Mittwoch, 19. Mai 2010

Spaghetti-Würstchen-Topf



Auf der Rangliste der beliebtesten Gerichte in unserer Familie, würde dies hier leider ziemlich abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze landen. Genaugenommen mag es nur unser Sohn. Das erste Mal habe ich es gekocht, als C. so ungefähr 2 Jahre alt war, damals war ich auf der Suche nach kindgerechten Alltagsrezepten.

Der Spaghetti-Würstchen-Topf war sofort das Leibgericht von C. und musste von nun an mindestens 1 mal die
Woche gekocht werden. Im Laufe der Zeit haben sich seine Geschmacksknospen weiter entwickelt und es darf mehr Abwechslung sein, aber immer noch freut er sich, wenn ich ihm seine Leibspeise koche. Nachdem er zwischenzeitlich die Volljährigkeit erreicht hat, könnt ihr Euch ausrechnen, dass ich dieses Nudelgericht schon mehrere hundert Male gekocht habe und deshalb hat es auch einen Platz in meinem Blog verdient.

Für 1 - 2 Portionen schneide ich 1 Stück Lauch und 1 Saitenwürstchen (Wiener, Frankfurter) in Scheiben und brate sie in heißem Öl leicht an, dann kommt ein guter Schuss Ketchup dazu. Das Ganze wird mit ca. 1/4 l Gemüsebrühe aufgegossen und zum Kochen gebracht.

Nun breche ich soviel Spaghetti hinein, dass diese gerade bedeckt sind. Ich lasse die Suppe solange kochen, bis die Spaghetti gar sind, dabei gelegentlich umrühren und eventuell Brühe nachgießen. Hier schmeckt es besser, wenn die Spaghetti etwas weicher als üblich sind.

Zum Schluss kommt noch etwas gut schmelzfähiger Käse, Sahne und Petersilie dazu und wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Im Ursprungsrezept ist dies ein relativ flüssiger Eintopf. Bei mir ist zum Schluss nur noch ganz wenig Flüssigkeit vorhanden, die sich wie eine cremige Sauce mit den Spaghetti vermischt, dies liebt C. so.

Kein hochkulinarisches Rezept - aber das muss es ja auch nicht immer sein.

Kommentare:

  1. warum soll man sich denn Zwang antun, soll Känguruhsteak auf und mit als gut befinden, wenn einem ein einfaches Gericht schmeckt. Wenn der Teller in der Beliebtheit der Familie weiter hinten rangiert, so ist das ein Problem der Durchschnittsberechnung.

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  2. @Robert: :))
    Einfach mal die Parameter neu definieren, schon passt´s.

    Ich könnte es mir mit Bratwurststückchen gut vorstellen. Das ist so Seelenfraß... muss man auch mal haben. Gerade im kältesten Mai des Jahrtausends...

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  3. @lamiacucina
    Tatsächlich bei 4 Familienmitgliedern wären das ja 25 % und da wäre mancher Politiker froh drum ;)

    @Arthurs Tochter
    An Bratwurst habe ich jetzt noch nie gedacht. Meiner Seele tut es wahrlich gut, wenn ich meinem Sohn sein Leibgericht koche, zu jeder Jahreszeit und bei allen Temperaturen ;)

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  4. Ob Bock- oder Bratwurst, wenns mal wieder schnell gehen soll, dann könnte ich Herrn Suse mit so einem Gericht richtig Glücklich machen. bei uns wär das schon ne 50%-Entscheidung...was nicht heißen soll, dass ich das nicht mag ;o)

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  5. @Suse
    Ich warne Dich aber vor, der Spaghetti-Würstchen-Topf ist schon sehr eigenwillig ;)

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  6. Der naechste Schritt fuer Deinen Sohn waere dann wohl RISOTTO ALLA BIRRA E WURSTEL ziemlich beliebt hier unter den jungen Leuten. Seit Jahren.

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  7. Das hätte mir als Kind auch geschmeckt - heute wahrscheinlich immernoch ;-)

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  8. Mit unseren guten Saiten aus Baden Württemberg eine Delikatesse! :-)

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  9. @Jutta Lorbeerkrone
    Das hört sich ja auch sehr verwegen an, ein Versuch wäre es wert.

    @Christina
    Mir geht es auch so, meine Leibspeisen aus der Kindheit schmecken mir auch heute noch, nur leider sehr wenige davon meiner Familie ;-)

    @Hannes
    Die Qualität des Würstchens ist hier von enormer Wichtigkeit ;-)

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  10. Ach, so Kindheitsgerichte haben doch absolut ihre Berechtigung. Abgewandelt mit Salsiccia/Salami statt Frankfurter und Tomaten statt Ketchup ist das mein Standard unterderWochelangeArbeiten Essen :)

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