Nachkochen!

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Mittwoch, 13. Juli 2011

Grüne Bohnen, Paprika und Tomaten


Grüne Bohnen, in diesem Fall Buschbohnen, zählen zu meinen liebsten Gemüsen. Wobei, genau betrachtet habe ich fast nur Lieblingsgemüse. Dies hier ist ein wunderbar sommerliches Gericht, das sehr vielseitig kombiniert werden kann.Wir haben Penne rigate daruntergemischt und Parmesan darüber gehobelt. Ganz sicher schmeckt es aber auch hervorragend nur mit frischem Baguette oder Ciabatta, mir würde auch sehr gut Lamm, Rindersteak, Merguez oder Salsiccia dazu gefallen.

Für 4 Personen:
300 g grüne Bohnen, 3 cm lange Stücke
1 Zwiebel in dünne Scheiben geschnitten
3 1 Knoblauchzehe fein gehackt
2 gelbe Paprikaschoten (bei mir Spitzpaprika) kleingewürfelt
750 g Tomaten, abgezogen und gestückelt
Oregano
Bohnenkraut
Basilikum

Die Bohnen zugedeckt in einem Siebeinsatz über Wasserdampf bissfest garen. Dann in einer großen Pfanne Olivenöl erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin goldgelb braten. Paprika dazugeben, salzen und unter Rühren ein paar Minuten braten. Anschließend zugedeckt bei schwacher Hitze für ca. 5 Minuten dünsten.

Tomaten in die Pfanne geben, alles gut vermischen, Oregano und Thymian dazugeben und 10 Minuten einkochen lassen. Zum Schluss fein geschnittenes Basilikum dazugeben und je nach Gusto mit Pasta, Brot oder Gemüsebeilage zum Fleisch servieren.

Wieder einmal ein Rezept aus einem meiner Lieblingskochbüchlein "vegetarisch kochen - Gemüse und Pasta" von Elisabeth Fischer.



Dienstag, 5. Juli 2011

Nudel-Erbsen-Frittata


Brogele, Broggele oder Brockela, wenn ich das meinen Kindern sagen würde, wüssten sie nicht was gemeint ist. Meine Mutter hat immer urschwäbische Bezeichnungen verwendet. Kartoffeln waren Ebiere, Karotten "Gelbe Rieba", Erdbeeren "Breschtling" und Johannisbeeren "Träubla" und Brockela sind bei uns Erbsen. Oft habe ich mich schon gefragt, woher sich diese Namen ableiten. Zumindest für die Erbsen wäre die Erklärung wohl, dass man sie aus der Schale ausbrechen (brocken) muss.

Meine Mutter hat bis vor wenigen Jahren alles Gemüse für unseren Bedarf selbst angebaut. Es gab Radieschen, Kopfsalat, Spitzkohl, Blaukraut, Wirsing, Brokkoli, Kohlrabi, Busch- und Stangenbohnen, Kartoffeln, Zwiebeln, Zucchini, Karotten, Erbsen, Erdbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Süß- und Sauerkirschen, Pflaumen, Mirabellen, Äpfel, Birnen, ach einfach alles, was in unserem Klima gedieh. Abends saßen wir dann oft gemeinsam am Küchentisch und haben Bohnen gegipfelt oder Erbsen "ausgebrockelt". Außer ab und zu Bananen und Orangen im Winter wurde bei uns kein Obst oder Gemüse gekauft. Im Winter ernährte man sich von den Vorräten aus dem Sommer. Bis auf Rosenkohl (den kann ich immer noch nicht ausstehen) gibt es eigentlich kein Gemüse, das ich nicht mochte. Erbsen sind bis heute meine bevorzugten Lieblinge. Hier ein Rezept, das sich auch hervorragend zur Resteverwertung von gekochten Nudeln eignet.

Nudel-Erbsen-Frittata (2 Portionen):
gekochte Nudeln - ausreichend für 2 Personen
100 g Erbsen (TK)
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
eine Handvoll Zitronenmelisse
4 Eier
Schafskäse
Olivenöl
Pfeffer

Erbsen antauen lassen. Knoblauch und Zwiebel schälen und fein hacken. Zitronenmelisse grob hacken, Schafskäse würfeln.Olivenöl in einer ofenfesten Pfanne erhitzen und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin glasig dünsten. Die gekochten Nudeln dazugeben und kurz anbraten. Die angetrauten Erbsen ebenfalls in die Pfanne geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Eier in einer Schüssel verquirlen, ebenfalls würzen und zu den Nudeln gießen. Gehackte Zitronen-melisse und zerbröckelten Schafskäse darübergeben und im auf 180 °C vorgeheizten ca. 10 bis 12 Minuten stocken lassen.

Und weil das Ganze auch schnell geht, ist dies ein Beitrag für die Cucina rapida im Juli.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von 
mankannsessen.de

Mittwoch, 4. Mai 2011

Spargel-Morchel-Frikassee


Schon seit etlichen Wochen gibt es heimischen Spargel. Ich habe mich bislang zurückgehalten, denn die Preise waren zu Beginn der Saison doch recht hoch. Nun bin ich aber nicht mehr am Spargelhäuschen vorbeigekommen. Genauso wie der Spargel gehören auch die Morcheln ins Frühjahr. Leider gibt es bei uns keine frischen zu kaufen. Doch für dieses Gericht eignen sich auch sehr gut getrocknete. 

Zutaten (2 Portionen):
500 g Spargel
1 gute handvoll getrocknete Morcheln
1 Schalotte
Sahne
Butter
Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Muskat
Petersilie
1 Eigelb

Das Rezept für dieses Gericht stammt aus einem Sonderband der Zeitschrift essen&trinken aus dem Jahr 1982. "Das große Buch vom Kochen" nehme ich immer wieder gerne her, weil es neben schönen Rezepten auch sehr viele praktische Tipps liefert. Abweichend vom Ursprungsrezept habe ich jedoch den Spargel nicht gekocht sondern gedünstet.

Zunächst werden die Morcheln gut gespült und in lauwarmem Wasser für ca. 1 Stunde eingeweicht. Der Spargel wird geschält und in Stücke geschnitten. Die Schalen habe ich in Wasser gut ausgekocht und den Kochsud aufgefangen. Nun wird etwas Butter in einem gut schließenden Topf zerlassen, die gewürfelte Schalotte glasig gedünstet und die Spargelstücke dazugegeben, eine Prise Salz und Zucker kommen auch noch dazu. Den Spargel zugedeckt bei milder Hitze etwa 20 Minuten dünsten, nach 10 Minuten kommen die abgetropften Morcheln dazu. Kurz vor Ende der Garzeit mit etwas Spargelsud und Sahne aufgießen und kurz einreduzieren lassen. Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Muskat abschmecken und gehackte Petersilie zugeben. Das Eigelb mit etwas Sauce verrühren und das Frikassee damit legieren. Dazu gab es ein rosa gebratenes Kalbsrückensteak.

Achtung: Das Einweichwasser von den Morcheln nicht weggießen, sondern durch ein Tuch filtern und zum Beispiel wie hier weiterverwenden!

Ein kleiner Rest war noch übrig, den gab es heute für mich als Single-Essen. Und da im Rezept vorgeschlagen wird, das Frikassee mit hartgekochten Eiern zu garnieren, dachte ich mir, dass ein pochiertes Ei sicherlich auch hervorragend passen würde. Eine schöne vegetarische Alternative.

Mittwoch, 27. April 2011

Petersilienauflauf mit Fisch

 

Frühlingszeit ist Kräuterzeit. Zu den wohl populärsten Küchenkräutern zählt die Petersilie, kein anderes frisches Kraut wird in europäischen Küchen so häufig verwendet wie sie. Für ein kräftiges Aroma sollte man die glatte Petersilie verwenden, da sie viel geschmacksintensiver ist als ihre krause Verwandte. Die krause Petersilie ist allerdings robuster als die glatte, sie welkt nicht so schnell und ist deshalb als Garnitur gut geeignet. Möchte man z.B. in einer Sauce einen intensiven grünen Farbton, ohne dass der Petersiliengeschmack zu stark in den Vordergrund rückt, sollte man ebenfalls die krause Sorte verwenden.

Garten-Koch-Event April 2011: Petersilie 
[30.04.2011]


Der Gärtner-Blog sammelt im April Rezepte mit Petersilie, da bin ich doch gerne dabei. Dieser Auflauf mit Petersilie, Kartoffeln, Tomaten und Fisch ist zwar von den Zutaten als auch vom Aufwand her ein sehr unkompliziertes Gericht, schmeckt aber ausgesprochen lecker

Zutaten:
500 g Kartoffeln, geschält und gewürfelt
1 große Zwiebel, kleingewürfelt
1 Knoblauchzehe, kleingewürfelt
2 EL Olivenöl
500 g stückige Tomaten
500 g Fischfilet
Zitronensaft, Salz, Pfeffer
2 Bund glatte Petersilie
1/2 Bund krause Petersilie
1 Kugel Mozzarella

Die gewürfelten Kartoffeln in kochendem Salzwasser ca. 8 Minuten vorgaren. Die Zwiebeln und Knoblauchzehe im Öl bei mittlerer Hitze andünsten, das Tomatenpürree dazugeben und offen ca. 10 Minuten einkochen lassen. Das Fischfilet in Würfel schneiden und mit Salz und Zitronensaft würzen.  
Die glatte Petersilie waschen, trockenschütteln, fein hacken und zu der Tomatensauce geben. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Tomatensauce und Kartoffelwürfel mischen und in eine Auflaufform geben. Fischwürfel und gewürfelten Mozzarella darauf verteilen. Den Auflauf dann im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 12 - 15 Minuten garen. Zum Schluss die krause Petersilie hacken und über den fertigen Auflauf geben.

(Quelle: Kochen mit Kräutern und Gewürzen, Sonderausgabe von essen&trinken)

Dienstag, 19. April 2011

Gebackener Fisch auf lauwarmem Gurken-Radieschen-Salat

 

Offen gestanden bin ich gar nicht so der große Gurkenfan und schon gar nicht zur jetzigen Jahreszeit. Meist kommen sie doch noch relativ wässrig und geschmacklos daher. Aber nachdem ich vor einiger Zeit meine Liebe zu geschmorten Gurken entdeckt habe, konnte ich mir diesen lauwarmen Salat recht gut vorstellen.

Zutaten:
4 Fischfilets (bei mir Kabeljau-Loins)
Salatgurke
Radieschen
1 Schalotte (fein gewürfelt)
Salatdressing aus Öl, Essig, Salz, Zucker, Senf, Pfeffer und Schnittlauchröllchen

Salatgurke schälen, halbieren, Kerne entfernen und in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Radieschen putzen und achteln. 
Fischfilets waschen, trocken tupfen, salzen und pfeffern. In Mehl wenden und in heißer Butter von jeder Seite goldbraun braten. Parallel dazu in einer zweiten Pfanne die Schalotte und Gurken in heißem Öl glasig dünsten, Radieschen kurz mit durchschwenken. Gemüse mit dem Salatdressing und dem Fischfilet anrichten.

Und weil das ein wirkliches Blitzrezept ist, nehme ich damit am Dauerevent der Cucina rapida im April teil. 

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Donnerstag, 11. November 2010

Linda allein zu Haus

und keine rechte Lust zum Kochen. Um die Mittagszeit meldet sich dann doch der kleine Hunger. Wie das ausgeht, lässt sich schon ahnen. Ein ständiger Gang zum Kühlschrank, dort ein Zipfel Wurst, da ein Häppchen Käse. Dann der Griff ins Schleckfach, schnell noch ein Stückchen Schokolade und eine Handvoll Gummibärchen zwischen die Zähne geschoben. Das Ganze endet in unkontrollierter Kalorienaufnahme, satt werde ich aber nicht.

Dann doch lieber gleich eine Kleinigkeit kochen? Bestandsaufnahme im Kühlschrank. Es findet sich vom Vortag noch ein Stück Seehecht sowie drei kleine Pellkartoffeln. Möhren und Knollensellerie sind eh immer im Gemüsefach.

Und das ist daraus entstanden:



Möhre und Knollensellerie in feine Stifte schneiden, eine Schalotte klein würfeln. Das Gemüse in Butter glasig dünsten und dann mit Gemüsebrühe und etwas Weißwein auffüllen, aufkochen lassen und Sahne dazugießen, einreduzieren lassen.
Den Seehecht mit Salz und Pfeffer würzen und in Butter braten, aus der Pfanne nehmen und warmstellen, nun die gewürfelten Kartoffeln mit etwas gehackter Petersilie in der Butter schwenken.
Das Gemüse aus der Sauce nehmen, diese mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und mit kalter Butter aufmixen.

Fertig ist ein schnelles Essen für mich.

Montag, 8. November 2010

Linsen mit Spätzle nicht ganz schwäbisch

 

Meine Liebe für Linsen kann ich nicht von meinem Großvater geerbt haben. Ihm wird der folgende Ausspruch nachgesagt: "Linsen kann man nur essen, wenn man jede Linse halbiert und dazu ein halbes Pfund Schinkenwurst isst." Dem muss ich ganz entschieden widersprechen, ich mag Hülsenfrüchte allgemein sehr gerne am liebsten aber Linsen.
Heute gab es eine "exotische" Version des schwäbischen Klassikers nach einer Vorlage von Tim Mälzer.

Zutaten für 2 Portionen:
200 g Spätzle (Frischepack) nach Packungsanweisung zubereiten oder besser selbst herstellen
100 g rote Linsen
1 rote Paprikaschote
2-3 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
Paprikapaste (z.B. Ajvar)
Öl, Salz, Pfeffer, Currypulver
Gemüsebrühe
2 Wiener Würstchen
Zitronensaft
Petersilie

Die Linsen in kochendem Wasser bissfest garen, dann abschrecken.
Die Paprikaschote waschen und kleinwürfeln, die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, Knoblauchzehe winzig würfeln.
2 EL Öl in einem Topf erhitzen, Paprika und Knoblauch darin andünsten. Mit Salz, Pfeffer und 1 TL Currypulver würzen. Paprikapaste (3-4 EL je nach Geschmack) kurz mitdünsten, dann mit 250 ml Gemüsebrühe ablöschen. Zugedeckt bei milder Hitze ca. 3 Minuten köcheln lassen.
Die Wiener Würstchen in Scheiben schneiden. Linsen, Frühlingszwiebeln und Würstchen zu den Paprika geben und weitere 2 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Currypulver und 1-2 TL Zitronensaft abschmecken.
Parallel die Spätzle zubereiten und diese zum Schluß unter die Linsen mischen. Mit gehackter Petersilie oder Koriander bestreuen.

Ein Gericht, das in weniger als einer halben Stunde zubereitet ist und deshalb ein idealer Kandidat für:


Weitere Rezepte mit Linsen:

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Salsicce in Rotwein mit Trauben


Wo Wein wächst, da ist gut essen! Und weil sich in unserer Nähe auch ein kleines Weinbaugebiet befindet, gibt es heute von mir ein Rezept mit frischen Trauben und bereits in der Flasche befindlichen - oder wie Loriot sagt: "Abgezapft und verkorkt".

Zutaten für 2 Portionen:
3 Salsicce oder andere dicke grobe Bratwürste
500 g weiße Trauben
1 Tasse Fleischbrühe
1 Glas Rotwein
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Die Trauben waschen, halbieren und die Hälfte davon durch ein Sieb drücken. Den Saft dabei auffangen. Die Bratwürste im heißen Olivenöl bei schwacher Hitze von allen Seiten anbraten, dabei öfter mit einer Gabel einstechen. Heiße Fleischbrühe angießen, Traubensaft dazugeben und zugedeckt 10 Minuten garen.
Danach die Bratwürste herausnehmen und in Stücke schneiden. Den Rotwein in die Pfanne gießen und das Ganze etwas einkochen lassen. Zum Schluss die Bratwurststücke und die übrigen Trauben wieder in die Pfanne geben und nur noch einmal kurz aufkochen lassen. Eventuell mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu gab es ein frisch gebackenes Holzofenbrot aus dem Backhaus - absolut köstlich! Und das Köstlichste ist das "Ausputzen" der Pfanne mit dem Brot!


Weil das auch alles recht schnell geht, ist dies ein Beitrag von mir zum Dauerevent von Man kann's essen für den Oktober

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Freitag, 27. August 2010

Linguine mit Parmesancreme und Trüffel

Über Trüffel habe ich mir in der Vergangenheit wenig Gedanken gemacht. Natürlich habe ich hin und wieder von dem unvergleichlichen Aroma gelesen, das vor allem der weiße Trüffel haben soll, aber auch von den astronomischen Preisen, die für Trüffel bezahlt werden müssen. Mit war klar, dass mein Geldbeutel für solchen Luxus zu klein ist. 

Nun kam ich jedoch ganz unverhofft zu so einem Exemplar. Im Urlaub im Piemont haben wir ein paar Mal in einem Restaurant gegessen, das von einem leidenschaftlichen Jäger und Trüffelsammler geführt wird. Hervorragend hat uns das Carne cruda mit Trüffeln geschmeckt. Offensichtlich waren wir besonders nette Gäste, denn zum Abschied bekamen wir noch einen schwarzen Trüffel geschenkt.


Zuhause suchte ich dann zuallererst auf einem meiner Lieblingsblogs nach einem Rezept. Und tatsächlich wurde ich bei Robert von lamiacucina auch gleich fündig. Hier geht es zum Rezept von Robert, statt Bavette gab es bei mir Linguine und mein Trüffel war nicht weiß, sondern schwarz. Dafür musste ich allerdings auch nicht mein Konto plündern, keinen Konsumentenkredit aufnehmen und auch nicht das Familiensilber ins Pfandhaus bringen.

(mal wieder unscharf)

Mittwoch, 21. Juli 2010

Schmorgurken-Pfifferlings-Pfanne

Von meinen netten Nachbarn wurde ich gestern mit zwei Schlangengurken beschenkt. Obwohl ich noch eine Gurke im Gemüsefach hatte, wollte ich das Geschenk nicht ablehnen. Meine Kochlust hält sich derzeit arg in Grenzen, nur meine Familie ist nicht sonderlich begeistert von Rohkost. Deshalb kam mir dieses schnelle Rezept gerade gelegen.

Zutaten für 4 Personen:
100 g Pfifferlinge
2 mittelgroße Schmorgurken (bei mir eine Schlangengurke)
400 g Hähnchenfilet
1 mittelgroße Zwiebel
Salz, Pfeffer, Öl
125 g Schlagsahne
1/4 l Gemüsebrühe
Petersilie

Pfifferlinge putzen, evtl. waschen, Schmorgurken schälen, längs halbieren, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Fleisch waschen, trockentupfen und in Würfel schneiden, Zwiebel schälen und feinhacken.

Zwiebel und Pfifferlinge in einer tiefen Pfanne in heißem Öl ca. 2 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen, herausnehmen. In der Pfanne 2 EL Öl erhitzen und die Hähnchenwürfel darin goldbraun anbraten und ebenfalls herausnehmen. Anschließend die Schmorgurken im Bratfett bei ganz niedriger Hitze zugedeckt ca. 10 Minuten schmoren, mit Salz und Pfeffer würzen. Hähnchenfleisch dazugeben, mit Gemüsebrühe und Sahne ablöschen und 10 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss Pilze unterheben, nochmals abschmecken und gehackte Petersilie dazugeben. Ich koche dazu Reis.

Leider haben die Gurken ihre schöne grüne Farbe verloren, was der Optik etwas abträglich ist, aber es ist ein sehr lecker schmeckendes schnell gekochtes Gericht und deshalb mein Beitrag im Juli für die

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Montag, 21. Juni 2010

Aprikosencreme


Gerade habe ich festgestellt, dass es bei mir in der Kategorie "Süßes" nur zwei Einträge gibt. Das entspricht auch tatsächlich unseren meinen Vorlieben. Herzhaftes ist mir immer willkommen, ich könnte bereits zum Frühstück Wurstsalat, Käse-, Wurstbrot etc. essen. Maximal ein gekauftes Eis im Gefrierschrank, eine Tüte Gummibärchen und eine Tafel Schokolade findet sich bei uns im Vorrat. Frisches Obst je nach Jahreszeit ist allerdings immer vorhanden. So lagen heute noch ein paar überreife Aprikosen herum, die keiner mehr essen wollte. Da im Kühlschrank auch noch griechischer Joghurt war, habe ich schnell diese Creme gemacht.

Zutaten:
Aprikosen
Zucker
griechischer Joghurt
gehackte Mandeln
Honig

Aprikosen waschen, entsteinen und grob würfeln. Die Früchte mit ganz wenig Wasser und Zucker nach Geschmack weich kochen. Mit dem Mixstab pürieren, abkühlen lassen und im Kühlschrank kalt stellen.
Die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und ebenfalls abkühlen lassen. Den Joghurt glatt rühren. Einen Teil der Mandeln unter die Creme ziehen. Creme in Gläser oder Schalen verteilen und Joghurt darüber geben. Mit Honig beträufeln und mit den restlichen Mandeln bestreuen.
(Quelle: "Griechisch Kochen" Lingen Verlag, Köln)

Die Creme hat mir überraschend gut geschmeckt, sie war sehr frisch und kein bisschen zu süß. Ob ihr es glaubt oder nicht, den Rest werde ich morgen zum Frühstück essen.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Pasta mit Thunfisch-Kapern-Sauce


Wie hat C. (unser Sohn) vor ein paar Tagen gesagt: "Zur Zeit machst Du ständig was in Tomatensauce". Er mag das überhaupt nicht, muss er auch nicht. Dies ist eines der Turbo-Gerichte, das ich abends gerne schnell nur für U. zubereite. 

Ich schneide 1 Schalotte und 1 Knoblauchzehe in feine Würfel und dünste sie in heißem Öl glasig. Dann gebe ich entweder zerdrückte Tomaten aus der Dose oder frische Tomaten in Würfel geschnitten (je nach Saison und Vorrat) dazu und lasse das ganze ca. 20 Minuten köcheln.

Thunfisch aus der Dose lasse ich etwas abtropfen, zerpflücke ihn mit der Gabel und gebe ihn mit ebenfalls abgetropften Kapern in die Sauce. Dann wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt, ich gebe noch etwas von  meiner Wunderwaffe "Siebengewürz" (eine Paste aus Salz und sieben verschiedenen Gemüsesorten) dazu. Ganz zum Schluß füge ich das in feine Streifen geschnittene Basilikum bei. Die Sauce richte ich mit beliebiger Pasta an.

Und weil das Ganze wirklich ratzfatz auf dem Tisch steht, ist das ein Beitrag für die


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von Man kann's essen.



Freitag, 28. Mai 2010

Noch ein Spargelsalat

Vor einigen Tagen hat uns Jutta Lorbeerkrone einen Spargelsalat serviert und auch in diversen anderen Blogs habe ich verschiedene Salate entdeckt. Also warum Spargel immer warm essen? Ein Rezept für einen Salat hatte ich schnell gefunden.

Salat von grünem und weißem Spargel, Broccoli und Haselnüssen

Für 4 Portionen:
500 g grüner Spargel
500 g weißer Spargel
500 g Broccoli
Salz, Zucker, Butter
gehobelte Haselnüsse
4-5 EL Sherryessig
schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Salz
6 EL Pflanzenöl
2 Eigelb
gehackte Petersilie
(Quelle: "Das große Buch vom Kochen" Sonderausgabe der Zeitschrift essen&trinken)

Vom Spargel die holzigen Enden abschneiden, weißen Spargel schälen, beim grünen nur das Ende. Spargel in 4 - 5 cm lange Stücke schneiden.
Broccoli in Röschen zerteilen und waschen.
Den Spargel in kochendem Salzwasser, dem etwas Butter und Zucker zugefügt wurde, bissfest garen, mit einem Schaumlöffel herausnehmen und den Broccoli im gleichen Wasser ca. 6 Minuten garen.
Gemüse gut abtropfen lassen.
Haselnüsse in einer Pfanne goldbraun rösten.
Sherryessig mit Salz und Pfeffer verrühren. Öl in dünnem Strahl unter ständigem Rühren zugeben. Zum Schluss die Eigelbe unterrühren und die gehackte Petersilie zufügen.
Das Gemüse mit der Salatsauce marinieren und kurz durchziehen lassen, anrichten und mit den Haselnüssen bestreuen.

Für U. gab es dazu ein Pfeffersteak. Mir hat der Salat sehr gut geschmeckt, aber U. wünscht sich den nächsten Spargel wieder warm.

Mit diesem Beitrag beteilige ich mich am Monatsevent vom Gärtnerblog.

Garten-Koch-Event Mai: Spargel [31.05.2010]





Mittwoch, 26. Mai 2010

Lesefutter (4) und ein Schmankerl für Kommissar Kluftinger

"Säuberlich belegte er das trockene Brot mit Parmesanscheiben. Der Geschmack des Käses war keine Offenbarung. Eine viel zu trockene und bröselige Angelegenheit. Und viel zu salzig. Bevor er weiter essen konnte, nahm er sich eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank und goss sie in seinen Krug.
Was diese Deppen immer hatten: Da hat man so guten einheimischen Käse im Allgäu und dann muss man den Italienern ihren alten Bröckelkäse nachmachen. Auf Pasta asciutta, gut, gerieben und als Würze. Aber zum so Essen? Das war, fand Kluftinger, so etwas wie Ruccola, Latte Macchiato und Aceto Balsamico: Modetrends, die man mitmachen musste, wenn man den Anschein machen wollte, dass man beim Essen international, weltoffen und genießerisch war. Auch seine Frau schleppte dieses ganze Toskanazeug an, ihm schmeckte das meiste nicht."

Ein Mord in Kommissar Kluftingers beschaulichem Allgäuer Heimatort Altusried - jäh verdirbt diese Nachricht sein gemütliches Kässpatzen-Essen: Ein Lebensmittel-Chemiker des örtlichen Milchwerks ist stranguliert worden. Mit eigenwilligen Ermittlungsmethoden riskiert der liebenswert-kantige Kommissar einen Blick hinter die Fassade der Allgäuer Postkartenidylle - und entdeckt einen scheinbar vergessenen Verrat, dunkle Machenschaften und einen Skandal.

Ein bisschen geht es mir mit diesem Buch wie Kommissar Kluftinger mit dem Parmesankäse. Schon ewig kaue ich daran herum und so ganz trifft es nicht meinen Geschmack. Wahrscheinlich bin ich zu blutrünstig und es geht mir zu beschaulich zu.

Hier ein Rezept für ein Schmankerl, oder neumodisch bayerisches Fingerfood, das auch Kommissar Kluftinger schmecken könnte:

Obazda auf gerösteten Brezen:
4 Laugenstangen
2 EL Butter
1/2 reife, aber feste Birne
5 Lauchzwiebeln
250 g reifer, zimmerwarmer Camembert
250 g Doppelrahm-Frischkäse
3-4 EL Schlagsahne
2 cl Williamsbrand
Salz, 1 Prise Cayennepfeffer
gemahlener Kümmel
3-4 EL Radieschenstifte

Stangen schräg in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und in einer Pfanne in zerlassener Butter knusprig braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Birne schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Lauchzwiebeln putzen, waschen und in dünne Scheiben schneiden.
2 EL grüne Lauchzwiebelringe zum Garnieren beiseite legen. Camembert klein schneiden, mit Frischkäse, Sahne und dem Williamsbrand cremig verrühren. Birne und Lauchzwiebeln unterheben und mit Salz, Cayennepfeffer und Kümmel abschmecken. Obazdn auf die Laugenstangenscheiben verteilen, mit Radieschen und Lauchzwiebeln garnieren.
(Quelle: Lust auf Genuss - 04/09 - Schuhbecks Fingerfood)

Die Lauchzwiebelgarnitur habe ich vergessen, dafür gab es einen Blattsalat mit Wildkräutern aus dem Garten dazu.


Mittwoch, 19. Mai 2010

Spaghetti-Würstchen-Topf



Auf der Rangliste der beliebtesten Gerichte in unserer Familie, würde dies hier leider ziemlich abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze landen. Genaugenommen mag es nur unser Sohn. Das erste Mal habe ich es gekocht, als C. so ungefähr 2 Jahre alt war, damals war ich auf der Suche nach kindgerechten Alltagsrezepten.

Der Spaghetti-Würstchen-Topf war sofort das Leibgericht von C. und musste von nun an mindestens 1 mal die
Woche gekocht werden. Im Laufe der Zeit haben sich seine Geschmacksknospen weiter entwickelt und es darf mehr Abwechslung sein, aber immer noch freut er sich, wenn ich ihm seine Leibspeise koche. Nachdem er zwischenzeitlich die Volljährigkeit erreicht hat, könnt ihr Euch ausrechnen, dass ich dieses Nudelgericht schon mehrere hundert Male gekocht habe und deshalb hat es auch einen Platz in meinem Blog verdient.

Für 1 - 2 Portionen schneide ich 1 Stück Lauch und 1 Saitenwürstchen (Wiener, Frankfurter) in Scheiben und brate sie in heißem Öl leicht an, dann kommt ein guter Schuss Ketchup dazu. Das Ganze wird mit ca. 1/4 l Gemüsebrühe aufgegossen und zum Kochen gebracht.

Nun breche ich soviel Spaghetti hinein, dass diese gerade bedeckt sind. Ich lasse die Suppe solange kochen, bis die Spaghetti gar sind, dabei gelegentlich umrühren und eventuell Brühe nachgießen. Hier schmeckt es besser, wenn die Spaghetti etwas weicher als üblich sind.

Zum Schluss kommt noch etwas gut schmelzfähiger Käse, Sahne und Petersilie dazu und wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Im Ursprungsrezept ist dies ein relativ flüssiger Eintopf. Bei mir ist zum Schluss nur noch ganz wenig Flüssigkeit vorhanden, die sich wie eine cremige Sauce mit den Spaghetti vermischt, dies liebt C. so.

Kein hochkulinarisches Rezept - aber das muss es ja auch nicht immer sein.

Dienstag, 18. Mai 2010

Zander mit Wildkräuterbutter, grünem Spargel und Kartoffelwürfeln



Das Familienoberhaupt hat am Sonntag den Wunsch geäußert, dass doch bitte öfter Spargel auf den Tisch kommen soll, wenn jetzt schon Saison ist. Sein Wunsch ist mir Befehl und gestern abend gab es dann für ihn Fisch mit Spargel.


Wildkräuter aus eigener Zucht ;)

Für die Wildkräuterbutter habe ich im Garten Brennesselblätter, Spitzwegerich, Löwenzahn und Gundermann gesammelt und kleingehackt und noch etwas Schnittlauch zugefügt. Aus zimmerwarmer Butter und den Kräutern sowie etwas Salz habe ich dann die Kräuterbutter hergestellt.

Den grünen Spargel habe ich in schräge Stücke geschnitten und in etwas Gemüsebrühe bissfest gegart, anschließend abtropfen lassen und in heißer Butter geschwenkt. Den Zander mit Salz und Pfeffer gewürzt und in heißem Olivenöl wenige Minuten von beiden Seiten angebraten. Vom Vortag übrig gebliebene Pellkartoffeln habe ich in Würfel geschnitten und parallel zum Zander ebenfalls in Öl gebraten.

Spargel, Kartoffeln, Zander mit der Wildkräuterbutter auf einem vorgewärmten Teller angerichtet und mit ein paar Blüten vom Gundermann bestreut. Ein einfaches, schnelles aber sehr leckeres Gericht.

Freitag, 7. Mai 2010

Gemüsenudeln mit Lachs



Nach meinem anstrengenden "Backtag" sollte es gestern ein schnelles, unkompliziertes aber dennoch schmackhaftes Essen geben. Dies ist ein Gericht, das ich schon sehr oft gekocht habe und das uns immer wieder schmeckt.

Zutaten (2 Portionen):
beliebige Nudeln
für 2 Portionen
Salz

1 Stange Lauch

1/2 unbehandelte Zitrone

2 EL Weißwein

1 Lorbeerblatt

3 Pfefferkörner
300 g Lachsfilet

1 Tomate

Dill

Öl, Pfeffer


Nudeln in kochendem Salzwasser bissfest kochen. Währenddessen Zitrone waschen und in Scheiben schneiden. Wenig Salzwasser mit Wein, Lorbeerblatt, Pfefferkörnern und Zitronenscheiben aufkochen. Den Fisch in 2 Tranchen schneiden und in dem Sud von jeder Seite ca. 3 Minuten ziehen lassen.




Lauch waschen, putzen und in Streifen schneiden. Tomate waschen, vierteln, entkernen und in Würfel schneiden. Öl erhitzen und den Lauch darin andünsten, Tomatenwürfel und gehackten Dill zufügen. Die abgetropften Nudeln unter das Gemüse mischen, mit Salz und Pfeffer würzen. Lachs aus dem Sud nehmen und auf den Gemüsenudeln anrichten. Ich träufle dann immer noch etwas von dem Sud über den Lachs. Und weil dieses Gericht wirklich ruckzuck fertig ist, nehme ich damit erstmalig am monatlichen Dauerevent von Man kann's essen!

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

teil.

Dienstag, 27. April 2010

Nudeln mit grüner Spargelcreme



Wir mögen zwar Spargel ganz gerne, aber öfter als 3 - 4 mal während der Saison kommt er bei uns eigentlich nicht auf den Tisch. Den grünen Spargel gab es heute Mittag nach diesem Rezept:

Zutaten: (3 Personen)

800 g grüner Spargel

200 ml Sahne

Salz, Pfeffer, Muskat
Zitronenabrieb, Zitronensaft

Basilikum, feingeschnitten

Parmesan

(Quelle: Vegetarisch Kochen - Gemüse und Pasta, Orbis Verlag)

Vom Spargel die holzigen Enden abschneiden und das untere Drittel schälen, den Spargel in ca. 4 cm lange Stücke schneiden und in einem Topf mit Siebeinsatz über Wasserdampf bissfest garen. Ich gebe noch die abgeschnittenen Enden und die Schalen in das Wasser.

In einem kleinen Topf die Sahne auf die Hälfte einkochen. Ein Drittel der Spargelstücke - nicht die Spitzen - mit der Sahne und 2 - 3 EL Spargelkochwasser im Mixer oder mit dem Mixstab fein pürieren.

Die Sauce durch ein Sieb streichen und kurz erhitzen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat, Zitronenabrieb und Zitronensaft abschmecken. Die zurückbehaltenen Spargelstücke in die Sauce geben, nochmals kurz erhitzen und ganz zum Schluss feingeschnittenen Basilikum unterrühren.
Mit Nudeln nach Geschmack und geriebenem Parmesan anrichten.

Montag, 26. April 2010

"Fleischküchle" auf römische Art


Jutta Lorbeerkrone bringt uns auf ihrem Blog Die Lorbeerkrone die italienische bzw. römische Küche nahe. Eine traditionelle, einfache Küche, mit der ich bisher in dieser Form nur einmal in Berührung kam.

Vor etlichen Jahren waren wir mit einem Freund für eine Woche in einem kleinen Bergdorf in der Nähe von Bergamo. Dieser Freund war bestens mit dem Bürgermeister des Dorfes bekannt und dessen Mutter und Schwester führten widerum das einzige Restaurant im Ort. Wir waren dort jeden Abend zum Essen. Es gab keine Speisekarte, sondern ein täglich wechselndes Menü, das immer aus 4 Gängen bestand. Es waren einfache aber wunderbar schmeckende Speisen.


An diese Zeit erinnern mich die Gerichte, die uns Jutta präsentiert, Speisen die mit wenig Zutaten auskommen und kein großes Schnickschnack nötig haben, das gefällt mir. Ihre Polpette di Tonno habe ich vor einigen Tagen als Pausensnack für Schule und Büro zubereitet. Ich kann es Euch wärmstens empfehlen. Hier findet Ihr das Rezept. Als einzige winzige Abweichung habe ich noch eine Schalotte klein gewürfelt und mit der Petersilie angedünstet.

Mittwoch, 21. April 2010

Frühlingsomelett



Vor einigen Tagen hat Robert von lamiacucina mit seiner Spargel-Kerbel-Royale bei mir den Appetit auf Kerbel geweckt. Vor etlichen Jahren hatte ich dieses zarte Kräutlein einmal selbst im Kasten gezogen. Die Ernte war dürftig, damals hat es für ein feines Kerbelschaumsüppchen gerade gereicht. Jetzt habe ich mir ein Töpfchen gekauft und auch schnell ein schönes Rezept gefunden.

Zutaten für 2 Portionen:
1/2 Bund Kerbel
1 Kohlrabi
2 Handvoll Zuckerschoten
1 Frühlingszwiebel
4 Eier
Salz
Butter
1 Prise Zucker
100 g Mascarpone
1 EL mittelschafer Senf
1 TL Zitronensaft
Pfeffer
1 Eigelb

Kerbel waschen und trockenschleudern. Blätter von den Stielen zupfen und fein hacken. Kohlrabi schälen, vierteln und in dünne Scheiben schneiden. Zuckerschoten waschen, putzen und schräg halbieren. Frühlingszwiebeln ebenso putzen und schräg in Streifen schneiden. Das Gemüse mit etwas Butter und wenig Wasser in einen Topf geben, mit Salz und Zucker würzen und im geschlossenen Topf 5 - 6 Minuten garen.

Die Eier mit Salz und einem Drittel des gehackten Kerbels gut verschlagen.


Mascarpone mit Senf
(ich würde das nächste Mal die Senfmenge etwas reduzieren) und Zitronensaft verrühren und langsam erwärmen. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann das Eigelb mit dem Schneebesen unterrühren und kurz vor dem Servieren den restlichen gehackten Kerbel untermischen.

Butter in einer großen Pfanne oder 2 kleineren Pfanne (24 cm Durchmesser) erhitzen und die verschlagenen Eier zum Omelett ausbacken. Mit dem Gemüse und der Sauce auf vorgewärmten Tellern servieren.


Das Rezept habe ich aus dem Buch "Kochen mit Kräutern & Gewürzen" einer Sonderausgabe der Zeitschrift essen&trinken.





Dieses Kochbuch steht schon sehr lange in meinem Regal. Obwohl ich es immer wieder zur Hand nehme und durchblättere, habe ich zum ersten Mal daraus gekocht und deshalb ist dies auch mein Beitrag zum Dauerevent "Dein Kochbuch das unbekannte Wesen" von Foodfreek.