Nachkochen!

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Mittwoch, 1. Juni 2011

Schnittlauchbrot

Ellja fragt, ob heutzutage überhaupt noch jemand "jausnet". Aber sicher doch, und am liebsten, wenn es wie heute frisches Holzofenbrot aus dem "Backhäusle" gibt. Am liebsten ganz einfach mit Butter, Schnittlauch aus dem Garten und etwas Salz. Ach, und bei uns heißt es "Veschper".


Freitag, 27. Mai 2011

Salbeibrot


Ich habe eine neue Liebe. Dass mir das in meinem Leben noch einmal passieren könnte, hätte ich nicht gedacht. Keine Sorge, U. ist noch an meiner Seite. Nein es ist etwas ganz anderes.

Da war ich jahrelang der felsenfesten Überzeugung, dass Backen nichts für mich ist. Zwei, drei Standardrezepte für Kuchen haben es dann doch in mein Repertoire geschafft. Aber auf gar keinen Fall etwas mit Hefeteig, den kann ich nämlich nicht ausstehen, das ist ein Fiesling, mit dem stehe ich auf Kriegsfuß. Gebäck aus Hefeteig wird bei mir sowieso immer so knochenhart, dass man damit durchaus einen Wettbewerb im Backstein-Weitwurf veranstalten könnte.
Sollen die anderen doch glücklich sein mit ihren lockeren Hefezöpfen und luftigen Broten. Ich kann ja schließlich nicht alles können und der Bäcker will ja auch noch etwas verdienen. Und erst der Pizzabäcker aus dem Nachbarort freut sich, wenn ich bei ihm für die ganze Familie Pizza hole.

Vor einiger Zeit habe ich dann doch einen Versuch unternommen. Der Pizzateig von Christina war auch wunderbar gelungen, allerdings hat es für eine Bekehrung noch nicht gereicht.  Als nächstes kam dann die türkische Pizza von Steph, auch ganz toll und regelmäßig vor allem von den Kids gewünscht. Aber der Durchbruch kam mit den Pita-Broten und jetzt gibt es kein Halten mehr.

Salbeibrot
500 g Mehl
10 g Salz
1 Prise Zucker
1 Tütchen Trockenhefe
50 ml Öl
300 ml laufwarmes Wasser
15 Salbeiblätter
1 Pepperoni

Die Trockenhefe mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen und 5 Minuten stehen lassen. Das Mehl mit dem Salz, den kleingeschnittenen Salbeiblättern und Pepperoni vermischen. Dann das Hefe-Wasser-Gemisch und Öl zufügen und alles gründlich zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Abgedeckt ca. 1/2 Stunde (kann auch eine Stunde sein) gehen lassen. Danach kurz durchkneten und zu einer dicken Rolle formen. Diese in 8 Teile schneiden und mit der Schnittfläche nach oben in eine flache, mit Öl ausgepinselte Form setzen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad auf der zweiten Schiene von unten 25 Minuten backen, anschließend auf dem Backofenboden in weiteren 5 Minuten fertigbacken.

Am besten schmeckt das Brot noch lauwarm.


Und wenn diese Liebe anhält, dann muss mein Bäcker mit drastischen Umsatzeinbußen rechnen.

Samstag, 12. März 2011

Die Mumien kommen

 

Eine gewisse Ähnlichkeit lässt sich zumindest nicht von der Hand weisen. Ganz so elegant wie Steph vom Kleinen Kuriositätenladen habe ich die Würstchen im Wickelrock zwar nicht hinbekommen. 

Aber in gebackenem Zustand sahen sie dann doch ganz manierlich aus und saulecker waren sie obendrein noch.


Ich behaupte ja immer von mir, dass ich nicht gerne backe. Bei näherer Betrachtung muss ich jedoch feststellen, dass es bei uns doch relativ häufig herzhafte Snacks aus dem Ofen gibt. 

Weitere Snacks von Steph, die es hier teilweise schon häufiger gab, von denen ich aber keine Bilder habe, kann ich Euch wärmstens empfehlen:

Tortilla-Fladen (wobei die in der Pfanne gemacht werden)







Donnerstag, 2. Dezember 2010

Aus der Backstube: Adventswürfel

Draußen schneit es still und weiß,
an Dach und Bäumen hängt das Eis.
Von fern ein Schlittenglöckchen klingt,
ein Silberstern durchs Fenster blinkt.
Im Ofen helles Feuer knackt,
die Mutter steht am Herd und backt.

Weder knackt bei uns ein helles Feuer im Ofen noch stehe ich besonders gerne am Herd um zu Backen. Deshalb habe ich heute für alle, die genauso wenig Geduld wie ich haben, um Zimtsterne, Vanillekipferln, Punschbrezeln, Ausstecherle etc. herzustellen, ein einfaches Rezept für ein weihnachtliches Gebäck.

Zutaten:
250 g Butter
150 g Puderzucker
4 Eier
150 g Mehl
1 TL Backpulver
100 g geraspelte Schokolade
200 g gemahlene Mandeln
100 g Vollmilchkuvertüre
50 g gehackte Mandeln
geraspelte Schokolade zum Verzieren

Die Butter schaumig rühren. Abwechselnd den Puderzucker und die Eier dazugeben und unterrühren. Das Mehl sieben und mit dem Backpulver mischen, esslöffelweise unterrühren. Danach die gemahlenen Mandeln und geraspelte Schokolade unterrühren. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen und im auf 160° C (Umluft) vorgeheizten Backofen ca. 30 - 40 Minuten backen (Zahnstocherprobe).

Die Kuvertüre in einem warmen Wasserbad schmelzen lassen und auf den abgekühlten Teig streichen. Mit gehackten Mandeln und geraspelter Schokolade bestreuen (ich habe weiße Schokolade verwendet). Gut abkühlen lassen und in kleine Quadrate schneiden.



Dienstag, 23. November 2010

Reiche Ernte



haben uns die zwei alten Apfelbäume in unserem Garten beschert. Die Glockenäpfel sind zwar sehr gut lagerfähig, aber nahezu 12 Zentner waren dann doch zuviel. Den größten Teil haben wir in die Lohnmosterei gefahren. Dort kann man sich die Menge entweder gutschreiben lassen oder den Gegenwert sofort ausbezahlt bekommen. Bei der Gutschrift erhält man dann eine entsprechende Anzahl an z.B. Apfelsaft zu einem etwas günstigeren Preis. In diesem Jahr fiel die Apfelernte wohl allgemein relativ schlecht aus, so dass ein ganz guter Preis für den Doppelzentner gezahlt wurde. Von den Vorjahren haben wir noch einen großen Bestand an Apfelsaft, deshalb habe ich mir den Gegenwert ausbezahlen lassen. Ganz stolz habe ich fast 60 € kassiert. Nun ja, wenn man das allerdings auf den Stundenlohn umrechnet, dann ist der Verdienst doch eher sehr bescheiden. 

Ein kleiner Teil der Äpfel wanderte in den Keller, genussreif sind sie allerdings erst ab Ende Januar/Anfang Februar. Für Kuchen sind sie aber schon bestens geeignet.

Eher zufällig bin ich auf den Blog Deichrunner's Küche gestoßen und dort habe ich auch gleich ein Rezept für einen Apfelkuchen entdeckt, das mir für einen ausgemachtem Backmuffel wie mich bestens geeignet erschien.

Zum Rezept gehts hier

Der Apfelkuchen hat sehr gut geschmeckt und war auch schnell verputzt, der wird auf jeden Fall in mein Standardprogramm aufgenommen. Da ich nur eine 28er Form besitze, habe ich die 1 1/2fache Menge genommen. Beim nächsten Mal würde ich die Zutaten sogar verdoppeln und auf jeden Fall den Boden mit Backpapier auslegen, weil sich der Kuchen sehr schlecht vom Blech lösen ließ.

Montag, 26. Juli 2010

weichgeklopft

hat sie mich mal wieder, meine Tochter. Dass ich nicht gerne Kuchen backe, habe ich ja schon mehrmals erwähnt und jedes Mal, wenn für ein Schulfest, Vereinsfest, Geburtstag und dergleichen um eine Kuchenspende gebeten wird, mache ich mich ganz klein. Und jedes Mal lasse ich mich doch wieder breitschlagen, dieser ungeliebten Aufgabe nachzukommen.

Am Wochenende konnte ich wenigstens zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und mit meinem Kuchen zum 50jährigen Jubiläum unserer Schule beteilige ich mich auch gleich noch am Juli-Event der Gärtnerinnen

Garten-Koch-Event Juli: Kirschen
[31.07.2010]

Kirschwürfel:
5 Eier
270 g Zucker
140 g Mehl
40 g Kakao
1 Tl Backpulver
500 g Kirschen
750 g Magerquark
2 Pk. Vanillezucker
1 Pk. Gelatine-Fix
400 ml Schlagsahne
Kirschsaft 
1 Pk. Tortengusspulver

Für den Teig Eier und 150 g Zucker 8 - 10 Minuten schaumig schlagen. Mehl, Kakaopulver und Backpulver mischen, in mehreren Portionen auf die Eimasse sieben und unterziehen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und im auf 170 Grad (Umluft) vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten backen. Biskuit sofort auf ein mit Zucker bestreutes Küchentuch stürzen, Backpapier abziehen und auskühlen lassen.

Kirschen entsteinen, mit 40 g Zucker bestreuen und 10 Minuten ziehen lassen. Quark, Vanillezucker und 80 g Zucker verrühren. Gelatine-Fix nach Packungsanweisung unter die Masse rühren, Sahne steifschlagen und unterrühren. Creme auf dem Biskuit verteilen.

Kirschen abtropfen lassen, den Saft auffangen. Den Sud mit dem Kirschsaft auf 250 ml auffüllen und mit dem Tortengusspulver nach Anweisung einen Guss herstellen. Kirschen und Guss auf dem Kuchen verteilen und ca. 1 Stunde kalt stellen.
(Quelle: essen&trinken "Für jeden Tag" Tim Mälzer)

Anmerkung für mich: 
Ein sehr leckerer, erfrischender Kuchen. Der Biskuit ist etwas trocken geraten. Beim nächsten Mal würde ich den Boden eventuell mit Saft, Kirschwasser oder Konfitüre befeuchten.
 

Mittwoch, 9. Juni 2010

Arnaki kleftiko - Fleisch nach Diebesart

8ter mediterraner Kochevent - Zypern - tobias kocht! - 10.05.2010-10.06.2010

Mit dem Thema Zypern hat es uns Tobias diesen Monat nicht einfach gemacht. Ich bin überzeugt, dass es viele zypriotische Gerichte gibt, nur leider ist wenig bekannt. In einem meiner Kochbücher "Griechisch kochen" gibt es ein Rezept, das ich schon lange einmal nachkochen wollte und bei meinen Recherchen im Internet hat sich gezeigt, dass dieses Gericht tatsächlich in Zypern beheimatet ist.

"Während des Unabhängigkeitskampfes gegen die osmanische Herrschaft Anfang der 20er Jahre machten Räuberbanden, die von Viehdiebstahl lebten, die Berge Zyperns unsicher. Diese „Kleftes“ bereiteten Ziegen oder Lämmer in eingegrabenen Lehmöfen zu. So blieb ihr Versteck geheim, denn man konnte den Rauch nicht entdecken. Das Fleisch wurde zum Teil tagelang luftdicht verschlossen gegart. Diese Zubereitungsart ist auf Zypern dieselbe geblieben. Es kann auch das Fleisch älterer Tiere dazu verwendet werden, welches dann aber – durch die lange Garzeit – auf der Zunge vergeht."

Hier ist eine moderne Version des "Fleisch nach Diebesart":

Zutaten für 4 Päckchen:
600 g Lammfleisch
Salz, Pfeffer, Oregano
Olivenöl
2-3 EL Zitronensaft
4 Kartoffeln
2 Karotten
200 g Erbsen
1 Knoblauchzehe
2 EL Cognac (optional)
8 Scheiben Tomaten
4 Scheiben Blätterteig
geriebener Kefalotiri (ersatzweise Pecorino oder anderer Schafs-/Ziegenkäse)

Das Lammfleisch in Würfel schneiden, mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Olivenöl und Zitronensaft darüber geben und mit Klarsichtfolie abgedeckt ca. 1 Stunde lang marinieren. Kartoffeln und Karotten schälen und in Würfel schneiden. In Salzwasser ca. 8 Minuten garen, die Erbsen dazugeben und nochmals ca. 4 Minuten kochen, abschütten und abtropfen lassen. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, das Fleisch aus der Marinade nehmen und von allen Seiten scharf anbraten, Knoblauchzehe kleinschneiden und zugeben. Mit Cognac (ich habe darauf verzichtet) und der Marinade ablöschen und das Gemüse zufügen, kurz köcheln lassen. Nochmals mit Salz, Pfeffer und Oregano abschmecken.

Zwischenzeitlich die Blätterteigscheiben dünn auswellen und jeweils auf  ein Stück Alufolie legen. Die Lamm-Gemüse-Mischung darauf verteilen und die Alufolie so nach oben ziehen, dass ein gefülltes Beutelchen entsteht. Oben eine ca. 6-7 cm große Öffnung lassen. Mit jeweils 2 Tomatenscheiben belegen und mit geriebenem Käse bestreuen. Die gefüllten Beutel auf ein Blech setzen und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 20 - 30 Minuten backen.


Dafür gab es das höchste Lob eines schwäbischen Ehemannes: "Des kannsch mal wieder machen".


Mittwoch, 5. Mai 2010

Backtag

aber nicht bei mir, sondern vor einigen Tagen bei Suse von hundertachtziggrad°. Ihr Beitrag hat mich wieder daran erinnert, dass ich schon lange etwas darüber schreiben wollte, wie es früher bei uns im Dorf war.

In diesem Backhaus hat meine Mutter über mehrere Jahrzehnte hinweg das Brot für ihre zeitweise 7köpfige Familie gebacken.



Das an der Seite angebrachte Schild lieferte mir eine Erklärung dafür, weshalb in unserer Gegend viele kleine Ortschaften über ein gemeindeeigenes Backhaus verfügen. Leider bin ich auf der Suche nach weiteren Einzelheiten nicht richtig fündig geworden.



Gegen eine geringe Gebühr von damals 20 Pfennig konnten alle Bewohner des Dorfes das Backhaus nutzen. Gebacken werden durfte allerdings nur von Donnerstag morgen bis Samstag mittag. Meine Mutter als Verwalterin hatte für die Einhaltung der Backzeiten und die Sauberhaltung des Ofens zu sorgen, außerdem führte sie den Wochen-Backplan. Zu diesem Zweck hing bei uns im Hausflur eine kleine Schiefertafel, auf der die Backzeiten, die sogenannten "Ränge" eingetragen waren. Da der Ofen für eine Familie zu groß war, teilten sich meistens 2 bis 3 Hausfrauen einen Rang.

Wer wann backen durfte, wurde per Los entschieden. Lediglich 2 Backzeiten waren fest vergeben. Meine Mutter durfte sich den Zeitpunkt selbst aussuchen, sie hat immer Freitag mittags gebacken. Der erste Rang am Donnerstag morgen war einer Familie vorbehalten, die im alten Schulhaus untergebracht war, heute würde man das wahrscheinlich als Sozialwohnung bezeichnen. Sie durfte kostenlos backen, hatte allerdings auch den größten Aufwand zu treiben, den kalten Ofen wieder richtig auf Temperatur zu bringen.

Zur Einteilung der anderen Zeiten versammelten sich Sonntags nach dem Kirchgang die Backwilligen bei uns und zogen aus einem kleinen Leinenbeutel ihre Ränge, die dann auf der Schiefertafel eingetragen wurden.

An den Backtagen selbst herrschte Hochbetrieb im Ort, die Frauen hatten zuhause ihre Backwaren vorbereitet und brachten sie meistens mit einem Schubkarren zum Backhaus. Das war natürlich auch eine gute Gelegenheit, über dieses und jenes zu reden und sich den neuesten Dorfklatsch zu erzählen, auf Schwäbisch "baadscha".


Bevor der Ofen die richtige Temperatur hatte, um das Brot "einzuschießen", wurde der Salzkuchen gebacken, dieser brauchte nur wenige Minuten und wurde in der Regel sofort verzehrt.


Der Salzkuchen kann natürlich auch im Backofen gebacken werden.

Teig:

200 g Mehl

60 g Fett (evtl. Schweineschmalz)

1 Prise Salz

1/10 l Milch


Alle Zutaten zu einem glatten Teig kneten, 30 Minuten kaltstellen, dann auswellen und in eine gefettete Form geben (ich habe das gelochte Pizzablech verwendet).


Belag:

2 Becher saure Sahne

3 Eigelb
Salz

Schnittlauch

Kümmel


Saure Sahne mit den Eigelben glattrühren, mit Salz abschmecken und auf dem Teig verteilen. Mit reichlich Schnittlauch und etwas Kümmel bestreuen und eventuell noch Butterflöckchen darauf setzen.


Backzeit: ca. 30 Minuten bei 200° C

In der Ortschaft, in der ich heute lebe, gibt es auch noch ein Backhäusle. Lange Zeit wurde es nur einmal jährlich von der Feuerwehr benutzt, um für die "Feuerwehrhocketse" Salzkuchen zu backen.

Inzwischen hat unser Bäcker die Tradition wieder aufgenommen und es gibt alle 2 Wochen Brot, Zwiebel-, Salz- und Speckkuchen aus dem Holzofen - unvergleichlich gut!

Montag, 8. März 2010

Quiche au Boursin

Vor etlichen Jahren hatte ich eine Schwägerin in der Schweiz, ganz in der Nähe von Basel. Aber wie das Leben so spielt, kam mit dem Mann auch die Schwägerin abhanden. Die Kochbücher, die sie mir damals schenkte habe ich aber immer noch. Beim Umräumen sind sie mir vor kurzem wieder in die Hände gefallen und beim Durchblättern sind mir doch ein paar Rezepte aufgefallen, die mich zum Nachkochen bzw. -backen anregen. Heute "Quiche au Boursin" mit Abwandlungen, ein Rezept aus Betty Bossi "Für Gäste das Beste" und gleichzeitig mein erster Beitrag für "Dein Kochbuch - das unbekannte Wesen".




Zutaten:

200 g Mehl

1/2 TL Salz

100 g Planta Margarine (bei mir Butter)

5 - 6 EL Wasser
100 g Emmentaler gerieben

1 Boursinkäse aux fines herbes (150 g)
4 Eier
2 1/2 dl Kaffeerahm (bei mir 200 ml Sahne)

1 Bund Schnittlauch, fein geschnitten

4 EL schwarze Oliven (bei mir geräucherte Schinkenwürfel)
2 Tomaten, entkernt und gewürfelt
Salz, Pfeffer


Mehl und Salz mischen und mit der in Würfel geschnittenen Butter und dem Wasser zu einem Teig kneten, 30 Minuten kühlstellen. Den Teig auswellen und die Form damit auslegen, Teigboden einstechen. 50 g geriebenen Emmentaler auf dem
Teigboden verteilen. 4 Eier verquirlen und mit dem Boursin und der Sahne gut verrühren. Dann den geschnittenen Schnittlauch, die Tomaten und Schinkenwürfel untermengen. Füllung mit Salz und Pfeffer würzen und auf dem Teigboden verteilen. Im auf 200 °C vorgeheizten Ofen 15 Minuten backen, dann mit der Temperatur auf 180 °C heruntergehen, mit dem restlichen Käse bestreuen und nochmals 15 Minuten backen. Dazu passt ein frischer Blattsalat.

Der Teig ist für ein Wähenblech oder eine Pieform von 24 cm Durchmesser gedacht, ich habe leider nur eine 28er Form, deshalb ist der Belag nicht so hoch.


Montag, 15. Februar 2010

Pizza - ein Erfolgserlebnis mit Hefeteig

Jahrelang gab es bei uns Pizza entweder vom italienischen Ristorante im Nachbarort oder mit diesem Fertigteig aus der Kühltheke (schäm). Aber mit Hefeteig stehe ich einfach auf Kriegsfuß und meine selbstgemachten Pizzen waren kein Genuss. Ich hatte zwischenzeitlich auch keine Lust mehr auf weitere Versuche.

Vor ein paar Wochen stolperte ich zufällig Sonntag mittags bei Christina von
New Kitch On The Blog über dieses Rezept und ich war sofort überzeugt, dass es bei uns noch am Abend eine leckere Pizza geben wird. Ich habe mich genau an Christinas Angaben gehalten und war begeistert vom Ergebnis. Die Pizza habe ich mit Salami, Schinken, Champignons und Mozzarella belegt.



Vom Teig habe ich nur die Hälfte gebraucht und deshalb den Rest eingefroren. Ich war etwas skeptisch, doch der Kälteschlaf hat dem Teig überhaupt nicht geschadet und so gab es gestern abend wieder Pizza, diesmal mit Schinken, Salami, Sardellen und Thunfisch belegt. Darüber habe ich etwas alten Gouda und Emmentaler gerieben. Sehr lecker!

Leider ist es mir nicht gelungen, ein paar anständige Bilder zu machen, da ich jedoch von dem Rezept so begeistert bin, möchte ich es gerne weiterempfehlen. Nochmals vielen Dank an Christina.


Donnerstag, 21. Januar 2010

Unsere Oma backt im Kühlschrank eine Torte

Kennt jemand von Euch diesen Spruch noch aus der TV-Werbung? Ich glaube es war die Firma Oetker, die vor weiß nicht wieviel Jahren damit Reklame für eine Käse-Sahnetorte in der Fertigpackung gemacht hat. Es waren zwei Tüten in der Packung, eine für den Tortenboden und eine für die Käsecreme. Meine Mutter hat diese Torte gerne gemacht und wir haben sie damals geliebt. Dieser künstliche Geschmack war so ganz anders, als alles was wir kannten. Wenn der Tortenboden dann noch mit Mandarinen aus der Dose belegt war, fühlten wir uns wie im siebten Himmel.

Und heute backe ich zum 83. Geburtstag meiner Mutter eine Torte. Auch im Kühlschrank, aber nicht aus der Packung, denn das mögen wir inzwischen nicht mehr.



Zutaten für den Tortenboden:
3 Eier
6 Eßl. Zucker
6 Eßl. Mehl
6 Eßl. Öl
1/2 P. Backpulver

Die Eier mit dem Zucker sehr schaumig rühren, dann das Mehl, Öl und Backpulver unterrühren.
Die Masse in eine gut gefettete Springform geben und im auf 200 °C vorgeheizten Backofen 10 Minuten backen. Tortenboden auf einem Gitter auskühlen lassen. Dann auf eine Tortenplatte legen und mit einem Springformrand umgeben.

Zutaten für die Käse-Sahnecreme:
1 Dose Aprikosen (850 ml)
6 Blatt Gelatine
500 g Magerquark
Vanillezucker
3/4 l Schlagsahne
90 g Zucker
Mandelblättchen oder gehackte Mandeln
Schokoladenstreusel

Aprikosen in einem Sieb abtropfen lassen und 8 Hälften zurückbehalten, die übrigen im Mixer pürieren. Gelatine in kaltes Wasser legen. Quark mit Vanillezucker verrühren. 1/2 l Sahne und 60 g Zucker steifschlagen. Gelatine in 4 Eßl. kochendheißem Aprikosensaft auflösen. Fruchtpüree zufügen und verrühren.

Quarkcreme, Aprikosenpüree und Sahne gut vermischen. Creme in den Tortenring geben und glattstreichen. Nun ab in den Kühlschrank und am besten über Nacht fest werden lassen.
Rand abnehmen. 1/4 l Sahne steifschlagen und Torte dünn damit bestreichen. Mandelblättchen oder gehackte Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und abkühlen lassen.
Torte mit übriger Sahne, Aprikosenhälften, Schokostreuseln und Mandeln garnieren.



Und wenn die Torte jetzt noch 30 Kilometer Transport übersteht, dann ist alles gut!

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Orangentaler



Ich weiß nicht, welcher Teufel mich geritten hat, als ich dieses Jahr beschlossen habe, Plätzchen zu backen. Meine Backambitionen gingen bisher über ein paar "Ausstecherle" mit den Kindern nicht hinaus und eigentlich sind bei uns herzhafte Knabbereien wesentlich beliebter. Trotzdem wollte ich mindestens 4 verschiedene Sorten anfertigen. Dazu hatte ich extra einen Tag auserwählt, an dem ich bis zum späten Nachmittag alleine zu Hause bin und durch niemanden gestört werde. Nun ausgerechnet an meinem Backtag fühlte sich der Junior nicht fit genug für einen Schulbesuch. Nichtsdestotrotz wollte ich gleich um acht morgens loslegen. Na ja, so ein bißchen noch ins Internet - nur ganz kurz - in diversen Kochblogs stöbern, das kann nicht schaden. Als ich dann loslegte war es zehn vorbei und mein Zeitplan schon ganz gehörig durcheinander.

Als erstes standen die Orangentaler auf dem Programm, die sahen im Rezeptheft (Landlust 11/09) so lecker aus.

Zutaten:
125 g zimmerwarme Butter
125 g Zucker
1 unbehandelte Orange
4 EL Orangenlikör
1 Prise Salz
2 Eier
275 g Mehl

Glasur:
100 g Puderzucker
Orangensaft

Von der Orange die Hälfte der Schale mit einem Sparschäler abschälen. Den Rest der Schale fein abreiben. Saft auspressen und für die Glasur beiseite stellen.

Für den Teig die Butter ganz schaumig rühren. Zucker, geriebene Orangenschale, Likör, Salz und Eier dazugeben. Alles zu einer dicken hellen Creme schlagen. Das Mehl unterheben. Aus dem Teig mit 2 Teelöffeln kleine Häufchen nicht zu dicht nebeneinander auf ein gefettetes Backblech setzen. Im auf 200 °C vorgeheizten Backofen ca. 12 Minuten goldgelb backen.

Für den Guss den Puderzucker mit etwas Orangensaft zu einem festen Guss verrühren. Jedes Plätzchen mit einem Tupfer verzieren und mit der zerkleinerten Orangenschale bestreuen. Trocknen lassen und in einer Keksdose aufbewahren.

Eigentlich ein super einfaches Rezept. Wenn man allerdings die Eier aus dem Kühlschrank direkt zu der Butter gibt (so wie ich), dann gerinnt das Ganze. Ist aber nicht weiter schlimm, sobald man das Mehl dazugibt, gibt es wieder einen wunderbaren Teig. Offensichtlich bin ich feinmotorisch nicht so begabt, denn die Häufchen mit den 2 Teelöffeln auf das Backblech zu setzen war eine ziemliche Kleckserei. Als der Teig dann verteilt war und im Ofen und der Junior inzwischen mit einer Nudelsuppe befriedigt, habe ich mich entschlossen, die Weihnachtsbäckerei fürs Erste einmal ruhen zu lassen.

Aber lecker schmecken die Orangentaler!

Montag, 9. November 2009

Pikanter Birnenkuchen - Herrn von Ribbecks Lieblingskuchen



Das Rezept stammt aus dem Ribbecker Kochbuch der evangelischen Kirchengemeinde und ich habe es bei der Suche nach der bekannten Ballade von Theodor Fontane über den "Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" entdeckt.

Zutaten für den Teig:
200 g Mehl
100 g Butter
1 Ei
etwas Salz und Backpulver

Belag:
500 g Birnen
100 g gekochter Schinken
200 g Ziegenfrischkäse
200 ml Sahne
2 Eigelb
2 Teelöffel Stärke
Salz, Pfeffer, Muskat

Die Zutaten für den Teig zu einem Mürbteig verkneten und eine gefettete Form damit auslegen, mit dem gekochten Schinken belegen. Die geschälten und in Spalten geschnittenen Birnen darüber legen. Die restlichen Zutaten verquirlen und mit Salz, Pfeffer, Muskat kräftig würzen. Die Masse über die Birnen gießen und im auf 180 °C vorgeheizten Backofen ca. 35 - 40 Minuten backen, noch warm mit grobem Pfeffer bestreuen und genießen.

Ich war überrascht, wie gut der Kuchen bei meiner mäkeligen Familie ankam. Mit einem Feldsalat dazu, war es für uns eine kleine Mahlzeit.


Mittwoch, 23. September 2009

Schwäbischer Käsekuchen


Eigentlich backe ich ja nicht so gerne, aber ungefähr alle 6 - 8 Wochen läßt mir mein Sohn keine Ruhe mehr. Dann muss ich seinen absoluten Lieblingskuchen backen. Er behauptet, dass ich den zweitbesten Käsekuchen der Welt mache, der beste kommt von seiner Oma. Bei soviel Lob, füge ich mich in mein Schicksal und fange an zu backen.

Für den Mürbeteig:
300 g Mehl
200 g Butter
80 g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei

Für die Käsemasse:
4 Eier
160 g Zucker
500 g Quark
80 g Sauerrahm
1 Prise Salz
1 Zitrone - unbehandelt
40 g Mondamin
80 g Rosinen (sind bei mir gestrichen)
60 g Butter

Die Zutaten für den Mürbeteig zu einer festen Masse verkneten und in Folie gepackt ca. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Inzwischen die Eigelbe mit dem Zucker schaumig rühren. Dann den Quark, den Sauerrahm und die Prise Salz dazugeben. Anschließend den Saft und die abgeriebene Zitronenschale sowie das Mondamin und die geklärte Butter einrühren. Ganz zum Schluß das Eiweiß zu Schnee schlagen und unter die Quarkmasse heben. Die Masse in ein mit dem Mürbeteig ausgelegtes Backblech einfüllen und in den auf 190° vorgeheizten Backofen geben. Nach 40 Minuten herausnehmen und abgedeckt für 10 Minuten stehen lassen, dann wieder in den Ofen geben und in ca. 10 bis 15 Minuten fertigbacken. Ich mache die Probe mit dem Zahnstocher, wenn er beim Einstechen trocken bleibt, ist der Kuchen fertig.

In der Originalversion besteht die Käsemasse aus 6 Eiern, 250 g Zucker, 750 g Quark, 1/8 l Sauerrahm, 50 g Mondamin und 100 g Butter. Er wird dann auch bei 220° gebacken. Wir mögen es jedoch lieber, wenn der Kuchen etwas "magerer" daherkommt.

Mittwoch, 16. September 2009

Zwetschgenkuchen - wie ich ihn mag

Zu den Zeiten als meine Mutter noch Kochen und Backen konnte, haben wir Kinder diesen Kuchen besonders geliebt - ganz puristisch, ohne viel Schnickschnack. Aus der Erinnerung heraus habe ich versucht, den Kuchen nachzubacken. Er schmeckt wunderbar, wenn auch nicht ganz so wie bei meiner Mutter.



Zutaten für den Teig:
300 g Mehl
200 g Butter
100 g Zucker
1 Ei

Zutaten für den Belag:
1 kg Zwetschgen
gemahlenes Brot oder Semmelbrösel
Apfelmost
Zucker und Zimt

Aus den Zutaten für den Teig einen Mürbeteig herstellen und in Folie eingewickelt ca. 1 - 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Zwischenzeitlich Zwetschgen waschen, entsteinen und so einschneiden, dass sie unten noch zusammenhängen. Den Teig ausrollen und eine Springform damit auslegen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und mit den Zwetschgen gleichmäßig dicht belegen. Gemahlenes Brot oder Semmelbrösel mit Zucker und Zimt mischen. Soviel Apfelmost zugeben, bis sich feuchte Streusel bilden. Wer keinen Apfelmost hat, kann auch Wein nehmen. Diese Streusel über die Zwetschgen streuen, noch etwas Butterflöckchen über den Kuchen verteilen und dann im auf 180° vorgeheizten Backofen ca. 40 Minuten backen.

Ein einfacher bäuerlicher Kuchen. Wer es feiner mag, kann noch Schlagsahne dazu servieren.

Dienstag, 18. August 2009

Schinkentaler


Ich mag sehr gerne herzhaftes Gebäck mit Blätterteig. Praktisch finde ich diese tiefgefrorenen Platten, aus denen sich im Handumdrehen - nennt sich auch Ruck-Zuck-Blätterteig - etwas Leckeres zaubern lässt. In einer Packung sind zehn quadratische Platten, die einzeln entnehmbar sind. Innerhalb von wenigen Minuten sind sie aufgetaut.

Mit einer Schüssel Blattsalat sind die Schinkentaler eine schmackhafte kleine Mahlzeit.


Zutaten für 6 Schinkentaler:
6 Platten Blätterteig
1 kleine Zucchini
1 Knoblauchzehe
1 kleine Zwiebel
250 g Créme fraiche/Schmand
1 Ei
Salz, Pfeffer
12 Scheiben Schinken
Kräuter, z.B. Petersilie, Thymian, Oregano etc.

Die Blätterteigplatten auftauen lassen. Ecken etwas einklappen und die Seitenränder leicht hochstellen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Kräuter fein hacken, Zucchini würfeln, Knoblauch und Zwiebel schälen und hacken. Créme fraiche mit dem Ei verquirlen, Zwiebel, Knoblauch, Kräuter und Zucchini unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Ich gebe auch immer noch gerne etwas Muskat dazu. Die Masse auf den Teigstücken verteilen und im auf 200 °C vorgeheizten Backofen 15 - 20 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit je 2 Scheiben Schinken darauflegen.

Ich habe die Platten auch schon in nochmals 4 Quadrate geteilt. Das ergibt dann 24 kleine Teilchen, die sich hervorragend als Fingerfood eignen.