Dienstag, 27. April 2010

Nudeln mit grüner Spargelcreme



Wir mögen zwar Spargel ganz gerne, aber öfter als 3 - 4 mal während der Saison kommt er bei uns eigentlich nicht auf den Tisch. Den grünen Spargel gab es heute Mittag nach diesem Rezept:

Zutaten: (3 Personen)

800 g grüner Spargel

200 ml Sahne

Salz, Pfeffer, Muskat
Zitronenabrieb, Zitronensaft

Basilikum, feingeschnitten

Parmesan

(Quelle: Vegetarisch Kochen - Gemüse und Pasta, Orbis Verlag)

Vom Spargel die holzigen Enden abschneiden und das untere Drittel schälen, den Spargel in ca. 4 cm lange Stücke schneiden und in einem Topf mit Siebeinsatz über Wasserdampf bissfest garen. Ich gebe noch die abgeschnittenen Enden und die Schalen in das Wasser.

In einem kleinen Topf die Sahne auf die Hälfte einkochen. Ein Drittel der Spargelstücke - nicht die Spitzen - mit der Sahne und 2 - 3 EL Spargelkochwasser im Mixer oder mit dem Mixstab fein pürieren.

Die Sauce durch ein Sieb streichen und kurz erhitzen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat, Zitronenabrieb und Zitronensaft abschmecken. Die zurückbehaltenen Spargelstücke in die Sauce geben, nochmals kurz erhitzen und ganz zum Schluss feingeschnittenen Basilikum unterrühren.
Mit Nudeln nach Geschmack und geriebenem Parmesan anrichten.

Montag, 26. April 2010

"Fleischküchle" auf römische Art


Jutta Lorbeerkrone bringt uns auf ihrem Blog Die Lorbeerkrone die italienische bzw. römische Küche nahe. Eine traditionelle, einfache Küche, mit der ich bisher in dieser Form nur einmal in Berührung kam.

Vor etlichen Jahren waren wir mit einem Freund für eine Woche in einem kleinen Bergdorf in der Nähe von Bergamo. Dieser Freund war bestens mit dem Bürgermeister des Dorfes bekannt und dessen Mutter und Schwester führten widerum das einzige Restaurant im Ort. Wir waren dort jeden Abend zum Essen. Es gab keine Speisekarte, sondern ein täglich wechselndes Menü, das immer aus 4 Gängen bestand. Es waren einfache aber wunderbar schmeckende Speisen.


An diese Zeit erinnern mich die Gerichte, die uns Jutta präsentiert, Speisen die mit wenig Zutaten auskommen und kein großes Schnickschnack nötig haben, das gefällt mir. Ihre Polpette di Tonno habe ich vor einigen Tagen als Pausensnack für Schule und Büro zubereitet. Ich kann es Euch wärmstens empfehlen. Hier findet Ihr das Rezept. Als einzige winzige Abweichung habe ich noch eine Schalotte klein gewürfelt und mit der Petersilie angedünstet.

Mittwoch, 21. April 2010

Frühlingsomelett



Vor einigen Tagen hat Robert von lamiacucina mit seiner Spargel-Kerbel-Royale bei mir den Appetit auf Kerbel geweckt. Vor etlichen Jahren hatte ich dieses zarte Kräutlein einmal selbst im Kasten gezogen. Die Ernte war dürftig, damals hat es für ein feines Kerbelschaumsüppchen gerade gereicht. Jetzt habe ich mir ein Töpfchen gekauft und auch schnell ein schönes Rezept gefunden.

Zutaten für 2 Portionen:
1/2 Bund Kerbel
1 Kohlrabi
2 Handvoll Zuckerschoten
1 Frühlingszwiebel
4 Eier
Salz
Butter
1 Prise Zucker
100 g Mascarpone
1 EL mittelschafer Senf
1 TL Zitronensaft
Pfeffer
1 Eigelb

Kerbel waschen und trockenschleudern. Blätter von den Stielen zupfen und fein hacken. Kohlrabi schälen, vierteln und in dünne Scheiben schneiden. Zuckerschoten waschen, putzen und schräg halbieren. Frühlingszwiebeln ebenso putzen und schräg in Streifen schneiden. Das Gemüse mit etwas Butter und wenig Wasser in einen Topf geben, mit Salz und Zucker würzen und im geschlossenen Topf 5 - 6 Minuten garen.

Die Eier mit Salz und einem Drittel des gehackten Kerbels gut verschlagen.


Mascarpone mit Senf
(ich würde das nächste Mal die Senfmenge etwas reduzieren) und Zitronensaft verrühren und langsam erwärmen. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann das Eigelb mit dem Schneebesen unterrühren und kurz vor dem Servieren den restlichen gehackten Kerbel untermischen.

Butter in einer großen Pfanne oder 2 kleineren Pfanne (24 cm Durchmesser) erhitzen und die verschlagenen Eier zum Omelett ausbacken. Mit dem Gemüse und der Sauce auf vorgewärmten Tellern servieren.


Das Rezept habe ich aus dem Buch "Kochen mit Kräutern & Gewürzen" einer Sonderausgabe der Zeitschrift essen&trinken.





Dieses Kochbuch steht schon sehr lange in meinem Regal. Obwohl ich es immer wieder zur Hand nehme und durchblättere, habe ich zum ersten Mal daraus gekocht und deshalb ist dies auch mein Beitrag zum Dauerevent "Dein Kochbuch das unbekannte Wesen" von Foodfreek.


Dienstag, 20. April 2010

Hähnchenbrust nach Jamie Oliver

Täglich für eine 4köpfige Familie zu kochen, ist nicht immer ganz einfach. Vielleicht kennen das einige von Euch ja auch. Kochen mit aussergewöhnlichen Zutaten und exotischen Gewürzen, ja das würde mir auch Spaß machen. Aber es nutzt ja alles nichts, wenn ich mir schon die Mühe mache und alles frisch zubereite, dann soll es auch allen weitgehend schmecken. Deshalb ist bei mir ein wichtiges Auswahlkriterium für ein Rezept, dass es "familienkompatibel" ist.

Das Hähnchenbrustfilet nach Jamie Oliver ist eines davon. Entdeckt habe ich es als Hauptgang eines unkomplizierten Menüs für alle Gelegenheiten, lediglich kleine Anpassungen an unsere Geschmäcker habe ich vorgenommen.

Zutaten für 4 Portionen:
4 Hähnchenbrüste ohne Haut (in Stücke geschnitten)
2 Hand voll getrocknete Steinpilze (1 Hand voll)
500 g gemischte Pilze (oder nur Champignons), zerteilt
1 1/2 Glas Weißwein (Gemüsebrühe)
4 EL Butter
2 Handvoll frischer Thymian (Frühlingszwiebeln, Oregano, Estragon, wenig Thymian, Petersilie)
4 Knoblauchzehen, geschält in Scheiben geschnitten (1 Knoblauchzehe)

Backofen auf 220 °C vorheizen. Auf einem Backblech zwei große Stücke Alufolie (ca. die Länge von einem Schuhkarton) übereinander legen, dann 3 Seiten ca. 2 cm nach oben knicken, eine Schmalseite offen lassen und diese zur Hälfte hochstellen. Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen und auf das Alupäckchen geben. Mit dem Wein bzw. der Gemüsebrühe aufgießen, mit Salz und Pfeffer würzen, die hochgestellte Folie als Deckel über das Päckchen klappen und gut verschließen. Im heißen Ofen 35 Minuten garen.


Eigentlich wäre das Gericht jetzt fertig. Da meine Familie jedoch viel Sauce braucht, gebe ich alles noch kurz in einen Topf, gebe etwas Sahne und Bratensauce dazu und schmecke das Ganze nochmals mit Salz und Pfeffer ab. Dazu gibt es Bandnudeln, meine Lieblingsnudeln. Das schmeckt der ganzen Familie, na gut C. schiebt die Pilze zur Seite, aber damit kann ich leben.

Montag, 19. April 2010

Spargel gedünstet



Jetzt ist es soweit, das Spargelhäuschen hat seit ein paar Tagen geöffnet. Für ca. 2 Monate wird es stehen und Spargel aus Deutschland und später auch noch Erdbeeren anbieten, also bleibt genügend Zeit einige Spargelvariationen auszuprobieren. Da allerdings eines unserer Kinder Spargel nicht isst, muss er sich meistens als Gemüsebeilage mit einer Nebenrolle begnügen.

Ich bereite ihn dann gerne nach dieser Methode zu:

Spargel schälen und in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. In einem gut schließenden Topf etwas Butter zerlassen, Spargelstücke zugeben und mit wenig Salz und einer Prise Zucker würzen. Zugedeckt bei milder Hitze in ca. 20 Minuten gardünsten, ich schüttle den Topf gelegentlich durch. Zum Schluss etwas Sahne angießen und durchkochen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und gehackte Petersilie untermischen.
(Quelle: Das Große Buch vom Kochen, herausgegeben von der Zeitschrift
essen&trinken)

hier als Beilage zu Rehkeule und Kartoffelterrine

Gestern gab es ein Pfeffersteak und Pellkartoffeln dazu.

Mittwoch, 14. April 2010

Sauce Bologneser Art ohne Fleisch

dafür mit schlechtem Bild - heute musste das Handy herhalten.


Zugegeben das aktuelle Thema vom Kochtopf-Event "ohne" hat auch mich etwas ratlos gemacht. Wir haben keinen Vegetarier in der Familie und ich bin in der glücklichen Lage auf keine Unverträglichkeiten - abgesehen von gewissen Abneigungen - Rücksicht nehmen zu müssen. Dann ist mir aber ein Rezept eingefallen, das ich mir schon vor ewigen Zeiten in meiner Rezeptsammlung bei Chefkoch abgespeichert hatte. Etwas modifiziert habe ich es heute gekocht.

Zutaten (für 2 Portionen):
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 Schalotte
1 Karotte
1 Stückchen Sellerie
1 EL Olivenöl
1 EL Tomatenmark
ca. 350 ml passierte Tomaten
ca. 250 ml Gemüsebrühe
60 g rote Linsen
Kräuter nach Geschmack
1 EL Petersilie
Salz, Pfeffer

Das Gemüse klein würfeln und in dem heißen Olivenöl bei mittlerer Temperatur anschwitzen. Tomatenmark zufügen und kurz anrösten, mit passierten Tomaten und Gemüsebrühe ablöschen. Die Linsen und die Kräuter, ich habe gerebelten Oregano und etwas frischen Salbei genommen, hinzugeben und solange köcheln lassen, bis die Sauce die Konsistenz der üblichen Hackfleischsauce hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, ganz zum Schluss Petersilie dazugeben und mit Pasta nach Belieben anrichten. Nach Geschmack frischen Parmesan darüber reiben.

Ich war überrascht, wie lecker diese "Bolognese ohne Fleisch" schmeckt. Deshalb ist dies mein Beitrag zum Kochen

Blog-Event-LV - Ohne (Einsendeschluss 15. April 2010)

Freitag, 9. April 2010

Neues aus der Suppenküche



Habe ich eigentlich schon einmal erwähnt, dass U. von Suppen leben könnte? Im Gegensatz zu mir ist er der Meinung, dass dies auch gut mit Tütensuppen machbar ist, mir wird allein schon vom Geruch übel. Da er jedoch ein Lebensmittelgeschäft nahezu nie betritt, boykottiere ich seine Wünsche diesbezüglich regelmäßig, was jedoch andererseits dazu führt, dass ich oft den Beweis liefern muss "selbstgemacht schmeckt besser". Auf der Suche nach neuen Ideen bin ich auf diese Fischsuppe gestoßen.

Zutaten:
1 Zwiebel
1 Staudensellerie
1/2 Fenchelknolle
1/2 dünne Stange Lauch
2 EL Olivenöl
80 ml Weißwein
800 ml Gemüsebrühe
1 Lorbeerblatt
1 geschälte, halbierte Knoblauchzehe
Safranfäden (0,1 g)
1 Streifen unbehandelte Zitronenschale
150 stückige Tomaten aus der Dose
Salz, Pfeffer
1 Prise Cayennepfeffer
500 g gemischte Fischfilets (z.B. Kabeljau, Lachs, Rotbarsch, Lachsforelle)
1 EL frisch geschnittene Petersilie

Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. Staudensellerie, Fenchel und Lauch putzen und waschen. Den Sellerie in dünne Scheiben schneiden, den Fenchel halbieren und mit dem Lauch in dünne Streifen schneiden.

Zwiebeln, Staudensellerie und Fenchel in einem Topf in 1 EL Olivenöl bei milder Hitze glasig anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen, etwas einköcheln lassen, mit der Brühe auffüllen, das Lorbeerblatt einlegen und knapp unter dem Siedepunkt etwa 15 Minuten ziehen lassen, den Lauch mit Knoblauch, Safran und Zitronenschale hinzufügen und weitere 5 Minuten ziehen lassen, anschließend Lorbeerblatt, Knoblauch und Zitronenschale entfernen. Die Tomaten mit dem übrigen Olivenöl in die Suppe rühren. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen.

Die Fischfilets in 2 cm große Würfel schneiden. In einem Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und in 2 bis 3 Minuten glasig durchziehen lassen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen, etwas abtropfen lassen und mit der Petersilie in die Suppe geben.
(Quelle: www.schuhbeck.de)

Sehr lecker, einziger Kritikpunkt von U., nach dem Fotografieren war die Suppe nicht mehr heiß genug.

Mittwoch, 7. April 2010

Mozzarella in Carrozza



Tobias kocht rund ums Mittelmeer. Jeden Monat sucht er Gerichte aus einem speziellen Land und diesen Monat ist Italien dran. Dieses Rezept wollte ich schon ewig lange mal ausprobieren und nun war die Gelegenheit günstig.

Zutaten für die Käseschnitten:
8 Scheiben Toastbrot
1 Kugel Mozzarella
2 Eier
Salz
2 EL Milch
2 EL Mehl

Toastbrot entrinden und vier Schnitten mit dem in Scheiben geschnittenen Käse belegen, dabei einen kleinen Rand lassen, mit den vier übrigen zudecken. Ränder mit etwas Wasser anfeuchten und gut zusammendrücken. Eier mit dem Schneebesen mit Salz und Milch verschlagen. Brotschnitten beiderseits durch die Eimasse ziehen und in Mehl wenden. Die Schnitten in der Pfanne in heißem Öl goldgelb backen, auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Zutaten für die Sauce:
40 g Butter
2 Anchovisfilets
1 EL Kapern
1/2 Bund Petersilie
Saft einer halben Zitrone

Butter zerlassen, gehackte Anchovisfilets und Kapern sowie die feingehackte Petersilie darin heiß werden lassen, Zitronensaft hineinrühren.

Die Käseschnitten mit der Anchovissauce auf vorgewärmten Tellern anrichten. Mit einem Blattsalat war das ein leckerer Abendimbiss. Die Brotschnitten sind im Geschmack nicht sehr kräftig, das wird durch die Sauce ausgeglichen. Mir kam eine Schnitte pro Person wenig vor und war deshalb überrascht, wie sättigend das Gericht ist.

Dies ist mein Beitrag für den Kochevent von Tobias

6ter mediterraner Kochevent - Italien - tobias kocht! - 10.03.2010-10.04.2010