Mittwoch, 29. Juli 2009

Luckeleskäs - eine Kindheitserinnerung


Nein, dieser Käse ist gar kein Käse, sondern Quark. Früher wurden die Küken, im schwäbischen auch Luckele genannt, damit aufgezogen - natürlich ungewürzt. Ich kenne ihn aus meiner Kindheit als preisgünstigen Aufstrich für Mutters selbstgebackenes Bauernbrot. In der Regel wurde im dorfeigenen Backhaus eine ganze Wochenration - also 6 - 7 Laib Brot - gebacken.



Luckeleskäs:
100 g Sahne
800 g Quark
100 g Sauerrahm
Salz, Pfeffer
Schnittlauch
Kümmel

Die Sahne steif schlagen, dann den Quark und den Sauerrahm unterrühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Schnittlauch und Kümmel verfeinern.

Ich esse den Luckeleskäs auch sehr gerne zu Pellkartoffeln.



Sonntag, 26. Juli 2009

Lazy Sunday Afternoon

Schon den ganzen Tag geht mir dieser Song von den Small faces im Kopf herum. Ach was gibt es herrlicheres, als einen schönen Sommertag mit einem guten Buch im Garten zu verbringen und nebenher noch die Natur zu betrachten.


Samstag, 25. Juli 2009

La Pasta (2)

Immer wenn mein Sohn sich eines seiner Lieblingsgerichte "Spaghetti-Würstchen-Topf" wünscht, fragt der Rest der Familie verzweifelt: "Und was gibt es für uns?" Dann greife ich gerne auf einfache aber sehr leckere Rezepte aus einem meiner Lieblingskochbücher für die Alltagsküche (Vegetarisch Kochen - Gemüse und Pasta) zurück. Eines davon ist ein Kräuter-Mandel-Pesto, das sich mit beliebiger Pasta servieren läßt.


Kräuter-Mandel-Pesto

50 g Mandeln
8 EL Olivenöl
5 Knoblauchzehen, fein gehackt
4 EL Basilikum, fein gehackt
2 EL Petersilie, fein gehackt
2 TL Minze, fein gehackt
50 g Parmesan, frisch gerieben
Salz
schwarzer Pfeffer
beliebige Pasta

Im Mixer Mandeln und Olivenöl zu einer feinen Paste pürieren. Die Paste in eine hohe Rührschüssel geben. Knoblauch, Kräuter und Parmesan mit dem Handrührgerät unterrühren. Pesto mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ich habe abweichend vom Rezept noch mit Zitronensaft abgeschmeckt.

Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen. Pesto mit etwas Kochwasser glatt rühren. In einer großen vorgewärmten Schüssel die gut abgetropften Nudeln mit dem Pesto vermischen. Nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Und weil mittags ein Rest übrig blieb, habe ich abends noch einen Nudelsalat gemacht.

Dazu habe ich Tomaten entkernt und in kleine Würfel und Salami in feine Streifen geschnitten, unter die erkalteten Nudeln gemischt und mit Olivenöl und weißem Balsamico, Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Das war eine leckere Resteverwertung.



Ach ja, ich habe noch etwas Parmesan darüber gerieben.



Mittwoch, 22. Juli 2009

Parmesanchips mit Schinken und Ruccola

Meine Tochter und ich lieben Parmesan. Er hat es nicht verdient, nur ins Risotto oder über die Pasta gegeben zu werden. Deshalb freue ich mich über jede Möglichkeit ihn anderweitig einzusetzen. Das Magazin "Lust auf Genuss" (Ausgabe 12/2008) lieferte mir dazu eine Anregung. Allerdings habe ich das Rezept stark vereinfacht.

Als erstes habe ich ein Backblech mit Backpapier ausgelegt, darauf den geriebenen Parmesan in Kreisen von ca. 6 cm Durchmesser gegeben und mit Kräutern der Provence bestreut. Die Parmesanchips werden dann im auf 180 Grad vorgeheizten Ofen ca. 8 - 10 Minuten goldbraun gebacken. Anschließend habe ich die heißen Chips über ein Rundholz gelegt und angedrückt, dadurch erhalten sie die halbrunde Form. Dann habe ich Rucola geputzt und gewaschen und in einer Mischung aus 2 Teilen Olivenöl und einem Teil Balsamico mariniert. Zum Schluß werden Scheiben von Schinken (z.B. Parma) halbiert, einige Rucolablätter darin eingerollt und die Röllchen in den Parmesanchips verteilt.

Am besten schmeckt dieses Fingerfood ganz frisch!

Freitag, 17. Juli 2009

Land unter

Nach tagelangem Regen haben wir einen kleinen See auf der Wiese hinterm Haus. Die ersten Enten haben sich auch schon eingefunden.



Mittwoch, 15. Juli 2009

La Pasta (1)



Nudeln machen glücklich und deshalb gibt es bei uns oft Nudelgerichte. Vor einigen Jahren habe ich auf einem Wühltisch ein Kochbuch mitgenommen, das hat damals 5 € gekostet (oder waren es 5 DM). Das nachfolgende Nudelgericht, ist eines der vielen, die ich daraus nachgekocht habe.

Spaghetti mit geschmolzenen Tomaten und Basilikumbutter
Quelle: Elisabeth Fischer,
Vegetarisch Kochen - Gemüse und Pasta

Basilikumbutter:
3 EL Basilikum, fein gehackt

50 g weiche Butter

1-2 Knoblauchzehen

Salz, schwarzer Pfeffer


Basilikum, Butter, Knoblauch vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und kalt stellen.

Pasta:
200 g Spaghetti

Sauce:
2 EL Olivenöl
500 g Tomaten, abgezogen, große Schnitze

Salz, Pfeffer
80 g Parmesan, fein gerieben

Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Tomatenschnitze und Fruchtfleisch hinzufügen, salzen und Pfeffern. Tomaten vorsichtig umrühren, damit sie nicht zerfallen. Wenn die Tomatenschnitze durch und durch heiß sind, aus der Pfanne nehmen. Das Fruchtfleisch mit wenig Brühe ablöschen und unter Rühren etwas einkochen lassen, durch ein feines Sieb passieren und zurück in die Pfanne geben, die Tomatenschnitze ebenfalls zugeben. In einer vorgewärmten Schüssel die zwischenzeitlich al dente gekochten Spaghetti zuerst mit der Basilikumbutter und der Hälfte des Parmesans, dann mit den Tomaten vermischen. Den restlichen Käse dazu reichen.

(Die Mengenangabe bezieht sich auf 2-3 Portionen.)


Dienstag, 14. Juli 2009

Lesefutter (1)

Wenn ich nicht gerade arbeite, koche, im Internet unterwegs bin oder versuche meinen chaotischen Haushalt auf Vordermann zu bringen, lese ich auch gerne - bevorzugt Krimis. Unsere kleine örtliche Bücherei hat hier eine schöne Auswahl und ich finde immer wieder Autoren, von denen ich bisher noch nichts gelesen habe.

Neu entdeckt habe ich für mich Tess Gerritsen. "Leichenraub" ist der zweite Kriminalroman, den ich von ihr aktuell gelesen habe.

Julia Hamill ist schockiert: Stammen doch die menschlichen Gebeine, die sie in ihrem Garten entdeckt hat, von einer jungen Frau. Schnell entdeckt die Pathologin Maura Isles, dass sie ermordert wurde - vor ungefähr zweihundert Jahren. Wer ist die junge Tote, wer hat sie so heimlich verscharrt? Julias Neugier führt sie in die Vergangenheit Bostons zur medizinischen Fakultät der Universität. Und zu dem Medizinstudenten Norris Marschall, der hofft, einen gefährlichen Frauenmörder zu stellen - und dabei seine einzige Zeugin in höchste Gefahr bringt...

Spannend bis zur letzten Seite und mit einem Mörder, den ich nicht auf dem Plan hatte. Empfehlenswert für Krimi-Freunde.

Montag, 13. Juli 2009

Aprikosentörtchen mit Schokoboden


Eigentlich sind wir keine großen Süßschnäbel. Ab und zu darf es jedoch schon ein kleines Dessert sein und da jetzt gerade Aprikosenzeit ist, gab es am Sonntag dieses erfrischende "Törtchen":

Zutaten für 4 Personen:
5 Blatt weiße Gelatine
6 frische Aprikosen
100 g Choco Crossies
250 g Vollmilchjoghurt
100 g Creme fraiche oder Schmand
8 EL Zucker
Saft und abgeriebene Schale von 1/2 unbehandelte Zitrone
100 ml. Aprikosennektar

Gelatine in Wasser einweichen. Aprikosen kreuzweise einschneiden, kurz in kochendes Wasser legen, abschrecken und die Haut abziehen. Aprikosen halbieren und entsteinen. 6 Aprikosenhälften fein würfeln, Choco Crossies grob hacken.

Joghurt, Creme fraiche, Zucker, Zitronensaft und -schale verrühren, Aprikosenwürfel unterheben. Gelatine ausdrücken und auflösen. 3-4 EL Creme unter die Gelatine rühren, dann unter die restliche Creme rühren und in 4 Förmchen verteilen. Mit den Choco Crossies bestreuen, leicht andrücken und im Kühlschrank fest werden lassen.

Aprikosennektar mit restlichen Aprikosen pürieren. Aprikosentörtchen auf Teller stürzen und mit der Fruchtsauce servieren.

Weil die Aprikosencreme nicht so sehr süß war, kam dieses Dessert unserem Geschmack sehr entgegen.

Samstag, 11. Juli 2009

Meine Hoya (Wachsblume)

Die Hoya an sich ist ja ein genügsames Geschöpf. Klaglos steht sie jahrelang am gleichen Platz. Längere Trockenperioden übersteht sie unbeschadet und auch gedüngt werden mag sie nicht so gerne. Ich habe sie vor 14 Jahren von meinem Schwiegeropa geerbt und tue seither alles, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen.

Meine minimalistische Pflege dankt sie mir jährlich mit einer üppigen Blüte.

Freitag, 10. Juli 2009

Gaisburger Marsch

Nachdem sich bei uns der Sommer hoffentlich nur vorübergehend verabschiedet hat, war uns nach einem Eintopf. Und was liegt da bei einem Schwaben näher, als der traditionelle "Gaisburger Marsch". Dieser verdankt seinen Namen einem Stadtteil im Stuttgarter Osten. Woher die Bezeichnung Marsch kommt, ist nicht ganz eindeutig. Eine Geschichte sagt, dass die Offiziersanwärter der Stuttgarter Bergkaserne das Privileg hatten, sich nicht mit der schmalen Kantinenkost der Kaserne begnügen zu müssen, sondern zum Essen ausgehen durften. Eine Vorliebe entwickelten sie für die Küche der "Becka-Schmiede" im nahegelegenen Gaisburg, deren Spezialität "Kartoffelschnitz und Spätzle" war, ein prächtiger Eintopf in einer Brühe aus Ochsenfleisch. Um jedoch eine gewisse militärische Ordnung einzuhalten, musste auch der Gang ins Wirtshaus in Marschordnung absolviert werden.

Die andere Geschichte erzählt, dass die Männer von Gaisburg während eines Krieges gefangen genommen wurden. Den Frauen wurde erlaubt, ihnen Essen zu bringen, jed
och nur eine Schüssel pro Mann. Damit ihre Männer nicht nur gut versorgt waren, sondern auch wieder zu Kräften kamen, wurde alles in die Schüssel hineingegeben, was gut und nahrhaft war.

Nun uns ist es einerlei, welche Geschichte wahr ist, wir lieben diesen Ei
ntopf.

Fleischbrühe:
4 Markknochen

600 g Rindfleisch (Brustkern)
1 1/2 - 2 Liter Wasser

1 EL Salz
1 Bund Suppengrün

1 Lorbeerblatt
4 Pfefferkörner
2 Wacholderbeeren


Suppeneinlage:
4 - 5 Kartoffeln
250 g Spätzle (am besten selbstgemacht)
Möhren und Lauch nach Belieben
1 Zwiebel

gehackter Schnittlauch

Die Markknochen gut mit heißem Wasser abspülen, in kaltem Wasser aufsetzen und rasch zum Kochen bringen, das Fleisch, das geputzte und geschnittene Suppengrün
sowie die Gewürze zufügen. Etwa 2 Stunden langsam köcheln lassen, danach das Fleisch herausnehmen und warm stellen. Zwischenzeitlich die Kartoffeln schälen, in Schnitze schneiden und in Salzwasser weich kochen sowie die Spätzle zubereiten. Die fertige Brühe durch ein Sieb passieren. Möhren und Lauch putzen, feinschneiden und in der Brühe garen. Das Fleisch würfeln und mit den Kartoffeln und Spätzle in die Brühe geben, nochmals kurz aufkochen und mit Muskat, Pfeffer und Salz abschmecken. Zum Abschmälzen die Zwiebel schälen, in Ringe scheniden und in Butter goldgelb anrösten und mit dem Schnittlauch zum Servieren über den Gaisburger Marsch geben.