Nachkochen!

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Montag, 14. Juni 2010

Involtini di Melanzane


Einige von Euch sind ja direkt vernarrt in Aubergingen. 
In Bolli's Kitchen gibt es Auberginen-Kaviar, Salat mit gegrillten Aubergingen und Feta,  überbackene Auberginen, Penne mit Auberginen und noch vielerlei mehr. Arthurs Tochter serviert uns eine leckere Auberginen-Lasagne und hat sogar ein Video über die fachgerechte Zubereitung von gefüllten Auberginen gedreht.  Auch in diversen anderen Blogs habe ich viele Rezepte gesehen. Ehrlich gestanden bin war ich kein großer Freund dieser Frucht, mir ist die oftmals zu schwammig. Nun habe ich ein Rezept entdeckt, das ich mir durchaus reizvoll vorstellen konnte. Es stammt aus dem Büchlein "Le Ricette di Guiliana", das ich hier schon einmal erwähnt hatte. 

Auberginen waschen, ihren Stiel und den grünen Teil entfernen. Der Länge nach halbieren und nun von der Mitte her ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden. Diese nun nacheinander in Mehl, verquirltem Ei und Semmelbrösel wenden. In heißem Öl goldgelb ausbacken, auf Küchenkrepp abtropfen lassen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Auberginenscheiben mit gekochtem Schinken und in dünne Scheiben geschnittenem Mozzarella belegen. Zu Rouladen aufrollen und mit Zahnstochern oder Rouladennadeln befestigen. 

Für die Tomatensauce 5 große reife Tomaten waschen und zerkleinern. 4 Eßlöffel Olivenöl in einer Pfanne erwärmen und 2 zerkleinerte Knoblauchzehen darin glasig dünsten, die Tomaten sowie eine Handvoll Basilikumblätter zugeben, mit einer guten Prise Salz und 1 Teelöffel Zucker abschmecken und 5 Minuten köcheln lassen. Dann die Rouladen hineinlegen, mit wenig Sauce begießen und zugedeckt einige Minuten ziehen lassen. Dazu passt frisches Weißbrot.


Ich hatte pro Person 3 Rouladen vorbereitet. Obwohl es sehr lecker geschmeckt hat, haben wir nicht alles geschafft.


Eines ist jedoch sicher, ich werde einige Eurer tollen Rezepte mit Sicherheit nachkochen. 

Mittwoch, 26. Mai 2010

Lesefutter (4) und ein Schmankerl für Kommissar Kluftinger

"Säuberlich belegte er das trockene Brot mit Parmesanscheiben. Der Geschmack des Käses war keine Offenbarung. Eine viel zu trockene und bröselige Angelegenheit. Und viel zu salzig. Bevor er weiter essen konnte, nahm er sich eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank und goss sie in seinen Krug.
Was diese Deppen immer hatten: Da hat man so guten einheimischen Käse im Allgäu und dann muss man den Italienern ihren alten Bröckelkäse nachmachen. Auf Pasta asciutta, gut, gerieben und als Würze. Aber zum so Essen? Das war, fand Kluftinger, so etwas wie Ruccola, Latte Macchiato und Aceto Balsamico: Modetrends, die man mitmachen musste, wenn man den Anschein machen wollte, dass man beim Essen international, weltoffen und genießerisch war. Auch seine Frau schleppte dieses ganze Toskanazeug an, ihm schmeckte das meiste nicht."

Ein Mord in Kommissar Kluftingers beschaulichem Allgäuer Heimatort Altusried - jäh verdirbt diese Nachricht sein gemütliches Kässpatzen-Essen: Ein Lebensmittel-Chemiker des örtlichen Milchwerks ist stranguliert worden. Mit eigenwilligen Ermittlungsmethoden riskiert der liebenswert-kantige Kommissar einen Blick hinter die Fassade der Allgäuer Postkartenidylle - und entdeckt einen scheinbar vergessenen Verrat, dunkle Machenschaften und einen Skandal.

Ein bisschen geht es mir mit diesem Buch wie Kommissar Kluftinger mit dem Parmesankäse. Schon ewig kaue ich daran herum und so ganz trifft es nicht meinen Geschmack. Wahrscheinlich bin ich zu blutrünstig und es geht mir zu beschaulich zu.

Hier ein Rezept für ein Schmankerl, oder neumodisch bayerisches Fingerfood, das auch Kommissar Kluftinger schmecken könnte:

Obazda auf gerösteten Brezen:
4 Laugenstangen
2 EL Butter
1/2 reife, aber feste Birne
5 Lauchzwiebeln
250 g reifer, zimmerwarmer Camembert
250 g Doppelrahm-Frischkäse
3-4 EL Schlagsahne
2 cl Williamsbrand
Salz, 1 Prise Cayennepfeffer
gemahlener Kümmel
3-4 EL Radieschenstifte

Stangen schräg in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und in einer Pfanne in zerlassener Butter knusprig braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Birne schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Lauchzwiebeln putzen, waschen und in dünne Scheiben schneiden.
2 EL grüne Lauchzwiebelringe zum Garnieren beiseite legen. Camembert klein schneiden, mit Frischkäse, Sahne und dem Williamsbrand cremig verrühren. Birne und Lauchzwiebeln unterheben und mit Salz, Cayennepfeffer und Kümmel abschmecken. Obazdn auf die Laugenstangenscheiben verteilen, mit Radieschen und Lauchzwiebeln garnieren.
(Quelle: Lust auf Genuss - 04/09 - Schuhbecks Fingerfood)

Die Lauchzwiebelgarnitur habe ich vergessen, dafür gab es einen Blattsalat mit Wildkräutern aus dem Garten dazu.


Donnerstag, 13. Mai 2010

Frischkäserolle mit Räucherlachs

Jubiläums-Blog-Event LVI - Brunch & Giveaway (Einsendeschluss 15. Mai 2010)

Hallo Zorra,

herzlichen Glückwunsch zu Deinem 5. Blog-Event-Geburtstag. Ich freue mich, dass Du uns alle zum Brunch eingeladen hast und werde Deiner Einladung natürlich gerne folgen. Bin schon ganz gespannt, was so alles auf dem Buffet stehen wird. Bestimmt werde ich mir ordentlich den Bauch vollschlagen. Einen Beitrag zum guten Gelingen will ich natürlich auch leisten. Hier meine Frischkäserolle mit Räucherlachs.



Zutaten:
400 g Frischkäse

100 ml Sahne

5 Blatt Gelatine

4 EL Schnittlauch, kleingeschnitten

300 g Räucherlachs

Salz, Pfeffer, Zitronensaft


Den Frischkäse glattrühren. Gelatine in kaltem Wasser 5 Minuten einweichen, gut ausdrücken und in der erhitzten Sahne auflösen, Schnittlauch unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.
Die lauwarme Masse kräftig unter den Frischkäse rühren und mit Zitronensaft abschmecken. die Masse dann ca. 15 Minuten etwas fester werden lassen. Klarsichtfolie (ca. 30 x 30 cm) auslegen und mit dem Räucherlachs belegen. Frischkäse darauf streichen und mit Hilfe der Folie zu einer festen Rolle wickeln. Mindestens 4 Stunden im Kühlschrank festwerden lassen. Die Rolle in Scheiben schneiden und zu frischem Baguette servieren.
(Quelle: Rezeptsammlung der Ludwigsburger Landfrauen)

Mittwoch, 7. April 2010

Mozzarella in Carrozza



Tobias kocht rund ums Mittelmeer. Jeden Monat sucht er Gerichte aus einem speziellen Land und diesen Monat ist Italien dran. Dieses Rezept wollte ich schon ewig lange mal ausprobieren und nun war die Gelegenheit günstig.

Zutaten für die Käseschnitten:
8 Scheiben Toastbrot
1 Kugel Mozzarella
2 Eier
Salz
2 EL Milch
2 EL Mehl

Toastbrot entrinden und vier Schnitten mit dem in Scheiben geschnittenen Käse belegen, dabei einen kleinen Rand lassen, mit den vier übrigen zudecken. Ränder mit etwas Wasser anfeuchten und gut zusammendrücken. Eier mit dem Schneebesen mit Salz und Milch verschlagen. Brotschnitten beiderseits durch die Eimasse ziehen und in Mehl wenden. Die Schnitten in der Pfanne in heißem Öl goldgelb backen, auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Zutaten für die Sauce:
40 g Butter
2 Anchovisfilets
1 EL Kapern
1/2 Bund Petersilie
Saft einer halben Zitrone

Butter zerlassen, gehackte Anchovisfilets und Kapern sowie die feingehackte Petersilie darin heiß werden lassen, Zitronensaft hineinrühren.

Die Käseschnitten mit der Anchovissauce auf vorgewärmten Tellern anrichten. Mit einem Blattsalat war das ein leckerer Abendimbiss. Die Brotschnitten sind im Geschmack nicht sehr kräftig, das wird durch die Sauce ausgeglichen. Mir kam eine Schnitte pro Person wenig vor und war deshalb überrascht, wie sättigend das Gericht ist.

Dies ist mein Beitrag für den Kochevent von Tobias

6ter mediterraner Kochevent - Italien - tobias kocht! - 10.03.2010-10.04.2010