Nachkochen!

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Samstag, 12. März 2011

Die Mumien kommen

 

Eine gewisse Ähnlichkeit lässt sich zumindest nicht von der Hand weisen. Ganz so elegant wie Steph vom Kleinen Kuriositätenladen habe ich die Würstchen im Wickelrock zwar nicht hinbekommen. 

Aber in gebackenem Zustand sahen sie dann doch ganz manierlich aus und saulecker waren sie obendrein noch.


Ich behaupte ja immer von mir, dass ich nicht gerne backe. Bei näherer Betrachtung muss ich jedoch feststellen, dass es bei uns doch relativ häufig herzhafte Snacks aus dem Ofen gibt. 

Weitere Snacks von Steph, die es hier teilweise schon häufiger gab, von denen ich aber keine Bilder habe, kann ich Euch wärmstens empfehlen:

Tortilla-Fladen (wobei die in der Pfanne gemacht werden)







Dienstag, 8. März 2011

Feinheit für Angeber

"Angeberei ist doch etwas Herrliches. Ich geb's zu. Nichts ist so schön, als die halbe Wahrheit zu einem ganzen Erfolg zu machen. Nichts tut der gekränkten Seele so gut, wie die schlechte Quote zum intellektuellen Publikum zu erklären. Was haben wir nicht schon für tolle Sachen erlebt. Eine einzige Freude ist das: mein Leben. Und meine Küche ist, mit dem Muldenherd, schon ganz passabel. Das 90 cm breite Backrohr sieht auch gut aus. Ich kann auf meinem Wok-Brenner mit bis zu 5.000 Watt die Milch für den Kinderkakao heiß machen. Geht ganz schnell und auch Wasserkochen ist kein Problem. Gott sei Dank fragt mich kein Mensch, was meine Kinder von der angebrannten Milch und den immer zu weichen oder zu harten Eiern halten. Aber die angenehmste Form der Hochstapelei heißt: Parmesanchips"
 (aus: "richtig fressen" von Jürgen Tarrach und Klaus Ortner) 

Ich setze noch einen drauf und mache Parmesankörbchen. Dazu zeichne ich mithilfe eines Zirkels Kreise mit 14 cm Durchmesser (das passt perfekt auf das allseits bekannte Glas vom Elch) auf ein Backpapier. Das Backpapier lege ich auf ein Blech und bestreue die Kreise mit geriebenem Parmesan - nicht zu dünn aber auch nicht zu dick. Das Ganze backe ich dann im auf 180 °C vorgeheizten Ofen bis der Käse verlaufen ist und etwas Farbe bekommen hat.

Die Parmesanplätzchen nehme ich dann nacheinander einzeln mit einem Pfannenwender heraus und stülpe sie sofort über ein umgedrehtes Glas, das muss relativ zügig gehen, da der Käse sehr schnell wieder fest wird. 


Nach dem Abkühlen habe ich die Körbchen mit einer Mischung aus Kopf- und Feldsalat, karamelisierten Birnen und gerösteten Haselnussblättchen angerichtet. Obenauf kam noch ein Stück Räucherforelle. Perfekt als kleine Vorspeise oder Abendimbiss.


Weitere Verwendungsmöglichkeiten für Parmesankörbchen:

Donnerstag, 3. März 2011

Alle Jahre wieder ...

kommt zwar das Christuskind auf die Erde nieder, aber mit Weihnachten hat mein heutiger Beitrag nichts zu tun. Höchstens insofern, dass er auch etwas mit Geschenken zu tun hat. 

Jedes Jahr kurz vor meinem Geburtstag werde ich von meiner Familie gefragt, was ich mir denn so wünsche und wie ein kleines Kind schreibe ich dann eine Wunschliste. Nun denkt ihr sicher, wie langweilig, keine Überraschung. Da meine Lieben sich jedoch mit der Wunschliste immer erst kurz vor knapp beschäftigen, bekomme ich eigentlich fast nie was auf dem Zettel steht und so werde ich doch immer wieder überrascht. 





Unter anderem habe ich dieses
Kochbuch zum letzten Geburtstag
bekommen
Und weil Häppchen in Lindas Bistro mindestens ebenso beliebt sind wie Suppen, habe ich heute für Euch 

Pochierte Wachteleier auf Toast mit Tomaten-Tapenade

Für 12 Häppchen
12 Wachteleier
3 Scheiben Toastbrot (oder mehr je nach Größe der Häppchen)
2 EL Butter
1 Schuss Weißweinessig
1 getrocknete Softtomate zum Dekorieren, etwas Kresse
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 große Tomaten
10 getrocknete Softtomaten
2 EL Olivenöl
3 Zweige Thymian
1 Prise Zucker
2-3 Safranfäden
Meersalz, Pfeffer, Piment d'Espelette

Zuerst wird die Tapenade hergestellt. Dazu die Zwiebel und die Knoblauchzehe fein würfeln. Frische Tomaten häuten, entkernen und in Stücke schneiden sowie die Softtomaten in Streifen schneiden. Olivenöl in einem Topf erhitzen und alles darin andünsten. Die Thymianzweige, 1 Prise Zucker und die Safranfäden dazugeben und das Ganze im geschlossenen Topf bei ganz kleiner Hitze etwa eine Stunde köcheln. Dann den Thymian herausfischen und die Tomaten-Tapenade gut pürieren. Mit Meersalz, Pfeffer und Piment d'Espelette abschmecken. Die Tapenade hält sich im Kühlschrank gut eine Woche.

Anschließend werden die Wachteleier pochiert. Dazu einen Liter Wasser mit 2 EL Weißweinessig im Topf zum Kochen bringen. Mit dem Schneebesen kräftig rühren, so dass sich ein Strudel bildet. Wachteleier vorsichtig hineingleiten lassen und ein bis zwei Minuten im Wasser ziehen lassen. Mit dem Schaumlöffel herausholen und die ausgefransten Ränder abschneiden. Frau Linster empfiehlt, nicht mehr als 6 Eier gleichzeitig zu pochieren, ich habe sie einzeln pochiert.

Dann etwas Butter in einer Pfanne zerlassen und die Toastbrotscheiben darin von beiden Seiten anbraten. Mit einem runden Ausstecher jeweils 4 runde Taler ausstechen und mit der Tapenade bestreichen. Auf jeden Taler ein pochiertes Wachtelei setzen und mit der übrigen in Streifen geschnittenen Softtomate und etwas Kresse Radieschensprossen dekorieren.



Hier könnt Ihr sehen, dass das Eigelb noch flüssig ist.

Die Häppchen eignen sich für ein Fingerfoodbüfett,
als Gruß aus der Küche bei einem Menü
oder einfach wie bei uns als kleiner Imbiss.






Und weil dies bisher das erste und einzige Rezept aus dem Kochbuch "Einfach fantastisch" von Lea Linster ist, das ich nachgebaut habe, darf dieser Beitrag am Dauerevent DKduW von Foodfreak teilnehmen.

Montag, 17. Januar 2011

Blutwurstpäckchen mit Feldsalat


Hier hatte ich schon einmal vom Leben auf dem Lande während meiner Kindheit berichtet. Nachdem meine Eltern Mitte der 60er Jahre ihre Viehwirtschaft aufgegeben hatten, wurde der Stall zu Garagen und der Heuboden und Getreidespeicher zu Wohnungen, die vermietet wurden, umgebaut. Der Hühnergarten musste einem Wäschetrockenplatz weichen. Nur im ehemaligen Hühnerhaus durfte noch ein paar Mal ein Ferkel Einzug halten. Dunkel kann ich mich noch erinnern, dass mein Bruder und ich abwechselnd mit der Fütterung beauftragt wurden. Wenn ich mich recht entsinne, haben wir oft kleine gekochte Kartoffeln, Kleie und etwas Wasser mit den Händen zu einem Brei zermatscht. Ich glaube Dioxin-Gefahr bestand damals keine. 

So gern ich das kleine Ferkel hatte, auf den Schlachttag haben wir uns alle immer gefreut. Was für ein befriedigendes Gefühl war es doch damals, wenn das zerlegte Fleisch, Schinkenwurst in Dosen, geräucherter Schinken, Grieben- und Leberwürste wieder vom Schlachter zu uns kamen, denn einen Einkauf in der Metzgerei konnten sich meine Eltern damals nur selten leisten. 

Besonders beliebt bei uns in der Familie war die Griebenwurst. Meine Mutter erklärte mir, dass die Bezeichnung für die Griebenwurst von den vielen Speckstücken in der Wurst komme, die ausgelassen als Grieben bezeichnet werden. Ob das stimmt, konnte ich nicht befriedigend recherchieren. Die frische Griebenwurst wurde gerne gekocht und zusammen mit Sauerkraut und Kartoffelbrei gegessen. Die getrocknete, geräucherte Version der Griebenwurst wird bei uns als Schwarzwurst bezeichnet und darf in einem schwäbischen Wurstsalat nicht fehlen. Ich habe sie heute nach einer Anregung aus der "Lust auf Genuss" (Ausgabe 4/2009) verwendet.

Zutaten:
Schwarzwurst bzw. geräucherte Blutwurst
Apfel
mehlig kochende Kartoffel (sehr groß)

Die Haut von der Wurst entfernen und die Wurst in Scheiben schneiden, Apfel schälen und in kleine Stücke schneiden, Kartoffeln ebenfalls schälen, halbieren und von der Mitte her hauchdünne Scheiben schneiden. Diese auf die Breite der Schwarzwurst zuschneiden. Apfelstücken auf die Schwarzwurst legen, dann 1 Kartoffelscheibe darauf geben und unterschlagen. Eine zweite Kartoffelscheibe quer dazu auflegen, ebenfalls unterschlagen. Die Blutwurstpäckchen von allen Seiten in heißem Öl backen, bis die Kartoffeln gar sind.

Im Rezept steht, dass die Päckchen durch die Kartoffelstärke sehr gut zusammenhalten und mit der Schnittstelle zuerst gebacken werden sollen. Das hat bei mir überhaupt nicht funktioniert, bei dem Versuch die Kartoffelscheiben zusammenzuhalten, habe ich mir lediglich die Finger verbrannt. Ich habe dann die Schnittstellen mit Zahnstocker fixiert und die Päckchen erst auf allen anderen Seiten gebraten, dann die Zahnstocker entfernt und auf der Seite mit der Schnittstelle fertiggebraten. Das hat dann doch ganz zufriedenstellend geklappt. Beim nächsten Mal würde ich die Kartoffelscheiben kurz kochen, dann sind sie bestimmt leichter zu handhaben.

Dazu passt sehr gut Feldsalat mit einem Dressing nach Geschmack.






   

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Lachs-Spinatröllchen


Das Rezept für die Lachs-Spinatröllchen haben wir an der Volkshochschule als Vorspeise gekocht und es war locker ausreichend für 10 Personen. Ich habe es zuhause als Abend-Imbiss gemacht und wir haben 2 Tage daran gegessen. Mir würden die Röllchen auch gut auf einem Fingerfood-Buffet gefallen.

Zutaten:
3 Eier
150 g gehackter TK-Spinat, gut abgetropft
150 g geriebener Käse
Pfeffer, Salz und Muskatnuss
180 g Frischkäse
1 EL Meerrettich
200 g Räucherlachs

Eier gut verrühren und mit dem Spinat und Käse mischen, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Ein Backblech mit Backpapier belegen und einölen. Die Masse auf das Blech ca. 1/2 cm dick und etwa im A4-Format aufstreichen. Im auf 200° vorgeheizten Ofen in ca. 10 Minuten backen, bis die Masse gestockt ist.
Den Frischkäse mit dem Meerrettich verrühren und auf die noch warme Platte streichen, mit Lachsscheiben belegen und mithilfe des Backpapiers zu einer festen Rolle formen. In Frischhaltefolie packen und mindestens 3 - 4 Stunden am besten über Nacht im Kühlschrank kalt stellen.

Zum Anrichten die Rolle in Scheiben schneiden und eventuell mit Salat und Toastbrot oder Pumpernickel servieren.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Katzagschroi



Und weiter geht es schwäbisch sparsam. Dass Suppen in Lindas Bistro beliebt sind, ist sicher einigen von Euch nicht unbekannt. Aber nicht die in meinem Blog vorgestellten Suppen sind die Lieblinge. Nein, absoluter Favorit ist meine selbstgemachte Fleischbrühe nach diesem Rezept mit verschiedenen Einlagen, wie z.B. Suppennudeln, Flädle, Grießklößchen, Schwammklößchen etc. Ich koche die Brühe immer auf Vorrat und normalerweise kommt das Suppenfleisch kleingeschnitten mit der Brühe in den Tiefkühler.

Gestern habe ich mich jedoch anderweitig entschieden. Immer auf der Suche nach urschwäbischen Gerichten bin ich auf das Magazin "Wir kochen - die besten Rezepte aus dem Stauferland" gestoßen. Die Neue Württembergische Zeitung und die Geislinger Zeitung haben in dieser Zeitschrift die beliebtesten Rezepte ihrer Leser veröffentlicht. Für mich ist viel Bekanntes aber doch auch manch Neues dabei. Das "Katzagschroi" kannte ich bisher noch nicht.

Zutaten für 4 Personen:
600 g Suppenfleisch
2 Zwiebeln
4 Eier
Butter
Salz, Pfeffer

Das gekochte und kalte Suppenfleisch in feine Streifen schneiden, ebenso die geschälten Zwiebeln. Butter in einer Pfanne heiß werden lassen, die Fleisch- und Zwiebelstreifen darin anbraten. Nun die Eier miteinander verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen und über das Zwiebelfleisch gießen. Langsam rühren bis die Eier gestockt sind. Ich habe noch ein paar Frühlingszwiebel dazugegeben.
Dazu schmeckt ein frischer Blattsalat und/oder ein leckeres Bauernbrot.

Offensichtlich war dieses Vespergericht aus übrig gebliebenem Suppenfleisch so begehrt, dass es selbst mit den Katzen zum Streit darum kam, daher rührt der Name "Katzagschroi".

Freitag, 28. Mai 2010

Noch ein Spargelsalat

Vor einigen Tagen hat uns Jutta Lorbeerkrone einen Spargelsalat serviert und auch in diversen anderen Blogs habe ich verschiedene Salate entdeckt. Also warum Spargel immer warm essen? Ein Rezept für einen Salat hatte ich schnell gefunden.

Salat von grünem und weißem Spargel, Broccoli und Haselnüssen

Für 4 Portionen:
500 g grüner Spargel
500 g weißer Spargel
500 g Broccoli
Salz, Zucker, Butter
gehobelte Haselnüsse
4-5 EL Sherryessig
schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Salz
6 EL Pflanzenöl
2 Eigelb
gehackte Petersilie
(Quelle: "Das große Buch vom Kochen" Sonderausgabe der Zeitschrift essen&trinken)

Vom Spargel die holzigen Enden abschneiden, weißen Spargel schälen, beim grünen nur das Ende. Spargel in 4 - 5 cm lange Stücke schneiden.
Broccoli in Röschen zerteilen und waschen.
Den Spargel in kochendem Salzwasser, dem etwas Butter und Zucker zugefügt wurde, bissfest garen, mit einem Schaumlöffel herausnehmen und den Broccoli im gleichen Wasser ca. 6 Minuten garen.
Gemüse gut abtropfen lassen.
Haselnüsse in einer Pfanne goldbraun rösten.
Sherryessig mit Salz und Pfeffer verrühren. Öl in dünnem Strahl unter ständigem Rühren zugeben. Zum Schluss die Eigelbe unterrühren und die gehackte Petersilie zufügen.
Das Gemüse mit der Salatsauce marinieren und kurz durchziehen lassen, anrichten und mit den Haselnüssen bestreuen.

Für U. gab es dazu ein Pfeffersteak. Mir hat der Salat sehr gut geschmeckt, aber U. wünscht sich den nächsten Spargel wieder warm.

Mit diesem Beitrag beteilige ich mich am Monatsevent vom Gärtnerblog.

Garten-Koch-Event Mai: Spargel [31.05.2010]





Mittwoch, 26. Mai 2010

Lesefutter (4) und ein Schmankerl für Kommissar Kluftinger

"Säuberlich belegte er das trockene Brot mit Parmesanscheiben. Der Geschmack des Käses war keine Offenbarung. Eine viel zu trockene und bröselige Angelegenheit. Und viel zu salzig. Bevor er weiter essen konnte, nahm er sich eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank und goss sie in seinen Krug.
Was diese Deppen immer hatten: Da hat man so guten einheimischen Käse im Allgäu und dann muss man den Italienern ihren alten Bröckelkäse nachmachen. Auf Pasta asciutta, gut, gerieben und als Würze. Aber zum so Essen? Das war, fand Kluftinger, so etwas wie Ruccola, Latte Macchiato und Aceto Balsamico: Modetrends, die man mitmachen musste, wenn man den Anschein machen wollte, dass man beim Essen international, weltoffen und genießerisch war. Auch seine Frau schleppte dieses ganze Toskanazeug an, ihm schmeckte das meiste nicht."

Ein Mord in Kommissar Kluftingers beschaulichem Allgäuer Heimatort Altusried - jäh verdirbt diese Nachricht sein gemütliches Kässpatzen-Essen: Ein Lebensmittel-Chemiker des örtlichen Milchwerks ist stranguliert worden. Mit eigenwilligen Ermittlungsmethoden riskiert der liebenswert-kantige Kommissar einen Blick hinter die Fassade der Allgäuer Postkartenidylle - und entdeckt einen scheinbar vergessenen Verrat, dunkle Machenschaften und einen Skandal.

Ein bisschen geht es mir mit diesem Buch wie Kommissar Kluftinger mit dem Parmesankäse. Schon ewig kaue ich daran herum und so ganz trifft es nicht meinen Geschmack. Wahrscheinlich bin ich zu blutrünstig und es geht mir zu beschaulich zu.

Hier ein Rezept für ein Schmankerl, oder neumodisch bayerisches Fingerfood, das auch Kommissar Kluftinger schmecken könnte:

Obazda auf gerösteten Brezen:
4 Laugenstangen
2 EL Butter
1/2 reife, aber feste Birne
5 Lauchzwiebeln
250 g reifer, zimmerwarmer Camembert
250 g Doppelrahm-Frischkäse
3-4 EL Schlagsahne
2 cl Williamsbrand
Salz, 1 Prise Cayennepfeffer
gemahlener Kümmel
3-4 EL Radieschenstifte

Stangen schräg in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und in einer Pfanne in zerlassener Butter knusprig braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Birne schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Lauchzwiebeln putzen, waschen und in dünne Scheiben schneiden.
2 EL grüne Lauchzwiebelringe zum Garnieren beiseite legen. Camembert klein schneiden, mit Frischkäse, Sahne und dem Williamsbrand cremig verrühren. Birne und Lauchzwiebeln unterheben und mit Salz, Cayennepfeffer und Kümmel abschmecken. Obazdn auf die Laugenstangenscheiben verteilen, mit Radieschen und Lauchzwiebeln garnieren.
(Quelle: Lust auf Genuss - 04/09 - Schuhbecks Fingerfood)

Die Lauchzwiebelgarnitur habe ich vergessen, dafür gab es einen Blattsalat mit Wildkräutern aus dem Garten dazu.


Donnerstag, 13. Mai 2010

Frischkäserolle mit Räucherlachs

Jubiläums-Blog-Event LVI - Brunch & Giveaway (Einsendeschluss 15. Mai 2010)

Hallo Zorra,

herzlichen Glückwunsch zu Deinem 5. Blog-Event-Geburtstag. Ich freue mich, dass Du uns alle zum Brunch eingeladen hast und werde Deiner Einladung natürlich gerne folgen. Bin schon ganz gespannt, was so alles auf dem Buffet stehen wird. Bestimmt werde ich mir ordentlich den Bauch vollschlagen. Einen Beitrag zum guten Gelingen will ich natürlich auch leisten. Hier meine Frischkäserolle mit Räucherlachs.



Zutaten:
400 g Frischkäse

100 ml Sahne

5 Blatt Gelatine

4 EL Schnittlauch, kleingeschnitten

300 g Räucherlachs

Salz, Pfeffer, Zitronensaft


Den Frischkäse glattrühren. Gelatine in kaltem Wasser 5 Minuten einweichen, gut ausdrücken und in der erhitzten Sahne auflösen, Schnittlauch unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.
Die lauwarme Masse kräftig unter den Frischkäse rühren und mit Zitronensaft abschmecken. die Masse dann ca. 15 Minuten etwas fester werden lassen. Klarsichtfolie (ca. 30 x 30 cm) auslegen und mit dem Räucherlachs belegen. Frischkäse darauf streichen und mit Hilfe der Folie zu einer festen Rolle wickeln. Mindestens 4 Stunden im Kühlschrank festwerden lassen. Die Rolle in Scheiben schneiden und zu frischem Baguette servieren.
(Quelle: Rezeptsammlung der Ludwigsburger Landfrauen)

Montag, 26. April 2010

"Fleischküchle" auf römische Art


Jutta Lorbeerkrone bringt uns auf ihrem Blog Die Lorbeerkrone die italienische bzw. römische Küche nahe. Eine traditionelle, einfache Küche, mit der ich bisher in dieser Form nur einmal in Berührung kam.

Vor etlichen Jahren waren wir mit einem Freund für eine Woche in einem kleinen Bergdorf in der Nähe von Bergamo. Dieser Freund war bestens mit dem Bürgermeister des Dorfes bekannt und dessen Mutter und Schwester führten widerum das einzige Restaurant im Ort. Wir waren dort jeden Abend zum Essen. Es gab keine Speisekarte, sondern ein täglich wechselndes Menü, das immer aus 4 Gängen bestand. Es waren einfache aber wunderbar schmeckende Speisen.


An diese Zeit erinnern mich die Gerichte, die uns Jutta präsentiert, Speisen die mit wenig Zutaten auskommen und kein großes Schnickschnack nötig haben, das gefällt mir. Ihre Polpette di Tonno habe ich vor einigen Tagen als Pausensnack für Schule und Büro zubereitet. Ich kann es Euch wärmstens empfehlen. Hier findet Ihr das Rezept. Als einzige winzige Abweichung habe ich noch eine Schalotte klein gewürfelt und mit der Petersilie angedünstet.

Mittwoch, 7. April 2010

Mozzarella in Carrozza



Tobias kocht rund ums Mittelmeer. Jeden Monat sucht er Gerichte aus einem speziellen Land und diesen Monat ist Italien dran. Dieses Rezept wollte ich schon ewig lange mal ausprobieren und nun war die Gelegenheit günstig.

Zutaten für die Käseschnitten:
8 Scheiben Toastbrot
1 Kugel Mozzarella
2 Eier
Salz
2 EL Milch
2 EL Mehl

Toastbrot entrinden und vier Schnitten mit dem in Scheiben geschnittenen Käse belegen, dabei einen kleinen Rand lassen, mit den vier übrigen zudecken. Ränder mit etwas Wasser anfeuchten und gut zusammendrücken. Eier mit dem Schneebesen mit Salz und Milch verschlagen. Brotschnitten beiderseits durch die Eimasse ziehen und in Mehl wenden. Die Schnitten in der Pfanne in heißem Öl goldgelb backen, auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Zutaten für die Sauce:
40 g Butter
2 Anchovisfilets
1 EL Kapern
1/2 Bund Petersilie
Saft einer halben Zitrone

Butter zerlassen, gehackte Anchovisfilets und Kapern sowie die feingehackte Petersilie darin heiß werden lassen, Zitronensaft hineinrühren.

Die Käseschnitten mit der Anchovissauce auf vorgewärmten Tellern anrichten. Mit einem Blattsalat war das ein leckerer Abendimbiss. Die Brotschnitten sind im Geschmack nicht sehr kräftig, das wird durch die Sauce ausgeglichen. Mir kam eine Schnitte pro Person wenig vor und war deshalb überrascht, wie sättigend das Gericht ist.

Dies ist mein Beitrag für den Kochevent von Tobias

6ter mediterraner Kochevent - Italien - tobias kocht! - 10.03.2010-10.04.2010

Montag, 22. März 2010

Falscher Hase



Neulich bei SWR3 (hören wir seit 25 Jahren jeden Morgen zum Kaffee) wurde die Frage gestellt, was unter einem "Falschen Hasen" zu verstehen sei. U. der eigentlich keine Ahnung von Kochen, Rezepten, Gerichten etc. hat, wusste sofort Bescheid. Falschen Hasen gab es wohl früher bei ihm zu Hause des öfteren und er geriet regelrecht ins Schwärmen. Weil ich ihm etwas Gutes tun wollte, machte ich mich auf die Suche nach einem Rezept. Bei Chefkoch wurde ich schnell fündig. Bei der Suche nach einer Erklärung, woher das Gericht seinen Namen hat, war ich allerdings wenig erfolgreich. Vielleicht weiß das ja jemand von Euch.

Zutaten für 4 Portionen:
500 g Hackfleisch
3 EL Semmelbrösel
1 Ei
1 Knoblauchzehe, sehr fein gewürfelt
1 Zwiebel, gewürfelt
2 EL Speck, gewürfelt
2 TL Senf
1 EL Petersilie, fein geschnitten
Salz, Pfeffer
3 Eier, gekocht und geschält

Alle Zutaten bis auf die hartgekochten Eier zu einer glatten Masse vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Hälfte der Masse ausbreiten, die Eier darauf verteilen und mit der übrigen Masse bedecken, mit feuchten Händen glatt streichen, etwas andrücken und dabei gut verschließen.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, "Hasen" rundherum anbraten und im auf 180 °C vorgeheizten Ofen ca. 30 - 40 Minuten garen.

Als Beilage schlägt Chefkoch glacierte Möhren und Spätzle mit Sauce vor. Wir sind diesem Vorschlag gefolgt und es hat uns sehr gut geschmeckt. Für uns vier war es so reichlich, dass noch einiges übrig war. Reste können sehr gut kalt gegessen werden.

Montag, 8. März 2010

Quiche au Boursin

Vor etlichen Jahren hatte ich eine Schwägerin in der Schweiz, ganz in der Nähe von Basel. Aber wie das Leben so spielt, kam mit dem Mann auch die Schwägerin abhanden. Die Kochbücher, die sie mir damals schenkte habe ich aber immer noch. Beim Umräumen sind sie mir vor kurzem wieder in die Hände gefallen und beim Durchblättern sind mir doch ein paar Rezepte aufgefallen, die mich zum Nachkochen bzw. -backen anregen. Heute "Quiche au Boursin" mit Abwandlungen, ein Rezept aus Betty Bossi "Für Gäste das Beste" und gleichzeitig mein erster Beitrag für "Dein Kochbuch - das unbekannte Wesen".




Zutaten:

200 g Mehl

1/2 TL Salz

100 g Planta Margarine (bei mir Butter)

5 - 6 EL Wasser
100 g Emmentaler gerieben

1 Boursinkäse aux fines herbes (150 g)
4 Eier
2 1/2 dl Kaffeerahm (bei mir 200 ml Sahne)

1 Bund Schnittlauch, fein geschnitten

4 EL schwarze Oliven (bei mir geräucherte Schinkenwürfel)
2 Tomaten, entkernt und gewürfelt
Salz, Pfeffer


Mehl und Salz mischen und mit der in Würfel geschnittenen Butter und dem Wasser zu einem Teig kneten, 30 Minuten kühlstellen. Den Teig auswellen und die Form damit auslegen, Teigboden einstechen. 50 g geriebenen Emmentaler auf dem
Teigboden verteilen. 4 Eier verquirlen und mit dem Boursin und der Sahne gut verrühren. Dann den geschnittenen Schnittlauch, die Tomaten und Schinkenwürfel untermengen. Füllung mit Salz und Pfeffer würzen und auf dem Teigboden verteilen. Im auf 200 °C vorgeheizten Ofen 15 Minuten backen, dann mit der Temperatur auf 180 °C heruntergehen, mit dem restlichen Käse bestreuen und nochmals 15 Minuten backen. Dazu passt ein frischer Blattsalat.

Der Teig ist für ein Wähenblech oder eine Pieform von 24 cm Durchmesser gedacht, ich habe leider nur eine 28er Form, deshalb ist der Belag nicht so hoch.


Freitag, 19. Februar 2010

Saurer Käs...

ist die Abwandlung von einem Gericht, das in vielen gutbürgerlichen Wirtschaften bei uns im Ländle als "Schwäbischer Wurstsalat" auf der Vesperkarte zu finden ist. Hannes hat uns vor ein paar Wochen ein Rezept für seinen "Schwarzen Wurstsalat" vorgestellt. Das hat mich an meine Kindheit erinnert. Mein Vater liebte Schwarzwurst (Blutwurst) unheimlich, und es gab oft diesen Wurstsalat. Und weil ich gerade sowieso ein bisschen nostalgisch drauf bin, gab es gestern Abend den "Sauren Käs".

Zutaten:

200 g Fleischwurst

200 g trockene, feste Schwarzwurst (Blutwurst)

150 g Hartkäse (Emmentaler)

1 Zwiebel

Essig, Öl, Senf, Salz und Pfeffer


Die Würste und der Käse werden in feine Scheiben bzw. Streifen geschnitten und mit der ebenfalls in feine Streifen geschnittenen Zwiebel vermischt. Mit Essig, Öl, Senf und wenig Salz und Pfeffer marinieren. Am besten schmeckt der "Saure Käs" wenn er etwas durchgezogen hat.
Dazu passt ein frisch gebackenes Bauernbrot aus dem Holzbackofen.

Montag, 15. Februar 2010

Pizza - ein Erfolgserlebnis mit Hefeteig

Jahrelang gab es bei uns Pizza entweder vom italienischen Ristorante im Nachbarort oder mit diesem Fertigteig aus der Kühltheke (schäm). Aber mit Hefeteig stehe ich einfach auf Kriegsfuß und meine selbstgemachten Pizzen waren kein Genuss. Ich hatte zwischenzeitlich auch keine Lust mehr auf weitere Versuche.

Vor ein paar Wochen stolperte ich zufällig Sonntag mittags bei Christina von
New Kitch On The Blog über dieses Rezept und ich war sofort überzeugt, dass es bei uns noch am Abend eine leckere Pizza geben wird. Ich habe mich genau an Christinas Angaben gehalten und war begeistert vom Ergebnis. Die Pizza habe ich mit Salami, Schinken, Champignons und Mozzarella belegt.



Vom Teig habe ich nur die Hälfte gebraucht und deshalb den Rest eingefroren. Ich war etwas skeptisch, doch der Kälteschlaf hat dem Teig überhaupt nicht geschadet und so gab es gestern abend wieder Pizza, diesmal mit Schinken, Salami, Sardellen und Thunfisch belegt. Darüber habe ich etwas alten Gouda und Emmentaler gerieben. Sehr lecker!

Leider ist es mir nicht gelungen, ein paar anständige Bilder zu machen, da ich jedoch von dem Rezept so begeistert bin, möchte ich es gerne weiterempfehlen. Nochmals vielen Dank an Christina.


Montag, 9. November 2009

Pikanter Birnenkuchen - Herrn von Ribbecks Lieblingskuchen



Das Rezept stammt aus dem Ribbecker Kochbuch der evangelischen Kirchengemeinde und ich habe es bei der Suche nach der bekannten Ballade von Theodor Fontane über den "Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" entdeckt.

Zutaten für den Teig:
200 g Mehl
100 g Butter
1 Ei
etwas Salz und Backpulver

Belag:
500 g Birnen
100 g gekochter Schinken
200 g Ziegenfrischkäse
200 ml Sahne
2 Eigelb
2 Teelöffel Stärke
Salz, Pfeffer, Muskat

Die Zutaten für den Teig zu einem Mürbteig verkneten und eine gefettete Form damit auslegen, mit dem gekochten Schinken belegen. Die geschälten und in Spalten geschnittenen Birnen darüber legen. Die restlichen Zutaten verquirlen und mit Salz, Pfeffer, Muskat kräftig würzen. Die Masse über die Birnen gießen und im auf 180 °C vorgeheizten Backofen ca. 35 - 40 Minuten backen, noch warm mit grobem Pfeffer bestreuen und genießen.

Ich war überrascht, wie gut der Kuchen bei meiner mäkeligen Familie ankam. Mit einem Feldsalat dazu, war es für uns eine kleine Mahlzeit.


Donnerstag, 20. August 2009

Artischockensoufflé


Vor kurzem habe ich Artischocken gekauft. Ich mag sie eigentlich gerne, bereite sie aber selten zu. Ich wollte sie einfach nur im Wasser garen und mit einer Vinaigrette als leichten Abendimbiss servieren. Eine kurzfristige Einladung von Freunden zum Grillabend hat mich dazu bewogen dieses Vorhaben auf den nächsten Tag zu verschieben. Doch was gab es wohl bei unseren Freunden zur Vorspeise? Genau, Artischocken mit diversen Dipps. Da ich nicht innerhalb von wenigen Tagen zweimal das gleiche essen wollte, habe ich in diversen Kochbüchern und Zeitschriften gestöbert und bin in einer älteren Ausgabe des Magazins "Wohnen & Garten" auf ein vielversprechendes Rezept gestoßen.

Zutaten: (bei mir für 3 Artischocken)
3 Artischocken
1 unbehandelte Zitrone
Salz
Butter, Mehl
1/4 l Milch
2 Eier
60 g Parmesan (fein gerieben)
Garnelenschwänze

Artischocken waschen, Stiel mit den unteren Blättern abbrechen, äußere Blätter entfernen, mit einer Schere Blattspitzen kürzen. Zitrone halbieren und die Schnittstellen einreiben. Artischocken in einem großen Topf in Salzwasser mit 1 Scheibe Zitrone 30 Minuten garen.
Abtropfen lassen und mit einem Löffel das Heu herausschaben. Backofen auf 180 Grad vorheizen. Aus Butter, Mehl und Milch eine helle Einbrenne herstellen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss kräftig würzen, das Eigelb sowie den Käse unterrühren und abkühlen lassen.
Eiweiß steif schlagen und unterheben. Artischocken bis ca. 2 cm unter dem Rand mit der Masse füllen und im Ofen 25 Minuten backen (währenddessen die Backofentür nicht öffnen).

Die Garnelen habe ich auf Holzspieße gesteckt und in Kräuterbutter kurz gebraten.

Mein Fazit:
Optisch durchschnittlich, geschmacklich war es gut. Der Aufwand war jedoch relativ hoch, so dass ich wahrscheinlich beim nächsten Mal wieder auf die klassische Variante zurückgreife.