Mittwoch, 27. Januar 2010

Blumenkohl-Ravioli mit Flusskrebsen


Kochzeitungen habe ich mir in den letzten Monaten selten gekauft und mir vorgenommen auch künftig einen großen Bogen um den Zeitschriftenstand zu machen, weil
  1. ich so viele Rezepte habe, dass ich bis an mein Lebensende
    jeden Tag ein neues ausprobieren könnte
  2. ich bei den Foodblogs ganz viele tolle Anregungen erhalte
  3. wir nicht sämtliche Koch- und Oldtimerzeitungen, die auf dem
    Markt sind, sammeln können
  4. viele Rezepte sich wiederholen
Vor ein paar Tagen habe ich meinen Vorsatz jedoch gebrochen. An der Supermarktkasse stach mir die neueste Ausgabe der "Lust auf Genuss" direkt ins Auge. Beim Sonderthema "Pasta" konnte ich nicht widerstehen. Für viele ist eine wärmende Suppe oder ein kalorienreiches Dessert ein Seelentröster. Wenn es mir nicht gut geht, denke ich an Pasta. Tatsächlich habe ich viele Gerichte entdeckt, die sich sehr lecker lesen und die ich unbedingt nachkochen möchte. Das erste davon stelle ich heute vor:

NUDELTEIG
160 g Mehl (Typ 405) und Mehl zum Arbeiten
2 Eier
1 EL Olivenöl
Salz

FÜLLUNG UND SAUCE
250 g Blumenkohl (geputzt)
1 Schalotte
2 EL Pflanzenöl
Salz
1 Scheibe Toastbrot
1 Zweig Estragon (ich hatte nur getrockneten)
1 Ei
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Cayennepfeffer
2 Tomaten
1/2 TL Puderzucker
2 EL Olivenöl, 4 EL Butter
200 g Flusskrebsfleisch




Für den Nudelteig Mehl mit verquirlten Eiern, Öl und etwas Salz zu einem glatten, glänzenden
Teig verkneten. Teig in Klarsichtfolie im Kühlschrank mindestens 1 Std. ruhen lassen.

Für die Füllung Blumenkohl putzen, Röschen und Stiel in der Küchenmaschine zerkleinern.
Schalotte würfeln. Öl in einem Topf (ca. 24 Durchmesser) erhitzen, Schalotte darin glasig dünsten.
Blumenkohl zugeben, leicht salzen, kurz durchschwenken und zugedeckt in 7 Minuten garen.

Toastbrot in der Küchenmaschine zerbröseln und mit dem abgekühlten Blumenkohl sowie
1 Eigelb mischen. Mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und Estragon abschmecken.

Tomaten 1/2 Minute in kochendes Wasser legen, häuten, vierteln und entkernen. Kerne und Haut in einer kleinen Schüssel mit dem Puderzucker mischen und stehen lassen. Fruchtfleisch würfeln.

Den Nudelteig zu dünnen Bahnen ausrollen. Die Füllung in kleinen Häufchen von ca. 4 cm Abstand auf den Nudelteig setzen, rundum mit Eiweiß bestreichen, zusammenklappen, Zwischenräume und Ränder gut andrücken. Ravioli ausstechen (ich wünsch mir einen Ravioliausstecher) und in reichlich kochendem Salzwasser ca. 5 Minuten garen.

Tomatensud durch ein feines Sieb passieren. Salzen, pfeffern und das Olivenöl einrühren (ich habe nur ca. 1 EL Öl genommen).

Butter in einer großen Pfanne aufschäumen lassen, Ravioli darin schwenken, Flusskrebsfleisch und Tomatenwürfel zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Ravioli auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit dem Tomatenöl beträufeln.

U. (der beste Ehemann von allen) musste noch nachwürzen, mir hat jedoch das feine Blumenkohlaroma gefallen. Ich könnte mir dieses Gericht auch gut als kleinen Zwischengang in einem Menü vorstellen.

Kommentare:

  1. Ihr macht mich alle fertig! Nach Isi kommst Du jetzt auch noch mit so perfekt aussehenden Ravioli! Jawoll, ich will das auch können!

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  2. Ich finde, dass meine Ravioli noch etwas grobschlächtig daherkommen, aber es war auch erst mein zweiter Versuch. Ich bin mir sicher, dass Dir das auf Anhieb gelingen würde.

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  3. Super gemacht, vor allem die Füllung finde ich richtig Klasse!

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  4. @Hannes

    Danke, die Füllung war für mich auch eine sehr angenehme Überraschung. Das Flußkrebsfleisch hat gut gepasst, aber mir hätte auch etwas mehr regionales gut dazu gefallen. Hast Du vielleicht eine Idee?

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  5. Danke für die Anregung ... habe noch Petersilie in den Pastateig gefügt und Tiger-Shrimps dabei ...

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  6. https://fbcdn-sphotos-a.akamaihd.net/hphotos-ak-snc7/399151_356949931015378_100001011226976_1065821_1785039135_n.jpg

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    1. Das sieht ja richtig toll aus. Es freut mich, dass ich Dir eine Anregung liefern konnte. Die Idee mit der Petersilie im Pastateig werde ich mal aufgreifen.
      LG
      Linda

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