Nachkochen!

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Mittwoch, 13. Juli 2011

Grüne Bohnen, Paprika und Tomaten


Grüne Bohnen, in diesem Fall Buschbohnen, zählen zu meinen liebsten Gemüsen. Wobei, genau betrachtet habe ich fast nur Lieblingsgemüse. Dies hier ist ein wunderbar sommerliches Gericht, das sehr vielseitig kombiniert werden kann.Wir haben Penne rigate daruntergemischt und Parmesan darüber gehobelt. Ganz sicher schmeckt es aber auch hervorragend nur mit frischem Baguette oder Ciabatta, mir würde auch sehr gut Lamm, Rindersteak, Merguez oder Salsiccia dazu gefallen.

Für 4 Personen:
300 g grüne Bohnen, 3 cm lange Stücke
1 Zwiebel in dünne Scheiben geschnitten
3 1 Knoblauchzehe fein gehackt
2 gelbe Paprikaschoten (bei mir Spitzpaprika) kleingewürfelt
750 g Tomaten, abgezogen und gestückelt
Oregano
Bohnenkraut
Basilikum

Die Bohnen zugedeckt in einem Siebeinsatz über Wasserdampf bissfest garen. Dann in einer großen Pfanne Olivenöl erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin goldgelb braten. Paprika dazugeben, salzen und unter Rühren ein paar Minuten braten. Anschließend zugedeckt bei schwacher Hitze für ca. 5 Minuten dünsten.

Tomaten in die Pfanne geben, alles gut vermischen, Oregano und Thymian dazugeben und 10 Minuten einkochen lassen. Zum Schluss fein geschnittenes Basilikum dazugeben und je nach Gusto mit Pasta, Brot oder Gemüsebeilage zum Fleisch servieren.

Wieder einmal ein Rezept aus einem meiner Lieblingskochbüchlein "vegetarisch kochen - Gemüse und Pasta" von Elisabeth Fischer.



Dienstag, 5. Juli 2011

Nudel-Erbsen-Frittata


Brogele, Broggele oder Brockela, wenn ich das meinen Kindern sagen würde, wüssten sie nicht was gemeint ist. Meine Mutter hat immer urschwäbische Bezeichnungen verwendet. Kartoffeln waren Ebiere, Karotten "Gelbe Rieba", Erdbeeren "Breschtling" und Johannisbeeren "Träubla" und Brockela sind bei uns Erbsen. Oft habe ich mich schon gefragt, woher sich diese Namen ableiten. Zumindest für die Erbsen wäre die Erklärung wohl, dass man sie aus der Schale ausbrechen (brocken) muss.

Meine Mutter hat bis vor wenigen Jahren alles Gemüse für unseren Bedarf selbst angebaut. Es gab Radieschen, Kopfsalat, Spitzkohl, Blaukraut, Wirsing, Brokkoli, Kohlrabi, Busch- und Stangenbohnen, Kartoffeln, Zwiebeln, Zucchini, Karotten, Erbsen, Erdbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Süß- und Sauerkirschen, Pflaumen, Mirabellen, Äpfel, Birnen, ach einfach alles, was in unserem Klima gedieh. Abends saßen wir dann oft gemeinsam am Küchentisch und haben Bohnen gegipfelt oder Erbsen "ausgebrockelt". Außer ab und zu Bananen und Orangen im Winter wurde bei uns kein Obst oder Gemüse gekauft. Im Winter ernährte man sich von den Vorräten aus dem Sommer. Bis auf Rosenkohl (den kann ich immer noch nicht ausstehen) gibt es eigentlich kein Gemüse, das ich nicht mochte. Erbsen sind bis heute meine bevorzugten Lieblinge. Hier ein Rezept, das sich auch hervorragend zur Resteverwertung von gekochten Nudeln eignet.

Nudel-Erbsen-Frittata (2 Portionen):
gekochte Nudeln - ausreichend für 2 Personen
100 g Erbsen (TK)
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
eine Handvoll Zitronenmelisse
4 Eier
Schafskäse
Olivenöl
Pfeffer

Erbsen antauen lassen. Knoblauch und Zwiebel schälen und fein hacken. Zitronenmelisse grob hacken, Schafskäse würfeln.Olivenöl in einer ofenfesten Pfanne erhitzen und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin glasig dünsten. Die gekochten Nudeln dazugeben und kurz anbraten. Die angetrauten Erbsen ebenfalls in die Pfanne geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Eier in einer Schüssel verquirlen, ebenfalls würzen und zu den Nudeln gießen. Gehackte Zitronen-melisse und zerbröckelten Schafskäse darübergeben und im auf 180 °C vorgeheizten ca. 10 bis 12 Minuten stocken lassen.

Und weil das Ganze auch schnell geht, ist dies ein Beitrag für die Cucina rapida im Juli.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von 
mankannsessen.de

Dienstag, 24. Mai 2011

Frühlingszwiebel-Triangoli

Heute muss ich Euch etwas gestehen. Eigentlich koche ich ja ganz gerne, aber ganz ehrlich, nicht immer ist es nur Hobby, sondern manchmal einfach nur Pflicht. Täglich will eine vierköpfige Familie kulinarisch verwöhnt werden. Das ist nicht immer ganz einfach, was die eine mag, lehnt der andere rundweg ab. Er isst gerne Fleisch, ich lieber Gemüse, der eine liebt Sahnesaucen, die anderen nur dunkle Bratensaucen usw.
Ja, und dann gibt es Tage, da habe ich überhaupt keine Lust, mir Gedanken zu machen, was auf den Tisch kommt. Unlängst war es wieder soweit und Schande über mich, ich habe mich dazu hinreißen lassen, eine Packung Fertig-Tortellini zu machen. Die Strafe folgte auf dem Fuß, während U. ganz zufrieden damit war, fand ich die Tortellini einfach nur ungenießbar, ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich zum letzten Mal etwas derart Schlechtes auf den Tisch gebracht habe.

Um Klassen besser waren dafür diese Triangoli:

 


Pastateig:
200 g Mehl
2 Eier
1/2 TL Salz
2 EL Olivenöl

Aus allen Zutaten einen  geschmeidigen nicht klebenden Nudelteig kneten und in Folie gewickelt ca. 60 Minuten ruhen lassen.

Füllung:
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe 
1/2 Bund Petersilie und Zitronenmelisse
200 g Frischkäse
1 Ei
60 g Parmesan (bei mir würziger Bergkäse), gerieben

Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden, Kräuter kalt abbrausen und hacken, Knoblauchzehe schälen und ebenfalls fein hacken. Butter in einer Pfanne aufschäumen und die Frühlingszwiebeln, Knoblauchzehe und Kräuter darin ca. 3 Minuten dünsten, salzen und pfeffern. Den Frischkäse mit dem Ei glattrühren,den Parmesan und die etwas abgekühlten Frühlingszwiebeln untermischen und nochmals kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Den Nudelteig möglichst dünn ausrollen und 8 cm große Quadrate ausschneiden. Auf jedes Quadrat etwas Füllung in die Mitte geben und zum Dreieck umklappen. Die Ränder mit einer Gabel festdrücken und in kochendem Salzwasser ca. 8 Minuten garen. Anschließend noch in heißer Butter mit Sonnenblumenkernen  und Basilikum kurz durchschwenken. Und für C. gab es noch seine heißgeliebte Käse-Sahne-Sauce dazu und alle waren zufrieden.

 

Und weil in der Füllung ganz viele Frühlingszwiebeln sind, ist dies mein Beitrag zum Kochevent vom Gärtnerblog im Monat Mai.


Und ich schwöre, dass es gefüllte Pasta nur noch hausgemacht gibt!

Mittwoch, 4. Mai 2011

Spargel-Morchel-Frikassee


Schon seit etlichen Wochen gibt es heimischen Spargel. Ich habe mich bislang zurückgehalten, denn die Preise waren zu Beginn der Saison doch recht hoch. Nun bin ich aber nicht mehr am Spargelhäuschen vorbeigekommen. Genauso wie der Spargel gehören auch die Morcheln ins Frühjahr. Leider gibt es bei uns keine frischen zu kaufen. Doch für dieses Gericht eignen sich auch sehr gut getrocknete. 

Zutaten (2 Portionen):
500 g Spargel
1 gute handvoll getrocknete Morcheln
1 Schalotte
Sahne
Butter
Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Muskat
Petersilie
1 Eigelb

Das Rezept für dieses Gericht stammt aus einem Sonderband der Zeitschrift essen&trinken aus dem Jahr 1982. "Das große Buch vom Kochen" nehme ich immer wieder gerne her, weil es neben schönen Rezepten auch sehr viele praktische Tipps liefert. Abweichend vom Ursprungsrezept habe ich jedoch den Spargel nicht gekocht sondern gedünstet.

Zunächst werden die Morcheln gut gespült und in lauwarmem Wasser für ca. 1 Stunde eingeweicht. Der Spargel wird geschält und in Stücke geschnitten. Die Schalen habe ich in Wasser gut ausgekocht und den Kochsud aufgefangen. Nun wird etwas Butter in einem gut schließenden Topf zerlassen, die gewürfelte Schalotte glasig gedünstet und die Spargelstücke dazugegeben, eine Prise Salz und Zucker kommen auch noch dazu. Den Spargel zugedeckt bei milder Hitze etwa 20 Minuten dünsten, nach 10 Minuten kommen die abgetropften Morcheln dazu. Kurz vor Ende der Garzeit mit etwas Spargelsud und Sahne aufgießen und kurz einreduzieren lassen. Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Muskat abschmecken und gehackte Petersilie zugeben. Das Eigelb mit etwas Sauce verrühren und das Frikassee damit legieren. Dazu gab es ein rosa gebratenes Kalbsrückensteak.

Achtung: Das Einweichwasser von den Morcheln nicht weggießen, sondern durch ein Tuch filtern und zum Beispiel wie hier weiterverwenden!

Ein kleiner Rest war noch übrig, den gab es heute für mich als Single-Essen. Und da im Rezept vorgeschlagen wird, das Frikassee mit hartgekochten Eiern zu garnieren, dachte ich mir, dass ein pochiertes Ei sicherlich auch hervorragend passen würde. Eine schöne vegetarische Alternative.

Mittwoch, 27. April 2011

Petersilienauflauf mit Fisch

 

Frühlingszeit ist Kräuterzeit. Zu den wohl populärsten Küchenkräutern zählt die Petersilie, kein anderes frisches Kraut wird in europäischen Küchen so häufig verwendet wie sie. Für ein kräftiges Aroma sollte man die glatte Petersilie verwenden, da sie viel geschmacksintensiver ist als ihre krause Verwandte. Die krause Petersilie ist allerdings robuster als die glatte, sie welkt nicht so schnell und ist deshalb als Garnitur gut geeignet. Möchte man z.B. in einer Sauce einen intensiven grünen Farbton, ohne dass der Petersiliengeschmack zu stark in den Vordergrund rückt, sollte man ebenfalls die krause Sorte verwenden.

Garten-Koch-Event April 2011: Petersilie 
[30.04.2011]


Der Gärtner-Blog sammelt im April Rezepte mit Petersilie, da bin ich doch gerne dabei. Dieser Auflauf mit Petersilie, Kartoffeln, Tomaten und Fisch ist zwar von den Zutaten als auch vom Aufwand her ein sehr unkompliziertes Gericht, schmeckt aber ausgesprochen lecker

Zutaten:
500 g Kartoffeln, geschält und gewürfelt
1 große Zwiebel, kleingewürfelt
1 Knoblauchzehe, kleingewürfelt
2 EL Olivenöl
500 g stückige Tomaten
500 g Fischfilet
Zitronensaft, Salz, Pfeffer
2 Bund glatte Petersilie
1/2 Bund krause Petersilie
1 Kugel Mozzarella

Die gewürfelten Kartoffeln in kochendem Salzwasser ca. 8 Minuten vorgaren. Die Zwiebeln und Knoblauchzehe im Öl bei mittlerer Hitze andünsten, das Tomatenpürree dazugeben und offen ca. 10 Minuten einkochen lassen. Das Fischfilet in Würfel schneiden und mit Salz und Zitronensaft würzen.  
Die glatte Petersilie waschen, trockenschütteln, fein hacken und zu der Tomatensauce geben. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Tomatensauce und Kartoffelwürfel mischen und in eine Auflaufform geben. Fischwürfel und gewürfelten Mozzarella darauf verteilen. Den Auflauf dann im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 12 - 15 Minuten garen. Zum Schluss die krause Petersilie hacken und über den fertigen Auflauf geben.

(Quelle: Kochen mit Kräutern und Gewürzen, Sonderausgabe von essen&trinken)

Dienstag, 19. April 2011

Gebackener Fisch auf lauwarmem Gurken-Radieschen-Salat

 

Offen gestanden bin ich gar nicht so der große Gurkenfan und schon gar nicht zur jetzigen Jahreszeit. Meist kommen sie doch noch relativ wässrig und geschmacklos daher. Aber nachdem ich vor einiger Zeit meine Liebe zu geschmorten Gurken entdeckt habe, konnte ich mir diesen lauwarmen Salat recht gut vorstellen.

Zutaten:
4 Fischfilets (bei mir Kabeljau-Loins)
Salatgurke
Radieschen
1 Schalotte (fein gewürfelt)
Salatdressing aus Öl, Essig, Salz, Zucker, Senf, Pfeffer und Schnittlauchröllchen

Salatgurke schälen, halbieren, Kerne entfernen und in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Radieschen putzen und achteln. 
Fischfilets waschen, trocken tupfen, salzen und pfeffern. In Mehl wenden und in heißer Butter von jeder Seite goldbraun braten. Parallel dazu in einer zweiten Pfanne die Schalotte und Gurken in heißem Öl glasig dünsten, Radieschen kurz mit durchschwenken. Gemüse mit dem Salatdressing und dem Fischfilet anrichten.

Und weil das ein wirkliches Blitzrezept ist, nehme ich damit am Dauerevent der Cucina rapida im April teil. 

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Montag, 21. März 2011

Kalbskotelett mit Röstzwiebelsud und Butter-Brösel-Blumenkohl

 

Für dieses Gericht bedarf es mit Ausnahme des Röstzwiebelsud keines großartigen Rezeptes. Für den Blumenkohl werden Semmelbrösel in schäumender Butter goldbraun gebraten und die gegarten Blumenkohlröschen (bei mir Rest vom Vortag) kurz mitgebraten, da braucht es kein weiteres Gewürz. 

Kalbskotelett wird liebevoll mit Öl einmassiert und in einer trockenen heißen Pfanne 
ca. 1 Minute von jeder Seite scharf angebraten und dann mit Salz und Pfeffer gewürzt. Anschließend setzt man Butterflocken auf die Koteletts und läßt sie zugedeckt abseits vom Herd noch 5 Minuten ziehen. 

Das Ganze wird dann mit dem Röstzwiebelsud serviert, den ich ich mir bei Hundertachtziggrad° mitgenommen habe und der auf jeden Fall in mein Standardrepertoire aufgenommen ist. 


Ein einfaches und schnelles Gericht, das allemal lecker schmeckt und damit mein Beitrag zur Cucina rapida im März ist:

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Dienstag, 11. Januar 2011

So klein ...

ist doch die Welt. Da gibt es abertausende von Kochbüchern, europaweite Kochforen und ungezählte Foodblogger, die einem eine unermessliche Flut von Rezepten schenken. Und trotzdem passiert es, dass es sowohl bei Robert von lamiacucina als auch bei mir heute ein Rezept aus dem Pasta-Buch der hüttenhilfe gibt. Sogar meine Nüdelchen ähneln denen von Robert ein wenig und mit der Bezeichnung "Glöckchen" könnte man sogar einen gewissen Bezug zu den Pfaffentäuschern herstellen. Im Gegensatz zu Robert war bei mir die Pasta nur  "selbstgekauft".

Pasta al ragu de carne


Zutaten für 4 Personen:
600 g Rindergulasch
3 Zwiebeln
200 ml Rotwein
600 g Dosentomaten
2 Lorbeerblätter
1-2 Chili
Salz, Pfeffer
2 EL Olivenöl

Das Olivenöl heiß werden lassen und das Gulasch darin scharf anbraten. Gewürfelte Zwiebeln zugeben, kurz glasig werden lassen und mit dem Rotwein ablöschen.
Die Dosentomaten, Lorbeerblätter und Chili zugeben und ca. 2-3 Stunden bei geringer Hitze köcheln lassen, bis das Fleisch weich ist.
Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Pasta nach Vorliebe servieren.

So ein Gericht kann ich nur kochen, wenn der Junior nicht mitisst, der mag nämlich keine gekochten Tomaten. Auf diese Art habe ich Gulasch zum ersten Mal zubereitet und es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Lachs-Spinatröllchen


Das Rezept für die Lachs-Spinatröllchen haben wir an der Volkshochschule als Vorspeise gekocht und es war locker ausreichend für 10 Personen. Ich habe es zuhause als Abend-Imbiss gemacht und wir haben 2 Tage daran gegessen. Mir würden die Röllchen auch gut auf einem Fingerfood-Buffet gefallen.

Zutaten:
3 Eier
150 g gehackter TK-Spinat, gut abgetropft
150 g geriebener Käse
Pfeffer, Salz und Muskatnuss
180 g Frischkäse
1 EL Meerrettich
200 g Räucherlachs

Eier gut verrühren und mit dem Spinat und Käse mischen, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Ein Backblech mit Backpapier belegen und einölen. Die Masse auf das Blech ca. 1/2 cm dick und etwa im A4-Format aufstreichen. Im auf 200° vorgeheizten Ofen in ca. 10 Minuten backen, bis die Masse gestockt ist.
Den Frischkäse mit dem Meerrettich verrühren und auf die noch warme Platte streichen, mit Lachsscheiben belegen und mithilfe des Backpapiers zu einer festen Rolle formen. In Frischhaltefolie packen und mindestens 3 - 4 Stunden am besten über Nacht im Kühlschrank kalt stellen.

Zum Anrichten die Rolle in Scheiben schneiden und eventuell mit Salat und Toastbrot oder Pumpernickel servieren.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Manhattan Clam Chowder


Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass es schon seit längerer Zeit kein neues Suppenrezept auf unserer Speisekarte gab. Weil Suppen der absolute Renner in Lindas Bistro sind, musste das sofort geändert werden.
An guten Rezepten mangelt es nicht und heute habe ich mich für einen internationalen Klassiker aus meinem Kochbuch "1 Brühe - 100 Suppen" entschieden.

Für 6 Personen
1 TL Öl
120 gepökeltes Schweinefleisch oder ungeräucherter Speck, gewürfelt
1 Zwiebel, fein gehackt
2 Selleriestangen, klein geschnitten
4 Tomaten, gehäutet, entkernt und gehackt
3 Kartoffeln, gewürfelt
1 Prise getrockneter Thymian
frische gehackte Petersilie
160 ml Tomatensaft
620 ml Gemüsebrühe
36 Venusmuscheln
160 ml trockener Weißwein
Salz und Pfeffer

Das Öl in einem Topf erhitzen und das Fleisch darin bei mittlerer Hitze leicht anbräunen. Aus dem Topf nehmen.
Zwiebel und Sellerie in den Topf geben und bei schwacher Hitze unter gelegentlichem Rühren 5 Minuten andünsten.
Tomaten, Kartoffeln, Thymian und das angebratene Fleisch in den Topf geben. Gemüsebrühe und Tomatensaft zugießen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren aufkochen, dann die Hitze reduzieren und die Suppe im geschlossenen Topf so lange köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind.
In der Zwischenzeit die Muscheln unter fließend kaltem Wasser abbürsten. Alle beschädigten Muscheln sowie Muscheln, die sich beim Dagegenklopfen nicht schließen, wegwerfen. In einem Topf den Wein zum Kochen bringen und die Muscheln darin abgedeckt bei großer Hitze unter gelegentlichem rütteln 4-5 Minuten kochen, bis sie geöffnet sind.
Die Muscheln herausheben und leicht abkühlen lassen, nicht geöffnete wegwerfen. Den Kochsud filtern und in die Suppe geben.
Die Muscheln auslösen und in der Suppe noch 2 - 3 Minuten erwärmen. Die Suppe in tiefen Tellern anrichten, mit gehackter Petersilie bestreuen und nach Belieben mit knusprigem Brot servieren.

Meine Abänderungen:
Anstelle der Staudensellerie habe ich in schmale Streifen geschnittenen Lauch und Knollensellerie verwendet. Die frischen Tomaten habe ich durch stückige aus der Dose ersetzt.
Da ich von unserem letzten Muschelessen noch Muschelfleisch  im TK hatte, habe ich den Wein direkt in die Suppe gegossen. Abgeschmeckt habe ich noch mit etwas Piment d'Espelette.


Die Urspungsversion Clam Chowder stammt aus Neuengland und wurde mit Sahne gebunden. Mitte des 19. Jahrhunderts machten die in New York lebendenen Italiener Tomaten als Zutat in der Küche bekannt. So entstand wohl die Abwandlung "Manhattan Clam Chowder" mit Tomatensaft. Der amerikanische Koch James Beard schrieb: "Diese ziemlich schreckliche Suppe, genannt Manhattan clam chowder ähnelt einer Gemüsesuppe, in die versehentlich ein paar Clams gefallen sind." Ich finde er tat der Suppe unrecht. Für mich  ein sehr herzhafter Eintopf, der bei diesen unwirtlichen Temperaturen für Wärme von innen sorgt.



Freitag, 26. November 2010

Geschmorte Rinderwade mit Petersilienwurzeltascherln

 

Wir können nicht nur schwäbisch, vor allem beim Kochen. Das heutige Rezept habe ich von unseren österreichischen Nachbarn entlehnt. 

Geschmorte Rinderwade (4 Personen):
1 kg Rinderwade
1 Knoblauchzehe
2 Zwiebeln
1 - 2 EL Ketchup
1 EL Zucker
1/ 2 l Rotwein
Rinder- bzw. Gemüsebrühe
3 angedrückte Wacholderbeeren
2 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer
Öl

Zwiebel und Knoblauch schälen und in Würfel schneiden. Das Fleisch in heißem Öl in einem Bräter scharf anbraten, herausnehmen und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Bratenrückstand Zwiebel und Knoblauch goldgelb anbraten. Zucker, Ketchup und Wacholderbeeren zufügen, kurz durchschwenken und mit Rotwein aufgießen. Kurz aufkochen lassen, dann das Fleisch wieder in den Bräter geben, die Lorbeerblätter dazu und das ganze dann zugedeckt im vorgeheizten Ofen bei 170° C mindestens 2 1/2 Stunden (bei mir waren es fast 4 Stunden) schmoren. Bei Bedarf gelegentlich mit Brühe und/oder Rotwein aufgießen.

Während der Braten schmort, bleibt genug Zeit die Petersilienwurzeltascherln zuzubereiten.

Petersilienwurzeltascherln:

200 g Petersilienwurzeln (geschält und kleingewürfelt)
60 g QimiQ (ich hoffe, dass das kein "Teufelszeug" ist)
Salz, Pfeffer, Muskat
frisch gehackte Petersilie

Die Petersilienwurzeln in aufschäumender Butter kurz anschwenken, etwas Wasser angießen, mit Salz würzen und weichdünsten. Eventuell entstandene Flüssigkeit abgießen, QimiQ zufügen und feinpürieren. Masse etwas abkühlen lassen und mit Pfeffer und Muskat abschmecken, gehackte Petersilie unterheben.


Mit dem sehr dünn ausgewellten Pastateig und der Füllung die Tascherln basteln.
Für den wellenförmigen Rand muss ich wohl bei Hundertachtziggrad° noch Nachhilfeunterricht nehmen.
Das ursprüngliche Rezept sieht für die Füllung Pastinaken vor. Da mir persönlich Pastinaken zu süsslich sind, kam mir die Idee mit den Petersiliewurzeln und damit passt mein Rezept auch zum Garten-Koch-Event im November

Garten-Koch-Event November 2010:
Wurzelpetersilie [30. November 2010]


Dienstag, 16. November 2010

Dörrgemüserisotto - nachgekocht



Manchmal springt mich ein Rezept direkt an und ich möchte es unbedingt nachkochen. So ging es mir auch mit dem Dörrgemüserisotto von Robert. Allein die getrockneten Auberginen haben mich bisher daran gehindert. Der Zufall kam mir zu Hilfe, während einer Mittagspause entdeckte ich in einem Supermarkt, in den ich sonst nie gehe, ein Päckchen Dörrauberginen. Die mussten natürlich sofort mit und heute wurde der Risotto gekocht. 

Das Rezept findet ihr hier. Lediglich den Alkohol musste ich weglassen, weil außer Bier nichts im Hause war.

Was soll ich Euch sagen, wir waren mehr als angetan. Wie köstlich muss es erst mit Marsala, Wein und Grappa schmecken! Und eine Entdeckung habe ich für mich gemacht - die getrockneten Auberginen schmecken mir sogar besser als die frischen.

Donnerstag, 11. November 2010

Linda allein zu Haus

und keine rechte Lust zum Kochen. Um die Mittagszeit meldet sich dann doch der kleine Hunger. Wie das ausgeht, lässt sich schon ahnen. Ein ständiger Gang zum Kühlschrank, dort ein Zipfel Wurst, da ein Häppchen Käse. Dann der Griff ins Schleckfach, schnell noch ein Stückchen Schokolade und eine Handvoll Gummibärchen zwischen die Zähne geschoben. Das Ganze endet in unkontrollierter Kalorienaufnahme, satt werde ich aber nicht.

Dann doch lieber gleich eine Kleinigkeit kochen? Bestandsaufnahme im Kühlschrank. Es findet sich vom Vortag noch ein Stück Seehecht sowie drei kleine Pellkartoffeln. Möhren und Knollensellerie sind eh immer im Gemüsefach.

Und das ist daraus entstanden:



Möhre und Knollensellerie in feine Stifte schneiden, eine Schalotte klein würfeln. Das Gemüse in Butter glasig dünsten und dann mit Gemüsebrühe und etwas Weißwein auffüllen, aufkochen lassen und Sahne dazugießen, einreduzieren lassen.
Den Seehecht mit Salz und Pfeffer würzen und in Butter braten, aus der Pfanne nehmen und warmstellen, nun die gewürfelten Kartoffeln mit etwas gehackter Petersilie in der Butter schwenken.
Das Gemüse aus der Sauce nehmen, diese mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und mit kalter Butter aufmixen.

Fertig ist ein schnelles Essen für mich.

Montag, 11. Oktober 2010

Birnen-Sellerie-Schaumsuppe mit Geflügelleber

Garten-Koch-Event Oktober 2010: Birnen
[31. Oktober 2010]

Der Gartenblog wünscht sich für den Monat Oktober Rezepte mit Birnen. Für mich eine gute Gelegenheit, endlich mal ein Süppchen zu kochen, das schon über ein Jahr in meinem Hinterkopf gespeichert ist. Es stammt aus der "Lust auf Genuss - Slowfood" - Ausgabe 4/2009.

Zutaten für 4 Portionen:
1 Zwiebel
500 g Knollensellerie
2 Birnen
Butterschmalz
50 ml Weißwein
500 ml Brühe
300 g Schlagsahne
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
150 g Geflügelleber
50 g Butter
2 EL roter Portwein
Saft von 1/2 Zitrone

Zwiebel, Sellerie und Birnen jeweils schälen und in Würfel schneiden. Anschließend in Butterschmalz andünsten, mit dem Wein ablöschen, mit Brühe aufgießen und gar kochen. Sahne zufügen und fein pürieren. Wer es ganz fein mag, kann die Suppe durch ein Sieb passieren, ich habe darauf verzichtet. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Leber putzen, abbrausen und trockentupfen und in der Pfanne in schäumender Butter anbraten, salzen, pfeffern, mit PortRotwein ablöschen und warm stellen.

Übrige Birne schälen, in Würfel schneiden und mit Zitronensaft beträufeln. Birnenwürfel auf tiefe Teller verteilen, die Suppe nochmals mit dem Pürierstab aufschäumen und mit der in Scheiben geschnittenen Leber auf den Birnenstücken anrichten.

Die süß-pikante Note der Suppe hat mir gut gefallen, die Birnenstückchen haben zusätzlich noch für etwas mehr "Biss" gesorgt. Eine kleine Portion der Suppe in einem mehrgängigen Menü kann ich mir sehr gut vorstellen.



Hier noch ein weiteres pikantes Rezept mit Birnen.

Freitag, 24. September 2010

Gebackene Gemüsewursträdle

Der September ist schon nahezu vorbei und ich habe es noch zu keinem einzigen Post geschafft. Probleme im familiären Umfeld hemmen meine Lust am Kochen derzeit so ziemlich. In letzter Zeit gab es deshalb nichts, was eine Erwähnung verdient hätte.Gestern habe ich mich jedoch dazu aufgerafft, mal wieder etwas Aufwändigeres auszuprobieren, schon ganz lange habe ich dieses Rezept im Hinterkopf. 

Zutaten:
150 g Brokkoli
150 g Karotten
150 g grüne Bohnen
200 g Blumenkohl
2 Zitronenscheiben
200 ml Sahne
4 Eier
Salz, Pfeffer, Muskat
1 Wurstdarm  Folienschweißgerät, Gefrierbeutel, Alufolie

Zum Panieren:
60 g Mehl
2 Eier
50 g Parmesan, gerieben
(Quelle: Schwaben - Kulinarische Streifzüge - Edition Sigloch)

Das Gemüse waschen, den Brokkoli in kleine Röschen teilen und blanchieren, die Karotten und Bohnen kleinschneiden und zusammen blanchieren. Den Blumenkohl in Salzwasser mit den Zitronenscheiben weich kochen und ausdämpfen lassen, mit der Sahne und den Eiern im Mixer fein pürieren. Die Masse zusammen mit den vorbereiteten Gemüsen vermischen, kräftig würzen und in den Darm füllen. Mit der Beschaffung eines Wurstdarmes wollte ich mich nicht herumschlagen, deshalb habe ich mithilfe eines Folienschweißgerätes aus einem Gefrierbeutel einen Schlauch mit ca. 7 - 8 cm Durchmesser hergestellt. In diesen habe ich die Masse eingefüllt, mit Garn fest zugebunden und in Alufolie eingewickelt.


 Das Ganze wird dann in leicht kochendem Wasser 60 Minuten gegart. Die gegarte Gemüsewurst muss gut abkühlen.
Nach dem Abkühlen wird sie in Scheiben geschnitten und  zuerst in Mehl, dann in der Ei-Parmesan-Mischung gewendet und in heißem Fett ausgebacken.



Als Beilage gab es Spaghetti mit einer fruchtigen Tomaten-Basilikum-Sauce.



Mein Fazit: 
Kein Gericht, das sich so auf die Schnelle herstellen lässt. Zwar ist der Arbeitsaufwand nicht so riesig, allerdings wird durch die lange Garung und das Abkühlen viel Zeit benötigt. Das Panieren war eine sehr mühselige Angelegenheit, weil die Scheiben nicht die erhoffte Festigkeit hatten und wie rohe Eier behandelt werden mussten. Mir hätte eine etwas knusprigere Hülle (evtl. mit Semmelbrösel oder Panko) besser gefallen.

Mittwoch, 21. Juli 2010

Schmorgurken-Pfifferlings-Pfanne

Von meinen netten Nachbarn wurde ich gestern mit zwei Schlangengurken beschenkt. Obwohl ich noch eine Gurke im Gemüsefach hatte, wollte ich das Geschenk nicht ablehnen. Meine Kochlust hält sich derzeit arg in Grenzen, nur meine Familie ist nicht sonderlich begeistert von Rohkost. Deshalb kam mir dieses schnelle Rezept gerade gelegen.

Zutaten für 4 Personen:
100 g Pfifferlinge
2 mittelgroße Schmorgurken (bei mir eine Schlangengurke)
400 g Hähnchenfilet
1 mittelgroße Zwiebel
Salz, Pfeffer, Öl
125 g Schlagsahne
1/4 l Gemüsebrühe
Petersilie

Pfifferlinge putzen, evtl. waschen, Schmorgurken schälen, längs halbieren, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Fleisch waschen, trockentupfen und in Würfel schneiden, Zwiebel schälen und feinhacken.

Zwiebel und Pfifferlinge in einer tiefen Pfanne in heißem Öl ca. 2 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen, herausnehmen. In der Pfanne 2 EL Öl erhitzen und die Hähnchenwürfel darin goldbraun anbraten und ebenfalls herausnehmen. Anschließend die Schmorgurken im Bratfett bei ganz niedriger Hitze zugedeckt ca. 10 Minuten schmoren, mit Salz und Pfeffer würzen. Hähnchenfleisch dazugeben, mit Gemüsebrühe und Sahne ablöschen und 10 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss Pilze unterheben, nochmals abschmecken und gehackte Petersilie dazugeben. Ich koche dazu Reis.

Leider haben die Gurken ihre schöne grüne Farbe verloren, was der Optik etwas abträglich ist, aber es ist ein sehr lecker schmeckendes schnell gekochtes Gericht und deshalb mein Beitrag im Juli für die

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Samstag, 10. Juli 2010

Croxetti - made by Linda

Diese hübsche Pasta habe ich vor einigen Wochen bei Robert von lamiacucina gesehen. Der Italienurlaub lässt noch ein paar Wochen auf sich warten und vielleicht kann ich die "Croxetti" in unserer Urlaubsregion überhaupt nicht auffinden. Schnell entstand in mir die fixe Idee, diese Teigwaren selbst herzustellen, nur woher den benötigten Holzstempel nehmen?

Da fiel mir der alte Springerlesmodel der Oma ein, den ich aus Nostalgiegründen aufgehoben habe. Einmal habe ich sogar Springerle gemacht, die waren aber an Ostern noch so hart, dass man sie locker als Wurfgeschosse hätte verwenden können. Seitdem ist der Model unbenutzt bei den anderen Ausstechformen für Weihnachtsgebäck.

Ich habe einen Pastateig hergestellt, nach der Ruhezeit mit der Nudelmaschine bis zur vorletzten Stufe ausgewalzt und mit einem Glas von ca. 5 cm Durchmesser runde Teilchen ausgestochen. Diese habe ich dann einzeln auf das jeweilige Motiv gelegt und den Teig mit dem Finger in die Vertiefung gedrückt. Es hat ganz gut funktioniert. 

So perfekt wie die gekauften sind sie natürlich nicht geworden, aber ich bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden.


Dazu gab es eine Paprika-Walnuss-Sauce, die zwar sehr gut geschmeckt hat, aber optisch wenig überzeugend war, so dass ich mir lange überlegt habe, ob ich Euch das Rezept dafür überhaupt weitergebe.  Als Grundidee ist sie vielleicht doch für den ein oder anderen von Euch interessant.

Paprika-Walnuss-Sauce:
100 g gehackte Walnüsse
300 ml Gemüsebrühe
2 EL Crème fraîche
2 EL Butter
1 Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1/2 TL Ingwer, fein gehackt
1/2 - 1 Chilischote, fein gehackt
2 rote Paprikaschoten, feine Streifen
Salz, Muskat, Piment
Zitronenabrieb
1/2 - 1 TL Zitronensaft
Basilikum, fein geschnitten

Die Walnüsse in einer trockenen Pfanne kurz unter Rühren anrösten. Die Hälfte der Walnüsse mit der Gemüsebrühe und der Crème fraîche im Mixer fein pürieren.
Butter erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin goldgelb anbraten, Ingwer, Chili und Paprika dazugeben und unter Rühren 4 Minuten braten, leicht salzen.
Gemüse mit Walnuss-Sauce aufgießen, mit Muskat, Piment und Zitronenschale würzen und etwas einkochen lassen. Dann mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Sauce mit den gekochten Croxetti anrichten und mit den restlichen Walnüssen und Basilikum bestreuen.

 

Bestimmt wären die Croxetti getrocknet mit einem Glas selbstgemachtem Pesto eine hübsche Geschenkidee. Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand von den  Pasta-Gurus Tipps zur Nudeltrocknung geben könnte. 

Mittwoch, 7. Juli 2010

Kaninchen mit Tüften

"Alle Hobbits können natürlich kochen, denn diese Kunst beginnen sie schon vor dem Lesen und Schreiben zu lernen (was manche nie erreichen); aber Sam war ein ganz guter Koch, selbst nach Hobbit-Maßstäben, und auf ihren Wanderungen hatte er ein groß Teil der Lagerkocherei erledigt, wenn dazu Gelegenheit war. Hoffnungsvoll schleppte er immer noch etwas von seiner Ausrüstung mit: eine kleine Zunderbüchse, zwei kleine, flache Kochtöpfe, von denen der kleinere in den größeren paßte, drinnen lagen ein Holzlöffel, eine kurze, zweizinkige Gabel und ein paar Fleischspieße; und ganz zuunterst im Rucksack war in einer kleinen flachen Holzschachtel ein dahinschwindender Schatz versteckt, etwas Salz."


Sméagol hat Kaninchen erbeutet und Sam möchte sie kochen, was Sméagol nicht erfreut, denn er ist der Meinung, dass Fleisch nur roh gegessen werden kann. Sam bittet Sméagol, Kräuter zu suchen, dieser weigert sich jedoch:

"Sméagol wird in Teufels Küche kommen, wenn dieses Wasser kocht und er nicht tut, worum er gebeten wird", brummte Sam. "Sam wird seinen Kopf hineinstecken, ja, Schatz. Und ich würde ihn nach Rüben und Möhren und Tüften suchen lassen, wenn die Jahreszeit danach wäre. Ich wette es gibt alle möglichen guten Dinge, die in diesem Land wild wachsen. Für ein halbes Dutzend Tüften würde ich viel geben." 
"Sméagol wird nicht gehen, o nein, Schatz, diesmal nicht", zischte Gollum. "Er hat Angst und ist sehr müde, und dieser Hobbit ist nicht nett, ganz und gar nicht nett. Sméagol will nicht nach Wurzeln und Möhren graben und - Tüften. Was sind Tüften, Schatz, wie, was sind Tüften?" 
 "Kar-tof-feln", sagte Sam. "Die ganze Wonne des Ohm, und eine selten gute Unterlage für einen leeren Magen. Du wirst keine finden, also brauchst du auch nicht danach zu suchen. Aber sei ein lieber Sméagol und hole mir die Kräuter, dann werde ich eine bessere Meinung von dir haben. Und überdies, wenn du dich besserst und auch gut bleibst, werde ich dir demnächst Tüften kochen. Das werde ich: gebackenen Fisch und Bratkartoffeln, angerichtet von S. Gamdschie. Da könntest du nicht nein sagen."
"Doch, doch wir könnten. Netten Fisch verderben, ihn verbrennen. Gibt mir jetzt Fisch und behalte deine garstigen Bratkartoffeln!" 

Bereits während meiner Kinder- und Jugendzeit habe ich viel gelesen, ja man könnte sagen, ich habe Bücher regelrecht verschlungen. Sehr zum Leidwesen meiner Mutter, die oft vergeblich nach mir gerufen hat, wenn ich völlig in eine andere Welt eingetaucht war. Obwohl eher Krimis mein Metier sind, habe ich vor bald 30 Jahren die Trilogie "Herr der Ringe" von J.R.R. Tolkien gelesen und war vollkommen fasziniert. Meistens bin ich ja von Verfilmungen gelesener Bücher enttäuscht, weil sie nicht mit den Bildern, die ich während des Lesens vor Augen hatte, übereinstimmen.  Deshalb war ich sehr darauf gespannt, wie gut Peter Jackson die Umsetzung dieser Trilogie gelingen wird. Mit meinem Sohn habe ich alle drei Filme im Kino geschaut und ich war überwältigt, wie sehr sich die Verfilmung mit meinen Vorstellungen aus den Büchern gedeckt hat.

Doch nun zum Rezept, wenn es auch kein gebackener Fisch mit Bratkartoffeln ist, bin ich sicher, dass es Samweis Gamdschie sehr genossen hätte.

Kaninchenkeulen mit Backofenkartoffelntüften: (2 Portionen)
2 Kaninchenkeulen
1 große Möhre
1/2 Stange Lauch
1 Knoblauchzehe
150 ml trockener Weißwein
2 Tomaten
Öl, Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt
Pinienkerne
Kartoffeln 

Die Kaninchenkeulen salzen, pfeffern und rundherum in heißem Olivenöl kräftig anbraten, herausnehmen und im Bratfett das zerkleinerte Gemüse sowie die angedrückte Knoblauchzehe kurz andünsten. Mit Weißwein ablöschen und die Kaninchenkeulen wieder hineinlegen. Die entkernten, gewürftelten Tomaten sowie das Lorbeerblatt und die Pinienkerne zufügen. Kräuter wie Thymian oder Rosmarin würden auch sehr gut passen, standen mir aber leider nicht zur Verfügung. Das Ganze nun zugedeckt ca. 40 - 45 Minuten schmoren und zum Schluss mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat abschmecken.

Die Kartoffeln in Spalten schneiden, gut mit Olivenöl einölen und auf einem Blech im 180° heißen Backofen in ca. 35 - 40 Minuten knusprig backen und vor dem Servieren etwas salzen.






Dieser Post ist mein Beitrag zum aktuellen Kochtopfevent

Blog-Event LVIII - Kulinarisches aus
Literatur und Film (Einsendeschluss 15. Juli 2010)

Freitag, 2. Juli 2010

Mosli fil Koucha

9ter mediterraner Kochevent - Tunesien - tobias kocht! - 10.06.2010-10.07.2010

Beim Kochen rund ums Mittelmeer wünscht sich Tobias dieses Mal Gerichte aus Tunesien. Wieder keine einfache Aufgabe für mich. In gerade mal 2 Kochbüchern habe ich ein rundes Dutzend Rezepte gefunden, die mir alle nicht für meine Familie nachkochbar erschienen. So habe ich also das Internet bemüht und bin dabei auf einen Blog gestoßen, der mich sofort angesprochen hat. Unter den vielen Rezepten, die ich bei Le Monde de Jacey gefunden habe, fiel die Wahl für den Einstieg in die tunesische Küche auf dieses:

Zutaten:
500 g Hühnerbrust
1 Zucchini
1-2 Zwiebeln
3-4 Kartoffeln
2 Tomaten
2 Paprika
2-3 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer, Paprika
Kreuzkümmel, Safran, Kurkuma, Koriander
Tomatenmark, Harissa, Olivenöl, Zitronensaft

Die Hühnerbrust in grobe Würfel schneiden und in einer Pfanne in etwas Öl kurz anbraten. Dabei mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Das Gemüse waschen, putzen, eventuell schälen und alles in gleich große Stücke bzw. Scheiben schneiden und über das Fleisch geben. Kräftig mit Kreuzkümmel, Safran, Kurkuma und Koriander würzen. Aus knapp 300 ml Wasser, 50 ml Olivenöl, etwas Zitronensaft, Tomatenmark und Harissa eine Marinade herstellen und über die Fleisch-Gemüse-Mischung gießen. 

 Das Ganze nun im auf 180° vorgeheizten Ofen backen, bis das Gemüse schön weich ist.


Ein Gericht, das uns allen gut geschmeckt hat und wohl den tunesischen Touch durch die Gewürze bekommt.