Samstag, 26. Juni 2010

Mark Knopfler

Inzwischen deutlich älter und mit weniger Haaren, aber immer noch genial. Am Donnerstagabend in der ausverkauften Schleyerhalle in Stuttgart konnte ich ihn Live erleben. Ein unvergesslicher Abend für mich!

Donnerstag, 24. Juni 2010

Aus aktuellem Anlass (2)





Montag, 21. Juni 2010

Aprikosencreme


Gerade habe ich festgestellt, dass es bei mir in der Kategorie "Süßes" nur zwei Einträge gibt. Das entspricht auch tatsächlich unseren meinen Vorlieben. Herzhaftes ist mir immer willkommen, ich könnte bereits zum Frühstück Wurstsalat, Käse-, Wurstbrot etc. essen. Maximal ein gekauftes Eis im Gefrierschrank, eine Tüte Gummibärchen und eine Tafel Schokolade findet sich bei uns im Vorrat. Frisches Obst je nach Jahreszeit ist allerdings immer vorhanden. So lagen heute noch ein paar überreife Aprikosen herum, die keiner mehr essen wollte. Da im Kühlschrank auch noch griechischer Joghurt war, habe ich schnell diese Creme gemacht.

Zutaten:
Aprikosen
Zucker
griechischer Joghurt
gehackte Mandeln
Honig

Aprikosen waschen, entsteinen und grob würfeln. Die Früchte mit ganz wenig Wasser und Zucker nach Geschmack weich kochen. Mit dem Mixstab pürieren, abkühlen lassen und im Kühlschrank kalt stellen.
Die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und ebenfalls abkühlen lassen. Den Joghurt glatt rühren. Einen Teil der Mandeln unter die Creme ziehen. Creme in Gläser oder Schalen verteilen und Joghurt darüber geben. Mit Honig beträufeln und mit den restlichen Mandeln bestreuen.
(Quelle: "Griechisch Kochen" Lingen Verlag, Köln)

Die Creme hat mir überraschend gut geschmeckt, sie war sehr frisch und kein bisschen zu süß. Ob ihr es glaubt oder nicht, den Rest werde ich morgen zum Frühstück essen.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Pasta mit Thunfisch-Kapern-Sauce


Wie hat C. (unser Sohn) vor ein paar Tagen gesagt: "Zur Zeit machst Du ständig was in Tomatensauce". Er mag das überhaupt nicht, muss er auch nicht. Dies ist eines der Turbo-Gerichte, das ich abends gerne schnell nur für U. zubereite. 

Ich schneide 1 Schalotte und 1 Knoblauchzehe in feine Würfel und dünste sie in heißem Öl glasig. Dann gebe ich entweder zerdrückte Tomaten aus der Dose oder frische Tomaten in Würfel geschnitten (je nach Saison und Vorrat) dazu und lasse das ganze ca. 20 Minuten köcheln.

Thunfisch aus der Dose lasse ich etwas abtropfen, zerpflücke ihn mit der Gabel und gebe ihn mit ebenfalls abgetropften Kapern in die Sauce. Dann wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt, ich gebe noch etwas von  meiner Wunderwaffe "Siebengewürz" (eine Paste aus Salz und sieben verschiedenen Gemüsesorten) dazu. Ganz zum Schluß füge ich das in feine Streifen geschnittene Basilikum bei. Die Sauce richte ich mit beliebiger Pasta an.

Und weil das Ganze wirklich ratzfatz auf dem Tisch steht, ist das ein Beitrag für die


Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

von Man kann's essen.



Montag, 14. Juni 2010

Involtini di Melanzane


Einige von Euch sind ja direkt vernarrt in Aubergingen. 
In Bolli's Kitchen gibt es Auberginen-Kaviar, Salat mit gegrillten Aubergingen und Fetaüberbackene Auberginen, Penne mit Auberginen und noch vielerlei mehr. Arthurs Tochter serviert uns eine leckere Auberginen-Lasagne und hat sogar ein Video über die fachgerechte Zubereitung von gefüllten Auberginen gedreht.  Auch in diversen anderen Blogs habe ich viele Rezepte gesehen. Ehrlich gestanden bin war ich kein großer Freund dieser Frucht, mir ist die oftmals zu schwammig. Nun habe ich ein Rezept entdeckt, das ich mir durchaus reizvoll vorstellen konnte. Es stammt aus dem Büchlein "Le Ricette di Guiliana", das ich hier schon einmal erwähnt hatte. 

Auberginen waschen, ihren Stiel und den grünen Teil entfernen. Der Länge nach halbieren und nun von der Mitte her ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden. Diese nun nacheinander in Mehl, verquirltem Ei und Semmelbrösel wenden. In heißem Öl goldgelb ausbacken, auf Küchenkrepp abtropfen lassen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Auberginenscheiben mit gekochtem Schinken und in dünne Scheiben geschnittenem Mozzarella belegen. Zu Rouladen aufrollen und mit Zahnstochern oder Rouladennadeln befestigen. 

Für die Tomatensauce 5 große reife Tomaten waschen und zerkleinern. 4 Eßlöffel Olivenöl in einer Pfanne erwärmen und 2 zerkleinerte Knoblauchzehen darin glasig dünsten, die Tomaten sowie eine Handvoll Basilikumblätter zugeben, mit einer guten Prise Salz und 1 Teelöffel Zucker abschmecken und 5 Minuten köcheln lassen. Dann die Rouladen hineinlegen, mit wenig Sauce begießen und zugedeckt einige Minuten ziehen lassen. Dazu passt frisches Weißbrot.


Ich hatte pro Person 3 Rouladen vorbereitet. Obwohl es sehr lecker geschmeckt hat, haben wir nicht alles geschafft.


Eines ist jedoch sicher, ich werde einige Eurer tollen Rezepte mit Sicherheit nachkochen. 

Mittwoch, 9. Juni 2010

Arnaki kleftiko - Fleisch nach Diebesart

8ter mediterraner Kochevent - Zypern - tobias kocht! - 10.05.2010-10.06.2010

Mit dem Thema Zypern hat es uns Tobias diesen Monat nicht einfach gemacht. Ich bin überzeugt, dass es viele zypriotische Gerichte gibt, nur leider ist wenig bekannt. In einem meiner Kochbücher "Griechisch kochen" gibt es ein Rezept, das ich schon lange einmal nachkochen wollte und bei meinen Recherchen im Internet hat sich gezeigt, dass dieses Gericht tatsächlich in Zypern beheimatet ist.

"Während des Unabhängigkeitskampfes gegen die osmanische Herrschaft Anfang der 20er Jahre machten Räuberbanden, die von Viehdiebstahl lebten, die Berge Zyperns unsicher. Diese „Kleftes“ bereiteten Ziegen oder Lämmer in eingegrabenen Lehmöfen zu. So blieb ihr Versteck geheim, denn man konnte den Rauch nicht entdecken. Das Fleisch wurde zum Teil tagelang luftdicht verschlossen gegart. Diese Zubereitungsart ist auf Zypern dieselbe geblieben. Es kann auch das Fleisch älterer Tiere dazu verwendet werden, welches dann aber – durch die lange Garzeit – auf der Zunge vergeht."

Hier ist eine moderne Version des "Fleisch nach Diebesart":

Zutaten für 4 Päckchen:
600 g Lammfleisch
Salz, Pfeffer, Oregano
Olivenöl
2-3 EL Zitronensaft
4 Kartoffeln
2 Karotten
200 g Erbsen
1 Knoblauchzehe
2 EL Cognac (optional)
8 Scheiben Tomaten
4 Scheiben Blätterteig
geriebener Kefalotiri (ersatzweise Pecorino oder anderer Schafs-/Ziegenkäse)

Das Lammfleisch in Würfel schneiden, mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Olivenöl und Zitronensaft darüber geben und mit Klarsichtfolie abgedeckt ca. 1 Stunde lang marinieren. Kartoffeln und Karotten schälen und in Würfel schneiden. In Salzwasser ca. 8 Minuten garen, die Erbsen dazugeben und nochmals ca. 4 Minuten kochen, abschütten und abtropfen lassen. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, das Fleisch aus der Marinade nehmen und von allen Seiten scharf anbraten, Knoblauchzehe kleinschneiden und zugeben. Mit Cognac (ich habe darauf verzichtet) und der Marinade ablöschen und das Gemüse zufügen, kurz köcheln lassen. Nochmals mit Salz, Pfeffer und Oregano abschmecken.

Zwischenzeitlich die Blätterteigscheiben dünn auswellen und jeweils auf  ein Stück Alufolie legen. Die Lamm-Gemüse-Mischung darauf verteilen und die Alufolie so nach oben ziehen, dass ein gefülltes Beutelchen entsteht. Oben eine ca. 6-7 cm große Öffnung lassen. Mit jeweils 2 Tomatenscheiben belegen und mit geriebenem Käse bestreuen. Die gefüllten Beutel auf ein Blech setzen und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 20 - 30 Minuten backen.


Dafür gab es das höchste Lob eines schwäbischen Ehemannes: "Des kannsch mal wieder machen".


Montag, 7. Juni 2010

Asparagina - Püree aus grünem Spargel


Geht es Euch auch gelegentlich so, dass Ihr geschäftlich oder privat eine Einladung bekommt, vielleicht zur Geschäftseröffnung, Jubiläum, Verabschiedung, Hochzeit oder runder Geburtstag, und Ihr habt keine so rechte Idee, was Ihr als Aufmerksamkeit mitbringen könntet? Anstatt der obligatorischen Topfpflanze verschenken wir dann immer ganz gerne einen Geschenkkorb der Fattoria La Vialla. Wie ich festgestellt habe, kennen einige von Euch die Fattoria und ihre Produkte.

Nun ergab es sich, dass ich aufgrund einer Einladung wieder einen Korb bestellt hatte. Nur leider fand das Ereignis nicht statt. Jetzt komme ich in den Genuss, die Produkte selbst einmal testen zu dürfen. Besser noch als Pasta, Olivenöl, Saucen, Kekse etc. gefällt mir jedoch das Rezeptheftchen "Le Ricette di Giuliana 2009", das jedem Korb beiliegt. 

Ein Rezept habe ich auch schon getestet.

Zutaten für 2 Gläser à 200 g Püree:
1 kg Grüner Spargel
100 g Pinienkerne
1 Glas Olivenöl extravergine
20 Basilikumblätter
1/2 EL grober Salz
1 TL feines Salz
1/2 TL Weinessig

Die holzigen Enden vom Spargel entfernen, das unter Drittel schälen und den Spargel in Stücke schneiden. Dann in kochendem Salzwasser gut weich kochen, abgießen und abtropfen lassen. Den Spargel mit allen übrigen Zutaten im Mixer oder mit dem Mixstab fein pürieren und in Gläser abfüllen.
Das Spargelpüree hat einen sehr feinen, dezenten Geschmack. Da leider im Rezept nichts über die Haltbarkeit angegeben ist, habe ich nur ungefähr die Hälfte gemacht. Das ergab das oben abgebildete Glas und ein kleines Schälchen. 
"Das obige ist das Rezept, um zu Hause die delikate, leckere Soße zuzubereiten, welche eine der jüngsten ist, die auf La Vialla Verwendung findet. Der unverwechselbare Duft dieses Pürees aus Spargel beschert einer Unendlichkeit von Gerichten einen besonderen Hauch. Ein besonders gelungener Bund ist jener zwischen "Asparagina" und Eiern, zubereitet auf jegliche Art. Auf exzellente Weise richtet sie Reis und Nudeln jeder Sorte an. Sie ist exquisit für Vorspeisen und Aperitife, auf kleinen gerösteten Weißbrothäppchen, begleitet von Schnitzen aus hart gekochten Eiern, von Würfelchen aus gealtertem Käse oder gestrichen auf dicke, in Vierecke geschnittene Omelettes."
Das Gläschen steht nun im Kühlschrank und wartet auf seine Verwendung in den nächsten Tagen. Vermutlich werde ich es für Risotto verwenden. Und weil das Rezeptheft ganz neu für mich ist, reiche ich diesen Beitrag beim Dauerkochevent "DKduW" von foodfreak ein.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Spargel-Lachs-Lasagne - nachgekocht



Spargel und Lachs sollte es geben. Spargel, weil dieser im Gemüsefach dringend auf seine Verwertung wartete und Lachs, weil noch ein Stück im Gefrierschrank war und Fisch bei uns sowieso oft zu kurz kommt. Aber wie zubereiten? Einige Überlegungen angestellt, alle wieder verworfen und schließlich nach einigem Stöbern in diversen Blogs auf ein geniales Rezept gestoßen. 


Bei mipi von Man kann's essen! findet ihr die Spargel-Lachs-Lasagne. Zwei winzige Abweichungen gibt es. In die Sauce habe ich noch etwas Siebengewürz gerührt. Das Siebengewürz ist eine Paste aus sieben verschiedenen Gemüsesorten und Salz, das mein Gemüse- und Obsthändler selbst herstellt. Die Dosentomaten waren zu meiner Überraschung Kirschtomaten, da hatte ich beim Einkauf mal wieder nicht richtig geschaut. Ich fand sie hier allerdings auch optisch richtig toll.


Mipi schreibt, dass die Lasagne zum Niederknien ist, das kann ich nur bestätigen.

Dienstag, 1. Juni 2010

Saure Kutteln



Genauso ländlich wie ich heute lebe, bin ich auch aufgewachsen. Meine Eltern betrieben bis in die Mitte der 60er Jahre eine kleine Nebenerwerbslandwirtschaft. Im Stall waren Kühe, Kälber und Schweine und im Garten scharrten die Hühner. Der Metzger kam damals noch ins Haus und der Schlachttag wurde zum Schlachtfest. Wußte man doch, dass danach die Speisekammer mit Würsten in Darm und Dosen und die Gefriertruhe mit Fleisch reich gefüllt sein würde, Es war selbstverständlich, dass alles Essbare vom Tier auch verwertet wurde. Dazu gehörten natürlich auch Innereien wie Leber, Nieren, Herz und vom Rind die sogenannten "Kutteln" (Pansen oder Vormagen). Leber am Stück gebraten, geschnetztelt in einer guten Sauce oder gehackt zu Leberknöpfle verarbeitet war mir am liebsten, danach kamen die Kutteln. Lange habe ich sie nicht mehr gegessen, denn meine Familie weigert sich so etwas auch nur zu probieren.

Mein Metzger hat die Kutteln bereits gereinigt, vorgekocht und in Streifen geschnitten zumindest am Anfang der Woche immer vorrätig. Und da ich große Lust auf die typisch schwäbischen Kutteln hatte, habe ich sie für mich ganz alleine gekocht.

Zutaten (4 Portionen):
800 g Kutteln
100 g Mehl
60 g Schweineschmalz oder anderes Fett
1 Zwiebel
1 EL Tomatenmark
1 Liter Fleischbrühe
2 Lorbeerblätter
2 Nelken
10 Senfkörner
5 Pfefferkörner
Salz, Zucker
4 EL Rotweinessig
1/8 Liter Rotwein

Aus Mehl und Fett eine dunkelbraune Mehlschwitze herstellen. Die feingeschnittenen Zwiebeln und das Tomatenmark zugeben, kurz mitrösten und dann mit der Brühe auffüllen. Gewürze zufügen und ca. 20 Minuten köcheln. Die Sauce durchpassieren, mit Essig und Rotwein verfeinern und abschmecken. Nun die Kutteln zufügen, aufkochen und solange köcheln lassen, bis die Kutteln weich sind.

Dazu gab es Bratkartoffeln und für die Familie Nürnberger Rostbratwürstchen zu den Bratkartoffeln, so waren alle zufrieden.
Ein ganz ähnliches schwäbisches Gericht sind die "Saure Kartoffelrädle". Hier wird im Prinzip die gleiche Sauce hergestellt, anstatt der Kutteln kommen jedoch in Scheiben geschnittene Pellkartoffeln hinein.