Nachkochen!

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Mittwoch, 27. April 2011

Petersilienauflauf mit Fisch

 

Frühlingszeit ist Kräuterzeit. Zu den wohl populärsten Küchenkräutern zählt die Petersilie, kein anderes frisches Kraut wird in europäischen Küchen so häufig verwendet wie sie. Für ein kräftiges Aroma sollte man die glatte Petersilie verwenden, da sie viel geschmacksintensiver ist als ihre krause Verwandte. Die krause Petersilie ist allerdings robuster als die glatte, sie welkt nicht so schnell und ist deshalb als Garnitur gut geeignet. Möchte man z.B. in einer Sauce einen intensiven grünen Farbton, ohne dass der Petersiliengeschmack zu stark in den Vordergrund rückt, sollte man ebenfalls die krause Sorte verwenden.

Garten-Koch-Event April 2011: Petersilie 
[30.04.2011]


Der Gärtner-Blog sammelt im April Rezepte mit Petersilie, da bin ich doch gerne dabei. Dieser Auflauf mit Petersilie, Kartoffeln, Tomaten und Fisch ist zwar von den Zutaten als auch vom Aufwand her ein sehr unkompliziertes Gericht, schmeckt aber ausgesprochen lecker

Zutaten:
500 g Kartoffeln, geschält und gewürfelt
1 große Zwiebel, kleingewürfelt
1 Knoblauchzehe, kleingewürfelt
2 EL Olivenöl
500 g stückige Tomaten
500 g Fischfilet
Zitronensaft, Salz, Pfeffer
2 Bund glatte Petersilie
1/2 Bund krause Petersilie
1 Kugel Mozzarella

Die gewürfelten Kartoffeln in kochendem Salzwasser ca. 8 Minuten vorgaren. Die Zwiebeln und Knoblauchzehe im Öl bei mittlerer Hitze andünsten, das Tomatenpürree dazugeben und offen ca. 10 Minuten einkochen lassen. Das Fischfilet in Würfel schneiden und mit Salz und Zitronensaft würzen.  
Die glatte Petersilie waschen, trockenschütteln, fein hacken und zu der Tomatensauce geben. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Tomatensauce und Kartoffelwürfel mischen und in eine Auflaufform geben. Fischwürfel und gewürfelten Mozzarella darauf verteilen. Den Auflauf dann im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 12 - 15 Minuten garen. Zum Schluss die krause Petersilie hacken und über den fertigen Auflauf geben.

(Quelle: Kochen mit Kräutern und Gewürzen, Sonderausgabe von essen&trinken)

Dienstag, 19. April 2011

Gebackener Fisch auf lauwarmem Gurken-Radieschen-Salat

 

Offen gestanden bin ich gar nicht so der große Gurkenfan und schon gar nicht zur jetzigen Jahreszeit. Meist kommen sie doch noch relativ wässrig und geschmacklos daher. Aber nachdem ich vor einiger Zeit meine Liebe zu geschmorten Gurken entdeckt habe, konnte ich mir diesen lauwarmen Salat recht gut vorstellen.

Zutaten:
4 Fischfilets (bei mir Kabeljau-Loins)
Salatgurke
Radieschen
1 Schalotte (fein gewürfelt)
Salatdressing aus Öl, Essig, Salz, Zucker, Senf, Pfeffer und Schnittlauchröllchen

Salatgurke schälen, halbieren, Kerne entfernen und in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Radieschen putzen und achteln. 
Fischfilets waschen, trocken tupfen, salzen und pfeffern. In Mehl wenden und in heißer Butter von jeder Seite goldbraun braten. Parallel dazu in einer zweiten Pfanne die Schalotte und Gurken in heißem Öl glasig dünsten, Radieschen kurz mit durchschwenken. Gemüse mit dem Salatdressing und dem Fischfilet anrichten.

Und weil das ein wirkliches Blitzrezept ist, nehme ich damit am Dauerevent der Cucina rapida im April teil. 

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von 
mankannsessen.de





Mittwoch, 22. Dezember 2010

Lachs-Spinatröllchen


Das Rezept für die Lachs-Spinatröllchen haben wir an der Volkshochschule als Vorspeise gekocht und es war locker ausreichend für 10 Personen. Ich habe es zuhause als Abend-Imbiss gemacht und wir haben 2 Tage daran gegessen. Mir würden die Röllchen auch gut auf einem Fingerfood-Buffet gefallen.

Zutaten:
3 Eier
150 g gehackter TK-Spinat, gut abgetropft
150 g geriebener Käse
Pfeffer, Salz und Muskatnuss
180 g Frischkäse
1 EL Meerrettich
200 g Räucherlachs

Eier gut verrühren und mit dem Spinat und Käse mischen, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Ein Backblech mit Backpapier belegen und einölen. Die Masse auf das Blech ca. 1/2 cm dick und etwa im A4-Format aufstreichen. Im auf 200° vorgeheizten Ofen in ca. 10 Minuten backen, bis die Masse gestockt ist.
Den Frischkäse mit dem Meerrettich verrühren und auf die noch warme Platte streichen, mit Lachsscheiben belegen und mithilfe des Backpapiers zu einer festen Rolle formen. In Frischhaltefolie packen und mindestens 3 - 4 Stunden am besten über Nacht im Kühlschrank kalt stellen.

Zum Anrichten die Rolle in Scheiben schneiden und eventuell mit Salat und Toastbrot oder Pumpernickel servieren.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Manhattan Clam Chowder


Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass es schon seit längerer Zeit kein neues Suppenrezept auf unserer Speisekarte gab. Weil Suppen der absolute Renner in Lindas Bistro sind, musste das sofort geändert werden.
An guten Rezepten mangelt es nicht und heute habe ich mich für einen internationalen Klassiker aus meinem Kochbuch "1 Brühe - 100 Suppen" entschieden.

Für 6 Personen
1 TL Öl
120 gepökeltes Schweinefleisch oder ungeräucherter Speck, gewürfelt
1 Zwiebel, fein gehackt
2 Selleriestangen, klein geschnitten
4 Tomaten, gehäutet, entkernt und gehackt
3 Kartoffeln, gewürfelt
1 Prise getrockneter Thymian
frische gehackte Petersilie
160 ml Tomatensaft
620 ml Gemüsebrühe
36 Venusmuscheln
160 ml trockener Weißwein
Salz und Pfeffer

Das Öl in einem Topf erhitzen und das Fleisch darin bei mittlerer Hitze leicht anbräunen. Aus dem Topf nehmen.
Zwiebel und Sellerie in den Topf geben und bei schwacher Hitze unter gelegentlichem Rühren 5 Minuten andünsten.
Tomaten, Kartoffeln, Thymian und das angebratene Fleisch in den Topf geben. Gemüsebrühe und Tomatensaft zugießen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren aufkochen, dann die Hitze reduzieren und die Suppe im geschlossenen Topf so lange köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind.
In der Zwischenzeit die Muscheln unter fließend kaltem Wasser abbürsten. Alle beschädigten Muscheln sowie Muscheln, die sich beim Dagegenklopfen nicht schließen, wegwerfen. In einem Topf den Wein zum Kochen bringen und die Muscheln darin abgedeckt bei großer Hitze unter gelegentlichem rütteln 4-5 Minuten kochen, bis sie geöffnet sind.
Die Muscheln herausheben und leicht abkühlen lassen, nicht geöffnete wegwerfen. Den Kochsud filtern und in die Suppe geben.
Die Muscheln auslösen und in der Suppe noch 2 - 3 Minuten erwärmen. Die Suppe in tiefen Tellern anrichten, mit gehackter Petersilie bestreuen und nach Belieben mit knusprigem Brot servieren.

Meine Abänderungen:
Anstelle der Staudensellerie habe ich in schmale Streifen geschnittenen Lauch und Knollensellerie verwendet. Die frischen Tomaten habe ich durch stückige aus der Dose ersetzt.
Da ich von unserem letzten Muschelessen noch Muschelfleisch  im TK hatte, habe ich den Wein direkt in die Suppe gegossen. Abgeschmeckt habe ich noch mit etwas Piment d'Espelette.


Die Urspungsversion Clam Chowder stammt aus Neuengland und wurde mit Sahne gebunden. Mitte des 19. Jahrhunderts machten die in New York lebendenen Italiener Tomaten als Zutat in der Küche bekannt. So entstand wohl die Abwandlung "Manhattan Clam Chowder" mit Tomatensaft. Der amerikanische Koch James Beard schrieb: "Diese ziemlich schreckliche Suppe, genannt Manhattan clam chowder ähnelt einer Gemüsesuppe, in die versehentlich ein paar Clams gefallen sind." Ich finde er tat der Suppe unrecht. Für mich  ein sehr herzhafter Eintopf, der bei diesen unwirtlichen Temperaturen für Wärme von innen sorgt.



Donnerstag, 11. November 2010

Linda allein zu Haus

und keine rechte Lust zum Kochen. Um die Mittagszeit meldet sich dann doch der kleine Hunger. Wie das ausgeht, lässt sich schon ahnen. Ein ständiger Gang zum Kühlschrank, dort ein Zipfel Wurst, da ein Häppchen Käse. Dann der Griff ins Schleckfach, schnell noch ein Stückchen Schokolade und eine Handvoll Gummibärchen zwischen die Zähne geschoben. Das Ganze endet in unkontrollierter Kalorienaufnahme, satt werde ich aber nicht.

Dann doch lieber gleich eine Kleinigkeit kochen? Bestandsaufnahme im Kühlschrank. Es findet sich vom Vortag noch ein Stück Seehecht sowie drei kleine Pellkartoffeln. Möhren und Knollensellerie sind eh immer im Gemüsefach.

Und das ist daraus entstanden:



Möhre und Knollensellerie in feine Stifte schneiden, eine Schalotte klein würfeln. Das Gemüse in Butter glasig dünsten und dann mit Gemüsebrühe und etwas Weißwein auffüllen, aufkochen lassen und Sahne dazugießen, einreduzieren lassen.
Den Seehecht mit Salz und Pfeffer würzen und in Butter braten, aus der Pfanne nehmen und warmstellen, nun die gewürfelten Kartoffeln mit etwas gehackter Petersilie in der Butter schwenken.
Das Gemüse aus der Sauce nehmen, diese mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und mit kalter Butter aufmixen.

Fertig ist ein schnelles Essen für mich.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Pasta mit Thunfisch-Kapern-Sauce


Wie hat C. (unser Sohn) vor ein paar Tagen gesagt: "Zur Zeit machst Du ständig was in Tomatensauce". Er mag das überhaupt nicht, muss er auch nicht. Dies ist eines der Turbo-Gerichte, das ich abends gerne schnell nur für U. zubereite. 

Ich schneide 1 Schalotte und 1 Knoblauchzehe in feine Würfel und dünste sie in heißem Öl glasig. Dann gebe ich entweder zerdrückte Tomaten aus der Dose oder frische Tomaten in Würfel geschnitten (je nach Saison und Vorrat) dazu und lasse das ganze ca. 20 Minuten köcheln.

Thunfisch aus der Dose lasse ich etwas abtropfen, zerpflücke ihn mit der Gabel und gebe ihn mit ebenfalls abgetropften Kapern in die Sauce. Dann wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt, ich gebe noch etwas von  meiner Wunderwaffe "Siebengewürz" (eine Paste aus Salz und sieben verschiedenen Gemüsesorten) dazu. Ganz zum Schluß füge ich das in feine Streifen geschnittene Basilikum bei. Die Sauce richte ich mit beliebiger Pasta an.

Und weil das Ganze wirklich ratzfatz auf dem Tisch steht, ist das ein Beitrag für die


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von Man kann's essen.



Donnerstag, 3. Juni 2010

Spargel-Lachs-Lasagne - nachgekocht



Spargel und Lachs sollte es geben. Spargel, weil dieser im Gemüsefach dringend auf seine Verwertung wartete und Lachs, weil noch ein Stück im Gefrierschrank war und Fisch bei uns sowieso oft zu kurz kommt. Aber wie zubereiten? Einige Überlegungen angestellt, alle wieder verworfen und schließlich nach einigem Stöbern in diversen Blogs auf ein geniales Rezept gestoßen. 


Bei mipi von Man kann's essen! findet ihr die Spargel-Lachs-Lasagne. Zwei winzige Abweichungen gibt es. In die Sauce habe ich noch etwas Siebengewürz gerührt. Das Siebengewürz ist eine Paste aus sieben verschiedenen Gemüsesorten und Salz, das mein Gemüse- und Obsthändler selbst herstellt. Die Dosentomaten waren zu meiner Überraschung Kirschtomaten, da hatte ich beim Einkauf mal wieder nicht richtig geschaut. Ich fand sie hier allerdings auch optisch richtig toll.


Mipi schreibt, dass die Lasagne zum Niederknien ist, das kann ich nur bestätigen.

Dienstag, 18. Mai 2010

Zander mit Wildkräuterbutter, grünem Spargel und Kartoffelwürfeln



Das Familienoberhaupt hat am Sonntag den Wunsch geäußert, dass doch bitte öfter Spargel auf den Tisch kommen soll, wenn jetzt schon Saison ist. Sein Wunsch ist mir Befehl und gestern abend gab es dann für ihn Fisch mit Spargel.


Wildkräuter aus eigener Zucht ;)

Für die Wildkräuterbutter habe ich im Garten Brennesselblätter, Spitzwegerich, Löwenzahn und Gundermann gesammelt und kleingehackt und noch etwas Schnittlauch zugefügt. Aus zimmerwarmer Butter und den Kräutern sowie etwas Salz habe ich dann die Kräuterbutter hergestellt.

Den grünen Spargel habe ich in schräge Stücke geschnitten und in etwas Gemüsebrühe bissfest gegart, anschließend abtropfen lassen und in heißer Butter geschwenkt. Den Zander mit Salz und Pfeffer gewürzt und in heißem Olivenöl wenige Minuten von beiden Seiten angebraten. Vom Vortag übrig gebliebene Pellkartoffeln habe ich in Würfel geschnitten und parallel zum Zander ebenfalls in Öl gebraten.

Spargel, Kartoffeln, Zander mit der Wildkräuterbutter auf einem vorgewärmten Teller angerichtet und mit ein paar Blüten vom Gundermann bestreut. Ein einfaches, schnelles aber sehr leckeres Gericht.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Frischkäserolle mit Räucherlachs

Jubiläums-Blog-Event LVI - Brunch & Giveaway (Einsendeschluss 15. Mai 2010)

Hallo Zorra,

herzlichen Glückwunsch zu Deinem 5. Blog-Event-Geburtstag. Ich freue mich, dass Du uns alle zum Brunch eingeladen hast und werde Deiner Einladung natürlich gerne folgen. Bin schon ganz gespannt, was so alles auf dem Buffet stehen wird. Bestimmt werde ich mir ordentlich den Bauch vollschlagen. Einen Beitrag zum guten Gelingen will ich natürlich auch leisten. Hier meine Frischkäserolle mit Räucherlachs.



Zutaten:
400 g Frischkäse

100 ml Sahne

5 Blatt Gelatine

4 EL Schnittlauch, kleingeschnitten

300 g Räucherlachs

Salz, Pfeffer, Zitronensaft


Den Frischkäse glattrühren. Gelatine in kaltem Wasser 5 Minuten einweichen, gut ausdrücken und in der erhitzten Sahne auflösen, Schnittlauch unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.
Die lauwarme Masse kräftig unter den Frischkäse rühren und mit Zitronensaft abschmecken. die Masse dann ca. 15 Minuten etwas fester werden lassen. Klarsichtfolie (ca. 30 x 30 cm) auslegen und mit dem Räucherlachs belegen. Frischkäse darauf streichen und mit Hilfe der Folie zu einer festen Rolle wickeln. Mindestens 4 Stunden im Kühlschrank festwerden lassen. Die Rolle in Scheiben schneiden und zu frischem Baguette servieren.
(Quelle: Rezeptsammlung der Ludwigsburger Landfrauen)

Freitag, 7. Mai 2010

Gemüsenudeln mit Lachs



Nach meinem anstrengenden "Backtag" sollte es gestern ein schnelles, unkompliziertes aber dennoch schmackhaftes Essen geben. Dies ist ein Gericht, das ich schon sehr oft gekocht habe und das uns immer wieder schmeckt.

Zutaten (2 Portionen):
beliebige Nudeln
für 2 Portionen
Salz

1 Stange Lauch

1/2 unbehandelte Zitrone

2 EL Weißwein

1 Lorbeerblatt

3 Pfefferkörner
300 g Lachsfilet

1 Tomate

Dill

Öl, Pfeffer


Nudeln in kochendem Salzwasser bissfest kochen. Währenddessen Zitrone waschen und in Scheiben schneiden. Wenig Salzwasser mit Wein, Lorbeerblatt, Pfefferkörnern und Zitronenscheiben aufkochen. Den Fisch in 2 Tranchen schneiden und in dem Sud von jeder Seite ca. 3 Minuten ziehen lassen.




Lauch waschen, putzen und in Streifen schneiden. Tomate waschen, vierteln, entkernen und in Würfel schneiden. Öl erhitzen und den Lauch darin andünsten, Tomatenwürfel und gehackten Dill zufügen. Die abgetropften Nudeln unter das Gemüse mischen, mit Salz und Pfeffer würzen. Lachs aus dem Sud nehmen und auf den Gemüsenudeln anrichten. Ich träufle dann immer noch etwas von dem Sud über den Lachs. Und weil dieses Gericht wirklich ruckzuck fertig ist, nehme ich damit erstmalig am monatlichen Dauerevent von Man kann's essen!

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Montag, 26. April 2010

"Fleischküchle" auf römische Art


Jutta Lorbeerkrone bringt uns auf ihrem Blog Die Lorbeerkrone die italienische bzw. römische Küche nahe. Eine traditionelle, einfache Küche, mit der ich bisher in dieser Form nur einmal in Berührung kam.

Vor etlichen Jahren waren wir mit einem Freund für eine Woche in einem kleinen Bergdorf in der Nähe von Bergamo. Dieser Freund war bestens mit dem Bürgermeister des Dorfes bekannt und dessen Mutter und Schwester führten widerum das einzige Restaurant im Ort. Wir waren dort jeden Abend zum Essen. Es gab keine Speisekarte, sondern ein täglich wechselndes Menü, das immer aus 4 Gängen bestand. Es waren einfache aber wunderbar schmeckende Speisen.


An diese Zeit erinnern mich die Gerichte, die uns Jutta präsentiert, Speisen die mit wenig Zutaten auskommen und kein großes Schnickschnack nötig haben, das gefällt mir. Ihre Polpette di Tonno habe ich vor einigen Tagen als Pausensnack für Schule und Büro zubereitet. Ich kann es Euch wärmstens empfehlen. Hier findet Ihr das Rezept. Als einzige winzige Abweichung habe ich noch eine Schalotte klein gewürfelt und mit der Petersilie angedünstet.

Freitag, 9. April 2010

Neues aus der Suppenküche



Habe ich eigentlich schon einmal erwähnt, dass U. von Suppen leben könnte? Im Gegensatz zu mir ist er der Meinung, dass dies auch gut mit Tütensuppen machbar ist, mir wird allein schon vom Geruch übel. Da er jedoch ein Lebensmittelgeschäft nahezu nie betritt, boykottiere ich seine Wünsche diesbezüglich regelmäßig, was jedoch andererseits dazu führt, dass ich oft den Beweis liefern muss "selbstgemacht schmeckt besser". Auf der Suche nach neuen Ideen bin ich auf diese Fischsuppe gestoßen.

Zutaten:
1 Zwiebel
1 Staudensellerie
1/2 Fenchelknolle
1/2 dünne Stange Lauch
2 EL Olivenöl
80 ml Weißwein
800 ml Gemüsebrühe
1 Lorbeerblatt
1 geschälte, halbierte Knoblauchzehe
Safranfäden (0,1 g)
1 Streifen unbehandelte Zitronenschale
150 stückige Tomaten aus der Dose
Salz, Pfeffer
1 Prise Cayennepfeffer
500 g gemischte Fischfilets (z.B. Kabeljau, Lachs, Rotbarsch, Lachsforelle)
1 EL frisch geschnittene Petersilie

Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. Staudensellerie, Fenchel und Lauch putzen und waschen. Den Sellerie in dünne Scheiben schneiden, den Fenchel halbieren und mit dem Lauch in dünne Streifen schneiden.

Zwiebeln, Staudensellerie und Fenchel in einem Topf in 1 EL Olivenöl bei milder Hitze glasig anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen, etwas einköcheln lassen, mit der Brühe auffüllen, das Lorbeerblatt einlegen und knapp unter dem Siedepunkt etwa 15 Minuten ziehen lassen, den Lauch mit Knoblauch, Safran und Zitronenschale hinzufügen und weitere 5 Minuten ziehen lassen, anschließend Lorbeerblatt, Knoblauch und Zitronenschale entfernen. Die Tomaten mit dem übrigen Olivenöl in die Suppe rühren. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen.

Die Fischfilets in 2 cm große Würfel schneiden. In einem Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und in 2 bis 3 Minuten glasig durchziehen lassen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen, etwas abtropfen lassen und mit der Petersilie in die Suppe geben.
(Quelle: www.schuhbeck.de)

Sehr lecker, einziger Kritikpunkt von U., nach dem Fotografieren war die Suppe nicht mehr heiß genug.

Dienstag, 23. Februar 2010

Nudeln mit Räucherlachs-Sauce




Vom Wochenende war noch etwas wunderbarer Bio-Räucherlachs übrig. Deshalb gab es gestern Abend für U. ein Nudelgericht, das schon fast ein Klassiker in unserer Küche ist.

Zutaten für 4 Personen:
500 g Tagliatelle
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Butter
300 g Erben (TK)
150 ml Gemüsebrühe
300 ml Sahne
150 g Räucherlachs
1 EL Meerrettich
Salz, Pfeffer

Tagliatelle in Salzwasser al dente garen. Zwischenzeitlich die Zwiebel und den Knoblauch abziehen, fein würfeln und in Butter glasig dünsten. Erbsen dazugeben, Gemüsebrühe und Sahne angießen und die Sauce ca. 6 - 8 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Lachs in Streifen schneiden und zur Sauce geben, mit Pfeffer und Meerrettich abschmecken. Nudeln abgießen und mit der Sauce servieren. Das Rezept sieht noch Petersilie vor, ich habe etwas Basilikum in Streifen geschnitten und darüber gestreut.

Montag, 25. Januar 2010

Saltimbocca vom Zander



Fisch essen wir eigentlich viel zu wenig. Bei uns früher gab es immer nur panierte Fischfilets mit Salzkartoffeln und Senfsauce. Ich mache das auch heute noch oft, weil die Kinder das so lieben. Aber es gibt viele schöne Möglichkeiten Fisch zuzubereiten. Eine davon ist Saltimbocca vom Zander mit Gemüsenudeln und Zitronensauce:

Zutaten:
4 Zanderfilets (ca. 150 g)
4 Scheiben Schinken (Parmaschinken, Schwarzwälder Schinken o.ä.)
8 Salbeiblättchen
Salz, Pfeffer
Bandnudeln
1 Zucchini
1 Möhre
Butter
1 Schalotte
Mehl
Gemüsebrühe
Sahne
Zitrone (unbehandelt)
Estragon, Safran

Die Fischfilets pfeffern und salzen, mit Salbeiblättern belegen und mit dem Parmaschinken fest umwickeln, in Butter von allen Seiten kurz anbraten, vom Herd nehmen und garziehen lassen.

Für die Gemüsenudeln von der Zucchini und der Möhre mit dem Sparschäler breite Streifen abschälen. Die Bandnudeln in Salzwasser garen, ca. 4 Minuten vor Ende der Kochzeit das Gemüse zugeben und mitgaren.

Für die Zitronensauce die Schalotten fein würfeln und in Butter glasig dünsten, Mehl einrühren und mit etwas Gemüsebrühe ablöschen, Zitronenabrieb und Zitronensaft sowie Sahne zufügen und kurz einreduzieren lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ich habe noch etwas getrockneten Estragon zugefügt und für eine schönere Farbe noch etwas Safran.

Freitag, 20. November 2009

Schollenröllchen mit Zucchini und Paprika


Da der Herr des Hauses nicht die Möglichkeit hat, während seiner Mittagspause eine warme Mahlzeit einzunehmen, ernährt er sich tagsüber von Vesperbroten. So ist er dankbar, wenn ich mich abends nochmal für ihn in die Küche stelle. Allerdings ist dann oft nicht genügend Zeit für aufwändige Gerichte, schnelle Küche ist angesagt. Dies ist eines der Rezepte, die für mich darunterfallen.

Zutaten:
4 Schollenfilets ohne Haut
1 Zucchini
1 Schalotte
1 kleine rote Paprikaschote
Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Thymian
Sahne

Die Schollenfilets waschen und trockentupfen. Der Länge nach in 2 Hälften schneiden. Zucchini waschen und der Länge nach mit einem Sparschäler 8 Scheiben abschneiden. Die Schollenfilets salzen und pfeffern und auf jedes Filetstück einen Zucchinistreifen legen. Einrollen und mit einem Zahnstocher fixieren.
Restliche Zucchini, Paprikaschote und Schalotte in feine Würfel schneiden. Öl erhitzen und die Gemüsewürfel darin glasig dünsten. Mit Gemüsebrühe ablöschen und Sahne angießen. Sauce etwas einreduzieren lassen und mit Zitronensaft und Thymian abschmecken. Fischfilets in eine feuerfeste Form geben, Sauce angießen und im auf 180 °C vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten backen. Dazu passt eine Reismischung aus Langkornreis, Wildreis und rotem Reis aus der Camargue.

Freitag, 25. September 2009

Fischfilet auf sizilianische Art




Dass unsere Vorfahren Jäger und Sammler waren, können wir nicht verleugnen. Mein Mann sammelt alte Autos und ich Kochrezepte. Selbst an den bunten Werbeblättchen, die in den Lebensmittelnmärkten oft ausliegen, komme ich nicht vorbei. Die Rezeptfotos sehen ja immer ganz lecker aus, ich habe beim Nachkochen aber schon einige Enttäuschungen erlebt. Trotzdem erliege ich immer wieder der Versuchung. So habe ich unlängst dieses Rezept ausprobiert.

Zutaten:
4 Fischfilets à 150 g
6 Zweige Rosmarin
5 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
2 unbehandelte Zitronen
2 TL Kapern
4 Sardellenfilets
1/8 l trockener Weißwein

Den Rosmarin waschen, trocken schütteln und die Nadeln abzupfen. Diese mit einem Mörser mit Salz, Pfeffer und dem Olivenöl zu einer Paste zermahlen. Die Fischfilets mit der Paste bepinseln und in eine Auflaufform geben. Die Zitronen heiß waschen, abreiben und in hauchdünne Scheiben schneiden. Dann fächerartig auf den Filets verteilen und die Kapern darüber streuen. Zum Schluss die Sardellenfilets halbieren, auflegen und den Weißwein angießen. Noch etwas Öl darüberträufeln und im auf 190° C vorgeheizten Backofen ca. 15 bis 18 Minuten backen. Dazu passt frisches Weißbrot oder Kartoffeln.

Fazit:
Der Fisch war wunderbar saftig, es hätten noch mehr Sardellen sein können und ich hatte die Paste wohl etwas zu wenig gewürzt.