Nachkochen!

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Mittwoch, 7. Dezember 2011

Ein Menü gefällig?

Soll ich, soll ich nicht? Angesichts der aktuell geführten Diskussion unter den "alten Bloggerhasen" über den Sinn bzw. Unsinn von Events war ich jetzt etwas verunsichert.
Seit geraumer Zeit passiert in meiner Küche nichts erwähnenswertes, das wird sich auch nicht so schnell wieder ändern und deshalb packe ich doch die Gelegenheit beim Schopfe und stöbere in meinem Archiv.

HighFoodality Blog-Event Weihnachtsmenü 2011

Uwe von highfoodality wünscht sich ein Weihnachtsmenü. Da bin ich doch gerne dabei, auch wenn ich an Weihnachten kaum in der Küche stehen werde. Ich werde lediglich das Dessert zum Familienfest beitragen und hier wurde ein Tiramisu gewünscht. Dennoch hier mein Vorschlag für 4 Gänge:






Dienstag, 24. Mai 2011

Frühlingszwiebel-Triangoli

Heute muss ich Euch etwas gestehen. Eigentlich koche ich ja ganz gerne, aber ganz ehrlich, nicht immer ist es nur Hobby, sondern manchmal einfach nur Pflicht. Täglich will eine vierköpfige Familie kulinarisch verwöhnt werden. Das ist nicht immer ganz einfach, was die eine mag, lehnt der andere rundweg ab. Er isst gerne Fleisch, ich lieber Gemüse, der eine liebt Sahnesaucen, die anderen nur dunkle Bratensaucen usw.
Ja, und dann gibt es Tage, da habe ich überhaupt keine Lust, mir Gedanken zu machen, was auf den Tisch kommt. Unlängst war es wieder soweit und Schande über mich, ich habe mich dazu hinreißen lassen, eine Packung Fertig-Tortellini zu machen. Die Strafe folgte auf dem Fuß, während U. ganz zufrieden damit war, fand ich die Tortellini einfach nur ungenießbar, ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich zum letzten Mal etwas derart Schlechtes auf den Tisch gebracht habe.

Um Klassen besser waren dafür diese Triangoli:

 


Pastateig:
200 g Mehl
2 Eier
1/2 TL Salz
2 EL Olivenöl

Aus allen Zutaten einen  geschmeidigen nicht klebenden Nudelteig kneten und in Folie gewickelt ca. 60 Minuten ruhen lassen.

Füllung:
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe 
1/2 Bund Petersilie und Zitronenmelisse
200 g Frischkäse
1 Ei
60 g Parmesan (bei mir würziger Bergkäse), gerieben

Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden, Kräuter kalt abbrausen und hacken, Knoblauchzehe schälen und ebenfalls fein hacken. Butter in einer Pfanne aufschäumen und die Frühlingszwiebeln, Knoblauchzehe und Kräuter darin ca. 3 Minuten dünsten, salzen und pfeffern. Den Frischkäse mit dem Ei glattrühren,den Parmesan und die etwas abgekühlten Frühlingszwiebeln untermischen und nochmals kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Den Nudelteig möglichst dünn ausrollen und 8 cm große Quadrate ausschneiden. Auf jedes Quadrat etwas Füllung in die Mitte geben und zum Dreieck umklappen. Die Ränder mit einer Gabel festdrücken und in kochendem Salzwasser ca. 8 Minuten garen. Anschließend noch in heißer Butter mit Sonnenblumenkernen  und Basilikum kurz durchschwenken. Und für C. gab es noch seine heißgeliebte Käse-Sahne-Sauce dazu und alle waren zufrieden.

 

Und weil in der Füllung ganz viele Frühlingszwiebeln sind, ist dies mein Beitrag zum Kochevent vom Gärtnerblog im Monat Mai.


Und ich schwöre, dass es gefüllte Pasta nur noch hausgemacht gibt!

Mittwoch, 27. April 2011

Petersilienauflauf mit Fisch

 

Frühlingszeit ist Kräuterzeit. Zu den wohl populärsten Küchenkräutern zählt die Petersilie, kein anderes frisches Kraut wird in europäischen Küchen so häufig verwendet wie sie. Für ein kräftiges Aroma sollte man die glatte Petersilie verwenden, da sie viel geschmacksintensiver ist als ihre krause Verwandte. Die krause Petersilie ist allerdings robuster als die glatte, sie welkt nicht so schnell und ist deshalb als Garnitur gut geeignet. Möchte man z.B. in einer Sauce einen intensiven grünen Farbton, ohne dass der Petersiliengeschmack zu stark in den Vordergrund rückt, sollte man ebenfalls die krause Sorte verwenden.

Garten-Koch-Event April 2011: Petersilie 
[30.04.2011]


Der Gärtner-Blog sammelt im April Rezepte mit Petersilie, da bin ich doch gerne dabei. Dieser Auflauf mit Petersilie, Kartoffeln, Tomaten und Fisch ist zwar von den Zutaten als auch vom Aufwand her ein sehr unkompliziertes Gericht, schmeckt aber ausgesprochen lecker

Zutaten:
500 g Kartoffeln, geschält und gewürfelt
1 große Zwiebel, kleingewürfelt
1 Knoblauchzehe, kleingewürfelt
2 EL Olivenöl
500 g stückige Tomaten
500 g Fischfilet
Zitronensaft, Salz, Pfeffer
2 Bund glatte Petersilie
1/2 Bund krause Petersilie
1 Kugel Mozzarella

Die gewürfelten Kartoffeln in kochendem Salzwasser ca. 8 Minuten vorgaren. Die Zwiebeln und Knoblauchzehe im Öl bei mittlerer Hitze andünsten, das Tomatenpürree dazugeben und offen ca. 10 Minuten einkochen lassen. Das Fischfilet in Würfel schneiden und mit Salz und Zitronensaft würzen.  
Die glatte Petersilie waschen, trockenschütteln, fein hacken und zu der Tomatensauce geben. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Tomatensauce und Kartoffelwürfel mischen und in eine Auflaufform geben. Fischwürfel und gewürfelten Mozzarella darauf verteilen. Den Auflauf dann im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 12 - 15 Minuten garen. Zum Schluss die krause Petersilie hacken und über den fertigen Auflauf geben.

(Quelle: Kochen mit Kräutern und Gewürzen, Sonderausgabe von essen&trinken)

Donnerstag, 3. März 2011

Alle Jahre wieder ...

kommt zwar das Christuskind auf die Erde nieder, aber mit Weihnachten hat mein heutiger Beitrag nichts zu tun. Höchstens insofern, dass er auch etwas mit Geschenken zu tun hat. 

Jedes Jahr kurz vor meinem Geburtstag werde ich von meiner Familie gefragt, was ich mir denn so wünsche und wie ein kleines Kind schreibe ich dann eine Wunschliste. Nun denkt ihr sicher, wie langweilig, keine Überraschung. Da meine Lieben sich jedoch mit der Wunschliste immer erst kurz vor knapp beschäftigen, bekomme ich eigentlich fast nie was auf dem Zettel steht und so werde ich doch immer wieder überrascht. 





Unter anderem habe ich dieses
Kochbuch zum letzten Geburtstag
bekommen
Und weil Häppchen in Lindas Bistro mindestens ebenso beliebt sind wie Suppen, habe ich heute für Euch 

Pochierte Wachteleier auf Toast mit Tomaten-Tapenade

Für 12 Häppchen
12 Wachteleier
3 Scheiben Toastbrot (oder mehr je nach Größe der Häppchen)
2 EL Butter
1 Schuss Weißweinessig
1 getrocknete Softtomate zum Dekorieren, etwas Kresse
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 große Tomaten
10 getrocknete Softtomaten
2 EL Olivenöl
3 Zweige Thymian
1 Prise Zucker
2-3 Safranfäden
Meersalz, Pfeffer, Piment d'Espelette

Zuerst wird die Tapenade hergestellt. Dazu die Zwiebel und die Knoblauchzehe fein würfeln. Frische Tomaten häuten, entkernen und in Stücke schneiden sowie die Softtomaten in Streifen schneiden. Olivenöl in einem Topf erhitzen und alles darin andünsten. Die Thymianzweige, 1 Prise Zucker und die Safranfäden dazugeben und das Ganze im geschlossenen Topf bei ganz kleiner Hitze etwa eine Stunde köcheln. Dann den Thymian herausfischen und die Tomaten-Tapenade gut pürieren. Mit Meersalz, Pfeffer und Piment d'Espelette abschmecken. Die Tapenade hält sich im Kühlschrank gut eine Woche.

Anschließend werden die Wachteleier pochiert. Dazu einen Liter Wasser mit 2 EL Weißweinessig im Topf zum Kochen bringen. Mit dem Schneebesen kräftig rühren, so dass sich ein Strudel bildet. Wachteleier vorsichtig hineingleiten lassen und ein bis zwei Minuten im Wasser ziehen lassen. Mit dem Schaumlöffel herausholen und die ausgefransten Ränder abschneiden. Frau Linster empfiehlt, nicht mehr als 6 Eier gleichzeitig zu pochieren, ich habe sie einzeln pochiert.

Dann etwas Butter in einer Pfanne zerlassen und die Toastbrotscheiben darin von beiden Seiten anbraten. Mit einem runden Ausstecher jeweils 4 runde Taler ausstechen und mit der Tapenade bestreichen. Auf jeden Taler ein pochiertes Wachtelei setzen und mit der übrigen in Streifen geschnittenen Softtomate und etwas Kresse Radieschensprossen dekorieren.



Hier könnt Ihr sehen, dass das Eigelb noch flüssig ist.

Die Häppchen eignen sich für ein Fingerfoodbüfett,
als Gruß aus der Küche bei einem Menü
oder einfach wie bei uns als kleiner Imbiss.






Und weil dies bisher das erste und einzige Rezept aus dem Kochbuch "Einfach fantastisch" von Lea Linster ist, das ich nachgebaut habe, darf dieser Beitrag am Dauerevent DKduW von Foodfreak teilnehmen.

Montag, 6. Dezember 2010

Im Tempel

Manchmal erwischt es auch die polyphagen Qualitätsverächter. Wir bekommen eine Speisekarte in die Hand gedrückt, die sich anfühlt wie ein Hochzeitskleid. Mit feiner Tinte in alter Schrift geschrieben, lesen wir: "Gedämpfte Kiemen vom Hochgebirgssaibling auf Papayaspiegel an getrüffelte Löwenzahnblätter in 100-jährigem Bordeauxessig."
Solche und ähnliche Beschreibungen lösen bei uns normalerweise Fluchtbewegungen aus. Die Rückzugsgebiete heißen dann in der gewählten Reihenfolge: Dönerstand, Currywurstbude und, wenn's kalte Buletten mit Senf gibt: Kiepenkerl, Gläsernes Eck, Elfis Imbiss, Gasthaus Stibernitz, ...
Doch mit einem Schlag sind diese Phantasien von einer besseren Welt wie weggeblasen, denn auf der zweiten Seite der Karte stehen die

Kalbsröllchen

 

4 dünne Kalbschnitzel
2 rohe Bratwürstchen
2 Hühnerlebern habe ich nicht bekommen
4 Streifen durchwachsener Speck
1 Bund Petersilie
frische Salbeiblätter
2 EL frisch gemahlener Parmesan
2 Eigelb
125 ml Weißwein
125 ml Fleischbrühe
2 Knoblauchzehen (mir genügt eine)

Schnitzel sehr dünn klopfen. Das Brät aus den Würstchen in eine Schüssel drücken. Die Hühnerlebern, den Knoblauch und die Petersilie fein hacken und zum Bratwurstbrät geben. Den Parmesan und das Eigelb hinzufügen und gründlich vermischen.
Paste gleichmäßig auf die Schnitzel streichen und aufrollen. Mit jeweils einem Salbeiblatt belegen, mit den Speckstreifen umwickeln und mit einem Spießchen feststecken.
Rouladen dünn mit Mehl bestäuben und in heißer Butter rundherum goldbraun anbraten. Mit dem Wein ablöschen und etwas salzen und pfeffern. Den Wein bis zur Hälfte einkochen lassen, dann die Brühe angießen und im geschlossenen Topf bei schwacher Hitze ca. 20 Minuten schmoren. Nach 10 Minuten noch Salbeiblätter nach Geschmack in die Sauce geben. Nach der Garzeit die Röllchen herausnehmen und warmstellen. Die Sauce nochmals kräftig durchkochen, abschmecken und evtl. mit kalter Butter montieren.

Wer steht schon auf Brad Pitt, George Clooney oder Richard Gere, wenn er Jürgen Tarrach kennt? Okay, die Auszeichnung zum "sexiest  man alive" wird er voraussichtlich nie erhalten. Trotzdem oder gerade deshalb mag ich ihn. Seine erste Fernsehrolle hatte er 1995 in der Fernsehserie "Um die 30". Ein Karriereschritt war seine Rolle als Drogenfahnder Docker in "Die Musterknaben". Seitdem konnte man ihn in unzähligen Fernsehfilmen bzw. -serien sehen. Besonders berührt hat er mich als einsamer Außenseiter "Norbert" im gleichnamigen Münchner Tatort, dafür erhielt er den Deutschen Fernsehpreis als bester Darsteller in einer Nebenrolle. Für seine Darstellung des Walter Sedlmayer in "Wambo" wurde er 2002 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Beeindruckt hat er mich auch als Hans-Jürgen Wischnewski in "Mogadischu".



Jürgen Tarrach ist nicht nur ein guter Schauspieler und begnadeter Sänger, sondern auch Hobbykoch und bekennender Vielfresser. Mit seinem Freund  und Gesinnungsgenossen Klaus Ortner hat er im Laufe von 20 Jahren ungefähr 24 687 € vertelefoniert und 26 958 470 492 Kalorien verzehrt. Gemeinsam haben sie ihren Widerstand gegen den Schlankheitswahn dokumentiert - mit Rezepten für 2 Personen (im normalen Leben ausreichend für vier) und in Geschichten über ein verlorenes Paradies.



Aufmerksam auf das Buch hat mich mein Sohn gemacht, der Jürgen Tarrach als Gast bei "Dirty Harry" (Harald Schmid) gesehen hat und schwer beeindruckt war. Und weil die Kalbsröllchen das erste Rezept ist, das ich daraus nachgekocht habe, ist dies ein Beitrag zu

Freitag, 26. November 2010

Geschmorte Rinderwade mit Petersilienwurzeltascherln

 

Wir können nicht nur schwäbisch, vor allem beim Kochen. Das heutige Rezept habe ich von unseren österreichischen Nachbarn entlehnt. 

Geschmorte Rinderwade (4 Personen):
1 kg Rinderwade
1 Knoblauchzehe
2 Zwiebeln
1 - 2 EL Ketchup
1 EL Zucker
1/ 2 l Rotwein
Rinder- bzw. Gemüsebrühe
3 angedrückte Wacholderbeeren
2 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer
Öl

Zwiebel und Knoblauch schälen und in Würfel schneiden. Das Fleisch in heißem Öl in einem Bräter scharf anbraten, herausnehmen und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Bratenrückstand Zwiebel und Knoblauch goldgelb anbraten. Zucker, Ketchup und Wacholderbeeren zufügen, kurz durchschwenken und mit Rotwein aufgießen. Kurz aufkochen lassen, dann das Fleisch wieder in den Bräter geben, die Lorbeerblätter dazu und das ganze dann zugedeckt im vorgeheizten Ofen bei 170° C mindestens 2 1/2 Stunden (bei mir waren es fast 4 Stunden) schmoren. Bei Bedarf gelegentlich mit Brühe und/oder Rotwein aufgießen.

Während der Braten schmort, bleibt genug Zeit die Petersilienwurzeltascherln zuzubereiten.

Petersilienwurzeltascherln:

200 g Petersilienwurzeln (geschält und kleingewürfelt)
60 g QimiQ (ich hoffe, dass das kein "Teufelszeug" ist)
Salz, Pfeffer, Muskat
frisch gehackte Petersilie

Die Petersilienwurzeln in aufschäumender Butter kurz anschwenken, etwas Wasser angießen, mit Salz würzen und weichdünsten. Eventuell entstandene Flüssigkeit abgießen, QimiQ zufügen und feinpürieren. Masse etwas abkühlen lassen und mit Pfeffer und Muskat abschmecken, gehackte Petersilie unterheben.


Mit dem sehr dünn ausgewellten Pastateig und der Füllung die Tascherln basteln.
Für den wellenförmigen Rand muss ich wohl bei Hundertachtziggrad° noch Nachhilfeunterricht nehmen.
Das ursprüngliche Rezept sieht für die Füllung Pastinaken vor. Da mir persönlich Pastinaken zu süsslich sind, kam mir die Idee mit den Petersiliewurzeln und damit passt mein Rezept auch zum Garten-Koch-Event im November

Garten-Koch-Event November 2010:
Wurzelpetersilie [30. November 2010]


Montag, 11. Oktober 2010

Birnen-Sellerie-Schaumsuppe mit Geflügelleber

Garten-Koch-Event Oktober 2010: Birnen
[31. Oktober 2010]

Der Gartenblog wünscht sich für den Monat Oktober Rezepte mit Birnen. Für mich eine gute Gelegenheit, endlich mal ein Süppchen zu kochen, das schon über ein Jahr in meinem Hinterkopf gespeichert ist. Es stammt aus der "Lust auf Genuss - Slowfood" - Ausgabe 4/2009.

Zutaten für 4 Portionen:
1 Zwiebel
500 g Knollensellerie
2 Birnen
Butterschmalz
50 ml Weißwein
500 ml Brühe
300 g Schlagsahne
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
150 g Geflügelleber
50 g Butter
2 EL roter Portwein
Saft von 1/2 Zitrone

Zwiebel, Sellerie und Birnen jeweils schälen und in Würfel schneiden. Anschließend in Butterschmalz andünsten, mit dem Wein ablöschen, mit Brühe aufgießen und gar kochen. Sahne zufügen und fein pürieren. Wer es ganz fein mag, kann die Suppe durch ein Sieb passieren, ich habe darauf verzichtet. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Leber putzen, abbrausen und trockentupfen und in der Pfanne in schäumender Butter anbraten, salzen, pfeffern, mit PortRotwein ablöschen und warm stellen.

Übrige Birne schälen, in Würfel schneiden und mit Zitronensaft beträufeln. Birnenwürfel auf tiefe Teller verteilen, die Suppe nochmals mit dem Pürierstab aufschäumen und mit der in Scheiben geschnittenen Leber auf den Birnenstücken anrichten.

Die süß-pikante Note der Suppe hat mir gut gefallen, die Birnenstückchen haben zusätzlich noch für etwas mehr "Biss" gesorgt. Eine kleine Portion der Suppe in einem mehrgängigen Menü kann ich mir sehr gut vorstellen.



Hier noch ein weiteres pikantes Rezept mit Birnen.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Salsicce in Rotwein mit Trauben


Wo Wein wächst, da ist gut essen! Und weil sich in unserer Nähe auch ein kleines Weinbaugebiet befindet, gibt es heute von mir ein Rezept mit frischen Trauben und bereits in der Flasche befindlichen - oder wie Loriot sagt: "Abgezapft und verkorkt".

Zutaten für 2 Portionen:
3 Salsicce oder andere dicke grobe Bratwürste
500 g weiße Trauben
1 Tasse Fleischbrühe
1 Glas Rotwein
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Die Trauben waschen, halbieren und die Hälfte davon durch ein Sieb drücken. Den Saft dabei auffangen. Die Bratwürste im heißen Olivenöl bei schwacher Hitze von allen Seiten anbraten, dabei öfter mit einer Gabel einstechen. Heiße Fleischbrühe angießen, Traubensaft dazugeben und zugedeckt 10 Minuten garen.
Danach die Bratwürste herausnehmen und in Stücke schneiden. Den Rotwein in die Pfanne gießen und das Ganze etwas einkochen lassen. Zum Schluss die Bratwurststücke und die übrigen Trauben wieder in die Pfanne geben und nur noch einmal kurz aufkochen lassen. Eventuell mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu gab es ein frisch gebackenes Holzofenbrot aus dem Backhaus - absolut köstlich! Und das Köstlichste ist das "Ausputzen" der Pfanne mit dem Brot!


Weil das auch alles recht schnell geht, ist dies ein Beitrag von mir zum Dauerevent von Man kann's essen für den Oktober

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von
mankannsessen.de

Montag, 26. Juli 2010

weichgeklopft

hat sie mich mal wieder, meine Tochter. Dass ich nicht gerne Kuchen backe, habe ich ja schon mehrmals erwähnt und jedes Mal, wenn für ein Schulfest, Vereinsfest, Geburtstag und dergleichen um eine Kuchenspende gebeten wird, mache ich mich ganz klein. Und jedes Mal lasse ich mich doch wieder breitschlagen, dieser ungeliebten Aufgabe nachzukommen.

Am Wochenende konnte ich wenigstens zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und mit meinem Kuchen zum 50jährigen Jubiläum unserer Schule beteilige ich mich auch gleich noch am Juli-Event der Gärtnerinnen

Garten-Koch-Event Juli: Kirschen
[31.07.2010]

Kirschwürfel:
5 Eier
270 g Zucker
140 g Mehl
40 g Kakao
1 Tl Backpulver
500 g Kirschen
750 g Magerquark
2 Pk. Vanillezucker
1 Pk. Gelatine-Fix
400 ml Schlagsahne
Kirschsaft 
1 Pk. Tortengusspulver

Für den Teig Eier und 150 g Zucker 8 - 10 Minuten schaumig schlagen. Mehl, Kakaopulver und Backpulver mischen, in mehreren Portionen auf die Eimasse sieben und unterziehen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und im auf 170 Grad (Umluft) vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten backen. Biskuit sofort auf ein mit Zucker bestreutes Küchentuch stürzen, Backpapier abziehen und auskühlen lassen.

Kirschen entsteinen, mit 40 g Zucker bestreuen und 10 Minuten ziehen lassen. Quark, Vanillezucker und 80 g Zucker verrühren. Gelatine-Fix nach Packungsanweisung unter die Masse rühren, Sahne steifschlagen und unterrühren. Creme auf dem Biskuit verteilen.

Kirschen abtropfen lassen, den Saft auffangen. Den Sud mit dem Kirschsaft auf 250 ml auffüllen und mit dem Tortengusspulver nach Anweisung einen Guss herstellen. Kirschen und Guss auf dem Kuchen verteilen und ca. 1 Stunde kalt stellen.
(Quelle: essen&trinken "Für jeden Tag" Tim Mälzer)

Anmerkung für mich: 
Ein sehr leckerer, erfrischender Kuchen. Der Biskuit ist etwas trocken geraten. Beim nächsten Mal würde ich den Boden eventuell mit Saft, Kirschwasser oder Konfitüre befeuchten.
 

Mittwoch, 21. Juli 2010

Schmorgurken-Pfifferlings-Pfanne

Von meinen netten Nachbarn wurde ich gestern mit zwei Schlangengurken beschenkt. Obwohl ich noch eine Gurke im Gemüsefach hatte, wollte ich das Geschenk nicht ablehnen. Meine Kochlust hält sich derzeit arg in Grenzen, nur meine Familie ist nicht sonderlich begeistert von Rohkost. Deshalb kam mir dieses schnelle Rezept gerade gelegen.

Zutaten für 4 Personen:
100 g Pfifferlinge
2 mittelgroße Schmorgurken (bei mir eine Schlangengurke)
400 g Hähnchenfilet
1 mittelgroße Zwiebel
Salz, Pfeffer, Öl
125 g Schlagsahne
1/4 l Gemüsebrühe
Petersilie

Pfifferlinge putzen, evtl. waschen, Schmorgurken schälen, längs halbieren, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Fleisch waschen, trockentupfen und in Würfel schneiden, Zwiebel schälen und feinhacken.

Zwiebel und Pfifferlinge in einer tiefen Pfanne in heißem Öl ca. 2 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen, herausnehmen. In der Pfanne 2 EL Öl erhitzen und die Hähnchenwürfel darin goldbraun anbraten und ebenfalls herausnehmen. Anschließend die Schmorgurken im Bratfett bei ganz niedriger Hitze zugedeckt ca. 10 Minuten schmoren, mit Salz und Pfeffer würzen. Hähnchenfleisch dazugeben, mit Gemüsebrühe und Sahne ablöschen und 10 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss Pilze unterheben, nochmals abschmecken und gehackte Petersilie dazugeben. Ich koche dazu Reis.

Leider haben die Gurken ihre schöne grüne Farbe verloren, was der Optik etwas abträglich ist, aber es ist ein sehr lecker schmeckendes schnell gekochtes Gericht und deshalb mein Beitrag im Juli für die

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Mittwoch, 7. Juli 2010

Kaninchen mit Tüften

"Alle Hobbits können natürlich kochen, denn diese Kunst beginnen sie schon vor dem Lesen und Schreiben zu lernen (was manche nie erreichen); aber Sam war ein ganz guter Koch, selbst nach Hobbit-Maßstäben, und auf ihren Wanderungen hatte er ein groß Teil der Lagerkocherei erledigt, wenn dazu Gelegenheit war. Hoffnungsvoll schleppte er immer noch etwas von seiner Ausrüstung mit: eine kleine Zunderbüchse, zwei kleine, flache Kochtöpfe, von denen der kleinere in den größeren paßte, drinnen lagen ein Holzlöffel, eine kurze, zweizinkige Gabel und ein paar Fleischspieße; und ganz zuunterst im Rucksack war in einer kleinen flachen Holzschachtel ein dahinschwindender Schatz versteckt, etwas Salz."


Sméagol hat Kaninchen erbeutet und Sam möchte sie kochen, was Sméagol nicht erfreut, denn er ist der Meinung, dass Fleisch nur roh gegessen werden kann. Sam bittet Sméagol, Kräuter zu suchen, dieser weigert sich jedoch:

"Sméagol wird in Teufels Küche kommen, wenn dieses Wasser kocht und er nicht tut, worum er gebeten wird", brummte Sam. "Sam wird seinen Kopf hineinstecken, ja, Schatz. Und ich würde ihn nach Rüben und Möhren und Tüften suchen lassen, wenn die Jahreszeit danach wäre. Ich wette es gibt alle möglichen guten Dinge, die in diesem Land wild wachsen. Für ein halbes Dutzend Tüften würde ich viel geben." 
"Sméagol wird nicht gehen, o nein, Schatz, diesmal nicht", zischte Gollum. "Er hat Angst und ist sehr müde, und dieser Hobbit ist nicht nett, ganz und gar nicht nett. Sméagol will nicht nach Wurzeln und Möhren graben und - Tüften. Was sind Tüften, Schatz, wie, was sind Tüften?" 
 "Kar-tof-feln", sagte Sam. "Die ganze Wonne des Ohm, und eine selten gute Unterlage für einen leeren Magen. Du wirst keine finden, also brauchst du auch nicht danach zu suchen. Aber sei ein lieber Sméagol und hole mir die Kräuter, dann werde ich eine bessere Meinung von dir haben. Und überdies, wenn du dich besserst und auch gut bleibst, werde ich dir demnächst Tüften kochen. Das werde ich: gebackenen Fisch und Bratkartoffeln, angerichtet von S. Gamdschie. Da könntest du nicht nein sagen."
"Doch, doch wir könnten. Netten Fisch verderben, ihn verbrennen. Gibt mir jetzt Fisch und behalte deine garstigen Bratkartoffeln!" 

Bereits während meiner Kinder- und Jugendzeit habe ich viel gelesen, ja man könnte sagen, ich habe Bücher regelrecht verschlungen. Sehr zum Leidwesen meiner Mutter, die oft vergeblich nach mir gerufen hat, wenn ich völlig in eine andere Welt eingetaucht war. Obwohl eher Krimis mein Metier sind, habe ich vor bald 30 Jahren die Trilogie "Herr der Ringe" von J.R.R. Tolkien gelesen und war vollkommen fasziniert. Meistens bin ich ja von Verfilmungen gelesener Bücher enttäuscht, weil sie nicht mit den Bildern, die ich während des Lesens vor Augen hatte, übereinstimmen.  Deshalb war ich sehr darauf gespannt, wie gut Peter Jackson die Umsetzung dieser Trilogie gelingen wird. Mit meinem Sohn habe ich alle drei Filme im Kino geschaut und ich war überwältigt, wie sehr sich die Verfilmung mit meinen Vorstellungen aus den Büchern gedeckt hat.

Doch nun zum Rezept, wenn es auch kein gebackener Fisch mit Bratkartoffeln ist, bin ich sicher, dass es Samweis Gamdschie sehr genossen hätte.

Kaninchenkeulen mit Backofenkartoffelntüften: (2 Portionen)
2 Kaninchenkeulen
1 große Möhre
1/2 Stange Lauch
1 Knoblauchzehe
150 ml trockener Weißwein
2 Tomaten
Öl, Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt
Pinienkerne
Kartoffeln 

Die Kaninchenkeulen salzen, pfeffern und rundherum in heißem Olivenöl kräftig anbraten, herausnehmen und im Bratfett das zerkleinerte Gemüse sowie die angedrückte Knoblauchzehe kurz andünsten. Mit Weißwein ablöschen und die Kaninchenkeulen wieder hineinlegen. Die entkernten, gewürftelten Tomaten sowie das Lorbeerblatt und die Pinienkerne zufügen. Kräuter wie Thymian oder Rosmarin würden auch sehr gut passen, standen mir aber leider nicht zur Verfügung. Das Ganze nun zugedeckt ca. 40 - 45 Minuten schmoren und zum Schluss mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat abschmecken.

Die Kartoffeln in Spalten schneiden, gut mit Olivenöl einölen und auf einem Blech im 180° heißen Backofen in ca. 35 - 40 Minuten knusprig backen und vor dem Servieren etwas salzen.






Dieser Post ist mein Beitrag zum aktuellen Kochtopfevent

Blog-Event LVIII - Kulinarisches aus
Literatur und Film (Einsendeschluss 15. Juli 2010)

Freitag, 2. Juli 2010

Mosli fil Koucha

9ter mediterraner Kochevent - Tunesien - tobias kocht! - 10.06.2010-10.07.2010

Beim Kochen rund ums Mittelmeer wünscht sich Tobias dieses Mal Gerichte aus Tunesien. Wieder keine einfache Aufgabe für mich. In gerade mal 2 Kochbüchern habe ich ein rundes Dutzend Rezepte gefunden, die mir alle nicht für meine Familie nachkochbar erschienen. So habe ich also das Internet bemüht und bin dabei auf einen Blog gestoßen, der mich sofort angesprochen hat. Unter den vielen Rezepten, die ich bei Le Monde de Jacey gefunden habe, fiel die Wahl für den Einstieg in die tunesische Küche auf dieses:

Zutaten:
500 g Hühnerbrust
1 Zucchini
1-2 Zwiebeln
3-4 Kartoffeln
2 Tomaten
2 Paprika
2-3 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer, Paprika
Kreuzkümmel, Safran, Kurkuma, Koriander
Tomatenmark, Harissa, Olivenöl, Zitronensaft

Die Hühnerbrust in grobe Würfel schneiden und in einer Pfanne in etwas Öl kurz anbraten. Dabei mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Das Gemüse waschen, putzen, eventuell schälen und alles in gleich große Stücke bzw. Scheiben schneiden und über das Fleisch geben. Kräftig mit Kreuzkümmel, Safran, Kurkuma und Koriander würzen. Aus knapp 300 ml Wasser, 50 ml Olivenöl, etwas Zitronensaft, Tomatenmark und Harissa eine Marinade herstellen und über die Fleisch-Gemüse-Mischung gießen. 

 Das Ganze nun im auf 180° vorgeheizten Ofen backen, bis das Gemüse schön weich ist.


Ein Gericht, das uns allen gut geschmeckt hat und wohl den tunesischen Touch durch die Gewürze bekommt.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Pasta mit Thunfisch-Kapern-Sauce


Wie hat C. (unser Sohn) vor ein paar Tagen gesagt: "Zur Zeit machst Du ständig was in Tomatensauce". Er mag das überhaupt nicht, muss er auch nicht. Dies ist eines der Turbo-Gerichte, das ich abends gerne schnell nur für U. zubereite. 

Ich schneide 1 Schalotte und 1 Knoblauchzehe in feine Würfel und dünste sie in heißem Öl glasig. Dann gebe ich entweder zerdrückte Tomaten aus der Dose oder frische Tomaten in Würfel geschnitten (je nach Saison und Vorrat) dazu und lasse das ganze ca. 20 Minuten köcheln.

Thunfisch aus der Dose lasse ich etwas abtropfen, zerpflücke ihn mit der Gabel und gebe ihn mit ebenfalls abgetropften Kapern in die Sauce. Dann wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt, ich gebe noch etwas von  meiner Wunderwaffe "Siebengewürz" (eine Paste aus Salz und sieben verschiedenen Gemüsesorten) dazu. Ganz zum Schluß füge ich das in feine Streifen geschnittene Basilikum bei. Die Sauce richte ich mit beliebiger Pasta an.

Und weil das Ganze wirklich ratzfatz auf dem Tisch steht, ist das ein Beitrag für die


Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

von Man kann's essen.



Mittwoch, 9. Juni 2010

Arnaki kleftiko - Fleisch nach Diebesart

8ter mediterraner Kochevent - Zypern - tobias kocht! - 10.05.2010-10.06.2010

Mit dem Thema Zypern hat es uns Tobias diesen Monat nicht einfach gemacht. Ich bin überzeugt, dass es viele zypriotische Gerichte gibt, nur leider ist wenig bekannt. In einem meiner Kochbücher "Griechisch kochen" gibt es ein Rezept, das ich schon lange einmal nachkochen wollte und bei meinen Recherchen im Internet hat sich gezeigt, dass dieses Gericht tatsächlich in Zypern beheimatet ist.

"Während des Unabhängigkeitskampfes gegen die osmanische Herrschaft Anfang der 20er Jahre machten Räuberbanden, die von Viehdiebstahl lebten, die Berge Zyperns unsicher. Diese „Kleftes“ bereiteten Ziegen oder Lämmer in eingegrabenen Lehmöfen zu. So blieb ihr Versteck geheim, denn man konnte den Rauch nicht entdecken. Das Fleisch wurde zum Teil tagelang luftdicht verschlossen gegart. Diese Zubereitungsart ist auf Zypern dieselbe geblieben. Es kann auch das Fleisch älterer Tiere dazu verwendet werden, welches dann aber – durch die lange Garzeit – auf der Zunge vergeht."

Hier ist eine moderne Version des "Fleisch nach Diebesart":

Zutaten für 4 Päckchen:
600 g Lammfleisch
Salz, Pfeffer, Oregano
Olivenöl
2-3 EL Zitronensaft
4 Kartoffeln
2 Karotten
200 g Erbsen
1 Knoblauchzehe
2 EL Cognac (optional)
8 Scheiben Tomaten
4 Scheiben Blätterteig
geriebener Kefalotiri (ersatzweise Pecorino oder anderer Schafs-/Ziegenkäse)

Das Lammfleisch in Würfel schneiden, mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Olivenöl und Zitronensaft darüber geben und mit Klarsichtfolie abgedeckt ca. 1 Stunde lang marinieren. Kartoffeln und Karotten schälen und in Würfel schneiden. In Salzwasser ca. 8 Minuten garen, die Erbsen dazugeben und nochmals ca. 4 Minuten kochen, abschütten und abtropfen lassen. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, das Fleisch aus der Marinade nehmen und von allen Seiten scharf anbraten, Knoblauchzehe kleinschneiden und zugeben. Mit Cognac (ich habe darauf verzichtet) und der Marinade ablöschen und das Gemüse zufügen, kurz köcheln lassen. Nochmals mit Salz, Pfeffer und Oregano abschmecken.

Zwischenzeitlich die Blätterteigscheiben dünn auswellen und jeweils auf  ein Stück Alufolie legen. Die Lamm-Gemüse-Mischung darauf verteilen und die Alufolie so nach oben ziehen, dass ein gefülltes Beutelchen entsteht. Oben eine ca. 6-7 cm große Öffnung lassen. Mit jeweils 2 Tomatenscheiben belegen und mit geriebenem Käse bestreuen. Die gefüllten Beutel auf ein Blech setzen und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 20 - 30 Minuten backen.


Dafür gab es das höchste Lob eines schwäbischen Ehemannes: "Des kannsch mal wieder machen".


Freitag, 28. Mai 2010

Noch ein Spargelsalat

Vor einigen Tagen hat uns Jutta Lorbeerkrone einen Spargelsalat serviert und auch in diversen anderen Blogs habe ich verschiedene Salate entdeckt. Also warum Spargel immer warm essen? Ein Rezept für einen Salat hatte ich schnell gefunden.

Salat von grünem und weißem Spargel, Broccoli und Haselnüssen

Für 4 Portionen:
500 g grüner Spargel
500 g weißer Spargel
500 g Broccoli
Salz, Zucker, Butter
gehobelte Haselnüsse
4-5 EL Sherryessig
schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Salz
6 EL Pflanzenöl
2 Eigelb
gehackte Petersilie
(Quelle: "Das große Buch vom Kochen" Sonderausgabe der Zeitschrift essen&trinken)

Vom Spargel die holzigen Enden abschneiden, weißen Spargel schälen, beim grünen nur das Ende. Spargel in 4 - 5 cm lange Stücke schneiden.
Broccoli in Röschen zerteilen und waschen.
Den Spargel in kochendem Salzwasser, dem etwas Butter und Zucker zugefügt wurde, bissfest garen, mit einem Schaumlöffel herausnehmen und den Broccoli im gleichen Wasser ca. 6 Minuten garen.
Gemüse gut abtropfen lassen.
Haselnüsse in einer Pfanne goldbraun rösten.
Sherryessig mit Salz und Pfeffer verrühren. Öl in dünnem Strahl unter ständigem Rühren zugeben. Zum Schluss die Eigelbe unterrühren und die gehackte Petersilie zufügen.
Das Gemüse mit der Salatsauce marinieren und kurz durchziehen lassen, anrichten und mit den Haselnüssen bestreuen.

Für U. gab es dazu ein Pfeffersteak. Mir hat der Salat sehr gut geschmeckt, aber U. wünscht sich den nächsten Spargel wieder warm.

Mit diesem Beitrag beteilige ich mich am Monatsevent vom Gärtnerblog.

Garten-Koch-Event Mai: Spargel [31.05.2010]





Donnerstag, 13. Mai 2010

Frischkäserolle mit Räucherlachs

Jubiläums-Blog-Event LVI - Brunch & Giveaway (Einsendeschluss 15. Mai 2010)

Hallo Zorra,

herzlichen Glückwunsch zu Deinem 5. Blog-Event-Geburtstag. Ich freue mich, dass Du uns alle zum Brunch eingeladen hast und werde Deiner Einladung natürlich gerne folgen. Bin schon ganz gespannt, was so alles auf dem Buffet stehen wird. Bestimmt werde ich mir ordentlich den Bauch vollschlagen. Einen Beitrag zum guten Gelingen will ich natürlich auch leisten. Hier meine Frischkäserolle mit Räucherlachs.



Zutaten:
400 g Frischkäse

100 ml Sahne

5 Blatt Gelatine

4 EL Schnittlauch, kleingeschnitten

300 g Räucherlachs

Salz, Pfeffer, Zitronensaft


Den Frischkäse glattrühren. Gelatine in kaltem Wasser 5 Minuten einweichen, gut ausdrücken und in der erhitzten Sahne auflösen, Schnittlauch unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.
Die lauwarme Masse kräftig unter den Frischkäse rühren und mit Zitronensaft abschmecken. die Masse dann ca. 15 Minuten etwas fester werden lassen. Klarsichtfolie (ca. 30 x 30 cm) auslegen und mit dem Räucherlachs belegen. Frischkäse darauf streichen und mit Hilfe der Folie zu einer festen Rolle wickeln. Mindestens 4 Stunden im Kühlschrank festwerden lassen. Die Rolle in Scheiben schneiden und zu frischem Baguette servieren.
(Quelle: Rezeptsammlung der Ludwigsburger Landfrauen)

Montag, 10. Mai 2010

Schon wieder Suppe



Dass Suppen in Lindas Bistro gerne gegessen werden, hat der eine oder andere von Euch sicherlich schon festgestellt. Deshalb musste vor kurzem in der Buchhandlung ein kleines Kochbüchlein "1 Brühe - 100 Suppen" mit. Das Büchlein enthält - wie der Name schon sagt - Rezepte für 100 Suppen, die immer eine Gemüsebrühe zur Basis haben. Die Suppen sind in 5 Kategorien eingeteilt:

- Herzhaft
- Für kalte Tage
- Festlich
- Kalt
- Internationale Klassiker

Bei den Internationalen Klassikern bin ich schnell auf ein Rezept gestoßen, das rasch ausprobiert werden wollte.

Zutaten für 6 Personen:
2 EL Olivenöl
200 g mageres Lammfleisch, gewürfelt
1 Zwiebel, gehackt
100 g getrocknete Kichererbsen, über Nacht in Wasser eingeweicht und abgetropft
1,7 l Gemüsebrühe
100 g rote oder gelbe Linsen
2 große Tomaten, gehäutet, entkernt und gehackt
1 rote Paprikaschote, gewürfelt
1 EL Tomatenmark
1 TL Zucker
1 TL Zimt
1/2 TL Kurkuma, gemahlen
1/2 TL Ingwer, gemahlen
1 EL frisch gehackter Koriander
1 EL frisch gehackte glatte Petersielie
60 g Langkornreis
Salz und Pfeffer
(Quelle: 1 Brühe - 100 Suppen, Parragon Books Ltd)

Das Öl in einem großen Topf erhitzen und das Lammfleisch darin bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren leicht anbräunen. Die Hitze reduzieren, die Zwiebel zugeben und unter Rühren glasig dünsten.

Kichererbsen und Brühe zugeben, aufkochen und auf kleiner Flamme im geschlossenen Topf ca. 1 1/2 Stunden köcheln lassen.

Reis, Tomaten, Paprika, Tomatenmark und die Gewürze und Kräuter einrühren und alles 15 Minuten weiterköcheln lassen. Dann die Linsen zufügen und weiterkochen bis der Reis und die Linsen gar sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Koriander garnieren und sofort servieren.

Bei den Gewürzen habe ich mich nicht an die Angaben gehalten, den Zimt habe ich sehr vorsichtig dosiert und Ingwer hatte ich keinen im Hause. Der Koriander wurde bei mir sehr sparsam verwendet, da ich festgestellt habe, dass ich ihn nicht besonders mag.

Fazit: Ein sehr würziger Eintopf, den es sicherlich nicht zum letzten Mal gab.

Und weil diese Harira in Nordafrika beheimatet ist, darf sie am Kochevent von Tobias teilnehmen.

7ter mediterraner Kochevent - Algerien - tobias kocht! - 10.04.2010-10.05.2010