Mittwoch, 20. Oktober 2010

Katzagschroi



Und weiter geht es schwäbisch sparsam. Dass Suppen in Lindas Bistro beliebt sind, ist sicher einigen von Euch nicht unbekannt. Aber nicht die in meinem Blog vorgestellten Suppen sind die Lieblinge. Nein, absoluter Favorit ist meine selbstgemachte Fleischbrühe nach diesem Rezept mit verschiedenen Einlagen, wie z.B. Suppennudeln, Flädle, Grießklößchen, Schwammklößchen etc. Ich koche die Brühe immer auf Vorrat und normalerweise kommt das Suppenfleisch kleingeschnitten mit der Brühe in den Tiefkühler.

Gestern habe ich mich jedoch anderweitig entschieden. Immer auf der Suche nach urschwäbischen Gerichten bin ich auf das Magazin "Wir kochen - die besten Rezepte aus dem Stauferland" gestoßen. Die Neue Württembergische Zeitung und die Geislinger Zeitung haben in dieser Zeitschrift die beliebtesten Rezepte ihrer Leser veröffentlicht. Für mich ist viel Bekanntes aber doch auch manch Neues dabei. Das "Katzagschroi" kannte ich bisher noch nicht.

Zutaten für 4 Personen:
600 g Suppenfleisch
2 Zwiebeln
4 Eier
Butter
Salz, Pfeffer

Das gekochte und kalte Suppenfleisch in feine Streifen schneiden, ebenso die geschälten Zwiebeln. Butter in einer Pfanne heiß werden lassen, die Fleisch- und Zwiebelstreifen darin anbraten. Nun die Eier miteinander verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen und über das Zwiebelfleisch gießen. Langsam rühren bis die Eier gestockt sind. Ich habe noch ein paar Frühlingszwiebel dazugegeben.
Dazu schmeckt ein frischer Blattsalat und/oder ein leckeres Bauernbrot.

Offensichtlich war dieses Vespergericht aus übrig gebliebenem Suppenfleisch so begehrt, dass es selbst mit den Katzen zum Streit darum kam, daher rührt der Name "Katzagschroi".

Kommentare:

  1. Herrlich diese Regionalen Gerichte. Wer hat nun davon mehr abbekommen, die Katze oder ihr ?

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  2. Was für ein schöner Rezeptname. Ich stell mir grad lebhaft die empörte Katze vor! :)

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  3. @lamiacucina
    Da lerne ich auch bei Dir viel. Ich sag nur soviel, in meinen nächsten Leben möchte ich Katze in Lindas Bistro sein ;)

    @Toni
    Ja, wir Schwaben haben teilweise lustige Rezeptnamen, wie Nonnenfürzle, Bubaspitzle, Mistkratzerle etc. ;)

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  4. Jetzt muss ich mich entscheiden, ob mir Katzagschroi oder Mistkratzerle am besten gefällt. Was sind denn Mistkratzerle?

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  5. @Toni
    Kleine, junge Hähnchen werden als Mistkratzerle bezeichnet.

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  6. In der Tat unterstreicht das Rezept die sprichwörtliche schwäbische Sparsamkeit;o)
    Aber warum nicht, für mich kling es nach schneller, guter Alltagsküche.

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  7. Grüss Gott Linda,

    bei dir wurde ich fündig. Ich kenne das von meiner Mutter und habe es heute gemacht, Als Beilage gab es Salbeitaler.

    Liebe GrüsseErika

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  8. @Erika
    Freut mich sehr, dass Dir das Katzagschroi gefällt. Ich bin immer auf der Suche nach Rezepten, die davon bedroht sind, in Vergessenheit zu geraten. Deine "Leibspeisen" gefallen mir gut, Leberspätzle sind bei mir auch schon lange auf der Kochliste, die hat meine Mutter früher oft gemacht.

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  9. Grüss Gott Linda,

    da fällt mir ein, kennst du a Kratzede? Das ist Pfannkuchenteig, der ähnlich dem Kaiserschmarren auseinander gerissen ist. Der Teig ist aber eher salzig, keinesfalls kommt Zucker dazu. Wir haben dazu auch grünen Salat gegessen oder auch Apfelmus. Das habe ich ewig nicht mehr gekocht.

    Auf Leibspeisen habe ich die Kommentarfunktion ausgeschaltet weil da so wenig Verkehr ist und wenn mal dann kommt Spam. Dein Lob freut mich sehr.

    Liebe Grüsse//Erika

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  10. @Erika
    Ich kenne Kratzede so wie Du es beschreibst, allerdings wird es in meiner Familie als "Stierum" bezeichnet und ich esse dazu auch am liebsten grünen Salat oder sogar Kartoffelsalat!

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  11. @Linda - also rom schtiira ...

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