Nachkochen!

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Dienstag, 8. März 2011

Feinheit für Angeber

"Angeberei ist doch etwas Herrliches. Ich geb's zu. Nichts ist so schön, als die halbe Wahrheit zu einem ganzen Erfolg zu machen. Nichts tut der gekränkten Seele so gut, wie die schlechte Quote zum intellektuellen Publikum zu erklären. Was haben wir nicht schon für tolle Sachen erlebt. Eine einzige Freude ist das: mein Leben. Und meine Küche ist, mit dem Muldenherd, schon ganz passabel. Das 90 cm breite Backrohr sieht auch gut aus. Ich kann auf meinem Wok-Brenner mit bis zu 5.000 Watt die Milch für den Kinderkakao heiß machen. Geht ganz schnell und auch Wasserkochen ist kein Problem. Gott sei Dank fragt mich kein Mensch, was meine Kinder von der angebrannten Milch und den immer zu weichen oder zu harten Eiern halten. Aber die angenehmste Form der Hochstapelei heißt: Parmesanchips"
 (aus: "richtig fressen" von Jürgen Tarrach und Klaus Ortner) 

Ich setze noch einen drauf und mache Parmesankörbchen. Dazu zeichne ich mithilfe eines Zirkels Kreise mit 14 cm Durchmesser (das passt perfekt auf das allseits bekannte Glas vom Elch) auf ein Backpapier. Das Backpapier lege ich auf ein Blech und bestreue die Kreise mit geriebenem Parmesan - nicht zu dünn aber auch nicht zu dick. Das Ganze backe ich dann im auf 180 °C vorgeheizten Ofen bis der Käse verlaufen ist und etwas Farbe bekommen hat.

Die Parmesanplätzchen nehme ich dann nacheinander einzeln mit einem Pfannenwender heraus und stülpe sie sofort über ein umgedrehtes Glas, das muss relativ zügig gehen, da der Käse sehr schnell wieder fest wird. 


Nach dem Abkühlen habe ich die Körbchen mit einer Mischung aus Kopf- und Feldsalat, karamelisierten Birnen und gerösteten Haselnussblättchen angerichtet. Obenauf kam noch ein Stück Räucherforelle. Perfekt als kleine Vorspeise oder Abendimbiss.


Weitere Verwendungsmöglichkeiten für Parmesankörbchen:

Donnerstag, 3. März 2011

Alle Jahre wieder ...

kommt zwar das Christuskind auf die Erde nieder, aber mit Weihnachten hat mein heutiger Beitrag nichts zu tun. Höchstens insofern, dass er auch etwas mit Geschenken zu tun hat. 

Jedes Jahr kurz vor meinem Geburtstag werde ich von meiner Familie gefragt, was ich mir denn so wünsche und wie ein kleines Kind schreibe ich dann eine Wunschliste. Nun denkt ihr sicher, wie langweilig, keine Überraschung. Da meine Lieben sich jedoch mit der Wunschliste immer erst kurz vor knapp beschäftigen, bekomme ich eigentlich fast nie was auf dem Zettel steht und so werde ich doch immer wieder überrascht. 





Unter anderem habe ich dieses
Kochbuch zum letzten Geburtstag
bekommen
Und weil Häppchen in Lindas Bistro mindestens ebenso beliebt sind wie Suppen, habe ich heute für Euch 

Pochierte Wachteleier auf Toast mit Tomaten-Tapenade

Für 12 Häppchen
12 Wachteleier
3 Scheiben Toastbrot (oder mehr je nach Größe der Häppchen)
2 EL Butter
1 Schuss Weißweinessig
1 getrocknete Softtomate zum Dekorieren, etwas Kresse
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 große Tomaten
10 getrocknete Softtomaten
2 EL Olivenöl
3 Zweige Thymian
1 Prise Zucker
2-3 Safranfäden
Meersalz, Pfeffer, Piment d'Espelette

Zuerst wird die Tapenade hergestellt. Dazu die Zwiebel und die Knoblauchzehe fein würfeln. Frische Tomaten häuten, entkernen und in Stücke schneiden sowie die Softtomaten in Streifen schneiden. Olivenöl in einem Topf erhitzen und alles darin andünsten. Die Thymianzweige, 1 Prise Zucker und die Safranfäden dazugeben und das Ganze im geschlossenen Topf bei ganz kleiner Hitze etwa eine Stunde köcheln. Dann den Thymian herausfischen und die Tomaten-Tapenade gut pürieren. Mit Meersalz, Pfeffer und Piment d'Espelette abschmecken. Die Tapenade hält sich im Kühlschrank gut eine Woche.

Anschließend werden die Wachteleier pochiert. Dazu einen Liter Wasser mit 2 EL Weißweinessig im Topf zum Kochen bringen. Mit dem Schneebesen kräftig rühren, so dass sich ein Strudel bildet. Wachteleier vorsichtig hineingleiten lassen und ein bis zwei Minuten im Wasser ziehen lassen. Mit dem Schaumlöffel herausholen und die ausgefransten Ränder abschneiden. Frau Linster empfiehlt, nicht mehr als 6 Eier gleichzeitig zu pochieren, ich habe sie einzeln pochiert.

Dann etwas Butter in einer Pfanne zerlassen und die Toastbrotscheiben darin von beiden Seiten anbraten. Mit einem runden Ausstecher jeweils 4 runde Taler ausstechen und mit der Tapenade bestreichen. Auf jeden Taler ein pochiertes Wachtelei setzen und mit der übrigen in Streifen geschnittenen Softtomate und etwas Kresse Radieschensprossen dekorieren.



Hier könnt Ihr sehen, dass das Eigelb noch flüssig ist.

Die Häppchen eignen sich für ein Fingerfoodbüfett,
als Gruß aus der Küche bei einem Menü
oder einfach wie bei uns als kleiner Imbiss.






Und weil dies bisher das erste und einzige Rezept aus dem Kochbuch "Einfach fantastisch" von Lea Linster ist, das ich nachgebaut habe, darf dieser Beitrag am Dauerevent DKduW von Foodfreak teilnehmen.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Lachs-Spinatröllchen


Das Rezept für die Lachs-Spinatröllchen haben wir an der Volkshochschule als Vorspeise gekocht und es war locker ausreichend für 10 Personen. Ich habe es zuhause als Abend-Imbiss gemacht und wir haben 2 Tage daran gegessen. Mir würden die Röllchen auch gut auf einem Fingerfood-Buffet gefallen.

Zutaten:
3 Eier
150 g gehackter TK-Spinat, gut abgetropft
150 g geriebener Käse
Pfeffer, Salz und Muskatnuss
180 g Frischkäse
1 EL Meerrettich
200 g Räucherlachs

Eier gut verrühren und mit dem Spinat und Käse mischen, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Ein Backblech mit Backpapier belegen und einölen. Die Masse auf das Blech ca. 1/2 cm dick und etwa im A4-Format aufstreichen. Im auf 200° vorgeheizten Ofen in ca. 10 Minuten backen, bis die Masse gestockt ist.
Den Frischkäse mit dem Meerrettich verrühren und auf die noch warme Platte streichen, mit Lachsscheiben belegen und mithilfe des Backpapiers zu einer festen Rolle formen. In Frischhaltefolie packen und mindestens 3 - 4 Stunden am besten über Nacht im Kühlschrank kalt stellen.

Zum Anrichten die Rolle in Scheiben schneiden und eventuell mit Salat und Toastbrot oder Pumpernickel servieren.

Freitag, 28. Mai 2010

Noch ein Spargelsalat

Vor einigen Tagen hat uns Jutta Lorbeerkrone einen Spargelsalat serviert und auch in diversen anderen Blogs habe ich verschiedene Salate entdeckt. Also warum Spargel immer warm essen? Ein Rezept für einen Salat hatte ich schnell gefunden.

Salat von grünem und weißem Spargel, Broccoli und Haselnüssen

Für 4 Portionen:
500 g grüner Spargel
500 g weißer Spargel
500 g Broccoli
Salz, Zucker, Butter
gehobelte Haselnüsse
4-5 EL Sherryessig
schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Salz
6 EL Pflanzenöl
2 Eigelb
gehackte Petersilie
(Quelle: "Das große Buch vom Kochen" Sonderausgabe der Zeitschrift essen&trinken)

Vom Spargel die holzigen Enden abschneiden, weißen Spargel schälen, beim grünen nur das Ende. Spargel in 4 - 5 cm lange Stücke schneiden.
Broccoli in Röschen zerteilen und waschen.
Den Spargel in kochendem Salzwasser, dem etwas Butter und Zucker zugefügt wurde, bissfest garen, mit einem Schaumlöffel herausnehmen und den Broccoli im gleichen Wasser ca. 6 Minuten garen.
Gemüse gut abtropfen lassen.
Haselnüsse in einer Pfanne goldbraun rösten.
Sherryessig mit Salz und Pfeffer verrühren. Öl in dünnem Strahl unter ständigem Rühren zugeben. Zum Schluss die Eigelbe unterrühren und die gehackte Petersilie zufügen.
Das Gemüse mit der Salatsauce marinieren und kurz durchziehen lassen, anrichten und mit den Haselnüssen bestreuen.

Für U. gab es dazu ein Pfeffersteak. Mir hat der Salat sehr gut geschmeckt, aber U. wünscht sich den nächsten Spargel wieder warm.

Mit diesem Beitrag beteilige ich mich am Monatsevent vom Gärtnerblog.

Garten-Koch-Event Mai: Spargel [31.05.2010]





Mittwoch, 26. Mai 2010

Lesefutter (4) und ein Schmankerl für Kommissar Kluftinger

"Säuberlich belegte er das trockene Brot mit Parmesanscheiben. Der Geschmack des Käses war keine Offenbarung. Eine viel zu trockene und bröselige Angelegenheit. Und viel zu salzig. Bevor er weiter essen konnte, nahm er sich eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank und goss sie in seinen Krug.
Was diese Deppen immer hatten: Da hat man so guten einheimischen Käse im Allgäu und dann muss man den Italienern ihren alten Bröckelkäse nachmachen. Auf Pasta asciutta, gut, gerieben und als Würze. Aber zum so Essen? Das war, fand Kluftinger, so etwas wie Ruccola, Latte Macchiato und Aceto Balsamico: Modetrends, die man mitmachen musste, wenn man den Anschein machen wollte, dass man beim Essen international, weltoffen und genießerisch war. Auch seine Frau schleppte dieses ganze Toskanazeug an, ihm schmeckte das meiste nicht."

Ein Mord in Kommissar Kluftingers beschaulichem Allgäuer Heimatort Altusried - jäh verdirbt diese Nachricht sein gemütliches Kässpatzen-Essen: Ein Lebensmittel-Chemiker des örtlichen Milchwerks ist stranguliert worden. Mit eigenwilligen Ermittlungsmethoden riskiert der liebenswert-kantige Kommissar einen Blick hinter die Fassade der Allgäuer Postkartenidylle - und entdeckt einen scheinbar vergessenen Verrat, dunkle Machenschaften und einen Skandal.

Ein bisschen geht es mir mit diesem Buch wie Kommissar Kluftinger mit dem Parmesankäse. Schon ewig kaue ich daran herum und so ganz trifft es nicht meinen Geschmack. Wahrscheinlich bin ich zu blutrünstig und es geht mir zu beschaulich zu.

Hier ein Rezept für ein Schmankerl, oder neumodisch bayerisches Fingerfood, das auch Kommissar Kluftinger schmecken könnte:

Obazda auf gerösteten Brezen:
4 Laugenstangen
2 EL Butter
1/2 reife, aber feste Birne
5 Lauchzwiebeln
250 g reifer, zimmerwarmer Camembert
250 g Doppelrahm-Frischkäse
3-4 EL Schlagsahne
2 cl Williamsbrand
Salz, 1 Prise Cayennepfeffer
gemahlener Kümmel
3-4 EL Radieschenstifte

Stangen schräg in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und in einer Pfanne in zerlassener Butter knusprig braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Birne schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Lauchzwiebeln putzen, waschen und in dünne Scheiben schneiden.
2 EL grüne Lauchzwiebelringe zum Garnieren beiseite legen. Camembert klein schneiden, mit Frischkäse, Sahne und dem Williamsbrand cremig verrühren. Birne und Lauchzwiebeln unterheben und mit Salz, Cayennepfeffer und Kümmel abschmecken. Obazdn auf die Laugenstangenscheiben verteilen, mit Radieschen und Lauchzwiebeln garnieren.
(Quelle: Lust auf Genuss - 04/09 - Schuhbecks Fingerfood)

Die Lauchzwiebelgarnitur habe ich vergessen, dafür gab es einen Blattsalat mit Wildkräutern aus dem Garten dazu.


Montag, 24. Mai 2010

Holunderblüten - zu schade nur für Sirup!



Heute habe ich in der Mottenkiste gekramt und dabei dieses Süppchen gefunden, das ich bereits letztes Jahr gekocht habe. Die Zeitschrift "Meine Familie & Ich" (Ausgabe 6/2003) lieferte mir die Anregung dafür. Die Möhrensuppe wird dort mit ausgebackenen Holunderblüten serviert. Ich habe die Suppe mit einem Spieß aus Garnelen im Holunderblütenmantel kombiniert. Das Rezept dafür ist ebenfalls aus dieser Zeitschrift.

Möhrensuppe (4 Portionen):

400 g Möhren
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer
2 säuerliche Äpfel
1 EL Butter
1/2 TL Zimt
500 ml Gemüsebrühe
150 ml Orangensaft
2-3 EL Holunderblütensirup
150 g Crème fraiche

Salz, Pfeffer

Möhren putzen, schälen und grob zerteilen. Zwiebeln und Knoblauch abziehen und fein würfeln. Ingwer schälen, fein reiben. Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in Stücke schneiden.

Butter in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig dünsten. Ingwer und Zimt zugeben und kurz mitdünsten. Möhren und Äpfel zugeben, Brühe und Orangensaft angießen und ca. 15 Minuten dünsten. Suppe pürieren, mit Sirup, Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluß die Crème fraiche einrühren und die Suppe mit den Garnelenspießen anrichten.

Garnelenspieße (4 Portionen):
12 rohe küchenfertige Garnelen
10 Holunderblütendolden
2 Eier
6 EL Mehl
2 EL Milch
Salz, Pfeffer

Die Holunderblüten vorsichtig von den Dolden zupfen. Eier mit Mehl und Milch zu einem glatten Teig verquirlen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Garnelen waschen, trockentupfen und jeweils 3 Stück auf einen kleinen Spieß stecken. Garnelenspieß erst in den Teig tauchen und dann in den Holunderblüten wälzen. In heißem Öl goldgelb ausbacken.

Bei uns gab es die Suppe als leichtes Abendessen. Mir war sie eine Spur zu süßlich und würde mir deshalb in einer kleinen Portion mit vielleicht nur einer Garnele als Vorspeise in einem Menü wesentlich besser gefallen.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Frischkäserolle mit Räucherlachs

Jubiläums-Blog-Event LVI - Brunch & Giveaway (Einsendeschluss 15. Mai 2010)

Hallo Zorra,

herzlichen Glückwunsch zu Deinem 5. Blog-Event-Geburtstag. Ich freue mich, dass Du uns alle zum Brunch eingeladen hast und werde Deiner Einladung natürlich gerne folgen. Bin schon ganz gespannt, was so alles auf dem Buffet stehen wird. Bestimmt werde ich mir ordentlich den Bauch vollschlagen. Einen Beitrag zum guten Gelingen will ich natürlich auch leisten. Hier meine Frischkäserolle mit Räucherlachs.



Zutaten:
400 g Frischkäse

100 ml Sahne

5 Blatt Gelatine

4 EL Schnittlauch, kleingeschnitten

300 g Räucherlachs

Salz, Pfeffer, Zitronensaft


Den Frischkäse glattrühren. Gelatine in kaltem Wasser 5 Minuten einweichen, gut ausdrücken und in der erhitzten Sahne auflösen, Schnittlauch unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.
Die lauwarme Masse kräftig unter den Frischkäse rühren und mit Zitronensaft abschmecken. die Masse dann ca. 15 Minuten etwas fester werden lassen. Klarsichtfolie (ca. 30 x 30 cm) auslegen und mit dem Räucherlachs belegen. Frischkäse darauf streichen und mit Hilfe der Folie zu einer festen Rolle wickeln. Mindestens 4 Stunden im Kühlschrank festwerden lassen. Die Rolle in Scheiben schneiden und zu frischem Baguette servieren.
(Quelle: Rezeptsammlung der Ludwigsburger Landfrauen)

Montag, 26. April 2010

"Fleischküchle" auf römische Art


Jutta Lorbeerkrone bringt uns auf ihrem Blog Die Lorbeerkrone die italienische bzw. römische Küche nahe. Eine traditionelle, einfache Küche, mit der ich bisher in dieser Form nur einmal in Berührung kam.

Vor etlichen Jahren waren wir mit einem Freund für eine Woche in einem kleinen Bergdorf in der Nähe von Bergamo. Dieser Freund war bestens mit dem Bürgermeister des Dorfes bekannt und dessen Mutter und Schwester führten widerum das einzige Restaurant im Ort. Wir waren dort jeden Abend zum Essen. Es gab keine Speisekarte, sondern ein täglich wechselndes Menü, das immer aus 4 Gängen bestand. Es waren einfache aber wunderbar schmeckende Speisen.


An diese Zeit erinnern mich die Gerichte, die uns Jutta präsentiert, Speisen die mit wenig Zutaten auskommen und kein großes Schnickschnack nötig haben, das gefällt mir. Ihre Polpette di Tonno habe ich vor einigen Tagen als Pausensnack für Schule und Büro zubereitet. Ich kann es Euch wärmstens empfehlen. Hier findet Ihr das Rezept. Als einzige winzige Abweichung habe ich noch eine Schalotte klein gewürfelt und mit der Petersilie angedünstet.

Mittwoch, 3. März 2010

Mein Low-Budget-Menü

Blog-Event-LIV: Ein 3-Gang-Menü für unter 9,99 Euro pro Person?! (Einsendeschluss 15. März 2010)

Jetzt hat es mich also auch erwischt, das Event-Kochen. 1x Umrühren hat dazu aufgerufen, ein 3-Gänge-Menü für weniger als 10 € pro Person zu kochen. Die Idee hat mich sofort begeistert. Selten koche ich 3 Gänge, entweder es gibt eine Suppe vor dem Hauptgericht oder ein Dessert danach. Wenn ich für Freunde koche, dann sind es meistens 5 Gänge und dann darf es auch gerne etwas teurer sein. Deshalb wusste ich spontan nicht, ob es einfach oder schwierig ist, mit diesem Budget auszukommen, wenn es auch noch frisch und gesund sein soll.

Dieser 3-Gänger ist bei mir herausgekommen:


Feldsalat mit gebratenen Pilzen und paniertem Schafskäse



Schweinebraten mit Kartoffel-Möhren-Stampf



Espressomousse mit Orangensirup



Zutaten für die Vorspeise:
200 g Feldsalat (3,00 €)

4 große Steinchampignons (0,69 €)
150 g Schafskäse (2,23 €
)
1 Ei (0,21 €
)
50 g gem. Haselnüsse (0,42 €
)
Essig, Öl, Salz, Pfeffer, Butter (geschätzt 0,50 €)

Summe Vorspeise: 7,05 €

Den Feldsalat putzen, waschen und trockenschleudern. Die Pilze putzen, in Scheiben schneiden und in etwas Butter anbraten. Den Schafskäse in nicht zu kleine Würfel schneiden, zuerst in verquirltem Ei wenden und anschließend mit den gemahlenen Haselnüssen panieren. Ebenfalls in etwas Butter braten, bis sie leicht Farbe genommen haben. Aus Essig, Öl, Salz und Pfeffer (eventuell Kräuter) eine Vinaigrette bereiten und den Feldsalat damit marinieren. Den Feldsalat mit den Pilzen und Käsewürfeln anrichten.

Zutaten für das Hauptgericht:
750 g Schweinebraten aus der Nuss (9,06 €)

ein paar Fleischknochen (hat mir der Metzger so gegeben)

1 Bund Suppengrün (1,49 €)

600 g Kartoffeln (0,60 €)

500 g Karotten (0,65 €)

2 EL Butter (geschätzt 0,20 €)

Salz, Pfeffer, Muskat, Öl, Tomatenmark (geschätzt 0,50 €)


Summe Hauptgericht: 12,50 €

Den Schweinebraten gut mit Pfeffer und Salz einreiben und mit den Knochen in einem Bräter in heißem Fett rundherum braun anbraten. Anschließend das grob gewürfelte Suppengrün (bestehend aus Sellerie, Lauch, Karotte und Zwiebel) zugeben, mit Wasser aufgießen und kurz den Bratensatz loskochen. Dann im 160 °C heißen Ofen bis zur gewünschten Kerntemperatur fertiggaren. Braten herausnehmen und etwas ruhen lassen. Die Bratenflüssigkeit durch ein Sieb passieren und in einem Topf einreduzieren lassen. Mit Salz, Pfeffer und Tomatenmark abschmecken.
Für die Beilage Kartoffeln und Karotten waschen, schälen und würfeln. In Salzwasser ca. 15 - 20 Minuten weichkochen, abgießen und mit Butter stückig zerstampfen. Mit Pfeffer und Muskat abschmecken. Ich habe noch etwas feingeschnittenen Salbei von der Fensterbank untergemischt.

Zutaten für das Dessert:
4 EL Espresso (0,50 € geschätzt)

2 Blatt weiße Gelatine (0,23 €)

75 g Vollmilchjoghurt (0,15 €)

200 g Schlagsahne (0,80 €)

2 unbehandelte Orangen (1,45 €)

1 1/2 EL Puderzucker und 1 EL Zucker (0,10 € geschätzt)


Summe Dessert: 3,23 €


Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Joghurt mit Espresso und ca. 1 1/2 EL Puderzucker verrühren. Gelatine ausdrücken und bei geringer Hitze auflösen. 2 EL Creme einrühren, dann mit übriger Creme mischen. Schlagsahne steif schlagen und unterheben. Mindestens 3 Stunden kaltstellen.
Den Saft von 2 Orangen und der Schale von einer Orange mit dem Zucker sirupartig einkochen und abkühlen lassen. Mit einem Löffel von der Creme Nocken abstechen und mit dem Sirup servieren. Da die Orangen sehr groß und saftig waren, habe ich lediglich den Saft von 1 1/2 Orangen genommen und die restliche Hälfte filetiert. Von einer Tafel Schokolade, die angebrochen herumliegt, habe ich noch ein paar Späne über die Nocken gegeben.

Alternativ könnte man das Dessert in Gläsern erkalten lassen und vielleicht nur mit Kakaopulver bestreuen oder mit einem Tupfer Sahne garnieren. Dann könnte man sich die Orangen sparen und es wäre noch günstiger.


Insgesamt habe ich für dieses Menü 22,78 € ausgegeben, pro Person also rund 5,70 €.


Eingekauft habe ich Kartoffeln, Eier und Feldsalat beim Landwirt vor Ort, das Fleisch stammt ebenfalls vom örtlichen Metzger. Alle anderen Lebensmittel kaufe ich in unserem Edeka-Aktiv-Markt. Ich habe gute Markenprodukte gekauft, allerdings auch auf Angebote geachtet.

Montag, 8. Februar 2010

Entenbrust, Feldsalat mit Meerrettich-Apfel-Dressing und Nusskrokant

Bislang habe ich zu der wahrscheinlich verschwindend geringen Anzahl derjenigen Menschen aus der kochenden Bevölkerung gehört, die sich noch nie mit einer Entenbrust versucht haben.

Mit Fleisch, das kurzgebraten wird und innen noch rosa sein soll, habe ich oft etwas Probleme. Obwohl U. ein absoluter Steak-Fan ist.
Arthurs Tochter hat meine Bedenken zerstreut und so habe ich die Entenbrust nach ihrer Anleitung hier zubereitet. Deshalb hier nur das Rezept für den Feldsalat mit Dressing und Nusskrokant.

Zutaten für den Salat:
150 g Feldsalat
4 EL Weißweinessig oder Aceto Balsamico Bianco
Salz, Pfeffer
4 EL Naturjoghurt
1 - 2 TL Meerettich
6 EL kalt gepresstes Rapsöl
1 kleiner Apfel

Feldsalat putzen und waschen. Für das Dressing den Essig mit Salz, Pfeffer und Joghurt verrühren. Dann den Meerrettich und das Öl unterrühren. Den Apfel waschen, vierteln, entkernen und fein würfeln, zum Dressing geben und dieses nochmals abschmecken.

Zutaten für den Nusskrokant:
20 g Haselnüsse
30 g Walnusskerne
2 EL Zucker

Für den Krokant die Nusskerne grob hacken, den Zucker in einer beschichteten Pfanne schmelzen, die Nüsse zugeben und karamellisieren lassen. Anschließend auf ein Backpapier gießen und auskühlen lassen.



Den Feldsalat mit dem Dressing vermischen und mit der aufgeschnittenen Entenbrust auf Teller verteilen. Den Nusskrokant grob hacken und den Salat damit bestreuen.

Die Entenbrust hat sehr gut geschmeckt. Alle
rdings war die Haut nicht so knusprig, wie ich mir das gewünscht hätte. Vermutlich habe ich sie nicht lange genug auf der Hautseite angebraten oder fehlte doch das Übergrillen zum Schluss, so wie es Arthurs Tochter gemacht hat.





Donnerstag, 20. August 2009

Artischockensoufflé


Vor kurzem habe ich Artischocken gekauft. Ich mag sie eigentlich gerne, bereite sie aber selten zu. Ich wollte sie einfach nur im Wasser garen und mit einer Vinaigrette als leichten Abendimbiss servieren. Eine kurzfristige Einladung von Freunden zum Grillabend hat mich dazu bewogen dieses Vorhaben auf den nächsten Tag zu verschieben. Doch was gab es wohl bei unseren Freunden zur Vorspeise? Genau, Artischocken mit diversen Dipps. Da ich nicht innerhalb von wenigen Tagen zweimal das gleiche essen wollte, habe ich in diversen Kochbüchern und Zeitschriften gestöbert und bin in einer älteren Ausgabe des Magazins "Wohnen & Garten" auf ein vielversprechendes Rezept gestoßen.

Zutaten: (bei mir für 3 Artischocken)
3 Artischocken
1 unbehandelte Zitrone
Salz
Butter, Mehl
1/4 l Milch
2 Eier
60 g Parmesan (fein gerieben)
Garnelenschwänze

Artischocken waschen, Stiel mit den unteren Blättern abbrechen, äußere Blätter entfernen, mit einer Schere Blattspitzen kürzen. Zitrone halbieren und die Schnittstellen einreiben. Artischocken in einem großen Topf in Salzwasser mit 1 Scheibe Zitrone 30 Minuten garen.
Abtropfen lassen und mit einem Löffel das Heu herausschaben. Backofen auf 180 Grad vorheizen. Aus Butter, Mehl und Milch eine helle Einbrenne herstellen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss kräftig würzen, das Eigelb sowie den Käse unterrühren und abkühlen lassen.
Eiweiß steif schlagen und unterheben. Artischocken bis ca. 2 cm unter dem Rand mit der Masse füllen und im Ofen 25 Minuten backen (währenddessen die Backofentür nicht öffnen).

Die Garnelen habe ich auf Holzspieße gesteckt und in Kräuterbutter kurz gebraten.

Mein Fazit:
Optisch durchschnittlich, geschmacklich war es gut. Der Aufwand war jedoch relativ hoch, so dass ich wahrscheinlich beim nächsten Mal wieder auf die klassische Variante zurückgreife.