Nachkochen!

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Mittwoch, 8. Dezember 2010

Manhattan Clam Chowder


Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass es schon seit längerer Zeit kein neues Suppenrezept auf unserer Speisekarte gab. Weil Suppen der absolute Renner in Lindas Bistro sind, musste das sofort geändert werden.
An guten Rezepten mangelt es nicht und heute habe ich mich für einen internationalen Klassiker aus meinem Kochbuch "1 Brühe - 100 Suppen" entschieden.

Für 6 Personen
1 TL Öl
120 gepökeltes Schweinefleisch oder ungeräucherter Speck, gewürfelt
1 Zwiebel, fein gehackt
2 Selleriestangen, klein geschnitten
4 Tomaten, gehäutet, entkernt und gehackt
3 Kartoffeln, gewürfelt
1 Prise getrockneter Thymian
frische gehackte Petersilie
160 ml Tomatensaft
620 ml Gemüsebrühe
36 Venusmuscheln
160 ml trockener Weißwein
Salz und Pfeffer

Das Öl in einem Topf erhitzen und das Fleisch darin bei mittlerer Hitze leicht anbräunen. Aus dem Topf nehmen.
Zwiebel und Sellerie in den Topf geben und bei schwacher Hitze unter gelegentlichem Rühren 5 Minuten andünsten.
Tomaten, Kartoffeln, Thymian und das angebratene Fleisch in den Topf geben. Gemüsebrühe und Tomatensaft zugießen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren aufkochen, dann die Hitze reduzieren und die Suppe im geschlossenen Topf so lange köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind.
In der Zwischenzeit die Muscheln unter fließend kaltem Wasser abbürsten. Alle beschädigten Muscheln sowie Muscheln, die sich beim Dagegenklopfen nicht schließen, wegwerfen. In einem Topf den Wein zum Kochen bringen und die Muscheln darin abgedeckt bei großer Hitze unter gelegentlichem rütteln 4-5 Minuten kochen, bis sie geöffnet sind.
Die Muscheln herausheben und leicht abkühlen lassen, nicht geöffnete wegwerfen. Den Kochsud filtern und in die Suppe geben.
Die Muscheln auslösen und in der Suppe noch 2 - 3 Minuten erwärmen. Die Suppe in tiefen Tellern anrichten, mit gehackter Petersilie bestreuen und nach Belieben mit knusprigem Brot servieren.

Meine Abänderungen:
Anstelle der Staudensellerie habe ich in schmale Streifen geschnittenen Lauch und Knollensellerie verwendet. Die frischen Tomaten habe ich durch stückige aus der Dose ersetzt.
Da ich von unserem letzten Muschelessen noch Muschelfleisch  im TK hatte, habe ich den Wein direkt in die Suppe gegossen. Abgeschmeckt habe ich noch mit etwas Piment d'Espelette.


Die Urspungsversion Clam Chowder stammt aus Neuengland und wurde mit Sahne gebunden. Mitte des 19. Jahrhunderts machten die in New York lebendenen Italiener Tomaten als Zutat in der Küche bekannt. So entstand wohl die Abwandlung "Manhattan Clam Chowder" mit Tomatensaft. Der amerikanische Koch James Beard schrieb: "Diese ziemlich schreckliche Suppe, genannt Manhattan clam chowder ähnelt einer Gemüsesuppe, in die versehentlich ein paar Clams gefallen sind." Ich finde er tat der Suppe unrecht. Für mich  ein sehr herzhafter Eintopf, der bei diesen unwirtlichen Temperaturen für Wärme von innen sorgt.



Montag, 8. November 2010

Linsen mit Spätzle nicht ganz schwäbisch

 

Meine Liebe für Linsen kann ich nicht von meinem Großvater geerbt haben. Ihm wird der folgende Ausspruch nachgesagt: "Linsen kann man nur essen, wenn man jede Linse halbiert und dazu ein halbes Pfund Schinkenwurst isst." Dem muss ich ganz entschieden widersprechen, ich mag Hülsenfrüchte allgemein sehr gerne am liebsten aber Linsen.
Heute gab es eine "exotische" Version des schwäbischen Klassikers nach einer Vorlage von Tim Mälzer.

Zutaten für 2 Portionen:
200 g Spätzle (Frischepack) nach Packungsanweisung zubereiten oder besser selbst herstellen
100 g rote Linsen
1 rote Paprikaschote
2-3 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
Paprikapaste (z.B. Ajvar)
Öl, Salz, Pfeffer, Currypulver
Gemüsebrühe
2 Wiener Würstchen
Zitronensaft
Petersilie

Die Linsen in kochendem Wasser bissfest garen, dann abschrecken.
Die Paprikaschote waschen und kleinwürfeln, die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, Knoblauchzehe winzig würfeln.
2 EL Öl in einem Topf erhitzen, Paprika und Knoblauch darin andünsten. Mit Salz, Pfeffer und 1 TL Currypulver würzen. Paprikapaste (3-4 EL je nach Geschmack) kurz mitdünsten, dann mit 250 ml Gemüsebrühe ablöschen. Zugedeckt bei milder Hitze ca. 3 Minuten köcheln lassen.
Die Wiener Würstchen in Scheiben schneiden. Linsen, Frühlingszwiebeln und Würstchen zu den Paprika geben und weitere 2 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Currypulver und 1-2 TL Zitronensaft abschmecken.
Parallel die Spätzle zubereiten und diese zum Schluß unter die Linsen mischen. Mit gehackter Petersilie oder Koriander bestreuen.

Ein Gericht, das in weniger als einer halben Stunde zubereitet ist und deshalb ein idealer Kandidat für:


Weitere Rezepte mit Linsen:

Montag, 11. Oktober 2010

Birnen-Sellerie-Schaumsuppe mit Geflügelleber

Garten-Koch-Event Oktober 2010: Birnen
[31. Oktober 2010]

Der Gartenblog wünscht sich für den Monat Oktober Rezepte mit Birnen. Für mich eine gute Gelegenheit, endlich mal ein Süppchen zu kochen, das schon über ein Jahr in meinem Hinterkopf gespeichert ist. Es stammt aus der "Lust auf Genuss - Slowfood" - Ausgabe 4/2009.

Zutaten für 4 Portionen:
1 Zwiebel
500 g Knollensellerie
2 Birnen
Butterschmalz
50 ml Weißwein
500 ml Brühe
300 g Schlagsahne
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
150 g Geflügelleber
50 g Butter
2 EL roter Portwein
Saft von 1/2 Zitrone

Zwiebel, Sellerie und Birnen jeweils schälen und in Würfel schneiden. Anschließend in Butterschmalz andünsten, mit dem Wein ablöschen, mit Brühe aufgießen und gar kochen. Sahne zufügen und fein pürieren. Wer es ganz fein mag, kann die Suppe durch ein Sieb passieren, ich habe darauf verzichtet. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Leber putzen, abbrausen und trockentupfen und in der Pfanne in schäumender Butter anbraten, salzen, pfeffern, mit PortRotwein ablöschen und warm stellen.

Übrige Birne schälen, in Würfel schneiden und mit Zitronensaft beträufeln. Birnenwürfel auf tiefe Teller verteilen, die Suppe nochmals mit dem Pürierstab aufschäumen und mit der in Scheiben geschnittenen Leber auf den Birnenstücken anrichten.

Die süß-pikante Note der Suppe hat mir gut gefallen, die Birnenstückchen haben zusätzlich noch für etwas mehr "Biss" gesorgt. Eine kleine Portion der Suppe in einem mehrgängigen Menü kann ich mir sehr gut vorstellen.



Hier noch ein weiteres pikantes Rezept mit Birnen.

Montag, 24. Mai 2010

Holunderblüten - zu schade nur für Sirup!



Heute habe ich in der Mottenkiste gekramt und dabei dieses Süppchen gefunden, das ich bereits letztes Jahr gekocht habe. Die Zeitschrift "Meine Familie & Ich" (Ausgabe 6/2003) lieferte mir die Anregung dafür. Die Möhrensuppe wird dort mit ausgebackenen Holunderblüten serviert. Ich habe die Suppe mit einem Spieß aus Garnelen im Holunderblütenmantel kombiniert. Das Rezept dafür ist ebenfalls aus dieser Zeitschrift.

Möhrensuppe (4 Portionen):

400 g Möhren
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer
2 säuerliche Äpfel
1 EL Butter
1/2 TL Zimt
500 ml Gemüsebrühe
150 ml Orangensaft
2-3 EL Holunderblütensirup
150 g Crème fraiche

Salz, Pfeffer

Möhren putzen, schälen und grob zerteilen. Zwiebeln und Knoblauch abziehen und fein würfeln. Ingwer schälen, fein reiben. Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in Stücke schneiden.

Butter in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig dünsten. Ingwer und Zimt zugeben und kurz mitdünsten. Möhren und Äpfel zugeben, Brühe und Orangensaft angießen und ca. 15 Minuten dünsten. Suppe pürieren, mit Sirup, Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluß die Crème fraiche einrühren und die Suppe mit den Garnelenspießen anrichten.

Garnelenspieße (4 Portionen):
12 rohe küchenfertige Garnelen
10 Holunderblütendolden
2 Eier
6 EL Mehl
2 EL Milch
Salz, Pfeffer

Die Holunderblüten vorsichtig von den Dolden zupfen. Eier mit Mehl und Milch zu einem glatten Teig verquirlen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Garnelen waschen, trockentupfen und jeweils 3 Stück auf einen kleinen Spieß stecken. Garnelenspieß erst in den Teig tauchen und dann in den Holunderblüten wälzen. In heißem Öl goldgelb ausbacken.

Bei uns gab es die Suppe als leichtes Abendessen. Mir war sie eine Spur zu süßlich und würde mir deshalb in einer kleinen Portion mit vielleicht nur einer Garnele als Vorspeise in einem Menü wesentlich besser gefallen.

Mittwoch, 19. Mai 2010

Spaghetti-Würstchen-Topf



Auf der Rangliste der beliebtesten Gerichte in unserer Familie, würde dies hier leider ziemlich abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze landen. Genaugenommen mag es nur unser Sohn. Das erste Mal habe ich es gekocht, als C. so ungefähr 2 Jahre alt war, damals war ich auf der Suche nach kindgerechten Alltagsrezepten.

Der Spaghetti-Würstchen-Topf war sofort das Leibgericht von C. und musste von nun an mindestens 1 mal die
Woche gekocht werden. Im Laufe der Zeit haben sich seine Geschmacksknospen weiter entwickelt und es darf mehr Abwechslung sein, aber immer noch freut er sich, wenn ich ihm seine Leibspeise koche. Nachdem er zwischenzeitlich die Volljährigkeit erreicht hat, könnt ihr Euch ausrechnen, dass ich dieses Nudelgericht schon mehrere hundert Male gekocht habe und deshalb hat es auch einen Platz in meinem Blog verdient.

Für 1 - 2 Portionen schneide ich 1 Stück Lauch und 1 Saitenwürstchen (Wiener, Frankfurter) in Scheiben und brate sie in heißem Öl leicht an, dann kommt ein guter Schuss Ketchup dazu. Das Ganze wird mit ca. 1/4 l Gemüsebrühe aufgegossen und zum Kochen gebracht.

Nun breche ich soviel Spaghetti hinein, dass diese gerade bedeckt sind. Ich lasse die Suppe solange kochen, bis die Spaghetti gar sind, dabei gelegentlich umrühren und eventuell Brühe nachgießen. Hier schmeckt es besser, wenn die Spaghetti etwas weicher als üblich sind.

Zum Schluss kommt noch etwas gut schmelzfähiger Käse, Sahne und Petersilie dazu und wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Im Ursprungsrezept ist dies ein relativ flüssiger Eintopf. Bei mir ist zum Schluss nur noch ganz wenig Flüssigkeit vorhanden, die sich wie eine cremige Sauce mit den Spaghetti vermischt, dies liebt C. so.

Kein hochkulinarisches Rezept - aber das muss es ja auch nicht immer sein.

Montag, 10. Mai 2010

Schon wieder Suppe



Dass Suppen in Lindas Bistro gerne gegessen werden, hat der eine oder andere von Euch sicherlich schon festgestellt. Deshalb musste vor kurzem in der Buchhandlung ein kleines Kochbüchlein "1 Brühe - 100 Suppen" mit. Das Büchlein enthält - wie der Name schon sagt - Rezepte für 100 Suppen, die immer eine Gemüsebrühe zur Basis haben. Die Suppen sind in 5 Kategorien eingeteilt:

- Herzhaft
- Für kalte Tage
- Festlich
- Kalt
- Internationale Klassiker

Bei den Internationalen Klassikern bin ich schnell auf ein Rezept gestoßen, das rasch ausprobiert werden wollte.

Zutaten für 6 Personen:
2 EL Olivenöl
200 g mageres Lammfleisch, gewürfelt
1 Zwiebel, gehackt
100 g getrocknete Kichererbsen, über Nacht in Wasser eingeweicht und abgetropft
1,7 l Gemüsebrühe
100 g rote oder gelbe Linsen
2 große Tomaten, gehäutet, entkernt und gehackt
1 rote Paprikaschote, gewürfelt
1 EL Tomatenmark
1 TL Zucker
1 TL Zimt
1/2 TL Kurkuma, gemahlen
1/2 TL Ingwer, gemahlen
1 EL frisch gehackter Koriander
1 EL frisch gehackte glatte Petersielie
60 g Langkornreis
Salz und Pfeffer
(Quelle: 1 Brühe - 100 Suppen, Parragon Books Ltd)

Das Öl in einem großen Topf erhitzen und das Lammfleisch darin bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren leicht anbräunen. Die Hitze reduzieren, die Zwiebel zugeben und unter Rühren glasig dünsten.

Kichererbsen und Brühe zugeben, aufkochen und auf kleiner Flamme im geschlossenen Topf ca. 1 1/2 Stunden köcheln lassen.

Reis, Tomaten, Paprika, Tomatenmark und die Gewürze und Kräuter einrühren und alles 15 Minuten weiterköcheln lassen. Dann die Linsen zufügen und weiterkochen bis der Reis und die Linsen gar sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Koriander garnieren und sofort servieren.

Bei den Gewürzen habe ich mich nicht an die Angaben gehalten, den Zimt habe ich sehr vorsichtig dosiert und Ingwer hatte ich keinen im Hause. Der Koriander wurde bei mir sehr sparsam verwendet, da ich festgestellt habe, dass ich ihn nicht besonders mag.

Fazit: Ein sehr würziger Eintopf, den es sicherlich nicht zum letzten Mal gab.

Und weil diese Harira in Nordafrika beheimatet ist, darf sie am Kochevent von Tobias teilnehmen.

7ter mediterraner Kochevent - Algerien - tobias kocht! - 10.04.2010-10.05.2010



Montag, 3. Mai 2010

Klares Morchelsüppchen mit Bärlauch-Ricotta-Klößchen


Für alle, die den Bärlauch noch nicht über haben und auch noch welchen bekommen, hier ein Rezept für ein feines Süppchen, das Teil eines 5-gängigen Menüs war, welches ich im letzten Mai für Freunde gekocht habe. Eigentlich ist es eine Kombination aus 2 Rezepten aus dem chefkoch. Das klare Morchelsüppchen stammt von carrara und die Ricotta-Klößchen von ronomu.

Zutaten für die Suppe (4 Portionen):
25 g Morcheln (Spitzmorcheln), getrocknet
800 ml Kalbsfond
1 Schalotte
2 EL Portwein
Salz und Pfeffer
Öl

Morcheln gründlich waschen und ca. 1 Stunde in etwa 250 ml lauwarmem Wasser einweichen. Morcheln durch ein Tuch abgießen und dabei das Einweichwasser auffangen. Schalotte abziehen, fein würfeln und in etwas Öl andünsten. Mit dem Morchelwasser aufgießen und auf 1/3 einkochen lassen. Kalbsfond zugeben und 10 Minuten leicht köcheln lassen. Durch ein Sieb abgießen, nochmals kurz erwärmen, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Portwein abschmecken.

Zutaten für die Klößchen:
1/2 Bund Bärlauch
200 g Ricotta
80 g Mehl
50 g Parmesan, gerieben
1 Ei und 1 Eigelb
Salz, Pfeffer und Muskat

Ricotta, Mehl und Parmesan gründlich verrühren. Ei und Eigelb verquirlen und langsam unter die Ricottamasse ziehen. Kleingeschnittenen Bärlauch unterheben und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Die Masse mindestens 30 Minuten kaltstellen.
Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen, von der Masse kleine Klößchen abstechen und diese im Wasser ca. 7 Minuten garziehen lassen.

Klößchen mit der Morchelsuppe anrichten. Wer mag, kann noch die in Streifen geschnittenen Morcheln dazugeben, ich habe sie anderweitig verwendet.

Diesen Sommer möchte ich die Klößchen mit Basilikum machen und in einer klaren Tomatenessenz servieren.

Freitag, 9. April 2010

Neues aus der Suppenküche



Habe ich eigentlich schon einmal erwähnt, dass U. von Suppen leben könnte? Im Gegensatz zu mir ist er der Meinung, dass dies auch gut mit Tütensuppen machbar ist, mir wird allein schon vom Geruch übel. Da er jedoch ein Lebensmittelgeschäft nahezu nie betritt, boykottiere ich seine Wünsche diesbezüglich regelmäßig, was jedoch andererseits dazu führt, dass ich oft den Beweis liefern muss "selbstgemacht schmeckt besser". Auf der Suche nach neuen Ideen bin ich auf diese Fischsuppe gestoßen.

Zutaten:
1 Zwiebel
1 Staudensellerie
1/2 Fenchelknolle
1/2 dünne Stange Lauch
2 EL Olivenöl
80 ml Weißwein
800 ml Gemüsebrühe
1 Lorbeerblatt
1 geschälte, halbierte Knoblauchzehe
Safranfäden (0,1 g)
1 Streifen unbehandelte Zitronenschale
150 stückige Tomaten aus der Dose
Salz, Pfeffer
1 Prise Cayennepfeffer
500 g gemischte Fischfilets (z.B. Kabeljau, Lachs, Rotbarsch, Lachsforelle)
1 EL frisch geschnittene Petersilie

Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. Staudensellerie, Fenchel und Lauch putzen und waschen. Den Sellerie in dünne Scheiben schneiden, den Fenchel halbieren und mit dem Lauch in dünne Streifen schneiden.

Zwiebeln, Staudensellerie und Fenchel in einem Topf in 1 EL Olivenöl bei milder Hitze glasig anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen, etwas einköcheln lassen, mit der Brühe auffüllen, das Lorbeerblatt einlegen und knapp unter dem Siedepunkt etwa 15 Minuten ziehen lassen, den Lauch mit Knoblauch, Safran und Zitronenschale hinzufügen und weitere 5 Minuten ziehen lassen, anschließend Lorbeerblatt, Knoblauch und Zitronenschale entfernen. Die Tomaten mit dem übrigen Olivenöl in die Suppe rühren. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen.

Die Fischfilets in 2 cm große Würfel schneiden. In einem Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und in 2 bis 3 Minuten glasig durchziehen lassen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen, etwas abtropfen lassen und mit der Petersilie in die Suppe geben.
(Quelle: www.schuhbeck.de)

Sehr lecker, einziger Kritikpunkt von U., nach dem Fotografieren war die Suppe nicht mehr heiß genug.

Mittwoch, 24. März 2010

Gemüsesuppe mit Fleischbällchen

Ja, ich weiß, Ihr alle habt jetzt Lust auf frisches, frühlingshaftes, knackiges Gemüse. Wer will jetzt noch Suppen essen? Bei uns ist jedoch berufsbedingt "Suppenwoche". Wenn man nach einem anstrengenden Arbeitstag spätabends heimkommt, ist so eine leichte Gemüsesuppe etwas feines.


Zutaten (2 Portionen):
1/2 Kohlrabi
1 große Karotte
1/2 Zucchini
1/4 Stange Lauch
1 Schalotte
Gemüsebrühe
1 rohe Bratwurst
2 EL stückige Tomaten
Farfalle
Petersilie
Salz, Pfeffer

Das Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden und die Schalotte fein würfeln. In einem Topf etwas Butter zerlassen und die Schalotte sowie die Kohlrabi- und Möhrenwürfel darin anschwitzen. Mit der Gemüsebrühe übergießen und 10 Minuten köcheln lassen, dann den Lauch zugeben, nach weiteren 5 Minuten folgen die Zucchini. Nebenher in Salzwasser eine Handvoll Farfalle al dente kochen. Wenn das Gemüse weich aber noch knackig ist, kleine Klößchen von der Bratwurst in der Suppe garziehen lassen. Ganz zum Schluss die stückigen Tomaten und die gekochten Nudeln dazugeben. Mit Petersilie, Salz und Pfeffer abschmecken.



Eine frühlingshafte Suppe, finde ich.

Dienstag, 9. Februar 2010

Gemüse-Pilz-Eintopf



Wenn U. einen langen Arbeitstag hinter sich hat und erst spätabends nach Hause kommt, weil er auch noch einen Vortrag halten musste, dann freut er sich, wenn auf dem Herd noch ein Eintopf steht, der schnell warm gemacht ist.

Gestern abend hat dieser Gemüse-(Wald)Pilz-Topf auf ihn gewartet und wurde dankbar ausgelöffelt.

Zutaten für 4 Portionen:
200 g Schweinefilet
400 g gemischte Pilze
1 Zwiebel
300 g Kartoffeln
200 g Möhren
200 g grüne Bohnen
2 Tomaten
4 EL Öl
400 ml Gemüsebrühe
2 EL Zitronensaft, Salz, Pfeffer

Schweinefilet in dünne Scheiben schneiden, mit Zitronensaft beträufeln und pfeffern. Pilze (ich habe nur Champignons genommen) putzen und klein schneiden.
Zwiebel abziehen und fein würfeln. Das Gemüse waschen, putzen, schälen und in Würfel bzw. Streifen schneiden.
Zwiebel in 2 EL Öl andünsten, Kartoffeln, Möhren und Bohnen zugeben und ebenfalls kurz andünsten. Die Gemüsebrühe angießen und alles 10 Minuten köcheln.
In der Zwischenzeit das Fleisch und die Pilze im übrigen Öl getrennt voneinander anbraten, mit Tomaten (ich habe stückige aus der Dose genommen) und eventuell frischen Kräutern zum Eintopf geben. Nochmals 5 Minuten köcheln lassen und zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Montag, 1. Februar 2010

Blumenkohlcremesuppe



Von meinen Ravioli mit Blumenkohlfüllung hatte ich noch reichlich Blumenkohl übrig. Nachdem ich für unseren Sohn eines seiner Lieblingsgerichte "Blumenkohl in Käse-Sahne-Sauce" gekocht hatte, blieb immer noch ein Rest. Da Suppen in Lindas Bistro gerne gegessen werden und dies die einzige Zubereitungsart für dieses Gemüse ist, mit der ich die ganze Familie locken kann, gab es Blumenkohlcremesuppe.

Genaue Mengenangaben gibt es dafür nicht, das mache ich immer so nach Gefühl.

Blumenkohl in Salzwasser weich kochen, abgießen und Kochwasser auffangen. Aus Butter und Mehl eine Mehlschwitze bereiten, mit Kochwasser und Gemüsebrühe ablöschen und etwas einkochen lassen. Dann die Blumenkohlröschen zugeben und mit dem Stabmixer pürieren. Soviel Sahne zugeben, bis die Suppe die gewünschte Konistenz hat. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Bei uns gibt es noch Würfel von getoastetem Bauernbrot dazu.

Montag, 23. November 2009

Wirsingeintopf mit Chorizo und Kichererbsen - nachgekocht


Der Herr des Hauses liebt Eintöpfe, vor allem wenn er spät abends nach Hause kommt. Ich freue mich über jede neue Eintopfidee. Vielen Dank deshalb an Arthurs Tochter, die vor einigen Tagen einen Wirsingeintopf gekocht hat, der mir sehr zugesagt hat.

Ich habe ihn mit ein paar kleinen Abwandlungen nachgekocht. Weil die spanische Paprikawurst im Kühlschrank vom Hausherrn äußerst kritisch beäugt wurde, und von ihm die Frage aufkam, wer in aller Welt so etwas bei uns isst, habe ich sie in relativ kleine Würfel geschnitten (damit sie nicht gleich so ins Auge springt).

Die Chorizowürfel und feingehackten Knoblauch habe ich in etwas Öl leicht angebraten, dann kam der kleingeschnittene Wirsing dazu und wurde kurz mitgedämpft. Das Ganze wurde mit Gemüsebrühe abgelöscht (Sherry ist bei uns selten im Haus).

Um den Eintopf für den hungrigen Mann etwas sättigender zu machen, habe ich noch sehr kleine Kartoffelwürfel mitgekocht. Im Gegensatz zu Arthurs Tochter habe ich keine getrockneten Tomaten verwendet, sondern gut abgetropfte Dosentomaten, die ich in kleine Stücke geschnitten habe. Sie kamen ganz zum Schluß mit den Kichererbsen in den Eintopf.

Da ich persönlich es eher mild mag, musste hier gar nicht mehr viel abgeschmeckt werden. Für den, der es schärfer liebt, kommt noch Tabasco mit auf den Tisch.

Dienstag, 22. September 2009

Basilikumschaumsüppchen mit gebackenem Mozzarella



Eigentlich ist ja heute Herbstanfang - zumindest steht es so im Kalender. Bei uns ist es jedoch noch so schön sonnig und warm, dass es mir nach etwas war, das eigentlich eher in den Sommer gehört. Da ich heute alleine bin, gab es ein Süppchen, das bei dem Rest der Familie auf wenig Gegenliebe gestoßen wäre. Genaue Mengenangaben habe ich keine.

Eine Schalotte fein würfeln und in etwas Butter andünsten. Etwas Mehl zugeben und eine Mehlschwitze herstellen. Mit Gemüsebrühe und Milch ablöschen, unter häufigem Rühren etwas einkochen lassen. Basilikumblätter zugeben und im Mixer oder mit einem Mixstab pürieren.

Büffelmozzarella gut abtropfen lassen, in Stücke schneiden, in verquirltem Ei wenden und mit Semmelbröseln panieren. In heißem Öl goldgelb ausbacken und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sahne unterrühren, aufkochen lassen und nochmals kurz mit dem Mixstab aufschäumen. Frittierten Mozzarella dazu servieren.

Lecker hats geschmeckt. Das mit dem Mozzarella ausbacken muss ich noch etwas üben.

Freitag, 10. Juli 2009

Gaisburger Marsch

Nachdem sich bei uns der Sommer hoffentlich nur vorübergehend verabschiedet hat, war uns nach einem Eintopf. Und was liegt da bei einem Schwaben näher, als der traditionelle "Gaisburger Marsch". Dieser verdankt seinen Namen einem Stadtteil im Stuttgarter Osten. Woher die Bezeichnung Marsch kommt, ist nicht ganz eindeutig. Eine Geschichte sagt, dass die Offiziersanwärter der Stuttgarter Bergkaserne das Privileg hatten, sich nicht mit der schmalen Kantinenkost der Kaserne begnügen zu müssen, sondern zum Essen ausgehen durften. Eine Vorliebe entwickelten sie für die Küche der "Becka-Schmiede" im nahegelegenen Gaisburg, deren Spezialität "Kartoffelschnitz und Spätzle" war, ein prächtiger Eintopf in einer Brühe aus Ochsenfleisch. Um jedoch eine gewisse militärische Ordnung einzuhalten, musste auch der Gang ins Wirtshaus in Marschordnung absolviert werden.

Die andere Geschichte erzählt, dass die Männer von Gaisburg während eines Krieges gefangen genommen wurden. Den Frauen wurde erlaubt, ihnen Essen zu bringen, jed
och nur eine Schüssel pro Mann. Damit ihre Männer nicht nur gut versorgt waren, sondern auch wieder zu Kräften kamen, wurde alles in die Schüssel hineingegeben, was gut und nahrhaft war.

Nun uns ist es einerlei, welche Geschichte wahr ist, wir lieben diesen Ei
ntopf.

Fleischbrühe:
4 Markknochen

600 g Rindfleisch (Brustkern)
1 1/2 - 2 Liter Wasser

1 EL Salz
1 Bund Suppengrün

1 Lorbeerblatt
4 Pfefferkörner
2 Wacholderbeeren


Suppeneinlage:
4 - 5 Kartoffeln
250 g Spätzle (am besten selbstgemacht)
Möhren und Lauch nach Belieben
1 Zwiebel

gehackter Schnittlauch

Die Markknochen gut mit heißem Wasser abspülen, in kaltem Wasser aufsetzen und rasch zum Kochen bringen, das Fleisch, das geputzte und geschnittene Suppengrün
sowie die Gewürze zufügen. Etwa 2 Stunden langsam köcheln lassen, danach das Fleisch herausnehmen und warm stellen. Zwischenzeitlich die Kartoffeln schälen, in Schnitze schneiden und in Salzwasser weich kochen sowie die Spätzle zubereiten. Die fertige Brühe durch ein Sieb passieren. Möhren und Lauch putzen, feinschneiden und in der Brühe garen. Das Fleisch würfeln und mit den Kartoffeln und Spätzle in die Brühe geben, nochmals kurz aufkochen und mit Muskat, Pfeffer und Salz abschmecken. Zum Abschmälzen die Zwiebel schälen, in Ringe scheniden und in Butter goldgelb anrösten und mit dem Schnittlauch zum Servieren über den Gaisburger Marsch geben.