser.

In einem kleinen Topf die Sahne auf die Hälfte einkochen. Ein Drittel der Spargelstücke - nicht die Spitzen - mit der Sahne und 2 - 3 EL Spargelkochwasser im Mixer oder mit dem Mixstab fein pürieren.

Die Sauce durch ein Sieb streichen und kurz erhitzen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat, Zitronenabrieb und Zitronensaft abschmecken. Die zurückbehaltenen Spargelstücke in die Sauce geben, nochmals kurz erhitzen und ganz zum Schluss feingeschnittenen Basilikum unterrühren.
Mit Nudeln nach Geschmack und geriebenem Parmesan anrichten.

Mittwoch, 21. April 2010

Frühlingsomelett



Vor einigen Tagen hat Robert von lamiacucina mit seiner Spargel-Kerbel-Royale bei mir den Appetit auf Kerbel geweckt. Vor etlichen Jahren hatte ich dieses zarte Kräutlein einmal selbst im Kasten gezogen. Die Ernte war dürftig, damals hat es für ein feines Kerbelschaumsüppchen gerade gereicht. Jetzt habe ich mir ein Töpfchen gekauft und auch schnell ein schönes Rezept gefunden.

Zutaten für 2 Portionen:
1/2 Bund Kerbel
1 Kohlrabi
2 Handvoll Zuckerschoten
1 Frühlingszwiebel
4 Eier
Salz
Butter
1 Prise Zucker
100 g Mascarpone
1 EL mittelschafer Senf
1 TL Zitronensaft
Pfeffer
1 Eigelb

Kerbel waschen und trockenschleudern. Blätter von den Stielen zupfen und fein hacken. Kohlrabi schälen, vierteln und in dünne Scheiben schneiden. Zuckerschoten waschen, putzen und schräg halbieren. Frühlingszwiebeln ebenso putzen und schräg in Streifen schneiden. Das Gemüse mit etwas Butter und wenig Wasser in einen Topf geben, mit Salz und Zucker würzen und im geschlossenen Topf 5 - 6 Minuten garen.

Die Eier mit Salz und einem Drittel des gehackten Kerbels gut verschlagen.


Mascarpone mit Senf
(ich würde das nächste Mal die Senfmenge etwas reduzieren) und Zitronensaft verrühren und langsam erwärmen. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann das Eigelb mit dem Schneebesen unterrühren und kurz vor dem Servieren den restlichen gehackten Kerbel untermischen.

Butter in einer großen Pfanne oder 2 kleineren Pfanne (24 cm Durchmesser) erhitzen und die verschlagenen Eier zum Omelett ausbacken. Mit dem Gemüse und der Sauce auf vorgewärmten Tellern servieren.


Das Rezept habe ich aus dem Buch "Kochen mit Kräutern & Gewürzen" einer Sonderausgabe der Zeitschrift essen&trinken.





Dieses Kochbuch steht schon sehr lange in meinem Regal. Obwohl ich es immer wieder zur Hand nehme und durchblättere, habe ich zum ersten Mal daraus gekocht und deshalb ist dies auch mein Beitrag zum Dauerevent "Dein Kochbuch das unbekannte Wesen" von Foodfreek.


Mittwoch, 14. April 2010

Sauce Bologneser Art ohne Fleisch

dafür mit schlechtem Bild - heute musste das Handy herhalten.


Zugegeben das aktuelle Thema vom Kochtopf-Event "ohne" hat auch mich etwas ratlos gemacht. Wir haben keinen Vegetarier in der Familie und ich bin in der glücklichen Lage auf keine Unverträglichkeiten - abgesehen von gewissen Abneigungen - Rücksicht nehmen zu müssen. Dann ist mir aber ein Rezept eingefallen, das ich mir schon vor ewigen Zeiten in meiner Rezeptsammlung bei Chefkoch abgespeichert hatte. Etwas modifiziert habe ich es heute gekocht.

Zutaten (für 2 Portionen):
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 Schalotte
1 Karotte
1 Stückchen Sellerie
1 EL Olivenöl
1 EL Tomatenmark
ca. 350 ml passierte Tomaten
ca. 250 ml Gemüsebrühe
60 g rote Linsen
Kräuter nach Geschmack
1 EL Petersilie
Salz, Pfeffer

Das Gemüse klein würfeln und in dem heißen Olivenöl bei mittlerer Temperatur anschwitzen. Tomatenmark zufügen und kurz anrösten, mit passierten Tomaten und Gemüsebrühe ablöschen. Die Linsen und die Kräuter, ich habe gerebelten Oregano und etwas frischen Salbei genommen, hinzugeben und solange köcheln lassen, bis die Sauce die Konsistenz der üblichen Hackfleischsauce hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, ganz zum Schluss Petersilie dazugeben und mit Pasta nach Belieben anrichten. Nach Geschmack frischen Parmesan darüber reiben.

Ich war überrascht, wie lecker diese "Bolognese ohne Fleisch" schmeckt. Deshalb ist dies mein Beitrag zum Kochen

Blog-Event-LV - Ohne (Einsendeschluss 15. April 2010)

Mittwoch, 7. April 2010

Mozzarella in Carrozza



Tobias kocht rund ums Mittelmeer. Jeden Monat sucht er Gerichte aus einem speziellen Land und diesen Monat ist Italien dran. Dieses Rezept wollte ich schon ewig lange mal ausprobieren und nun war die Gelegenheit günstig.

Zutaten für die Käseschnitten:
8 Scheiben Toastbrot
1 Kugel Mozzarella
2 Eier
Salz
2 EL Milch
2 EL Mehl

Toastbrot entrinden und vier Schnitten mit dem in Scheiben geschnittenen Käse belegen, dabei einen kleinen Rand lassen, mit den vier übrigen zudecken. Ränder mit etwas Wasser anfeuchten und gut zusammendrücken. Eier mit dem Schneebesen mit Salz und Milch verschlagen. Brotschnitten beiderseits durch die Eimasse ziehen und in Mehl wenden. Die Schnitten in der Pfanne in heißem Öl goldgelb backen, auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Zutaten für die Sauce:
40 g Butter
2 Anchovisfilets
1 EL Kapern
1/2 Bund Petersilie
Saft einer halben Zitrone

Butter zerlassen, gehackte Anchovisfilets und Kapern sowie die feingehackte Petersilie darin heiß werden lassen, Zitronensaft hineinrühren.

Die Käseschnitten mit der Anchovissauce auf vorgewärmten Tellern anrichten. Mit einem Blattsalat war das ein leckerer Abendimbiss. Die Brotschnitten sind im Geschmack nicht sehr kräftig, das wird durch die Sauce ausgeglichen. Mir kam eine Schnitte pro Person wenig vor und war deshalb überrascht, wie sättigend das Gericht ist.

Dies ist mein Beitrag für den Kochevent von Tobias

6ter mediterraner Kochevent - Italien - tobias kocht! - 10.03.2010-10.04.2010

Mittwoch, 10. März 2010

Austernpilzschnitzel


Meine Mutter duldete nur sehr ungern jemanden neben sich in der Küche, lediglich Handlangertätigkeiten durften wir ausüben. Und so konnte mein Vater den Kochlöffel nur schwingen, wenn Mutter nicht da war. Er war sehr experimentierfreudig und seine Kreationen trieb uns Kindern manchmal die Tränen in die Augen. Aber ein Gericht hat mir immer sehr gut geschmeckt. Als leidenschaftlicher Pilzsammler brachte er die verschiedensten Pilze nach Hause. Einer darunter hatte einen sehr großen Schirm und der wurde wie ein Schnitzel zubereitet.
Beim gestrigen Einkauf habe ich einen schönen großen Austernpilz entdeckt und da Single-Küche angesagt war, landete er bei mir im Einkaufskorb.
Dieses leckere Gericht gab es für mich:

Den Austernpilz putzen, salzen und pfeffern. Anschließend in Mehl wenden, überschüssiges Mehl abklopfen. Den Austernpilz durch ein verkleppertes Ei ziehen und dann vorsichtig in Semmelbröseln wenden. In heißem Fett goldbraun backen. Dazu gab es ein einfaches Kartoffelpüree. Abgerundet wurde das Ganze durch kross gebratene Schinkenwürfel und ein paar frittierte Salbeiblättchen.

Fazit: ein schnelles, einfaches Essen, bei dem der Verzicht auf Fleisch leicht fällt, ohne Schinkenwürfel auch sehr gut für Vegetarier geeignet!


Montag, 1. Februar 2010

Blumenkohlcremesuppe



Von meinen Ravioli mit Blumenkohlfüllung hatte ich noch reichlich Blumenkohl übrig. Nachdem ich für unseren Sohn eines seiner Lieblingsgerichte "Blumenkohl in Käse-Sahne-Sauce" gekocht hatte, blieb immer noch ein Rest. Da Suppen in Lindas Bistro gerne gegessen werden und dies die einzige Zubereitungsart für dieses Gemüse ist, mit der ich die ganze Familie locken kann, gab es Blumenkohlcremesuppe.

Genaue Mengenangaben gibt es dafür nicht, das mache ich immer so nach Gefühl.

Blumenkohl in Salzwasser weich kochen, abgießen und Kochwasser auffangen. Aus Butter und Mehl eine Mehlschwitze bereiten, mit Kochwasser und Gemüsebrühe ablöschen und etwas einkochen lassen. Dann die Blumenkohlröschen zugeben und mit dem Stabmixer pürieren. Soviel Sahne zugeben, bis die Suppe die gewünschte Konistenz hat. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Bei uns gibt es noch Würfel von getoastetem Bauernbrot dazu.

Donnerstag, 14. Januar 2010

Gefüllte Nudeln - wer hat die flutschigsten?

Arthurs Tochter hat uns vor ein paar Tagen eine kleine Grammatik-Lektion erteilt. Nebenbei hat sie auch noch gekocht. Ich habe festgestellt, dass ich mir oft vornehme ein Rezept nachzukochen, es dann aber wieder vergesse. Deshalb habe ich gar nicht lange gewartet und bin gleich zur Tat geschritten. Am Rezept habe ich keine Änderungen vorgenommen. Lediglich Piment d´Espelette hatte ich nicht. Ich muss mich mal schlau machen, wo ich die nicht handelsüblichen Gewürze herbekomme.

Lecker hat es geschmeckt, ich habe leider ein wenig zu sparsam gewürzt - ein kleines Problem von mir. Das Rezept findet ihr hier